LEICHTE SPRACHE – NATUREREIGNIS BEGLEITER – TEXT 60
Sommer·flieder auf einer Bau·stelle in Trier: Hier gibt es viel Leben zu entdecken / Natur·erlebnis·begleiter – Lebendige Mosel·weinberge
Ich wollte in Trier eigentlich nur einkaufen gehen.
Dann entdeckte ich plötzlich verschiedene Insekten.
Die Insekten waren an einem Sommer·flieder.
Dort sah ich einen Admiral.
Ein Admiral ist ein Schmetterling.
Ich sah auch eine Erd·hummel.
Und ich sah eine Mist·biene.
Eine Mist·biene ist eine bestimmte Schweb·fliege.
Diese Beobachtung habe ich vor unserer Redaktions·pause gemacht.
Eine Redaktions·pause ist eine Pause bei unserer Arbeit an neuen Beiträgen.
Die Beobachtung zeigt:
Wir können Natur auch an Orten entdecken,
an denen wir keine Natur erwarten.
Und eine Pflanze aus einem anderen Land kann trotzdem für Tiere wichtig sein.
Ich wollte eigentlich nur einkaufen gehen.
Ich wollte keinen Ausflug in die Natur machen.
Ich wollte auch keine Natur·führung machen.
Bei einer Natur·führung zeigt eine Person anderen Menschen die Natur.
Ich wollte nicht nach einer besonderen Pflanze suchen.
Und ich wollte nicht nach einem seltenen Insekt suchen.
Ich war auch nicht unterwegs,
um Tiere oder Insekten zu fotografieren.
Ich hatte nur meine kleine Kamera dabei.
Diese Kamera habe ich inzwischen fast immer dabei.
Mit der Kamera kann ich sehr schnell ein Foto machen.
Das ist praktisch.
Zum Beispiel:
Ich entdecke plötzlich ein Tier.
Dann kann ich schnell ein Foto von dem Tier machen.
Aber die Kamera zeigt nicht immer alle kleinen Einzelheiten.
Zum Beispiel:
Eine Hummel hat viele kleine Haare.
Meine Kamera kann diese kleinen Haare
nicht immer genau zeigen.
Für eine wissenschaftliche Untersuchung
sind solche Einzelheiten aber manchmal wichtig.
Wissenschaftlich bedeutet hier:
Fach·leute untersuchen ein Tier sehr genau.
Vor ungefähr einem Monat war ich mitten in Trier.
Dort war eine Bau·stelle.
Die Fotos in diesem Beitrag sind von diesem Tag.
Auch die Beobachtungen in diesem Beitrag sind von diesem Tag.
Der Tag war noch vor unserer Redaktions·pause.
Inzwischen ist einige Zeit vergangen.
Der Sommer ist inzwischen weitergezogen.
Das bedeutet:
Die Jahres·zeit hat sich verändert.
Auch der Sommer·flieder sieht heute nicht mehr so aus
wie auf unseren Bildern.
Der Sommer·flieder ist eine Pflanze.
Er hat im Sommer viele Blüten.
Die Begegnung mit den Tieren ist mir aber in Erinnerung geblieben.
Und nach dieser Begegnung hatte ich viele Fragen.
Auf einer Bau·stelle sucht man normalerweise nicht nach einer Blüte.
Auf einer Bau·stelle gibt es viele andere Dinge.
Zum Beispiel:
● Absperrungen.
● Fahrzeuge.
● Bau·material.
● offene Erde.
Dort sind auch viele Menschen unterwegs.
Die Menschen wollen meistens an einen bestimmten Ort.
Auch ich wollte an einen bestimmten Ort.
Doch plötzlich sah ich etwas flattern.
Ich sah eine Bewegung neben mir.
Ich blieb stehen.
Ich schaute genauer hin.
Vielleicht hätte ich diese Bewegung vor 2 Jahren noch gar nicht bemerkt.
Wenn man plötzlich das Fehlen von Insekten bemerkt
In diesem Sommer hatte ich wenige Insekten gesehen.
Diese Beobachtung kam nicht aus einer wissenschaftlichen Untersuchung.
Ich hatte keine Insekten gezählt.
Ich hatte auch keine Liste für Beobachtungen dabei.
Ich hatte einfach ein Gefühl.
Mir fehlten die kleinen Bewegungen von Insekten.
Mir fehlte ein Schmetterling auf meinem Weg.
Mir fehlte eine Hummel zwischen den Blüten.
Mir fehlte eine Schweb·fliege in der Luft.
Eine Schweb·fliege kann an einer Stelle in der Luft bleiben.
Das sieht für einen kurzen Moment fast wie Still·stand aus.
Danach fliegt die Schweb·fliege sehr schnell weiter.
Ich achte heute stärker auf solche kleinen Bewegungen.
Ich bemerke deshalb auch das Fehlen von diesen Bewegungen.
Menschen können ihre Wahr·nehmung von Natur verändern.
Wahr·nehmung bedeutet:
Ein Mensch bemerkt etwas mit seinen Sinnen.
Ein Mensch achtet vielleicht immer stärker auf die Natur.
Dann bemerkt dieser Mensch vorhandene Tiere und Pflanzen genauer.
Dieser Mensch bemerkt aber auch fehlende Tiere und Pflanzen.
Deshalb fiel mir die Bewegung auf der Bau·stelle besonders auf.
Dort flogen plötzlich wieder Insekten.
Ich sah sogar mehrere Insekten.
Die Insekten flogen immer wieder zu derselben Pflanze.
Violette und blaue Blüten auf der Bau·stelle
Die Pflanze war gut zu erkennen.
Die Pflanze hatte lange violette und blaue Blüten.
Die Pflanze wuchs mitten auf der Bau·stelle.
Die Pflanze war Sommer·flieder.
Der wissenschaftliche Name ist Buddleja davidii.
Ich begann mit dem Fotografieren.
Ich wollte keine perfekten wissenschaftlichen Fotos machen.
Ich freute mich einfach über die Insekten.
Deshalb machte ich schnell einige Fotos.
Später schaute ich mir die Fotos genauer an.
Auf den Fotos konnte ich verschiedene Tiere erkennen.
Ich sah eine Schweb·fliege aus der Gruppe Eristalis.
Sehr wahrscheinlich war diese Schweb·fliege eine Mist·biene.
Der wissenschaftliche Name von der Mist·biene ist Eristalis tenax.
Ich sah auch eine Erd·hummel.
Diese Erd·hummel gehört zum Bombus-terrestris-Komplex.
Ein Komplex bezeichnet hier eine Gruppe von sehr ähnlichen Arten.
Ich sah schließlich einen Admiral.
Der Admiral ist ein Schmetterling.
Der wissenschaftliche Name von dem Admiral ist Vanessa atalanta.
Der Admiral saß mit offenen Flügeln auf den violetten Blüten.
Ich hatte nun verschiedene Tiere beobachtet.
Die Tiere hatten sehr unterschiedliche Lebens·weisen.
Alle Tiere besuchten dieselbe Pflanze.
Und alle Tiere befanden sich mitten auf einer Bau·stelle.
Damit begann für mich eine genauere Beschäftigung mit dieser Beobachtung.
Die Ausbildung verändert meinen Blick
Kurz vorher hatten wir unsere lange Ausbildung zum Natur·erlebnis·begleiter an der Mosel beendet.
Viele Fach·leute begleiteten uns bei dieser Ausbildung.
Wir lernten viel über Pflanzen.
Wir lernten viel über Tiere.
Wir lernten viel über die Land·schaft.
Wir lernten viel über Geologie.
Geologie ist die Wissenschaft von der Erde und ihrem Aufbau.
Wir lernten auch viel über Wein·bau.
Wir lernten viel über ökologische Zusammen·hänge.
Ökologisch bedeutet:
Es geht um die Beziehungen zwischen Lebe·wesen und ihrer Umwelt.
Wir beschäftigten uns auch mit unserer Wahr·nehmung von Natur.
Norbert Müller leitet eine Dienst·stelle vom DLR.
DLR bedeutet hier Dienst·leistungs·zentrum Ländlicher Raum.
Norbert Müller sprach bei der Übergabe von den Zertifikaten über Bewusst·seins·bildung.
Ein Zertifikat ist eine schriftliche Bestätigung.
Das Zertifikat bestätigt eine erfolgreich abgeschlossene Ausbildung.
Bewusst·seins·bildung ist ein schwieriges Wort.
Bewusst·seins·bildung bedeutet hier:
Menschen lernen neue Dinge kennen.
Menschen achten dadurch stärker auf bestimmte Dinge.
Menschen denken dadurch genauer über diese Dinge nach.
Wir haben bereits über unsere Ausbildung geschrieben.
Hier finden Sie unseren Rück·blick:
https://www.trierer-umschau.de/2026-08-27-bb/
Eine solche Ausbildung beginnt vielleicht schon vor dem ersten Seminar.
Die Wirkung von einer solchen Ausbildung endet auch nicht mit dem Zertifikat.
Die Wirkung zeigt sich manchmal in ganz normalen Situationen.
Bei mir zeigte sich die Wirkung auf dem Weg zum Einkaufen.
Früher hätte ich vielleicht nur ein fliegendes Tier gesehen.
Heute frage ich nach der Art von dem Tier.
Früher hätte ich vielleicht nur eine blaue Blüte gesehen.
Heute frage ich nach der Art von der Pflanze.
Dann sehe ich ein Insekt an einer Pflanze.
Danach frage ich nach dem Grund für diese Begegnung.
Ich frage also:
Warum besucht dieses Insekt gerade diese Pflanze?
Mit solchen Fragen beginnt ein genaueres Verständnis von Natur.
Eine Erinnerung an Lea Boehm und die Farben
Während der Ausbildung hatten wir Online-Seminare mit Lea Boehm.
Ein Online-Seminar ist eine Unterrichts·veranstaltung über das Internet.
Lea Boehm sprach auch über Schmetterlinge.
Dabei ging es um die Orientierung von Schmetterlingen an Blüten.
Farben können bei dieser Orientierung wichtig sein.
Ich erinnerte mich vor dem Sommer·flieder an dieses Thema.
Die Wissenschaft zeigt einen komplizierten Zusammen·hang.
Schmetterlinge suchen nicht einfach nur eine bestimmte Farbe.
Viele Dinge können für einen Schmetterling wichtig sein.
● Die Farbe von einer Blüte kann wichtig sein.
● Der Unterschied zwischen verschiedenen Farben kann wichtig sein.
● Die Form von einer Blüte kann wichtig sein.
● Der Geruch von einer Blüte kann wichtig sein.
● Die Menge von dem Nektar kann wichtig sein.
● Die Erfahrung von dem Schmetterling kann wichtig sein.
● Weitere Zeichen von einer Blüte können wichtig sein.
Nektar ist eine süße Flüssigkeit in einer Blüte.
Viele Insekten nutzen Nektar als Nahrung.
Die violetten und blauen Blüten vom Sommer·flieder waren sehr auffällig.
Die Blüten leuchteten zwischen dem Bau·material und dem offenen Boden.
Dann sah ich dort den Admiral.
Das Wissen aus der Ausbildung bekam durch diese Beobachtung eine neue Bedeutung.
Ich konnte das Wissen nun mit einer eigenen Beobachtung verbinden.
Der Sommer·flieder kommt ursprünglich aus einem anderen Gebiet
Später beschäftigte ich mich genauer mit dem Sommer·flieder.
Der Sommer·flieder kommt ursprünglich aus China.
Menschen brachten den Sommer·flieder als Zier·pflanze nach Europa.
Eine Zier·pflanze pflanzen Menschen wegen ihrem Aussehen an.
Der Sommer·flieder wuchs zuerst in Gärten und anderen Pflanzungen.
Später breitete sich der Sommer·flieder auch außerhalb von diesen Flächen aus.
Deshalb ist der Sommer·flieder bei uns ein Neo·phyt.
Neo·phyt ist ein Fach·wort.
Ein Neo·phyt ist eine Pflanze aus einem anderen Gebiet.
Menschen haben diese Pflanze in ein neues Gebiet gebracht.
Fach·leute benutzen für diese Einteilung einen Zeitpunkt vor sehr langer Zeit.
Damals kamen Menschen aus Europa nach Amerika.
Danach nahm der welt·weite Austausch von Waren stark zu.
Dadurch kamen auch viele Tiere und Pflanzen in neue Gebiete.
Fach·leute nennen solche Tiere und Pflanzen Neo·biota.
Neo·biota ist ein Fach·wort.
Neo·biota sind Lebe·wesen aus einem anderen Gebiet.
Menschen haben diese Lebe·wesen in ein neues Gebiet gebracht.
Bei Pflanzen benutzen Fach·leute das Wort Neo·phyten.
Der Sommer·flieder kam erst viel später nach Europa.
Heute wächst der Sommer·flieder mitten in Trier.
In meinem Beispiel wächst der Sommer·flieder sogar auf einer Bau·stelle.
Fremd bedeutet nicht automatisch invasiv
Bei diesem Thema sind genaue Wörter besonders wichtig.
Menschen hören manchmal diese Wörter:
● fremde Art.
● Neo·phyt.
● invasiv.
Manche Menschen verbinden diese Wörter sofort miteinander.
Dann entsteht schnell eine einfache Bewertung.
Eine fremde Art gilt dann automatisch als invasiv.
Eine invasive Art gilt dann automatisch als schlecht.
Die Ökologie ist aber komplizierter.
Ökologie ist die Wissenschaft von den Beziehungen in der Natur.
Ein Neo·phyt ist zunächst eine Pflanze aus einem anderen Gebiet.
Menschen haben diese Pflanze in ein neues Gebiet gebracht.
Nur manche Neo·phyten breiten sich sehr stark aus.
Manche Neo·phyten beeinflussen heimische Arten.
Manche Neo·phyten beeinflussen auch Lebens·räume.
