Donald Trump ist der Präsident der USA.
Benjamin Netanjahu ist der Regierungschef von Israel.
Auf dem Bild spielen die beiden mit dem Land Iran.
Sie benutzen Waffen.
Dabei zerstören sie den Iran.
Sie tun das nicht, um dem Volk im Iran zu helfen.
Die Gründe für diesen Krieg versteht man nicht.
Illustration / Karikatur: KI-generiert / Trierer Umschau

LEICHTE SPRACHE - KRIEG DEM KRIEGE

Warum sagen viele Menschen: Nein zum Krieg gegen den Iran. – Sie sagen: Dieser Krieg ist nicht gerecht. – Der Krieg kommt von Ländern im Westen. – Menschen im Iran haben dazu einen Aufruf geschrieben. – Dieser Aufruf ist ein Manifest aus dem Iran.

Trauen Menschen im Iran den USA?

Viele Menschen im Iran sagen:
Nein.

Viele Menschen erinnern sich an ein wichtiges Ereignis.
Dieses Ereignis war vor mehr als 70 Jahren.

Damals hatte der Iran einen demokratisch gewählten Regierungschef.
Er hieß Mohammad Mossadegh.

Viele Menschen im Land unterstützten ihn.
Das zeigten Umfragen und Wahlen.

Mossadegh traf im Jahr 1951 eine wichtige Entscheidung.
Er verstaatlichte die iranische Ölindustrie.

Das bedeutet:
Die Ölindustrie sollte dem iranischen Staat gehören.

Die Gewinne aus dem Öl sollten stärker dem eigenen Land helfen.
Der Iran hat sehr große Ölreserven.

Viele westliche Ölunternehmen verdienten damals viel Geld mit diesem Öl.
Ein wichtiges Unternehmen war die britische Anglo-Iranian Oil Company.

Die Entscheidung von Mossadegh widersprach den Interessen dieser Unternehmen.

Im August 1953 kam es zu einem Umsturz.
Die Geheimdienste der USA und von Großbritannien organisierten eine geheime Aktion.

Diese Aktion hieß Operation Ajax.
Bei dieser Aktion wurde Mossadegh gestürzt.

Danach kam der Schah wieder an die Macht.
Er hieß Mohammad Reza Pahlavi.

Der Westen unterstützte ihn stark.
So konnte er seine Macht festigen.

Seine Herrschaft dauerte mehr als 25 Jahre.
In dieser Zeit entwickelte sich seine Regierung zu einer autoritären Monarchie.

Das bedeutet:
Ein Herrscher hat sehr viel Macht.

Opposition wurde unterdrückt.
Politische Gegner wurden verfolgt.

Viele Historiker sagen:
Dieses Ereignis war ein wichtiger Einschnitt in der Geschichte des Iran.

Die demokratisch gewählte Regierung wurde durch eine Aktion aus dem Ausland gestürzt.
Viele Menschen im Iran verloren dadurch ihr Vertrauen in westliche Staaten.

Die politische Situation im Land wurde immer angespannter.
Viele Menschen wurden immer unzufriedener mit der Herrschaft des Schahs.

Diese Unzufriedenheit wuchs über viele Jahre.

Im Jahr 1979 kam es schließlich zur iranischen Revolution.
Nach der Revolution entstand die Islamische Republik.

Religiöse Führer übernahmen die politische Macht.
Dieses politische System prägt den Iran bis heute.

Wenn man diese Geschichte kennt, überrascht eine Sache nicht.
Viele Menschen im Iran misstrauen den USA.

Dieses Misstrauen ist in vielen Teilen der Gesellschaft tief verwurzelt.
Für viele Menschen ist der Umsturz von 1953 ein Symbol.

Für sie zeigt dieses Ereignis:
Eine junge Demokratie kann durch Einmischung von außen zerstört werden.

 

Der Eindruck eines Grundes für Krieg

Manche Menschen sehen Donald Trump als Retter.
Doch im Jahr 2026 wird er kein Retter sein.

Viele Beobachter sagen:
Er hat wenig Geduld für Verhandlungen.

Und er hat wenig Geduld für Diplomatie.

Wer nicht gehorcht, wird bekämpft.

