Eine Hand ist ausgestreckt.
Wir müssen diese Hand nur nehmen.
Am 3. Oktober gibt es auf dem Viehmarktplatz in Trier die Aktion „Es brennt“.
Die Aktion möchte zeigen:
Wir wissen, dass sich etwas verändern muss.
Aber Wissen allein reicht nicht.
Wir müssen gemeinsam handeln.
Illustration: KI-generiert / Trierer Umschau

LEICHTE SPRACHE – WIR KOCHEN UNSERE ERDE & INITIATIVE "ES BRENNT"

Es brennt in Trier: Unsere Welt brennt – wir müssen gemeinsam handeln

Es gibt immer neue Hitze-Rekorde.
Das bedeutet:
An manchen Orten ist es so heiß wie noch nie seit Beginn der Messungen.
Es gibt große Brände in der Natur.
Und an vielen Orten wird das Wasser knapp.
Das alles hat mit der Klima-Krise zu tun.
Aber es geht um noch mehr:
Wir müssen uns fragen:
Wollen wir weiter nur zuschauen?
Oder wollen wir gemeinsam Verantwortung übernehmen?
Am Samstag, dem 3. Oktober 2026, gibt es um 12 Uhr auf dem Viehmarktplatz in Trier eine Menschen-Kette.
Die Trierer Umschau sagt:
Diese Menschen-Kette ist eine Einladung.
Wir wollen nicht mehr nur wissen, was passiert.
Wir wollen handeln.
Und wir wollen gemeinsam einen Schritt in Richtung Zukunft machen.

 

Vom Wissen zum Handeln: Wir müssen jetzt einen Schritt weitergehen

 

Dieser Text könnte fast eine Fortsetzung von unserem ersten Beitrag am 1. Oktober sein.

Den Beitrag finden Sie hier:

https://www.trierer-umschau.de/2026-10-01-aa/

In diesem Beitrag ging es um eine Frage.

Diese Frage wird die Trierer Umschau auch in den nächsten Wochen und Monaten immer wieder beschäftigen:

Was können wir verändern,
wenn die Welt immer unübersichtlicher wird?

Unübersichtlich bedeutet hier:

Sehr viele Dinge passieren gleichzeitig.

Und manchmal wissen wir nicht mehr,
was wir selbst tun können.

Vielleicht müssen wir zuerst etwas sehr Einfaches tun:

Wir müssen aufstehen.

Nicht irgendwann.

Nicht erst dann,
wenn andere Menschen angefangen haben.

Und nicht erst dann,
wenn wir ganz sicher sind:

Unser kleiner Schritt wird wirklich die ganze Welt verändern.

Am kommenden Samstag gibt es in Trier eine Möglichkeit,
einen solchen Schritt zu machen.

Am 3. Oktober 2026 um 12 Uhr
sollen sich Menschen auf dem Viehmarktplatz in Trier an den Händen halten.

Sie bilden eine Menschen-Kette.

Eine Menschen-Kette bedeutet:

Viele Menschen stehen nebeneinander.

Sie reichen sich gegenseitig die Hände.

Die Aktion heißt:

„Es brennt“.

Die Trierer AG Frieden schreibt dazu:

„Hitzerekorde, Flächenbrände, Wasserkrisen. Es brennt und kaum jemand steht auf?! Doch, wir schon.“

Flächen-Brände sind große Brände in der Natur.

Wasser-Krisen bedeutet:

Es gibt zu wenig Wasser.

Oder Menschen haben Schwierigkeiten,
sauberes Wasser zu bekommen.

Mehr Informationen über die Aktion in Trier gibt es hier:

https://www.agf-trier.de/aktuelles/termine/es-brennt/

Besonders wichtig sind vielleicht diese wenigen Worte:

„Doch, wir schon.“

Diese Worte könnten am Samstag wichtig sein.

Denn nicht irgendetwas brennt.

Unsere Welt brennt.

 

Die Klima-Krise: Wir wissen schon lange, was mit unserer Erde passiert

 

Vielleicht müssen wir es so deutlich sagen.

Es brennt nicht nur irgendwo weit weg.

Und es geht nicht nur um eine Zukunft,
die noch sehr weit entfernt ist.

Es geht um die Grundlagen für unser Leben.

Lebens-Grundlagen sind Dinge,
die Menschen, Tiere und Pflanzen zum Leben brauchen.

Dazu gehören:

Böden und Wälder.

Wasser.

Tiere und Pflanzen.

Unsere Städte und Dörfer.

Und natürlich die Menschen.

Es geht auch um die Menschen,
die nach uns leben werden.