Fach·leute bewerten manche dieser Pflanzen deshalb als invasiv.
Invasiv bedeutet hier:
Eine fremde Art breitet sich stark aus.
Die Art kann dadurch heimische Arten oder Lebens·räume beeinträchtigen.
Beim Sommer·flieder müssen Fach·leute deshalb genau hinschauen.
Der Sommer·flieder kann sich stark ausbreiten.
Der Sommer·flieder kann offene Flächen schnell besiedeln.
Fach·leute in Deutschland bewerten den Sommer·flieder als potenziell invasiv.
Potenziell bedeutet:
Etwas ist möglich.
Es muss aber nicht immer eintreten.
Gleichzeitig beobachtete ich verschiedene Insekten auf dem Sommer·flieder.
Eine Schweb·fliege besuchte die Blüten.
Eine Hummel besuchte die Blüten.
Ein Admiral besuchte die Blüten.
Genau dieser Zusammen·hang macht die Beobachtung interessant.
Die Insekten benutzen keine menschlichen Kategorien
Menschen benutzen Begriffe für die Einteilung von Pflanzen.
Insekten kennen diese Begriffe nicht.
Der Admiral kennt die Herkunft von dem Sommer·flieder nicht.
Die Erd·hummel kennt das Wort Neo·phyt nicht.
Die Mist·biene kennt keine Listen mit invasiven Arten.
Die Tiere finden dort eine blühende Pflanze.
Die Blüten bieten den Tieren Nahrung.
Diese Beobachtung macht den Sommer·flieder nicht automatisch zu einer guten Pflanze.
Diese Beobachtung ist auch keine Empfehlung für das Anpflanzen von Sommer·flieder.
Die Beobachtung zeigt aber einen wichtigen Zusammen·hang.
Eine fremde Pflanze kann sich problematisch ausbreiten.
Dieselbe Pflanze kann gleichzeitig Insekten Nahrung bieten.
Beide Aussagen können gleichzeitig richtig sein.
Das ist eine wichtige Erkenntnis bei der Beobachtung von Natur.
Die Natur passt oft nicht in einfache menschliche Kategorien.
Der Admiral zeigt noch einen weiteren Zusammen·hang
Der Admiral saß auf meinen Fotos auf dem Sommer·flieder.
Der Admiral trank dort Nektar.
Der Sommer·flieder bietet dem erwachsenen Admiral also Nahrung.
Dieser Zusammenhang zeigt aber nur einen kleinen Teil vom Leben des Admirals.
Der Admiral braucht als Raupe eine andere Pflanze.
Die Raupe braucht vor allem die Brenn·nessel.
Der erwachsene Admiral hat auffällige Farben.
Der Admiral hat schwarze Flügel.
Der Admiral hat rote Bereiche auf den Flügeln.
Der Admiral hat auch weiße Bereiche auf den Flügeln.
Viele Menschen entfernen Brenn·nesseln aus ihren Gärten.
Die Brenn·nessel ist aber für die Raupen vom Admiral sehr wichtig.
Der Sommer·flieder kann dem erwachsenen Schmetterling Nahrung bieten.
Die Brenn·nessel kann den Raupen Nahrung bieten.
Die Raupen entwickeln sich später zu erwachsenen Schmetterlingen.
Deshalb ist die Brenn·nessel für die nächste Generation vom Admiral wichtig.
So entsteht ein Zusammen·hang zwischen verschiedenen Pflanzen und einem Schmetterling.
Genau solche Zusammen·hänge interessieren uns.
Aus schnellen Fotos werden Arten·porträts
Wir wollten die Fotos von der Bau·stelle nicht einfach speichern und vergessen.
Deshalb haben wir die Beobachtungen genauer untersucht.
Wir haben den Sommer·flieder bestimmt.
Der wissenschaftliche Name ist Buddleja davidii.
Wir haben uns mit der Herkunft von dem Sommer·flieder beschäftigt.
Wir haben uns mit der Lebens·weise von dem Sommer·flieder beschäftigt.
Wir haben uns mit der Bedeutung von dem Sommer·flieder für Insekten beschäftigt.
Wir haben uns auch mit der starken Ausbreitung von dem Sommer·flieder beschäftigt.
Wir haben uns auch mit der Mist·biene beschäftigt.
Der wissenschaftliche Name ist Eristalis tenax.
Die Mist·biene ist eine Schweb·fliege.
Die Mist·biene sieht einer Biene ähnlich.
Die Mist·biene ist aber keine Biene.
Auch die Larve von der Mist·biene ist interessant.
Eine Larve ist eine frühe Entwicklungs·stufe von einem Tier.
Die Larve von der Mist·biene heißt Ratten·schwanz·larve.
Die Ratten·schwanz·larve lebt ganz anders als die erwachsene Mist·biene.
Wir haben uns auch mit der fotografierten Erd·hummel beschäftigt.
Wir ordneten die Erd·hummel dem Bombus-terrestris-Komplex zu.
Der Bombus-terrestris-Komplex ist eine Gruppe von sehr ähnlichen Hummel·arten.
Diese Hummel·arten sehen sich sehr ähnlich.
Deshalb reicht selbst ein gutes Foto nicht immer für eine genaue Bestimmung.
Fach·leute können die genaue Art auf einem Foto manchmal nicht sicher erkennen.
Wir haben uns auch mit dem Admiral beschäftigt.
Der wissenschaftliche Name ist Vanessa atalanta.
Der Admiral ist ein Wander·falter.
Ein Wander·falter ist ein Schmetterling mit weiten Flug·strecken.
Der erwachsene Admiral besucht Blüten.
Dort findet der Admiral Nahrung.
Die Raupen vom Admiral brauchen vor allem Brenn·nesseln.
Die Brenn·nessel ist deshalb für die Entwicklung von dem Admiral sehr wichtig.
Aus diesen Beobachtungen entstehen Inhalte für unser Herbarium PLUS.
Ein Herbarium ist normalerweise eine Sammlung von Pflanzen.
Unser Herbarium PLUS enthält zusätzliche Informationen über Pflanzen und Tiere.
Wir erstellen wissenschaftlich orientierte Bild·tafeln.
Wissenschaftlich orientiert bedeutet hier:
Die Informationen richten sich nach Erkenntnissen aus der Wissenschaft.
Wir erstellen auch ausführliche Arten·Frage·bögen.
Diese Arten·Frage·bögen folgen nach diesem Beitrag.
Die Fotos zeigen unsere tatsächlichen Beobachtungen.
Die Bild·tafeln helfen beim Erkennen von Arten.
Die Frage·bögen geben weitere Informationen.
Dort beschäftigen wir uns mit vielen Fragen.
● Wie lebt diese Art?
● Was braucht diese Art?
● Welche Nahrung braucht diese Art?
● Wie bekommt diese Art Nach·wuchs?
● Wo finden wir diese Art an der Mosel?
● Welche Aufgabe hat diese Art in ihrem Öko·system?
● Was bedeutet bei dem Sommer·flieder das Wort gebiets·fremd?
Ein Öko·system besteht aus Lebe·wesen und ihrem Lebens·raum.
Alle Teile von einem Öko·system beeinflussen sich gegenseitig.
Die Arten·Frage·bögen erklären diese Themen noch genauer.
Aber nicht alle Menschen lesen jeden Frage·bogen vollständig.
Deshalb erklärt auch dieser Text die wichtigsten Zusammen·hänge.
Die Frage·bögen geben danach noch mehr Informationen.
Meine schnellen Fotos sind keine perfekten Natur·fotos.
Die Fotos waren aber der Anfang von einer genaueren Recherche.
Recherche bedeutet:
Menschen suchen gezielt nach Informationen.
Menschen prüfen diese Informationen.
Die Bau·stelle wird zu einem Ort zum Lernen
Der Ort von der Beobachtung gefällt mir im Nachhinein besonders gut.
Die Beobachtung fand nicht in einem Natur·schutz·gebiet statt.
Die Beobachtung fand nicht auf einem Lehr·pfad statt.
Die Beobachtung fand auch nicht auf einer angelegten Blumen·wiese statt.
Die Beobachtung fand auf einer Bau·stelle statt.
Eine Bau·stelle verändert sich ständig.
Dort gibt es offenen Boden.
Dort gibt es Schotter.
Menschen verändern dort den Boden und die Umgebung.
Der Sommer·flieder kommt mit solchen Orten gut zurecht.
Der Sommer·flieder ist eine Pionier·pflanze.
Pionier·pflanze ist ein Fach·wort.
Eine Pionier·pflanze wächst oft als eine der ersten Pflanzen auf offenen Flächen.
Eine Pionier·pflanze kommt oft gut mit stark veränderten Flächen zurecht.
Offene Flächen bieten dem Sommer·flieder gute Bedingungen.
Auf dicht bewachsenen Flächen hat der Sommer·flieder diese Bedingungen nicht immer.
Der Sommer·flieder kann auf offenen Flächen wachsen.
Später kann der Sommer·flieder dort blühen.
Insekten können die Blüten entdecken.
Die Blüten können den Insekten Nektar bieten.
Das macht eine Bau·stelle aber nicht automatisch zu einem wertvollen Öko·system.
Der Sommer·flieder wird dadurch auch nicht automatisch zum Retter von Insekten.
Die Beobachtung zeigt etwas anderes.
Auch an einer Bau·stelle entstehen Beziehungen zwischen verschiedenen Lebe·wesen.
Dafür müssen Menschen genau hinschauen.
Das kann Natur·erlebnis·begleitung bedeuten
Ich wollte an diesem Tag einkaufen gehen.
Dann bemerkte ich ein Insekt.
Ich blieb stehen.
Ich machte Fotos.
Später wollten wir die Tiere und die Pflanze genauer bestimmen.
Danach wollten wir die Gründe für unsere Beobachtung verstehen.
Die Ausbildung zum Natur·erlebnis·begleiter hat meinen Blick auf die Natur verändert.
Ein Natur·erlebnis·begleiter muss nicht alles wissen.
Ein Natur·erlebnis·begleiter stellt Fragen.
Ein Natur·erlebnis·begleiter beobachtet genau.
Ein Natur·erlebnis·begleiter sucht nach Zusammen·hängen.
Ich sehe deshalb nicht nur den Admiral.
Ich sehe auch die Blüte.
Ich sehe nicht nur die Blüte.
Ich sehe auch die Bau·stelle.
Ich erkenne den Sommer·flieder.
Danach frage ich nach der Herkunft von dem Sommer·flieder.
Ich beschäftige mich mit einem historischen Zeitpunkt vor sehr langer Zeit.
Dieser Zeitpunkt ist für die Einteilung von fremden Arten wichtig.
Ich lerne den Begriff Neo·phyt kennen.
Danach frage ich nach der Bedeutung von diesem Begriff.
Ich lese das Wort invasiv.
Danach schaue ich trotzdem genau auf die Pflanze.
Dabei sehe ich eine Hummel.
Die Hummel sammelt Nektar auf dieser Pflanze.
Auch das gehört zu der Beobachtung.
Viele Menschen sprechen über das Sterben von Insekten.
Ich bemerke inzwischen auch das Fehlen von Insekten stärker.
Mir fehlt manchmal die kleine Bewegung von einem Insekt.
Deshalb freue ich mich besonders über solche Beobachtungen.
An diesem Tag waren die Insekten wieder da.
Ich sah eine Schweb·fliege.
Ich sah eine Hummel.
Ich sah einen Admiral.
Ich sah diese Tiere mitten in Trier.
Ich sah diese Tiere mitten auf einer Bau·stelle.
Ich sah diese Tiere auf einer Pflanze aus einem anderen Gebiet.
Aus meinem Einkauf entstand so eine kleine Natur·beobachtung.
In der Natur gibt es viel zu entdecken.
Besonders wichtig sind die Zusammen·hänge.
Für eine Natur·beobachtung muss man nicht immer in die Wein·berge fahren.
Manchmal reicht ein genauer Blick auf dem Weg zum Einkaufen.
Manchmal lohnt sich das Stehen·bleiben.
Kurze Vorstellung von einer Pflanzen·art an der Mosel: Der Sommer·flieder
Name und wissenschaftliche Einordnung
Name:
Sommer·flieder.
Ein anderer Name ist Gewöhnlicher Sommer·flieder.
Ein weiterer Name ist Schmetterlings·strauch.
Lateinischer Name:
Buddleja davidii Franch.
Der lateinische Name ist der wissenschaftliche Name von der Pflanze.
Familie:
Braunwurz·gewächse.
Der wissenschaftliche Name von dieser Pflanzen·familie ist Scrophulariaceae.
Der Sommer·flieder ist ein Strauch.
Der Sommer·flieder bildet Holz.
Der Sommer·flieder verliert im Winter seine Blätter.
Der Sommer·flieder kommt ursprünglich aus China.
In Deutschland ist der Sommer·flieder ein Neo·phyt.
Neo·phyt ist ein Fach·wort.
Ein Neo·phyt ist eine Pflanze aus einem anderen Gebiet.
Menschen haben diese Pflanze vor langer Zeit in ein neues Gebiet gebracht.
Fach·leute benutzen für die genaue Einteilung eine Jahres·zahl.
Diese Jahres·zahl ist 1492.
Nach dem Jahr 1492 nahm der Austausch zwischen weit entfernten Teilen von der Welt stark zu.
Menschen brachten dadurch auch viele Pflanzen in neue Gebiete.
Der Sommer·flieder lebt inzwischen dauerhaft in Deutschland.
Der Sommer·flieder wächst inzwischen an vielen Orten in Deutschland.
Das Bundes·amt für Natur·schutz bewertet den Sommer·flieder als potenziell invasiv.
Potenziell bedeutet:
Etwas ist möglich.
Invasiv bedeutet hier:
Eine fremde Art kann sich stark ausbreiten.
Die Art kann dadurch heimische Arten oder Lebens·räume beeinträchtigen.