Das politische Prinzip der USA zeigt sich in vielen Ländern.
Die USA haben in verschiedenen Ländern eingegriffen.

Manchmal direkt.
Manchmal indirekt.

Doch diese Eingriffe haben oft keine stabile Demokratie hinterlassen.
Und auch kein wirklich freies Volk.

Viele Kritiker sagen deshalb:
Die USA finden immer einen Grund für Krieg.

Oft wird dafür ein anderes Wort benutzt.
Das Wort heißt Militäroperation.

Der Irak ist ein Beispiel.
Der Irak liegt neben dem Iran.

Im Irak sprach man damals von biologischen und chemischen Waffen.
Diese Waffen wurden als Grund für den Krieg genannt.

Heute sprechen manche Politiker über Atomwaffen im Iran.

Viele Menschen sagen:
Mit solchen Waffen dürfen nur die USA und ihre Verbündeten umgehen.

Auch Israel wird in diesem Zusammenhang genannt.

Israel gilt als Gegner des Iran.
Darum sagen manche Politiker: Der Iran ist ein Feind.

Auch der russische Präsident wird erwähnt.
Er heißt Wladimir Putin.

Er ist Präsident der Russischen Föderation.

Er spricht von einer militärischen Spezialoperation.
So nennt er den Krieg in der Ukraine.

Manche Beobachter sagen:
Wenn andere Länder ihre Kriege Militäroperation nennen, bekommt Putin neue Argumente.

Denn eine Militäroperation und eine militärische Spezialoperation bedeuten beide Krieg.

 

Doch diese Begriffe passen nicht zu den Regeln der Vereinten Nationen.

Die Vereinten Nationen entstanden nach zwei Weltkriegen.
Das war im Jahr 1945.

Damals schrieben die Staaten die Charta der Vereinten Nationen.

Heute gehören 193 Staaten zu dieser Organisation.
Diese Staaten haben diese Regeln anerkannt.

In Kapitel 1, Artikel 1.1 steht ein wichtiges Ziel.

Die Vereinten Nationen wollen den Weltfrieden schützen.
Sie wollen auch die internationale Sicherheit schützen.

Dafür sollen Staaten gemeinsam handeln.

Sie sollen Bedrohungen für den Frieden verhindern.
Oder sie sollen Bedrohungen beenden.

Angriffe auf andere Staaten sollen gestoppt werden.
Auch andere Brüche des Friedens sollen beendet werden.

Konflikte zwischen Staaten sollen friedlich gelöst werden.

Dabei sollen Gerechtigkeit und internationales Recht beachtet werden.

 

Das Manifest aus dem Iran

Nun folgt ein Manifest aus dem Iran.

Dieses Manifest richtet sich gegen Krieg.

Es richtet sich gegen einen Krieg des Westens auf dem Gebiet des Iran.

Im nächsten Teil folgt der vollständige Text.
Der Text stammt von der internationalen Presseagentur Pressenza.

 

Ein Manifest aus dem Iran: Nein zum Krieg
(Pressenza – Internationale Presseagentur)

Wir veröffentlichen einen wichtigen Aufruf.

Der Aufruf kommt von 353 Aktivistinnen und Aktivisten sowie Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus dem Iran.

Alle leben im Iran.

Sie haben ein Manifest veröffentlicht.

Ein Manifest ist ein öffentlicher politischer Aufruf.

Der Titel des Manifests ist sehr klar.

Der Titel lautet:
Nein zum Krieg.

Es ist wichtig zu zeigen, was Menschen im Iran wirklich wollen.

Manche Menschen aus der iranischen Diaspora rufen zu Krieg auf.

Diaspora bedeutet:
Menschen aus einem Land leben in anderen Ländern.

Einige dieser Gruppen werden von Unterstützern im Westen unterstützt.

Doch viele Menschen im Iran haben andere Forderungen.

Es stimmt nicht, dass die Menschen im Iran Krieg wollen.

Viele Iranerinnen und Iraner leben im Iran.

Sie wären die ersten Menschen, die unter einem Krieg leiden würden.

Einige Menschen aus der akademischen Welt haben Donald Trump gedankt.

Sie sagten:
Trump will das iranische Volk befreien.

Doch viele Menschen im Iran sagen:
Diese Personen sprechen nicht für uns.