Wir wissen schon lange:

Unsere Erde verändert sich.

Wir sehen die Bilder davon.

Wir lesen die Nachrichten darüber.

Und wir erleben Hitze und Trockenheit inzwischen selbst.

Deshalb ist das Problem heute nicht nur:

Wir wissen zu wenig.

Eine wichtige Frage ist:

Was machen wir mit unserem Wissen?

 

Wir dürfen nicht einfach nichts tun

 

Sehen bedeutet mehr,
als etwas nur zu bemerken.

Hören bedeutet mehr,
als eine Nachricht nur zu hören.

Wenn wir wirklich verstehen,
was passiert,
dann haben wir auch Verantwortung.

Aber viele schlechte Nachrichten können Menschen müde machen.

Vielleicht denken wir dann:

Was kann ich schon verändern?

Vielleicht fühlen wir uns machtlos.

Und vielleicht tun wir deshalb irgendwann gar nichts mehr.

Dafür gibt es auch das schwierige Wort:

Lethargie.

Lethargie bedeutet hier:

Wir wissen,
dass etwas getan werden muss.

Aber wir fühlen uns müde oder machtlos.

Deshalb tun wir nichts.

Aus diesem Zustand müssen wir herauskommen.

Wir hören von Krisen.

Wir sehen Kriege.

Wir sprechen über mehr Waffen.

Staaten geben sehr viel Geld für militärische Sicherheit aus.

Militärische Sicherheit bedeutet hier:

Ein Land versucht,
sich mit Soldaten und Waffen zu schützen.

Gleichzeitig wird unsere Erde immer heißer.

Und damit verändert sich auch der Ort,
an dem wir sicher leben wollen.

Die Trierer Umschau hat dazu eine klare Meinung:

Wir dürfen nicht immer mehr Angst voreinander haben.

Wir dürfen Menschen oder Länder nicht immer nur als Feinde sehen.

Und wir dürfen nicht glauben:

Immer mehr Waffen bedeuten automatisch immer mehr Sicherheit.

Denn Sicherheit bedeutet mehr
als militärische Stärke.

Wir müssen uns fragen:

Was wollen wir eigentlich verteidigen,
wenn wir gleichzeitig die natürlichen Grundlagen unseres Lebens verlieren?

Was bedeutet Sicherheit auf einer Erde,
die immer heißer wird?

Was bedeutet Sicherheit,
wenn Wasser knapp wird?

Wenn Böden austrocknen?

Wenn Lebens-Räume verschwinden?

Lebens-Räume sind Orte,
an denen Menschen, Tiere und Pflanzen leben können.

Und was bedeutet Sicherheit,
wenn die Menschen nach uns mit den Folgen unserer heutigen Entscheidungen leben müssen?

Deshalb gehören für die Trierer Umschau 2 Dinge zusammen:

Frieden.

Und der Schutz unserer Erde.

Diese beiden Dinge sind keine Gegensätze.

Im Gegenteil.

Wir müssen unsere Erde schützen.
Denn nur auf einer lebenswerten Erde kann es Frieden geben.

Wir sollten auch nicht glauben:

Wir können immer nur ein Problem nach dem anderen lösen.

Unsere Erde wartet nicht,
bis alle Kriege beendet sind.

Das Klima wartet nicht,
bis alle politischen Streitigkeiten beendet sind.

Und die Menschen nach uns können nicht darauf warten,
bis wir irgendwann sagen:

Jetzt ist der richtige Zeitpunkt zum Handeln.

Der richtige Zeitpunkt ist jetzt.

 

„Wir kochen unsere Erde“ – eine neue Text-Reihe der Trierer Umschau

 

Im Oktober beginnt die Trierer Umschau deshalb mit einer neuen Text-Reihe.

Die Überschrift soll bewusst unangenehm sein.

Sie lautet:

„Wir kochen unsere Erde“.

Wir schreiben nicht:

„Die Erde wird gekocht.“

Wir schreiben auch nicht:

„Irgendjemand kocht die Erde.“

Wir schreiben:

Wir.

Denn Menschen haben die Klima-Krise verursacht.

Und Menschen sorgen dafür,
dass die Klima-Krise schneller und stärker wird.

Aber das bedeutet auch:

Menschen können beeinflussen,
wie es weitergeht.

Im März dieses Jahres haben wir dafür schon ein Bild benutzt.

Auf diesem Bild liegt die Erde auf einem Grill.

Aber wir Menschen stehen nicht neben dem Grill.

Wir liegen gemeinsam mit der Erde auf diesem Grill.