Das Bundes·amt für Natur·schutz führt den Sommer·flieder auf einer Handlungs·liste.
Eine Handlungs·liste ist eine Liste für Fach·leute.
Die Liste hilft bei Entscheidungen über den Umgang mit bestimmten fremden Arten.
Wie sieht der Sommer·flieder aus?
Der Sommer·flieder wächst als kräftiger Strauch.
Der Sommer·flieder kann mehrere Meter hoch werden.
Gute Bedingungen unterstützen dieses Wachstum.
Der Sommer·flieder hat lange Blätter.
Die Blätter sind schmal.
Die Blätter laufen vorne spitz zu.
Die Ober·seite von den Blättern ist grün.
Die Unter·seite von den Blättern ist deutlich heller.
Auf der Unter·seite wachsen viele feine Haare.
Deshalb kann die Unter·seite grau und filzig aussehen.
Die Blüten von dem Sommer·flieder fallen besonders auf.
Viele kleine Blüten bilden gemeinsam einen langen Blüten·stand.
Ein Blüten·stand besteht aus vielen einzelnen Blüten.
Die Blüten·stände sind dicht.
Die einzelnen Blüten sind meistens violett oder lila.
Manche Sorten haben rosa Blüten.
Manche Sorten haben rötliche Blüten.
Manche Sorten haben weiße Blüten.
Die einzelnen Blüten haben eine lange Blüten·röhre.
Die Blüten bieten Nektar.
Nektar ist eine süße Flüssigkeit in Blüten.
Viele Insekten nutzen Nektar als Nahrung.
Der Sommer·flieder blüht vor allem im Sommer.
Der Sommer·flieder blüht auch am Anfang vom Herbst.
Die Haupt·blüte liegt ungefähr zwischen Juli und September.
Das Wetter kann die Blüte·zeit verändern.
Der Standort kann die Blüte·zeit ebenfalls verändern.
Deshalb kann der Sommer·flieder manchmal länger blühen.
Nach der Blüte entstehen trockene Früchte.
Diese Früchte heißen Kapsel·früchte.
Eine Kapsel·frucht enthält Samen.
Der Sommer·flieder bildet sehr viele kleine Samen.
Die Samen können sich verbreiten.
Die Samen können auf offenen Flächen keimen.
Deshalb kann der Sommer·flieder neue offene Flächen schnell besiedeln.
Kann man den Sommer·flieder essen oder nutzen?
Der Sommer·flieder ist keine übliche Nahrungs·pflanze.
Menschen sollen deshalb die Pflanze nicht als Lebens·mittel sammeln.
Das gilt für die Blüten.
Das gilt für die Blätter.
Das gilt für die Samen.
Das gilt auch für andere Teile von der Pflanze.
Menschen sollen aus dem Sommer·flieder kein Wild·gemüse machen.
Menschen sollen aus dem Sommer·flieder keinen Tee machen.
Menschen sollen den Sommer·flieder auch nicht als anderes Lebens·mittel verwenden.
Fach·leute untersuchen verschiedene Inhalts·stoffe von dem Sommer·flieder.
Inhalts·stoffe sind bestimmte Stoffe in einer Pflanze.
Fach·leute untersuchen zum Beispiel eine mögliche Wirkung gegen bestimmte schädliche Vorgänge in Zellen.
Fach·leute nennen diese Wirkung anti·oxidativ.
Fach·leute untersuchen auch mögliche Anwendungen in Kosmetik.
Diese Untersuchungen machen den Sommer·flieder aber nicht zu einem geeigneten Lebens·mittel.
Menschen sollen den Sommer·flieder deshalb nicht selbst zum Essen verwenden.
Bei essbaren Wild·pflanzen gibt es oft eine bestimmte Ernte·zeit.
Für den Sommer·flieder gibt es keine solche Ernte·zeit.
Was muss man beim Erkennen und Mitnehmen beachten?
Die langen Blüten·stände sind ein wichtiges Merkmal.
Die Blüten·stände hängen manchmal leicht nach unten.
An einem Blüten·stand sitzen viele kleine Blüten.
Die einzelnen Blüten haben eine Röhren·form.
Auch die Blätter helfen bei der Bestimmung.
Die Blätter sind länglich.
Die Blätter laufen vorne spitz zu.
Die Unter·seite von den Blättern ist auffällig hell.
● Der Sommer·flieder ist nicht der Gewöhnliche Flieder.
● Der wissenschaftliche Name von dem Gewöhnlichen Flieder ist Syringa vulgaris.
● Der Sommer·flieder und der Gewöhnliche Flieder sind verschiedene Pflanzen.
● Menschen sollen für die Bestimmung auf mehrere Merkmale achten.
● Menschen sollen auf die langen Blüten·stände achten.
● Menschen sollen auf die kleinen Blüten mit Röhren·form achten.
● Menschen sollen auf die länglichen Blätter achten.
● Menschen sollen auf die helle Unter·seite von den Blättern achten.
● Menschen sollen keine Teile von dem Sommer·flieder als Lebens·mittel sammeln.
● Menschen sollen bei wild wachsendem Sommer·flieder auch seine Ausbreitung beachten.
● Der Sommer·flieder kommt ursprünglich aus einem anderen Gebiet.
● Der Sommer·flieder ist ein Neo·phyt.
● Fach·leute bewerten den Sommer·flieder als potenziell invasiv.
Woher kommt der Sommer·flieder?
Der Sommer·flieder kommt ursprünglich aus China.
Menschen brachten die Pflanze nach Europa.
Menschen fanden die auffälligen Blüten schön.
Menschen mochten auch den Duft von den Blüten.
Deshalb pflanzten Menschen den Sommer·flieder als Zier·strauch.
Ein Zier·strauch ist ein Strauch für die Gestaltung von Gärten und Anlagen.
Der Sommer·flieder wuchs zuerst in Gärten und anderen Pflanzungen.
Später gelangte der Sommer·flieder aus diesen Flächen in die freie Land·schaft.
Dort konnte sich der Sommer·flieder weiter ausbreiten.
Heute lebt der Sommer·flieder dauerhaft in Deutschland.
Fach·leute nennen ihn deshalb einen eingebürgerten Neo·phyten.
Eingebürgert bedeutet hier:
Die Pflanze kann dauerhaft in einem neuen Gebiet leben.
Die Pflanze kann sich dort auch vermehren.
Die geprüften Quellen geben keine sichere Jahres·zahl für die Mosel an.
Deshalb nennen wir keine genaue Jahres·zahl für das erste wilde Vorkommen an der Mosel.
Heute findet der Sommer·flieder an der Mosel geeignete Standorte.
Viele dieser Standorte hat der Mensch stark verändert.
Viele dieser Standorte haben offene Flächen.
Welche Böden und Standorte braucht der Sommer·flieder?
Der Sommer·flieder kann an vielen verschiedenen Standorten wachsen.
Diese Fähigkeit unterstützt seine Ausbreitung.
● Der Sommer·flieder mag sonnige Standorte.
● Der Sommer·flieder mag warme Standorte.
● Der Sommer·flieder kommt mit eher trockenen Bedingungen gut zurecht.
● Der Sommer·flieder wächst auf Böden mit gutem Wasser·abfluss.
● Der Sommer·flieder wächst auch auf Böden mit vielen mineralischen Bestand·teilen.
● Mineralische Bestand·teile sind zum Beispiel Sand oder kleine Steine.
● Der Sommer·flieder wächst teilweise auch auf Böden mit wenigen Nähr·stoffen.
● Offene Böden bieten gute Bedingungen für die Samen.
● Schotter·flächen bieten ebenfalls gute Bedingungen für die Samen.
● Stark veränderte Flächen bieten ebenfalls gute Bedingungen für die Samen.
● Viel stehendes Wasser im Boden ist für den Sommer·flieder ungünstig.
● Ein Boden mit gutem Wasser·abfluss ist für den Sommer·flieder günstiger.
● Ältere und kräftige Pflanzen kommen vergleichsweise gut mit längeren trockenen Zeiten zurecht.
Deshalb wächst der Sommer·flieder oft auf Bahn·gelände.
Deshalb wächst der Sommer·flieder oft auf Brachen.
Eine Brache ist eine Fläche ohne aktuelle Nutzung.
Der Sommer·flieder wächst auch oft auf Schutt·plätzen.
Der Sommer·flieder wächst auch an Mauern.
Der Sommer·flieder wächst auch auf anderen stark veränderten Flächen.
Welche Besonderheiten hat der Sommer·flieder?
Der Sommer·flieder lebt mehrere Jahre.
Fach·leute nennen solche Pflanzen mehrjährig.
Der Sommer·flieder ist sommer·grün.
Sommer·grün bedeutet:
Die Pflanze trägt in der warmen Jahres·zeit Blätter.
Im Winter verliert der Sommer·flieder seine Blätter.
Im nächsten Jahr bildet der Sommer·flieder neue Triebe und Blätter.
Der Sommer·flieder kann veränderte Flächen schnell besiedeln.
Das ist eine wichtige Besonderheit von dieser Pflanze.
Offene Stellen im Boden bieten den Samen gute Bedingungen.
Auf solchen Flächen wachsen manchmal nur wenige andere Gehölze.
Gehölze sind Pflanzen mit verholzten Teilen.
Bäume und Sträucher sind zum Beispiel Gehölze.
Der Sommer·flieder hat dann wenig Konkurrenz.
Konkurrenz bedeutet hier:
Verschiedene Pflanzen brauchen denselben Platz.
Verschiedene Pflanzen brauchen auch Licht und Wasser.
Die Pflanzen konkurrieren deshalb um diese Dinge.
Der Sommer·flieder bildet sehr viele Samen.
Viele Samen können auf offenen Flächen gute Bedingungen finden.
Der Sommer·flieder ist deshalb eine typische Pionier·pflanze auf vielen vom Menschen geschaffenen Flächen.
Pionier·pflanze ist ein Fach·wort.
Eine Pionier·pflanze wächst oft früh auf einer offenen oder stark veränderten Fläche.
Die vielen Samen unterstützen die Ausbreitung von dem Sommer·flieder.
Der Sommer·flieder kann sich auch ohne gezielte Pflanzung ausbreiten.
Diese Eigenschaften können zu Problemen für den Natur·schutz führen.
Fach·leute beobachten die Ausbreitung deshalb aufmerksam.
Welche positiven Eigenschaften hat der Sommer·flieder?
Viele Menschen nutzen den Sommer·flieder als Zier·strauch.
Der Sommer·flieder blüht über eine längere Zeit.
Die Blüten bieten vielen erwachsenen Insekten Nektar.
Der Nektar ist für diese Insekten gut erreichbar.
Besonders häufig besuchen Schmetterlinge die Blüten.
Menschen dürfen daraus aber keine zu einfache Schluss·folgerung ziehen.
Der Sommer·flieder ist wegen dieser Nektar·quelle nicht automatisch besonders wertvoll für die heimische Bio·diversität.
Bio·diversität ist ein Fach·wort.
Bio·diversität bedeutet die Vielfalt vom Leben.
Dazu gehört die Vielfalt von Tier·arten.
Dazu gehört die Vielfalt von Pflanzen·arten.
Dazu gehört auch die Vielfalt von Lebens·räumen.
Eine Nektar·quelle ist nur eine ökologische Aufgabe von einer Pflanze.
Heimische Pflanzen können weitere wichtige Aufgaben erfüllen.
Heimische Pflanzen können Raupen Nahrung bieten.
Heimische Pflanzen können Käfern Nahrung bieten.
Heimische Pflanzen können anderen spezialisierten Pflanzen·fressern Nahrung bieten.
Spezialisiert bedeutet hier:
Ein Tier braucht ganz bestimmte Pflanzen oder andere Bedingungen.
Heimische Pflanzen gehören oft seit langer Zeit zu einer Lebens·gemeinschaft.
Eine Lebens·gemeinschaft besteht aus verschiedenen Lebe·wesen in einem Lebens·raum.
Deshalb können heimische Pflanzen für die Natur eine größere Bedeutung haben.
Wo findet man Sommer·flieder an Wein·bergen und an der Mosel?
Der Sommer·flieder wächst nicht besonders typisch mitten in einem bewirtschafteten Wein·berg.
Menschen bewirtschaften einen Wein·berg zum Anbau von Wein·trauben.
Der Sommer·flieder wächst eher an den Rändern von Wein·bergen.
Der Sommer·flieder wächst auch auf gestörten Flächen.
Gestört bedeutet hier:
Menschen oder andere Einflüsse haben die Fläche stark verändert.
An diesen Orten findet man Sommer·flieder besonders häufig:
● auf Wein·bergs·brachen.
● an trockenen Böschungen.
● auf Schotter·flächen.
● an Mauern.
● an den unteren Bereichen von Mauern.
● an Weg·rändern.
● auf Bahn·gelände.
● auf nicht mehr genutzten Flächen.
● auf stark veränderten Flächen.
● auf Schutt·plätzen.
● auf Bau·stellen.
Kann man Sommer·flieder im eigenen Garten anpflanzen?
Menschen pflanzen Sommer·flieder schon seit langer Zeit als Zier·strauch.
Menschen können Sommer·flieder deshalb auch in Gärten finden.
Fach·leute vom Natur·schutz betrachten die Verwendung heute aber genauer.
Das Bundes·amt für Natur·schutz bewertet Buddleja davidii als potenziell invasiv.
Das Bundes·amt für Natur·schutz führt den Sommer·flieder auf einer Handlungs·liste.
Der Sommer·flieder ist deshalb nicht einfach nur ein gewöhnliches Unkraut.
Der Sommer·flieder kann aber aus Gärten in andere Flächen gelangen.
Der Sommer·flieder kann dort selbstständig wachsen.
Der Sommer·flieder kann sich dort auch vermehren.
Manche Menschen haben bereits Sommer·flieder im Garten.