Es ist leicht, aus einem sicheren Zuhause im Westen zu sprechen.

Doch solche Forderungen können das Leben von Millionen unschuldigen Menschen gefährden.

Das Manifest verurteilt mehrere Dinge.

Es verurteilt politische Unterdrückung.

Es verurteilt das Töten von Demonstrierenden.

Und es verurteilt jede militärische Invasion aus dem Ausland.

Die Autorinnen und Autoren sagen:
All diese Dinge schaden den Interessen des Landes.

 

Nein zum Krieg gegen den Iran

Krieg ist das schlimmste Übel, das Politik hervorbringen kann.

Krieg tötet Menschen.

Krieg zerstört Städte und Infrastruktur.

Krieg bringt Familien großes Leid und Trauer.

Krieg zerstört Straßen, Gebäude und wichtige Einrichtungen.

Krieg macht Menschen arm.

Krieg tötet auch unschuldige Menschen.

Krieg schafft neue Gewalt.

Krieg macht es auch schwerer, mit Krisen umzugehen.

Krieg nimmt einem Land die Möglichkeit, sich zu entwickeln.

Krieg zerstört Chancen für Demokratie.

Krieg zerstört Chancen für Gerechtigkeit im Iran.

Benjamin Netanjahu und politische Gruppen in Washington sprechen sehr oft über Krieg.

Sie benutzen eine aggressive Sprache.

Sie verhängen Sanktionen.

Sie drohen mit militärischen Angriffen.

Die Autorinnen und Autoren des Manifests sagen:

Diese Politik soll den Iran schwächen.

Diese Politik soll das Land destabilisieren.

Destabilisieren bedeutet:
Ein Land wird politisch unsicher und instabil.

Im Januar 2026 gab es tragische Ereignisse.

Diese Ereignisse waren sehr schmerzhaft.

Doch diese Ereignisse können keinen Krieg rechtfertigen.

Sie können kein neues Leid für die Menschen im Iran rechtfertigen.

Und sie können keine Zerstörung des Landes rechtfertigen.

Wir, die Unterzeichnerinnen und Unterzeichner, sind Iranerinnen und Iraner mit unterschiedlichen politischen Ansichten.

Trotz dieser Unterschiede sind wir uns in einem Punkt einig.

Wir lehnen jede Aggression gegen unser Land ab.

Wir glauben:
Die Lösung für die Probleme liegt im Iran selbst.

Die Lösung kann durch Veränderungen entstehen.

Diese Veränderungen müssen konstruktiv sein.

Sie müssen die Gesellschaft erneuern.

Sie müssen aus der Gesellschaft selbst entstehen.

Der Wandel soll von unten nach oben wachsen.

Das bedeutet:
Die Veränderung beginnt bei den Menschen im Land.

Das ist der Weg nach vorn.

Nicht der Krieg.

Darum rufen wir alle Menschen auf:

Erhebt eine starke und gemeinsame Stimme gegen Krieg.

Stellt euch gegen jede Form von Kriegstreiberei.

Wenn es eine Aggression gegen unser Land gibt, werden wir an der Seite unseres Landes stehen.

Wir laden alle Mitbürgerinnen und Mitbürger ein, sich anzuschließen.

Besonders Menschen mit einer starken Stimme in der Öffentlichkeit.

Besonders Menschen mit Sichtbarkeit und Vertrauen in der Gesellschaft.

Sie sollen sich diesem Widerstand anschließen.

Und sie sollen dies mit großer Entschlossenheit tun.

Dieses Manifest wurde von 353 Personen unterzeichnet.

Darunter sind Politikerinnen und Politiker.

Darunter sind Intellektuelle.

Und darunter sind Aktivistinnen und Aktivisten aus der Zivilgesellschaft.

Diese Menschen vertreten viele unterschiedliche politische Meinungen im Iran.

 

Standardtext vgl. https://www.trierer-umschau.de/2026-11-03-aa/
Text in Leichter Sprache: mit dem Optimeil-Leichte-Sprache-Assistenten von ChatGPT
Textbegleitung: Christph Maisenbacher – 11. März 2026
Quellen: vgl. Standardtext wie auch die in diesem notierte Links
Illustration / Karikatur: KI-generiert / Trierer Umschau