Den Beitrag finden Sie hier:

https://www.trierer-umschau.de/2026-03-17-ca/

Vielleicht müssen wir endlich verstehen:

Es gibt keinen anderen Ort,
an den wir gehen können.

Wir haben nur diese eine Erde.

Verantwortung beginnt vielleicht genau dann,
wenn wir nicht mehr darauf warten:

Irgendjemand anderes wird sich schon darum kümmern.

 

Menschen-Kette am 3. Oktober in Trier: 10 Minuten gemeinsam still sein

 

Am Samstag stehen Menschen auf dem Viehmarktplatz in Trier.

Dafür braucht es keine große Veranstaltung.

Niemand muss eine Rede halten.

Niemand muss laut sein.

Ganz im Gegenteil.

Von 12 Uhr bis 12.10 Uhr
sollen sich die Menschen an den Händen halten.

Und sie sollen schweigen.

10 Minuten lang.

Vielleicht liegt gerade darin eine besondere Kraft.

Denn manchmal ist schon alles gesagt.

Vielleicht müssen wir uns für 10 Minuten nicht gegenseitig erklären,
warum wir unterschiedliche Meinungen haben.

Vielleicht müssen wir uns nicht in verschiedene politische Gruppen einteilen.

Vielleicht müssen wir nicht darüber streiten:

Wer hat recht?

Und wer hat unrecht?

Vielleicht reicht für 10 Minuten eine gemeinsame Erkenntnis:

Diese Erde ist unser gemeinsamer Lebens-Raum.

Und wir tragen gemeinsam Verantwortung für diese Erde.

Sie möchten bei der Menschen-Kette mitmachen?

Dann sollten Sie möglichst schon 15 bis 20 Minuten vor 12 Uhr
auf dem Viehmarktplatz sein.

So kann die Menschen-Kette pünktlich geschlossen werden.

Weitere Informationen gibt es hier.

Dort können Sie sich auch anmelden:

https://fairnessjetzt.qomon.org/de/action/df3522e0-trier-esbrennt-menschenkette/

 

Ein weißes Blatt ist ein Zeichen für einen Neuanfang

 

Nach den 10 Minuten Stille passiert etwas Besonderes.

Von 12.10 Uhr bis 12.15 Uhr
sollen die Menschen ein leeres weißes DIN-A4-Blatt über ihre Köpfe halten.

DIN A4 ist eine bestimmte Größe für Papier.

Viele Briefe und Dokumente werden auf Papier in dieser Größe geschrieben.

Auf dem weißen Blatt steht nichts.

Kein Spruch.

Keine Forderung.

Keine politische Partei.

Kein Name.

Das Blatt ist einfach:

weiß.

Das weiße Blatt soll für einen Neustart stehen.

Wir können über dieses Zeichen noch weiter nachdenken.

Denn ein leeres Blatt ist etwas Besonderes.

Noch steht nichts darauf.

Noch ist nicht alles entschieden.

Noch kann etwas Neues entstehen.

Ein leeres Blatt ist Zukunft.

Und deshalb lautet die Frage:

Was werden wir auf dieses Blatt schreiben?

Was werden wir Menschen darauf schreiben?

Was wird unsere Politik darauf schreiben?

Was wird unsere Gesellschaft darauf schreiben?

Gesellschaft bedeutet hier:

Wir alle,
die miteinander in einem Land und in einer Gemeinschaft leben.

Und was werden eines Tages die Menschen auf diesem Blatt lesen,
die heute noch Kinder sind?

Oder die heute noch gar nicht geboren sind?

 

Wir haben Verantwortung für die Menschen nach uns

 

Vielleicht ist deshalb auch das Datum der Menschen-Kette wichtig.

Der 3. Oktober ist der Tag der Deutschen Einheit.

An diesem Tag erinnern wir uns an die deutsche Wieder-Vereinigung.

Deutschland war früher geteilt.

Es gab die Bundes-Republik Deutschland.

Und es gab die DDR.

DDR bedeutet:

Deutsche Demokratische Republik.

Viele Menschen glaubten lange:

Diese Teilung wird sich nicht verändern.

Aber sie hat sich verändert.

Auch daran erinnert der 3. Oktober.

Es gibt aber noch einen anderen wichtigen Gedanken.

Dieser Gedanke steht im Grund-Gesetz.

Das Grund-Gesetz ist das wichtigste Gesetz in Deutschland.

Im Artikel 20a steht:

Der Staat muss die natürlichen Grundlagen unseres Lebens schützen.

Dabei muss der Staat auch an die Menschen denken,
die in Zukunft leben werden.