Diese Menschen können die Bildung von Samen begrenzen.
Dafür können diese Menschen verblühte Blüten·stände rechtzeitig entfernen.
Die Menschen sollen diese Blüten·stände danach richtig entsorgen.
Menschen können bei neuen natur·nahen Pflanzungen auch heimische Pflanzen auswählen.
Natur·nah bedeutet:
Die Gestaltung orientiert sich möglichst stark an der heimischen Natur.
Heimische Blüten·sträucher sind für solche Pflanzungen oft eine ökologisch interessante Wahl.
Heimische Stauden sind ebenfalls oft eine ökologisch interessante Wahl.
Stauden sind mehrjährige Pflanzen.
Viele Stauden haben keine verholzten Stämme und Äste.
Welche Bedeutung hat der Sommer·flieder für Insekten und andere Tiere?
Der Sommer·flieder zeigt zwei verschiedene ökologische Seiten.
Die Blüten bilden Nektar.
Viele Insekten besuchen diese Blüten.
Schmetterlinge besuchen den Sommer·flieder besonders häufig.
Deshalb nennen Menschen den Sommer·flieder auch Schmetterlings·strauch.
Auch Hummeln können die Blüten besuchen.
Auch andere Bienen können die Blüten besuchen.
Auch Schweb·fliegen können die Blüten besuchen.
An unserem beobachteten Sommer·flieder konnten wir verschiedene Insekten dokumentieren.
Dokumentieren bedeutet hier:
Wir haben die Beobachtung mit Fotos festgehalten.
● Wir haben einen Admiral dokumentiert.
● Wir haben eine Erd·hummel dokumentiert.
● Wir haben eine Schweb·fliege aus der Gruppe Eristalis dokumentiert.
Der Besuch von Blüten zeigt aber nicht den gesamten ökologischen Wert von einer Pflanzen·art.
Ökologischer Wert beschreibt hier die Bedeutung von einer Art für andere Lebe·wesen und ihren Lebens·raum.
Viele heimische Insekten brauchen Pflanzen nicht nur als Nektar·quelle.
Die Larven von vielen Insekten brauchen bestimmte Pflanzen als Nahrung.
Eine Larve ist eine frühe Entwicklungs·stufe von einem Tier.
Bei Schmetterlingen heißen die Larven Raupen.
Viele Raupen brauchen ganz bestimmte Pflanzen.
Der Admiral zeigt diesen Zusammen·hang besonders gut.
Der erwachsene Admiral trinkt gerne Nektar am Sommer·flieder.
Die Raupen vom Admiral brauchen dagegen vor allem Brenn·nesseln.
Der Sommer·flieder kann deshalb ein guter Nektar·platz für erwachsene Insekten sein.
Der Sommer·flieder ersetzt aber keine vielfältige Pflanzen·welt mit heimischen Pflanzen.
Welche wirtschaftliche Bedeutung hat der Sommer·flieder?
Der Sommer·flieder hat vor allem im Garten·bau eine wirtschaftliche Bedeutung.
Der Sommer·flieder hat auch im Handel mit Zier·pflanzen eine wirtschaftliche Bedeutung.
Viele Menschen kaufen den Sommer·flieder als Garten·strauch.
Die auffälligen Blüten machen den Sommer·flieder beliebt.
Die lange Blüte·zeit macht den Sommer·flieder ebenfalls beliebt.
Viele Menschen beobachten gerne die Insekten an den Blüten.
Der Sommer·flieder hat in Mittel·europa keine wichtige Bedeutung für die Land·wirtschaft.
Der Sommer·flieder hat in Mittel·europa auch keine wichtige Bedeutung für die Forst·wirtschaft.
Forst·wirtschaft bedeutet:
Menschen nutzen und pflegen Wälder nach bestimmten wirtschaftlichen Zielen.
Der Sommer·flieder kann sich aber an unerwünschten Orten ausbreiten.
Das kann zum Beispiel auf Flächen mit wichtiger Infra·struktur passieren.
Infra·struktur bedeutet hier:
Diese Anlagen braucht eine Gesellschaft für das tägliche Leben und den Verkehr.
Dazu gehören zum Beispiel Bahn·anlagen.
Der Sommer·flieder kann sich auch auf Flächen vom Natur·schutz ausbreiten.
Menschen müssen den Sommer·flieder dort manchmal kontrollieren.
Diese Kontrolle kann zusätzliche Arbeit verursachen.
Welche ökologische Bedeutung hat der Sommer·flieder?
Der Sommer·flieder kann offene und veränderte Flächen schnell besiedeln.
Der Sommer·flieder kann dort eine Pflanzen·decke bilden.
Während der Blüte·zeit bietet der Sommer·flieder verschiedenen erwachsenen Insekten Nektar.
Die erfolgreiche Ausbreitung kann aber gleichzeitig ein ökologisches Problem sein.
Das Bundes·amt für Natur·schutz bewertet den Sommer·flieder als potenziell invasiv.
Die Ausbreitung kann in empfindlichen Lebens·räumen problematisch werden.
Empfindliche Lebens·räume reagieren besonders stark auf Veränderungen.
Der Sommer·flieder kann dort heimische Pflanzen beeinflussen.
Der Sommer·flieder kann dort heimische Pflanzen verdrängen.
Verdrängen bedeutet hier:
Eine andere Pflanze bekommt weniger Platz.
Eine andere Pflanze bekommt dadurch möglicherweise auch weniger Licht oder andere wichtige Dinge.
Deshalb ist eine einfache Bewertung nicht sinnvoll.
Menschen sollen nicht einfach sagen:
Der Sommer·flieder ist gut.
Menschen sollen auch nicht einfach sagen:
Der Sommer·flieder ist schlecht.
Die Zusammen·hänge sind komplizierter.
Der Sommer·flieder kann einzelnen erwachsenen Insekten viel Nektar bieten.
Ein heimisches Öko·system braucht aber viele verschiedene heimische Pflanzen.
Der Sommer·flieder kann diese Vielfalt nicht ersetzen.
Ein Öko·system besteht aus Lebe·wesen und ihrem Lebens·raum.
In einem Öko·system gibt es viele Beziehungen zwischen verschiedenen Lebe·wesen.
Heimische Pflanzen leben schon lange mit heimischen Tieren zusammen.
Heimische Pflanzen leben auch mit Pilzen zusammen.
Heimische Pflanzen leben auch mit anderen Lebe·wesen zusammen.
Diese Beziehungen haben sich über eine sehr lange Zeit entwickelt.
Die Vielfalt von diesen Beziehungen ist für ein arten·reiches heimisches Öko·system wichtig.
Hat der Sommer·flieder eine Bedeutung in alten Geschichten oder im Glauben?
Manche Pflanzen haben seit langer Zeit eine besondere Bedeutung für Menschen.
Menschen erzählen zum Beispiel alte Geschichten über bestimmte Pflanzen.
Manche Pflanzen haben auch eine religiöse Bedeutung.
Manche Menschen geben Pflanzen auch eine esoterische Bedeutung.
Esoterisch ist ein schwieriges Wort.
Esoterisch bezeichnet hier Vorstellungen von besonderen geistigen oder geheimen Kräften.
Für Buddleja davidii gibt es in Mittel·europa keine vergleichbar alte Tradition.
Andere Pflanzen haben eine solche lange Tradition.
Dazu gehört zum Beispiel der Holunder.
Dazu gehört auch die Eiche.
Dazu gehört auch die Linde.
Dazu gehört auch das Johannis·kraut.
Der Sommer·flieder kommt ursprünglich aus Ost·asien.
Ost·asien ist eine Region im Osten von Asien.
China gehört zu Ost·asien.
Der Sommer·flieder ist noch nicht sehr lange als Zier·pflanze in Europa verbreitet.
Deshalb gibt es in Mittel·europa keine vergleichbar alte Tradition rund um diese Pflanze.
Heute verbinden manche Menschen den Sommer·flieder mit Schmetterlingen.
Ein Grund dafür ist der Name Schmetterlings·strauch.
Manche Menschen verbinden den Sommer·flieder deshalb mit Leichtigkeit.
Manche Menschen verbinden den Sommer·flieder mit Veränderung.
Manche Menschen verbinden den Sommer·flieder mit einer engen Verbindung zur Natur.
Diese Bedeutungen stammen aus menschlichen Vorstellungen.
Diese Bedeutungen sind keine Eigenschaften von der Pflanze.
Kurze Vorstellung von einer Insekten·art an der Mosel: Die Mist·biene
Name und wissenschaftliche Einordnung
Name:
Mist·biene.
Ein anderer Name ist Schein·bienen-Keil·fleck-Schweb·fliege.
Lateinischer Name:
Eristalis tenax.
Der lateinische Name ist der wissenschaftliche Name von dem Tier.
Familie:
Schweb·fliegen.
Der wissenschaftliche Name von dieser Familie ist Syrphidae.
Ordnung:
Zwei·flügler.
Der wissenschaftliche Name von dieser Ordnung ist Diptera.
Die Mist·biene ist keine Biene.
Die Mist·biene ist eine Schweb·fliege.
Der deutsche Name kann deshalb leicht zu einem Irrtum führen.
Die Mist·biene sieht einer Biene sehr ähnlich.
Der Körper von der Mist·biene ist kräftig.
Der Körper hat braune Bereiche.
Der Körper hat schwarze Bereiche.
Der Körper hat gelbliche Bereiche.
Deshalb kann die Mist·biene auf den ersten Blick wie eine Honig·biene aussehen.
Wie lebt die Mist·biene?
Mist·bienen leben nicht in einem Staat.
Staaten·bildende Insekten leben gemeinsam in einer großen Gruppe.
Honig·bienen leben zum Beispiel in einem solchen Staat.
Auch Hummeln leben in einem solchen Staat.
Bei Mist·bienen gibt es kein gemeinsames Nest.
Bei Mist·bienen gibt es keine Arbeiterinnen.
Bei Mist·bienen gibt es keine Königin.
Erwachsene Mist·bienen leben grundsätzlich einzeln.
Mist·bienen können sehr gut fliegen.
Eine Mist·biene kann fast an einer Stelle in der Luft stehen.
Andere Schweb·fliegen können das ebenfalls.
Danach kann die Mist·biene ihre Flug·richtung sehr schnell ändern.
Die Mist·biene kann sich auch über größere Entfernungen ausbreiten.
Eristalis tenax lebt in sehr vielen Gebieten.
Die Art ist sehr beweglich.
Die Tiere können auch über größere Entfernungen wandern.
Die Larven leben ganz anders als die erwachsenen Tiere.
Eine Larve ist eine frühe Entwicklungs·stufe von einem Tier.
Die Larven von der Mist·biene leben in sehr feuchten Lebens·räumen.
Die Larven können auch in Flüssigkeiten leben.
Diese Lebens·räume enthalten viele organische Nähr·stoffe.
Organisch bedeutet hier:
Die Stoffe stammen von Lebe·wesen oder von Resten von Lebe·wesen.
Die Larven heißen Ratten·schwanz·larven.
Die Ratten·schwanz·larve hat ein sehr langes Atem·rohr.
Dieses Atem·rohr kann die Larve verlängern.
Das Atem·rohr sieht deshalb ein wenig wie ein langer Schwanz aus.
Daher kommt der Name Ratten·schwanz·larve.
Welche Sinnes·organe nutzt die Mist·biene?
Die Mist·biene fliegt sehr viel.
Deshalb ist gutes Sehen für die Mist·biene besonders wichtig.
● Die Mist·biene hat zwei sehr große Facetten·augen.
● Facetten·augen bestehen aus sehr vielen kleinen Einzel·augen.
● Mit diesen Augen erkennt die Mist·biene Bewegungen sehr gut.
● Mit diesen Augen nimmt die Mist·biene auch ihre Umgebung wahr.
● Die Mist·biene hat zusätzlich drei kleine Punkt·augen.
● Diese kleinen Punkt·augen heißen Ocelli.
● Die Ocelli sitzen auf der Ober·seite von dem Kopf.
● Die Ocelli helfen bei der Wahr·nehmung von Licht.
● Die Ocelli helfen auch bei der Orientierung im Flug.
● Die Mist·biene hat kurze Fühler.
● In den Fühlern sitzen viele Sinnes·zellen.
● Diese Sinnes·zellen erkennen unter anderem chemische Reize.
● Chemische Reize sind zum Beispiel bestimmte Duft·stoffe.
● An den Mund·werkzeugen sitzen ebenfalls Sinnes·organe.
● Auch an den Beinen sitzen Sinnes·organe.
● Diese Sinnes·organe helfen beim Schmecken.
● Diese Sinnes·organe helfen auch beim Tasten.
● Bei der Suche nach Nahrung achtet die Mist·biene auf das Aussehen von Blüten.
● Bei der Suche nach Nahrung achtet die Mist·biene auch auf chemische Signale von Blüten.
Wie unterscheiden sich Männchen und Weibchen?
Männchen und Weibchen kann man besonders gut an den Augen unterscheiden.
Dieser Unterschied lässt sich auch gut auf einer wissenschaftlichen Bild·tafel zeigen.
Bei den Männchen sind die großen Facetten·augen sehr nah beieinander.
Die beiden Augen berühren sich oben auf dem Kopf.
Bei den Weibchen liegen die Facetten·augen weiter auseinander.
Die beiden Augen berühren sich oben auf dem Kopf nicht.
Eine Mist·biene ist ungefähr 14 bis 16 Milli·meter lang.
Ein Milli·meter ist ein sehr kleines Längen·maß.
Die genaue Körper·länge kann sich von Tier zu Tier unterscheiden.
Auch verschiedene Quellen nennen manchmal leicht unterschiedliche Werte.
Männchen und Weibchen haben eine ähnliche Färbung.
Der Körper sieht braun aus.
Der Körper hat schwarze Bereiche.
Der Körper hat auch gelbliche Bereiche.
Diese Färbung erinnert an eine Biene.
Die Zeichnung auf dem Hinter·leib kann unterschiedlich aussehen.
Der Hinter·leib ist der hintere Teil von dem Körper.
Die Zeichnung kann sich von Tier zu Tier unterscheiden.
Auch das Alter kann das Aussehen beeinflussen.
Weitere Einflüsse können die Zeichnung ebenfalls verändern.
Deshalb ist die Färbung für die Bestimmung vom Geschlecht nicht besonders zuverlässig.
Die Stellung von den Augen ist dafür besser geeignet.
Wie paaren und vermehren sich Mist·bienen?
Männchen suchen nach Weibchen.
Männchen können für kurze Zeit bestimmte Bereiche besetzen.
Diese Bereiche können Flug·räume sein.
Männchen können solche Bereiche gegen andere Männchen verteidigen.
Nach der Paarung sucht das Weibchen einen geeigneten Ort für die Eier.
Das Weibchen legt die Eier in der Nähe von feuchten Stellen ab.
Diese Stellen enthalten viele organische Stoffe.
Diese Stellen können auch Wasser enthalten.
Aus den Eiern schlüpfen Ratten·schwanz·larven.
Die Larven haben eine besondere Lebens·weise.
Die Larven können in Flüssigkeiten mit sehr wenig Sauerstoff leben.
Das lange Atem·rohr hilft dabei.
Das Atem·rohr reicht bis an die Oberfläche von dem Wasser.
Die Larve kann dadurch tiefer im Wasser oder Schlamm bleiben.
Trotzdem bekommt die Larve Luft aus der Atmosphäre.
Atmosphäre bedeutet hier:
Die Luft über der Erd·oberfläche.
Später entwickelt sich die Larve weiter.
Für die Verpuppung verlässt die ausgewachsene Larve normalerweise das Wasser.
Die Larve verlässt auch sehr nassen Unter·grund.
Danach sucht die Larve einen trockeneren Bereich an Land.
Verpuppung bedeutet:
Die Larve verwandelt sich in eine Puppe.
In der Puppe entwickelt sich später das erwachsene Tier.
Deshalb wurde auch unsere Illustration von der Mist·biene entsprechend angepasst.
Von dem Ei bis zum erwachsenen Tier
Bei Insekten spricht man normalerweise nicht von einer Geburt.
Der Entwicklungs·weg beginnt mit einem Ei.
● Ei.
● Ratten·schwanz·larve.
● Puppe.
● Erwachsene Mist·biene.
Eristalis tenax durchläuft eine vollständige Meta·morphose.
Meta·morphose ist ein Fach·wort.
Meta·morphose bedeutet:
Ein Tier verändert seinen Körper während der Entwicklung sehr stark.
Bei einer vollständigen Meta·morphose gibt es mehrere klar getrennte Entwicklungs·stufen.
Dazu gehören das Ei.
Dazu gehört die Larve.
Dazu gehört die Puppe.
Dazu gehört das erwachsene Tier.
Für die gesamte Entwicklung gibt es keine immer gleiche Dauer.
Die Temperatur beeinflusst die Entwicklung.
Das Nahrungs·angebot beeinflusst die Entwicklung.
Auch andere Umwelt·bedingungen beeinflussen die Entwicklung.
Deshalb kann man für Tiere in der freien Natur keine genaue Dauer nennen.
Bei guten Bedingungen kann sich eine Generation innerhalb von wenigen Wochen entwickeln.
Generation bedeutet hier:
Eine Gruppe von Tieren entsteht aus der vorherigen Gruppe von Tieren.
Auch die Lebens·dauer von erwachsenen Mist·bienen ist nicht immer gleich.
Menschen sollen deshalb kein genaues Höchst·alter nennen.
Erwachsene Mist·bienen leben normalerweise deutlich kürzer als ein Jahr.
Manche Weibchen überwintern als erwachsene Tiere.
Diese Weibchen können deshalb länger leben.
Wie sieht das Jahr von der Mist·biene aus?
Menschen können Mist·bienen in Mittel·europa über einen großen Teil vom Jahr beobachten.
Besonders wichtig ist die warme Zeit mit viel Pflanzen·wachstum.
Fach·leute nennen diese Zeit Vegetations·periode.
In einem Jahr können mehrere Generationen entstehen.
● Im Frühling werden überwinternde erwachsene Tiere wieder aktiv.
● Im Frühling können auch neue erwachsene Tiere erscheinen.
● Weibchen legen Eier an geeigneten Orten für die Larven ab.
● Aus den Eiern entwickeln sich Ratten·schwanz·larven.
● Die ausgewachsenen Larven verlassen das Wasser für die Verpuppung.
● Die Larven verlassen auch sehr nassen Unter·grund für die Verpuppung.
● Die Larven suchen danach einen trockeneren Ort.
● Dort entwickeln sich die Puppen.
● Aus den Puppen schlüpfen neue erwachsene Mist·bienen.
● Im Sommer können weitere Generationen entstehen.
● Im Herbst können ebenfalls weitere Generationen entstehen.
● Vor allem Weibchen können als erwachsene Tiere überwintern.
Der genaue Zeitpunkt kann sich von Region zu Region unterscheiden.
Auch das Wetter beeinflusst den genauen Zeitpunkt.
Was frisst eine Mist·biene?
Erwachsene Tiere und Larven brauchen sehr unterschiedliche Nahrung.
Deshalb muss man beide Entwicklungs·stufen getrennt betrachten.
Erwachsene Mist·bienen
● Erwachsene Mist·bienen trinken Nektar.
● Erwachsene Mist·bienen fressen Pollen.
Pollen ist der Blüten·staub von Pflanzen.
Mist·bienen besuchen viele verschiedene Blüten·pflanzen.
Dabei können Pollen am Körper von der Mist·biene hängen bleiben.
Beim nächsten Blüten·besuch kann die Mist·biene diesen Pollen übertragen.
Dadurch kann die Mist·biene bei der Bestäubung helfen.
Bestäubung bedeutet:
Pollen gelangt zu den Teilen von einer Blüte für die Fort·pflanzung.
Ratten·schwanz·larven
Die Larven leben in feuchten oder flüssigen Lebens·räumen.
Dort gibt es organisches Material.
Dort leben auch viele Mikro·organismen.
Mikro·organismen sind sehr kleine Lebe·wesen.
Viele Mikro·organismen kann man nur mit einem Mikro·skop erkennen.
Die Larven nehmen Mikro·organismen als Nahrung auf.
Die Larven nehmen auch kleine organische Teilchen als Nahrung auf.
Deshalb hat die Larve eine ganz andere ökologische Aufgabe als die erwachsene Mist·biene.
Wo kommt die Mist·biene vor?
Eristalis tenax lebt in sehr vielen Teilen von der Welt.
Die Art kommt in weiten Teilen von Europa vor.
Die Art kommt auch in vielen anderen Regionen auf der Erde vor.
In Deutschland ist die Mist·biene weit verbreitet.
Es gibt in Deutschland eine Rote Liste für Schweb·fliegen.
Eine Rote Liste informiert über die Gefährdung von Arten.
Eristalis tenax gilt in dieser Roten Liste als ungefährdet.
Ungefährdet bedeutet:
Die Art gilt zurzeit nicht als gefährdet.
Deshalb kann die Mist·biene grundsätzlich auch in Rheinland-Pfalz vorkommen.
Die Mist·biene kann auch im Mosel·raum vorkommen.
Erwachsene Mist·bienen brauchen blüten·reiche Flächen.
Dort finden die Tiere Nahrung.
Die Larven brauchen dagegen feuchte Lebens·räume.
Diese Lebens·räume müssen viele organische Stoffe enthalten.
Eine Mischung aus diesen verschiedenen Lebens·räumen unterstützt das Vorkommen von Mist·bienen.
Hat die Mist·biene ein Revier?
Die Mist·biene besitzt kein dauerhaftes Revier wie manche Wirbel·tiere.
Wirbel·tiere sind Tiere mit einer Wirbel·säule.
Zu den Wirbel·tieren gehören zum Beispiel Vögel.
Zu den Wirbel·tieren gehören auch Säuge·tiere.
Männliche Mist·bienen können aber für kurze Zeit bestimmte Bereiche besetzen.
Das können kleine Flug·bereiche sein.
Das können auch bestimmte Aufenthalts·orte sein.
Die Männchen können diese Bereiche gegen andere Männchen verteidigen.
Von diesen Orten können die Männchen nach Weibchen suchen.
Die Weibchen bewegen sich stärker zwischen verschiedenen Orten.
Die Weibchen suchen Nahrungs·plätze.
Die Weibchen suchen auch geeignete Stellen für ihre Eier.
Deshalb ist der Begriff festes Revier nicht passend.
Fach·leute sprechen eher von zeitweisem Territorial·verhalten bei den Männchen.
Territorial·verhalten bedeutet:
Ein Tier besetzt für eine bestimmte Zeit einen Bereich.
Das Tier verteidigt diesen Bereich gegen andere Tiere.
Wie tarnt und verteidigt sich die Mist·biene?
Die Mist·biene hat eine besonders interessante Eigenschaft.
Die Mist·biene sieht einer Biene ähnlich.
Fach·leute nennen dieses Phänomen Bates’sche Mimikry.
Bates’sche Mimikry ist ein Fach·begriff.
Dabei ähnelt ein wehrloses Tier einem Tier mit guter Verteidigung.
Ein möglicher Feind hält das wehrlose Tier dann vielleicht für gefährlich.
Die Mist·biene besitzt keinen Gift·stachel.
Die Mist·biene kann deshalb nicht wie eine Honig·biene stechen.
Die Mist·biene kann auch nicht wie eine Wespe stechen.
Trotzdem sieht die Mist·biene diesen Tieren ähnlich.
Diese Ähnlichkeit kann Feinde abschrecken.
Auch die gute Flug·fähigkeit schützt die Mist·biene.
Die Mist·biene kann ihre Flug·richtung sehr schnell ändern.
Die Mist·biene kann auch schnell beschleunigen.
So kann die Mist·biene vor Gefahren fliehen.
Ist die Mist·biene gefährdet?
Eristalis tenax gilt in Deutschland zurzeit als ungefährdet.
Andere Schweb·fliegen·arten sind stärker gefährdet.
Manche Schweb·fliegen·arten sind sogar vom Aussterben bedroht.
Vom Aussterben bedroht bedeutet:
Es gibt nur noch sehr wenige Tiere von dieser Art.
Die Art kann vollständig verschwinden.
Die Einstufung als ungefährdet macht die Lebens·räume von der Mist·biene aber nicht unwichtig.
● Der Verlust von blüten·reichen Flächen verringert das Nahrungs·angebot.
● Erwachsene Mist·bienen finden dann weniger Nektar.
● Erwachsene Mist·bienen finden dann weniger Pollen.
● Eine sehr intensive Pflege von Flächen kann die Zahl von Blüten verringern.
● Pestizide können Insekten schädigen.
● Pestizide sind Mittel gegen unerwünschte Tiere, Pflanzen oder Pilze.
● Pestizide können Insekten direkt schädigen.
● Pestizide können Insekten auch über Veränderungen in ihrem Lebens·raum schädigen.
● Das Verschwinden von geeigneten feuchten Lebens·räumen kann die Entwicklung von den Larven erschweren.
Die Mist·biene hat auch natürliche Feinde.
Räuberische Insekten können Mist·bienen fressen.
Spinnen können Mist·bienen fangen.
Insekten·fressende Vögel können Mist·bienen fressen.
Auch Parasitoide können eine Rolle spielen.
Parasitoide sind Tiere mit einer besonderen Lebens·weise.
Die jungen Parasitoide entwickeln sich an oder in einem anderen Tier.
Das andere Tier stirbt dabei meistens.
Auch Krankheits·erreger können Mist·bienen schädigen.
Welche Bedeutung hat die Mist·biene für die Natur?
Erwachsene Mist·bienen besuchen Blüten.
Erwachsene Mist·bienen gehören deshalb zu den Blüten·besuchern.
Mist·bienen können auch Pflanzen bestäuben.
Beim Wechsel zwischen verschiedenen Blüten kann Pollen am Körper hängen bleiben.
Die Mist·biene kann den Pollen zu einer anderen Blüte transportieren.
Dadurch kann die Mist·biene zur Bestäubung beitragen.
Untersuchungen über Bestäuber haben Eristalis tenax als Blüten·besucher dokumentiert.
Bestäuber sind Tiere mit einer wichtigen Aufgabe bei der Fort·pflanzung von Pflanzen.
Die Larven haben eine ganz andere Aufgabe.
Die Larven fressen Mikro·organismen.
Die Larven nehmen auch organisches Material auf.
Dabei helfen die Larven bei Abbau·vorgängen in ihren feuchten Lebens·räumen.
Abbau bedeutet hier:
Organische Stoffe werden in kleinere Bestand·teile zerlegt.
Diese Bestand·teile können später wieder Teil von natürlichen Stoff·kreis·läufen werden.
Ein Stoff·kreis·lauf beschreibt die Weiter·gabe und Veränderung von Stoffen in der Natur.
Mist·bienen sind außerdem Teil von Nahrungs·netzen.
Ein Nahrungs·netz zeigt die Beziehungen zwischen Nahrung und Tieren.
Mist·bienen dienen anderen Tieren als Nahrung.
Wo finde ich Mist·bienen an den Mosel·weinbergen?
Mist·bienen brauchen verschiedene kleine Lebens·räume.
Deshalb sind Übergangs·räume besonders interessant.
Übergangs·räume liegen zwischen verschiedenen Lebens·räumen.
Die stark bearbeiteten Reb·flächen allein bieten nicht alle notwendigen Bedingungen.
● Mist·bienen finden Nahrung an blüten·reichen Wein·bergs·rändern.
● Mist·bienen finden Nahrung auf Wein·bergs·brachen.