Im Grund-Gesetz heißt es:

„in Verantwortung für die künftigen Generationen“.

Künftige Generationen sind die Menschen,
die nach uns leben werden.

Dieser Satz ist sehr wichtig.

Denn die Menschen der Zukunft können heute noch nicht mitentscheiden.

Sie können heute nicht wählen.

Sie können heute nicht demonstrieren.

Und viele von ihnen sind noch gar nicht geboren.

Sie können uns deshalb heute nicht zurufen:

Passt auf unsere Welt auf!

Also müssen wir Verantwortung für diese Menschen übernehmen.

Auch wenn sie uns heute noch nicht darum bitten können.

Nicht irgendwann.

Jetzt.

Vielleicht bedeutet Verantwortung für die Menschen nach uns auch:

Wir sollten ihnen eines Tages nicht erklären müssen:

Wir wussten,
was mit unserer Erde passiert.

Aber trotzdem haben wir zu wenig getan.

 

Diese Einladung ist auch für Sie

 

Mit diesem Text möchten wir deshalb nicht nur über eine Veranstaltung berichten.

Wir möchten Sie einladen.

Vielleicht sind Sie kein Mitglied in einer Umwelt-Organisation.

Eine Umwelt-Organisation ist eine Gruppe,
die sich für den Schutz der Natur und der Umwelt einsetzt.

Vielleicht gehen Sie normalerweise nicht zu Demonstrationen.

Vielleicht haben Sie noch nie bei einer Menschen-Kette mitgemacht.

Vielleicht sind Sie auch nicht mit jeder Forderung einverstanden,
die eine beteiligte Organisation stellt.

Das müssen Sie auch nicht sein.

Denn am Samstag kann etwas viel Einfacheres im Mittelpunkt stehen:

Wir wollen Zukunft.

Wir wollen,
dass unsere Kinder eine Zukunft haben.

Wir wollen,
dass auch deren Kinder eine Zukunft haben.

Und wir wollen endlich Verantwortung dafür übernehmen.

Vielleicht denken Sie manchmal,
wenn Sie Nachrichten lesen:

Eigentlich müsste man etwas tun.

Dann kann der kommende Samstag ein Anfang sein.

Kommen Sie.

Stellen Sie sich zu den anderen Menschen.

Reichen Sie einem anderen Menschen die Hand.

Seien Sie gemeinsam mit anderen Menschen 10 Minuten still.

Und halten Sie danach ein weißes Blatt über Ihren Kopf.

Vielleicht verändert dieses eine Blatt noch nicht die Welt.

Aber auf einem leeren Blatt kann etwas Neues beginnen.

Wir müssen nicht nur darauf warten,
was die Zukunft bringt.

Wir können anfangen,
unsere Zukunft selbst mitzugestalten.

Vielleicht beginnt genau das
am Samstag um 12 Uhr
auf dem Viehmarktplatz in Trier.

Denn nicht irgendetwas brennt.

Unsere Welt brennt.

Und wir können noch handeln.

 

Menschen-Kette „Es brennt“ in Trier – alle wichtigen Informationen

 

Samstag, 3. Oktober 2026

Beginn: 12 Uhr

Ort: Viehmarktplatz in Trier

Bitte kommen Sie möglichst 15 bis 20 Minuten früher.

12 Uhr bis 12.10 Uhr:

Die Menschen bilden eine Menschen-Kette.

Sie reichen sich die Hände.

Und sie sind gemeinsam still.

12.10 Uhr bis 12.15 Uhr:

Die Menschen halten ein leeres weißes DIN-A4-Blatt über ihre Köpfe.

Das weiße Blatt ist ein Zeichen für einen Neuanfang.

12.15 Uhr bis 12.30 Uhr:

Die Menschen-Kette bleibt noch bestehen.

Die Menschen können danach gemeinsam singen.

Sie können tanzen.

Sie können miteinander sprechen.

Oder sie können weiter gemeinsam schweigen.

Auch an anderen Orten sind Menschen-Ketten geplant.

Eine Übersicht über diese Orte finden Sie hier:

https://fairnessjetzt.qomon.org/de/?view=map

 

 

Standardtext vgl. https://www.trierer-umschau.de/2026-10-01-ca/
Text in Leichter Sprache: mit dem Optimeil-Leichte-Sprache-Assistenten von ChatGPT
Textbegleitung: Christoph Maisenbacher – 1. Oktober 2026
Quellen: vgl. Standardtext wie auch die in diesem notierte Links
Illustration: KI-generiert / Trierer Umschau