● Mist·bienen können an Böschungen vorkommen.
● Mist·bienen können an blüten·reichen Weg·rändern vorkommen.
● Mist·bienen können in Gärten zwischen Wein·bergen und Siedlungen vorkommen.
● Mist·bienen können an Gewässer·rändern vorkommen.
● Die Larven können geeignete Bedingungen in Gräben finden.
● Die Larven können auch andere feuchte Bereiche nutzen.
● Erwachsene Mist·bienen können Flächen mit Sommer·flieder besuchen.
● Erwachsene Mist·bienen können auch andere Pflanzen mit viel Nektar besuchen.
Das Zusammen·spiel von verschiedenen kleinen Lebens·räumen ist besonders wichtig.
Das erwachsene Tier braucht Blüten.
Die Larve braucht völlig andere Bedingungen für ihre Entwicklung.
Kommt die Mist·biene auch im Garten vor?
Ja.
Mist·bienen kommen häufig in Gärten vor.
Ein Garten kann über längere Zeit verschiedene Blüten anbieten.
Dann kann der Garten erwachsene Mist·bienen anziehen.
Offene Blüten sind besonders gut erreichbar.
Dort können Mist·bienen Nektar aufnehmen.
Dort können Mist·bienen auch Pollen aufnehmen.
Ein Garten muss dafür nicht wild wachsen.
Ein vielfältiges Blüten·angebot ist wichtiger.
Menschen sollen unnötige Insekten·gifte vermeiden.
Solche Mittel heißen Insektizide.
Insektizide können Insekten töten oder schädigen.
Menschen müssen sich vor einer Mist·biene im Garten nicht vor einem Stich fürchten.
Die Mist·biene ist eine Schweb·fliege.
Die Mist·biene besitzt keinen Stachel.
Welche wirtschaftliche Bedeutung hat die Mist·biene?
Die Mist·biene kann Pflanzen bestäuben.
Darin liegt ihre wichtigste wirtschaftliche Bedeutung.
Fach·leute erforschen Schweb·fliegen deshalb auch als Bestäuber.
Bienen sind wichtige Bestäuber.
Schweb·fliegen können die Bestäubung zusätzlich unterstützen.
Die Mist·biene ist für solche Untersuchungen besonders interessant.
Die Mist·biene ist weit verbreitet.
Die Mist·biene kann sich gut bewegen.
Die Mist·biene besucht häufig Blüten.
Fach·leute untersuchen Eristalis tenax auch als Modell·organismus.
Modell·organismus ist ein Fach·wort.
Fach·leute untersuchen einen Modell·organismus besonders genau.
Mit diesen Untersuchungen wollen die Fach·leute allgemeine biologische Fragen besser verstehen.
Fach·leute untersuchen an der Mist·biene zum Beispiel das Flug·verhalten.
Fach·leute untersuchen auch die Sinnes·wahrnehmung.
Fach·leute untersuchen auch Wander·bewegungen.
Fach·leute untersuchen auch die Bestäubung.
Die Mist·biene liefert aber keine Produkte wie die Honig·biene.
Menschen gewinnen von der Mist·biene keinen Honig.
Menschen gewinnen von der Mist·biene auch kein Wachs.
Welche ökologische Bedeutung hat die Mist·biene?
Die Mist·biene verbindet während ihres Lebens zwei sehr unterschiedliche Lebens·räume.
Die erwachsene Mist·biene lebt als fliegende Schweb·fliege.
Die Larve lebt dagegen in feuchten oder flüssigen Lebens·räumen.
Als erwachsene Schweb·fliege
● Die Mist·biene besucht Blüten.
● Die Mist·biene nimmt Nektar auf.
● Die Mist·biene nimmt Pollen auf.
● Die Mist·biene kann Pflanzen bestäuben.
● Die Mist·biene dient anderen Tieren als Nahrung.
Als Larve
● Die Larve lebt in sehr feuchten Lebens·räumen.
● Die Larve kann auch in Flüssigkeiten leben.
● Diese Lebens·räume enthalten viele organische Stoffe.
● Die Larve frisst Mikro·organismen.
● Die Larve nimmt kleine organische Teilchen auf.
● Die Larve hilft dadurch beim Abbau von organischen Stoffen.
● Die Larve ist dadurch Teil von natürlichen Stoff·kreis·läufen.
Die Entwicklung von der Mist·biene ist deshalb besonders interessant.
Die Ratten·schwanz·larve lebt im Wasser oder in sehr feuchten Bereichen.
Fach·leute nennen eine solche Lebens·weise aquatisch oder semi·aquatisch.
Aquatisch bedeutet:
Das Tier lebt im Wasser.
Semi·aquatisch bedeutet:
Das Tier lebt teilweise im Wasser oder in sehr feuchten Bereichen.
Aus dieser Larve entwickelt sich später eine fliegende Mist·biene.
Die erwachsene Mist·biene besucht Blüten.
Dieser starke Wechsel macht Eristalis tenax aus ökologischer Sicht besonders interessant.
Hat die Mist·biene eine Bedeutung in alten Geschichten oder im Glauben?
Für die Mist·biene ist in Mittel·europa keine bedeutende alte mythologische Tradition bekannt.
Mythologisch bedeutet:
Etwas gehört zu alten Erzählungen über besondere Wesen oder Ereignisse.
Für die Mist·biene ist auch keine wichtige religiöse Symbolik bekannt.
Religiöse Symbolik bedeutet:
Ein Tier oder eine Pflanze steht in einer Religion für eine besondere Bedeutung.
Dieser Punkt ist bei der Mist·biene wichtig.
Die Mist·biene sieht einer Honig·biene sehr ähnlich.
Honig·bienen haben in vielen Kulturen eine starke symbolische Bedeutung.
Menschen sollen diese Bedeutung aber nicht einfach auf die Mist·biene übertragen.
Die Mist·biene ist keine Biene.
Deshalb muss man auch in der Kultur·geschichte zwischen beiden Tieren unterscheiden.
Menschen können der Mist·biene heute trotzdem eine moderne symbolische Bedeutung geben.
Diese Bedeutung kann sich aus ihrer Ähnlichkeit mit einer Biene ergeben.
Menschen können dabei zum Beispiel an Schein und Wirklichkeit denken.
Menschen können dabei an Ähnlichkeit und Unterschied denken.
Menschen können dabei auch an Anpassung denken.
Solche Deutungen sind moderne Vorstellungen.
Diese Deutungen sind keine überlieferten mythologischen Bedeutungen.
Kurze Vorstellung von einer Insekten·art an der Mosel: Die Erd·hummel
Name und wissenschaftliche Einordnung
Name:
Erd·hummel.
Die beobachtete Erd·hummel gehört zum Bombus-terrestris-Komplex.
Der Bombus-terrestris-Komplex ist eine Gruppe von sehr ähnlichen Erd·hummel·arten.
Die Erd·hummeln gehören zur Gattung Bombus.
Eine Gattung ist eine Gruppe von eng verwandten Arten.
Die Erd·hummeln gehören zur Familie von den Echten Bienen.
Der wissenschaftliche Name von dieser Familie ist Apidae.
Die Erd·hummeln gehören zur Ordnung von den Haut·flüglern.
Der wissenschaftliche Name von dieser Ordnung ist Hymenoptera.
Zum Bombus-terrestris-Komplex gehören in Mittel·europa mehrere ähnliche Erd·hummel·arten.
Mittel·europa ist eine Region in der Mitte von Europa.
Zu dieser Gruppe gehören besonders diese Arten:
● Dunkle Erd·hummel.
● Der wissenschaftliche Name von der Dunklen Erd·hummel ist Bombus terrestris.
● Helle Erd·hummel.
● Der wissenschaftliche Name von der Hellen Erd·hummel ist Bombus lucorum.
● Kryptarum-Erd·hummel.
● Der wissenschaftliche Name von der Kryptarum-Erd·hummel ist Bombus cryptarum.
● Große Erd·hummel.
● Der wissenschaftliche Name von der Großen Erd·hummel ist Bombus magnus.
Besonders die Arbeiterinnen von diesen Arten sehen sich sehr ähnlich.
Deshalb reicht ein Foto oft nicht für eine sichere Bestimmung.
Fach·leute müssen manchmal weitere Merkmale untersuchen.
Deshalb nennen wir unser beobachtetes Tier nicht einfach Bombus terrestris.
Wir ordnen das Tier dem Bombus-terrestris-Komplex zu.
Die Erd·hummeln von dieser Gruppe haben meistens einen schwarzen Körper.
Am vorderen Körper befindet sich meistens ein gelber Streifen.
Am Hinter·leib befindet sich meistens ein weiterer gelber Streifen.
Das Ende von dem Hinter·leib ist hell oder weiß.
Wie leben Erd·hummeln?
Erd·hummeln leben anders als die Mist·biene.
Die Mist·biene lebt einzeln.
Erd·hummeln bilden einen Staat.
Staaten·bildend ist ein Fach·wort.
Staaten·bildend bedeutet:
Viele Tiere von derselben Art leben zusammen.
Diese Tiere haben verschiedene Aufgaben.
Ein Hummel·volk lebt aber nur für eine Jahres·zeit.
Fach·leute nennen diesen Zeitraum eine Saison.
Nur bestimmte Jung·königinnen überleben normalerweise den Winter.
Diese Jung·königinnen haben sich vorher mit einem Männchen gepaart.
Im Frühling erwacht eine Königin aus der Winter·ruhe.
Die Königin sucht zuerst Nahrung.
Danach sucht die Königin einen passenden Platz für ein Nest.
Erd·hummeln nutzen häufig Hohl·räume unter der Erde.
Ein Hohl·raum ist ein leerer Raum.
Erd·hummeln nutzen zum Beispiel alte Mäuse·baue.
Erd·hummeln können auch alte Baue von anderen kleinen Säuge·tieren nutzen.
Die Königin gründet das Hummel·volk zuerst alleine.
Die Königin legt Eier.
Aus einigen Eiern entstehen die ersten Arbeiterinnen.
Danach übernehmen die Arbeiterinnen viele Aufgaben.
Die Arbeiterinnen suchen Nahrung.
Die Arbeiterinnen versorgen den Nach·wuchs.
Die Arbeiterinnen helfen bei der Versorgung von dem Volk.
Ein Volk von der Dunklen Erd·hummel kann sehr groß werden.
Unter guten Bedingungen können mehrere Hundert Tiere in einem Volk leben.
Welche Sinnes·organe nutzen Erd·hummeln?
Erd·hummeln haben sehr leistungs·fähige Sinnes·organe.
Diese Sinnes·organe helfen bei der Orientierung.
Diese Sinnes·organe helfen beim Erkennen von Blüten.
Diese Sinnes·organe helfen auch bei der Kommunikation.
Kommunikation bedeutet:
Tiere oder Menschen geben Informationen weiter.
● Erd·hummeln haben zwei große Facetten·augen.
● Facetten·augen bestehen aus sehr vielen kleinen Einzel·augen.
● Die Facetten·augen helfen bei der Orientierung.
● Die Facetten·augen helfen beim Erkennen von Bewegungen.
● Erd·hummeln haben zusätzlich drei kleine Punkt·augen.
● Diese Punkt·augen heißen Ocelli.
● Die Ocelli sitzen auf dem Kopf.
● Die Ocelli helfen bei der Wahr·nehmung von Licht.
● Die Ocelli helfen auch bei der Orientierung.
● Erd·hummeln können Farben erkennen.
● Erd·hummeln können auch ultra·violettes Licht wahrnehmen.
● Ultra·violettes Licht können Menschen nicht sehen.
● Viele Blüten haben Muster im ultra·violetten Bereich.
● Erd·hummeln können solche Muster erkennen.
● Erd·hummeln haben Fühler.
● Die Fühler helfen beim Riechen.
● Die Fühler helfen beim Tasten.
● Die Fühler helfen auch beim Schmecken.
● An den Beinen sitzen weitere Sinnes·zellen.
● Auch an anderen Körper·teilen sitzen Sinnes·zellen.
● Diese Sinnes·zellen können Berührungen wahrnehmen.
● Diese Sinnes·zellen können auch Schwingungen wahrnehmen.
● Erd·hummeln können außerdem elektrische Eigenschaften von Blüten wahrnehmen.
Blüten haben sehr schwache elektrische Felder.
Ein Blüten·besuch kann dieses elektrische Feld verändern.
Erd·hummeln können solche Veränderungen wahrnehmen.
Diese Informationen können bei der Suche nach Nahrung helfen.
Wie unterscheiden sich Königin, Arbeiterin und Männchen?
Bei Hummeln gibt es nicht nur Männchen und Weibchen.
Ein Hummel·volk besteht aus verschiedenen Gruppen.
Dazu gehören Königinnen.
Dazu gehören Arbeiterinnen.
Dazu gehören Männchen.
Königinnen sind weiblich.
Arbeiterinnen sind ebenfalls weiblich.
Die Größe von den Tieren kann unterschiedlich sein.
Auch die einzelnen Arten vom Bombus-terrestris-Komplex unterscheiden sich etwas.
Verschiedene Quellen nennen deshalb manchmal leicht unterschiedliche Größen.
Für Bombus terrestris kann man ungefähr diese Größen nennen:
● Eine Königin ist ungefähr 20 bis 23 Milli·meter lang.
● Eine Königin hat einen kräftigen Körper.
● Eine Königin ist deutlich größer als die meisten Arbeiterinnen.
● Arbeiterinnen sind ungefähr 11 bis 17 Milli·meter lang.
● Auch Arbeiterinnen aus demselben Volk können unterschiedlich groß sein.
● Männchen sind ungefähr 14 bis 16 Milli·meter lang.
● Männchen wirken meistens etwas schlanker als eine Königin.
Ein Milli·meter ist ein sehr kleines Längen·maß.
Männchen haben längere Fühler als Weibchen.
Arbeiterinnen haben an den Hinter·beinen ein Pollen·körbchen.
Auch Königinnen haben an den Hinter·beinen ein Pollen·körbchen.
Der wissenschaftliche Name für das Pollen·körbchen ist Corbicula.
Das Pollen·körbchen hilft beim Sammeln von Pollen.
Pollen ist der Blüten·staub von Pflanzen.
Männchen sammeln keinen Pollen für die Versorgung von einem Volk.
Deshalb haben Männchen diese Sammel·einrichtung nicht in derselben Form.
Die Körper·farbe reicht nicht für eine sichere Bestimmung vom Geschlecht.
Die Körper·farbe reicht auch nicht immer für eine sichere Bestimmung von der Art.
Wie paaren und vermehren sich Erd·hummeln?
Im Frühling beginnt ein neues Hummel·volk mit einer einzigen Königin.
Diese Königin hat den Winter überlebt.
Die Königin sucht einen Platz für ein Nest.
Die Königin gründet dort ein neues Volk.
Danach legt die Königin Eier.
Aus den ersten weiblichen Eiern entstehen Arbeiterinnen.
Die Arbeiterinnen übernehmen später viele Aufgaben.
Die Arbeiterinnen suchen Nahrung.
Die Arbeiterinnen versorgen den Nach·wuchs.
Später im Jahr verändert sich das Hummel·volk.
Dann entstehen Männchen.
Dann entstehen auch neue Königinnen.
Bei Hummeln bestimmt ein besonderes biologisches System das Geschlecht.
Dieses System heißt haplo·diploides System.
Haplo·diploid ist ein Fach·wort.
Das Fach·wort beschreibt die Entstehung von Männchen und Weibchen aus Eiern.
● Aus befruchteten Eiern entstehen Weibchen.
● Diese Weibchen können Arbeiterinnen werden.
● Diese Weibchen können auch Königinnen werden.
● Aus unbefruchteten Eiern entstehen normalerweise Männchen.
Die jungen Königinnen verlassen später das Nest.
Die Männchen verlassen ebenfalls das Nest.
Die jungen Königinnen und die Männchen paaren sich.
Danach sucht eine begattete Jung·königin einen geeigneten Platz für den Winter.
Begattet bedeutet hier:
Die Königin hat sich mit einem Männchen gepaart.
Das alte Hummel·volk löst sich danach auf.
Die Arbeiterinnen sterben.
Die Männchen sterben.
Normalerweise stirbt auch die alte Königin.
Nur die begattete Jung·königin überlebt bis zum nächsten Jahr.
Vom Ei bis zur erwachsenen Hummel
Erd·hummeln durchlaufen eine vollständige Meta·morphose.
Meta·morphose ist ein Fach·wort.
Meta·morphose bedeutet:
Ein Tier verändert seinen Körper während der Entwicklung sehr stark.
Bei einer vollständigen Meta·morphose gibt es mehrere klar getrennte Entwicklungs·stufen.
● Ei.
● Larve.
● Puppe.
● Erwachsene Hummel.
Die Entwicklung vom Ei bis zur erwachsenen Hummel dauert mehrere Wochen.
Die genaue Dauer ist nicht immer gleich.
Die Art von der Hummel beeinflusst die Dauer.
Auch die Aufgabe von dem späteren Tier beeinflusst die Dauer.
Fach·leute nennen diese verschiedenen Gruppen Kasten.
Auch die Temperatur beeinflusst die Entwicklung.
Auch die Nahrung beeinflusst die Entwicklung.
Weitere Umwelt·bedingungen beeinflussen die Entwicklung ebenfalls.
Bei Arbeiterinnen von Bombus terrestris dauert die Entwicklung unter guten Bedingungen ungefähr drei bis fünf Wochen.
Eine Arbeiterin lebt danach normalerweise nur einige Wochen.
Bei einer Königin ist die Lebens·dauer anders.
Eine junge Königin kann im Sommer entstehen.
Die junge Königin kann den Winter überleben.
Im nächsten Frühling kann diese Königin ein eigenes Volk gründen.
Eine Königin kann deshalb insgesamt ungefähr ein Jahr leben.
Eine einzige allgemeine Angabe zum Höchst·alter von Erd·hummeln wäre deshalb nicht sinnvoll.
Wie sieht das Jahr von den Erd·hummeln aus?
Der Ablauf vom Jahr ist bei Erd·hummeln besonders interessant.
Frühling
Die Königin erwacht aus der Winter·ruhe.
Die Königin sucht Nahrung.
Die Königin sucht einen Platz für ein Nest.
Frühling bis früher Sommer
Die Königin gründet das Nest.
Die Königin legt Eier.
Die Königin versorgt zuerst selbst den Nach·wuchs.
Aus den ersten Eiern entstehen Arbeiterinnen.
Sommer
Die Zahl von den Arbeiterinnen steigt.
Das Hummel·volk wächst.
Die Arbeiterinnen sammeln Nektar.
Die Arbeiterinnen sammeln Pollen.
Später Sommer
Das Hummel·volk bildet zunehmend Männchen.
Das Hummel·volk bildet auch neue Königinnen.
Später Sommer bis Herbst
Die jungen Königinnen verlassen das Nest.
Die Männchen verlassen das Nest.
Die jungen Königinnen und die Männchen paaren sich.
Herbst
Das alte Hummel·volk stirbt.
Winter
Die begattete Jung·königin überwintert alleine.
Im nächsten Frühling beginnt der Kreislauf wieder.
Was fressen Erd·hummeln?
Erwachsene Erd·hummeln brauchen Nahrung von Blüten.
Auch die Brut braucht Nahrung von Blüten.
Brut bedeutet:
Eier und junge Tiere in einem Hummel·volk.
● Nektar liefert vor allem Zucker.
● Zucker liefert Energie.
● Pollen liefert besonders Eiweiß.
● Pollen liefert auch Fette.
● Pollen liefert weitere wichtige Nähr·stoffe.
● Pollen ist besonders wichtig für die Larven.
Erd·hummeln können viele verschiedene Pflanzen nutzen.
Erd·hummeln brauchen also nicht nur eine einzige Pflanzen·art.
Die Länge von dem Rüssel beeinflusst die Auswahl von Blüten.
Der Rüssel ist ein Mund·werkzeug.
Mit dem Rüssel kann die Hummel Nektar aufnehmen.
Erd·hummeln haben einen vergleichsweise kurzen Rüssel.
Manche Blüten haben sehr tiefe Blüten·röhren.
Dann kann die Erd·hummel manchmal nicht gut an den Nektar kommen.
Manche Erd·hummeln nutzen dann eine besondere Methode.
Die Hummel beißt seitlich ein Loch in die Blüten·röhre.
Die Hummel gelangt durch dieses Loch an den Nektar.
Die Hummel benutzt dann nicht den normalen Eingang von der Blüte.
Fach·leute nennen dieses Verhalten Nektar·raub.
Wo kommen Erd·hummeln vor?
Die Arten vom Bombus-terrestris-Komplex leben in vielen Teilen von Europa.
Die einzelnen Arten haben aber unterschiedliche Verbreitungs·gebiete.
Für unsere Beobachtung an der Mosel ist besonders wichtig:
Erd·hummeln kommen grundsätzlich in Rheinland-Pfalz vor.
Erd·hummeln kommen grundsätzlich auch im Mosel·raum vor.
Erd·hummeln leben in natur·nahen Land·schaften.
Natur·nah bedeutet:
Eine Fläche ähnelt in vielen Eigenschaften einem natürlichen Lebens·raum.
Erd·hummeln leben aber auch in stark vom Menschen veränderten Land·schaften.
Erd·hummeln können an vielen verschiedenen Orten vorkommen.
● auf Wiesen.
● an Wald·rändern.
● an Böschungen.
● in Wein·bergs·land·schaften.
● auf Brachen.
● in Parks.
● in Gärten.
● in Siedlungen.
● in land·wirtschaftlich genutzten Land·schaften.
Die Dunkle Erd·hummel gilt in Deutschland zurzeit als ungefährdet.
Die Helle Erd·hummel gilt in Deutschland ebenfalls als ungefährdet.
Diese Angaben stammen aus der bundes·weiten Roten Liste.
Eine Rote Liste informiert über die Gefährdung von Arten.
Für Bombus cryptarum gibt es nicht genug Daten für eine sichere Bewertung.
Für Bombus magnus gibt es ebenfalls nicht genug Daten für eine sichere Bewertung.
Haben Erd·hummeln ein Revier?
Ein Hummel·volk hat ein Nest.
Das Hummel·volk hat aber kein klar abgegrenztes Gebiet für die Nahrungs·suche.
Viele Wirbel·tiere verteidigen feste Gebiete.
Fach·leute nennen solche Gebiete Territorien.
Bei Erd·hummeln funktioniert die Nahrungs·suche anders.
Arbeiterinnen fliegen vom Nest zu guten Blüten·plätzen.
Die Arbeiterinnen können dabei große Entfernungen zurücklegen.
Die Arbeiterinnen lernen die Umgebung kennen.
Die Arbeiterinnen merken sich gute Nahrungs·plätze.
Die Arbeiterinnen können dieselben Bereiche immer wieder besuchen.
Die Arbeiterinnen können auch bestimmte Flug·wege zwischen Blüten·plätzen lernen.
Männchen verhalten sich anders.
Männchen verlassen das Nest.
Männchen suchen nach jungen Königinnen.
Männchen können dafür bestimmte Such·flüge machen.
Männchen können auch regelmäßig bestimmte Wege abfliegen.
Fach·leute nennen solche Flüge Patrouillen·flüge.
Patrouillieren bedeutet:
Ein Tier bewegt sich immer wieder durch einen bestimmten Bereich.
Männchen können außerdem Duft·markierungen nutzen.
Eine Duft·markierung ist ein Geruch als Information für andere Tiere.
Wie verteidigen sich Erd·hummeln?
Erd·hummeln haben meistens eine schwarz-gelbe Zeichnung.
Diese Zeichnung ist eine Warn·färbung.
Warn·färbung ist ein Fach·wort.
Eine Warn·färbung zeigt möglichen Feinden:
Dieses Tier kann sich verteidigen.
Weibliche Hummeln haben einen Stachel.
Zu den weiblichen Hummeln gehören die Königinnen.
Zu den weiblichen Hummeln gehören auch die Arbeiterinnen.
Weibliche Hummeln haben außerdem Gift·drüsen.
Eine Gift·drüse bildet Gift.
Honig·bienen haben am Stachel besondere Wider·haken.
Diese Wider·haken können sich in der Haut von Wirbel·tieren festsetzen.
Hummeln haben diesen typischen Wider·haken·apparat nicht.
Deshalb verliert eine Hummel ihren Stachel beim Stechen nicht automatisch.
Eine Hummel kann deshalb grundsätzlich mehrfach stechen.
Männliche Hummeln haben keinen Stachel.
Erd·hummeln greifen Menschen normalerweise nicht an.
In der Nähe von einem Nest können Erd·hummeln sich aber verteidigen.
Das passiert besonders bei einer wahrgenommenen Gefahr.
Welche Gefahren gibt es für Erd·hummeln?
Bei der Gefährdung muss man zwischen verschiedenen Arten unterscheiden.
Bombus terrestris ist die Dunkle Erd·hummel.
Die Dunkle Erd·hummel gilt in Deutschland zurzeit als ungefährdet.
Bombus lucorum ist die Helle Erd·hummel.
Die Helle Erd·hummel gilt ebenfalls als ungefährdet.
Für Bombus cryptarum reichen die Daten für eine sichere Bewertung nicht aus.
Für Bombus magnus reichen die Daten ebenfalls nicht aus.
Auch häufige Hummel·arten brauchen passende Lebens·räume.
Veränderungen von diesen Lebens·räumen können deshalb Probleme verursachen.
● Der Verlust von blüten·reichen Wiesen kann das Nahrungs·angebot verringern.
● Der Verlust von blüten·reichen Rand·streifen kann das Nahrungs·angebot ebenfalls verringern.
● Sehr häufiges Mähen kann viele Blüten entfernen.
● Zu frühes Mähen kann viele Blüten entfernen.
● Das Entfernen von Brachen kann Lebens·räume zerstören.
● Der Verlust von geeigneten Nist·plätzen kann die Gründung von neuen Völkern erschweren.
● Intensive Land·wirtschaft kann Lebens·räume verändern.
● Gleich·förmige Land·schaften bieten oft weniger verschiedene Lebens·räume.
● Pestizide können Hummeln schädigen.
● Pestizide sind Mittel gegen unerwünschte Tiere, Pflanzen oder Pilze.
● Lange Zeiten mit wenigen Blüten können das Nahrungs·angebot verringern.
● Sehr starke Hitze kann Hummeln belasten.
● Lange Trocken·heit kann Hummeln ebenfalls belasten.
● Krankheits·erreger können Hummeln schädigen.
● Parasiten können Hummeln schädigen.
Erd·hummeln haben auch natürliche Feinde.
Vögel können Hummeln fressen.
Spinnen können Hummeln fangen.
Räuberische Insekten können Hummeln fressen.
Auch Parasiten können Hummeln schädigen.
Auch Parasitoide können Hummeln schädigen.
Parasitoide sind Tiere mit einer besonderen Lebens·weise.
Die jungen Parasitoide entwickeln sich an oder in einem anderen Tier.
Das andere Tier stirbt dabei meistens.
Welche Bedeutung haben Erd·hummeln für andere Tiere und Pflanzen?
Erd·hummeln sind wichtige Bestäuber.
Bestäubung ist besonders wichtig für die Fort·pflanzung von vielen Pflanzen.
Beim Besuch einer Blüte bleibt Pollen am Körper von der Hummel hängen.
Die Hummel fliegt danach zu einer anderen Blüte.
Dabei kann die Hummel Pollen übertragen.
So kann die Hummel die Fort·pflanzung von Pflanzen unterstützen.
Erd·hummeln bestäuben viele Wild·pflanzen.
Erd·hummeln bestäuben auch viele Nutz·pflanzen.
Nutz·pflanzen sind Pflanzen für die Nutzung durch Menschen.
Viele Hummeln können eine besondere Form von Bestäubung durchführen.
Diese Form heißt Vibrations·bestäubung.
Ein anderer Fach·begriff ist Buzz Pollination.
Bei der Vibrations·bestäubung lässt die Hummel ihre Flug·muskeln stark arbeiten.
Dadurch entstehen Schwingungen.
Die Schwingungen übertragen sich auf die Blüte.
Dadurch löst sich Pollen aus der Blüte.
Erd·hummeln sind auch selbst Teil von Nahrungs·netzen.
Andere Tiere können Erd·hummeln fressen.
Hummeln haben auch Beziehungen zu Parasiten.
Hummeln haben auch Beziehungen zu Räubern.
Hummeln haben außerdem Beziehungen zu vielen anderen Lebe·wesen.
Wo finde ich Erd·hummeln an den Mosel·weinbergen?
Die Mosel·land·schaft hat viele verschiedene Strukturen.
Deshalb gibt es dort viele mögliche Orte für Beobachtungen.
● an blüten·reichen Wein·bergs·rändern.
● an Böschungen.
● an Trocken·mauern.
● im Umfeld von Trocken·mauern.
● auf Wein·bergs·brachen.
● an Weg·rändern.
● auf Wiesen zwischen Wein·bergen.
● auf Wiesen oberhalb von Wein·bergen.
● in Gärten am Rand von Wein·orten.
● in Gebüschen.
● an Wald·rändern.
● auf Flächen mit einem langen Blüten·angebot.
Für die Gründung von einem Nest brauchen Erd·hummeln geeignete Hohl·räume.
Solche Hohl·räume liegen häufig unter der Erde.
Alte Baue von kleinen Säuge·tieren können dafür geeignet sein.
Auch unsere Beobachtung auf der Bau·stelle zeigt einen interessanten Lebens·raum.
Dort konnten wir eine Erd·hummel aus dem Bombus-terrestris-Komplex beobachten.
Kommen Erd·hummeln auch in meinem Garten vor?
Ja.
Erd·hummeln kommen sehr häufig in Gärten vor.
Ein Garten kann Erd·hummeln Nahrung bieten.
Ein Garten kann manchmal auch einen Platz für ein Nest bieten.
Ein langes Blüten·angebot ist besonders hilfreich.
Vom frühen Frühling bis zum Herbst sollen möglichst immer einige Pflanzen blühen.
Nahrung ist im Frühling besonders wichtig.
Dann erwachen die Königinnen aus der Winter·ruhe.
Die Königinnen brauchen viel Energie.
Gleichzeitig suchen die Königinnen einen passenden Nist·platz.
Ein Garten wird für Hummeln wertvoller mit vielen verschiedenen heimischen Blüten·pflanzen.
Auch weniger intensiv gepflegte Bereiche können hilfreich sein.
Menschen müssen nicht jede Ecke von einem Garten ständig bearbeiten.
Welche wirtschaftliche Bedeutung haben Erd·hummeln?
Erd·hummeln haben eine wichtige wirtschaftliche Bedeutung.
Der wichtigste Grund ist ihre Bestäubungs·leistung.
Bestäubungs·leistung bedeutet:
Ein Tier hilft bei der Bestäubung von Pflanzen.
Viele Nutz·pflanzen brauchen Bestäubung.
Besonders Bombus terrestris wird dafür gezüchtet.
Menschen setzen diese Hummeln in verschiedenen Ländern zur Bestäubung ein.
Die Tiere werden besonders in geschütztem Anbau eingesetzt.
Geschützter Anbau bedeutet:
Pflanzen wachsen zum Beispiel in einem Gewächs·haus.
Tomaten sind ein bekanntes Beispiel.
Tomaten·blüten profitieren von der Vibrations·bestäubung.
Hummeln können Tomaten·blüten mit ihren Schwingungen bestäuben.
Im Gewächs·haus kann das viel Arbeit sparen.
Hummeln können dort künstliche Bestäubung ersetzen.
Hummeln können künstliche Bestäubung auch ergänzen.
Erd·hummeln liefern Menschen normalerweise kein Produkt wie Honig.
Erd·hummeln liefern Menschen auch kein Wachs wie Honig·bienen.
Ihre wichtige wirtschaftliche Leistung ist die Bestäubung.
Welche ökologische Bedeutung haben Erd·hummeln?
Erd·hummeln verbinden viele Pflanzen·arten miteinander.
● Erd·hummeln bestäuben Wild·pflanzen.
● Erd·hummeln bestäuben Nutz·pflanzen.
● Erd·hummeln unterstützen die Bildung von Samen.
● Erd·hummeln unterstützen die Bildung von Früchten.
● Erd·hummeln transportieren Pollen über größere Entfernungen.
● Erd·hummeln sind selbst Teil von Nahrungs·netzen.
● In Hummel·nestern können auch andere Lebe·wesen vorkommen.
● Dadurch entstehen kleine biologische Lebens·gemeinschaften.
Eine weitere Besonderheit von Hummeln ist ihre Aktivität bei kühlem Wetter.
Viele Hummeln können schon bei vergleichsweise niedrigen Temperaturen fliegen.
Die kräftigen Flug·muskeln helfen dabei.
Hummeln können ihren Körper teilweise selbst erwärmen.
Fach·leute nennen diese Fähigkeit Thermo·regulation.
Thermo·regulation ist ein Fach·wort.
Thermo·regulation bedeutet:
Ein Tier kann seine Körper·temperatur teilweise selbst beeinflussen.
Dadurch können Hummeln auch bei kühlem Wetter aktiv sein.
Viele andere Insekten sind bei diesen Temperaturen noch weniger aktiv.
Deshalb können Hummeln zu solchen Zeiten besonders wichtige Blüten·besucher sein.
Haben Erd·hummeln eine Bedeutung in alten Geschichten oder im Glauben?
Für den Erd·hummel-Komplex ist keine besondere alte Mythologie sicher bekannt.
Mythologie bedeutet:
Menschen erzählen alte Geschichten über besondere Wesen und Ereignisse.
Für Erd·hummeln ist auch keine eigene alte religiöse Symbolik sicher bekannt.
Religiöse Symbolik bedeutet:
Ein Tier oder eine Pflanze steht in einer Religion für eine besondere Bedeutung.
Hummeln hatten in der europäischen Kultur·geschichte lange weniger symbolische Bedeutung als Honig·bienen.
Viele alte Geschichten über Bienen beziehen sich wahrscheinlich auf Honig·bienen.
Menschen sollen diese Geschichten deshalb nicht einfach auf Hummeln übertragen.
Heute verbinden manche Menschen Hummeln mit Fleiß.
Manche Menschen verbinden Hummeln mit Gemeinschaft.
Manche Menschen verbinden Hummeln mit Ausdauer.
Manche Menschen verbinden Hummeln auch mit Dingen mit einer scheinbar unmöglichen Wirkung.
Dazu gibt es eine bekannte Behauptung.
Manche Menschen sagen:
Eine Hummel kann nach den Regeln von der Flug·physik eigentlich nicht fliegen.
Diese Behauptung ist falsch.
Diese Behauptung ist ein Mythos.
Ein Mythos ist hier eine weit verbreitete falsche Geschichte.
Die Wissenschaft kann den Flug von einer Hummel erklären.
Auch der Flug von Hummeln folgt den Regeln von der Aero·dynamik.
Aero·dynamik ist die Wissenschaft von der Bewegung von Luft und von Körpern in der Luft.
Kurze Vorstellung von einer Insekten·art an der Mosel: Der Admiral
Name und wissenschaftliche Einordnung
Name:
Admiral.
Lateinischer Name:
Vanessa atalanta.
Der lateinische Name ist der wissenschaftliche Name von dem Tier.
Familie:
Edel·falter.
Der wissenschaftliche Name von dieser Familie ist Nymphalidae.
Ordnung:
Schmetterlinge.
Der wissenschaftliche Name von dieser Ordnung ist Lepidoptera.
Der Admiral ist ein Tag·falter.
Ein Tag·falter ist ein Schmetterling mit Aktivität am Tag.
Der Admiral gehört zu den bekanntesten Tag·faltern in Mittel·europa.
Mittel·europa ist eine Region in der Mitte von Europa.
Der Admiral ist meistens leicht zu erkennen.
Die Grund·farbe von den Flügeln ist dunkel·braun.
Manche Bereiche wirken fast schwarz.
Auf den Vorder·flügeln verläuft ein auffälliger Streifen.
Der Streifen ist orange bis rot.
An den Spitzen von den Vorder·flügeln befinden sich weiße Flecken.
Auch die Hinter·flügel haben einen orange-roten Rand.
An diesem Rand befinden sich dunkle Flecken.
Die Flügel·spann·weite beträgt ungefähr 50 bis 60 Milli·meter.
Die Flügel·spann·weite ist die Breite von einem Schmetterling mit ausgebreiteten Flügeln.
Wie lebt der Admiral?
Der Admiral lebt meistens alleine.
Der Admiral bildet keinen Staat.
Der Admiral bildet auch keine dauerhafte soziale Gruppe.
Der Admiral kann sehr gut fliegen.
Der Admiral kann lange fliegen.
Besonders interessant sind die Wanderungen von dem Admiral.
Admirale können über sehr große Entfernungen fliegen.
Die Tiere können dabei auch Gebirge überqueren.
Die Tiere können auch andere große Hindernisse in der Land·schaft überwinden.
In Europa gibt es Wanderungen zu verschiedenen Jahres·zeiten.
Ein Teil von den Admiralen fliegt im Frühling oder frühen Sommer nach Norden.
Später im Jahr fliegen manche Admirale wieder nach Süden.
Der Admiral bleibt deshalb nicht immer sein ganzes Leben auf derselben Wiese.
Heute können auch erwachsene Admirale in Mittel·europa überwintern.
Früher gab es dazu eine vereinfachte Vorstellung.
Viele Menschen dachten:
Im Herbst fliegen alle Admirale nach Süden.
Diese Vorstellung ist zu einfach.
Ein Teil von den Admiralen kann auch in Mittel·europa überwintern.
Welche Sinnes·organe nutzt der Admiral?
Der Admiral hat sehr leistungs·fähige Sinnes·organe.
● Der Admiral hat große Facetten·augen.
● Facetten·augen bestehen aus sehr vielen kleinen Einzel·augen.
● Mit den Facetten·augen erkennt der Admiral Farben.
● Mit den Facetten·augen erkennt der Admiral Formen.
● Mit den Facetten·augen erkennt der Admiral Bewegungen.
● Schmetterlinge können auch ultra·violettes Licht wahrnehmen.
● Ultra·violettes Licht können Menschen nicht sehen.
● Der Admiral hat Fühler.
● Die Fühler helfen beim Riechen.
● Die Fühler helfen auch bei der Orientierung.
● Am Ende von den Fühlern haben Tag·falter eine Verdickung.
● An den Beinen sitzen besondere Sinnes·zellen.
● Diese Sinnes·zellen heißen Chemo·rezeptoren.
● Chemo·rezeptoren erkennen bestimmte Stoffe.
● Der Admiral kann deshalb mit den Beinen bestimmte Stoffe wahrnehmen.
● Man kann vereinfacht sagen:
Der Admiral kann mit den Füßen schmecken.
● Diese Fähigkeit ist für Weibchen besonders wichtig.
● Ein Weibchen prüft damit eine Pflanze für die Ei·ablage.
● Auch am Saug·rüssel sitzen Sinnes·zellen.
● Diese Sinnes·zellen helfen bei der Auswahl von Nahrung.
Der Saug·rüssel ist ein langes Mund·werkzeug.
Mit dem Saug·rüssel nimmt der Admiral flüssige Nahrung auf.
Wie unterscheiden sich Weibchen und Männchen?
Beim Admiral sehen Männchen und Weibchen sehr ähnlich aus.
Das ist ein wichtiger Unterschied zu Erd·hummeln und Mist·bienen.
Bei manchen Tier·arten unterscheiden sich Männchen und Weibchen deutlich.
Fach·leute nennen einen solchen Unterschied Geschlechts·dimorphismus.
Beim Admiral gibt es keinen auffälligen Geschlechts·dimorphismus.
Deshalb kann man das Geschlecht draußen oft nicht sicher erkennen.
Die Zeichnung von den Flügeln reicht dafür normalerweise nicht aus.
Männchen und Weibchen haben dieselbe typische Grund·zeichnung.
Männchen und Weibchen haben auch eine ähnliche Flügel·spann·weite.
Die Flügel·spann·weite beträgt ungefähr 5 bis 6 Zenti·meter.
Ein Zenti·meter ist ein Längen·maß.
Männchen können im Durchschnitt etwas kleiner sein.
Männchen können auch etwas andere Körper·formen haben.
Trotzdem überschneiden sich die Größen von Männchen und Weibchen stark.
Deshalb reicht die Körper·größe nicht für eine sichere Bestimmung vom Geschlecht.
Für eine sichere wissenschaftliche Bestimmung müssen Fach·leute manchmal sehr kleine Körper·merkmale untersuchen.
Besonders wichtig können Merkmale am Ende von dem Hinter·leib sein.
Deshalb zeigt unsere Bild·tafel Männchen und Weibchen nicht künstlich als deutlich verschiedene Tiere.
Wie paaren und vermehren sich Admirale?
Männliche Admirale können für eine bestimmte Zeit einen Bereich besetzen.
Von diesem Bereich aus suchen die Männchen nach vorbeifliegenden Weibchen.
Ein Männchen und ein Weibchen können sich später paaren.
Fach·leute nennen die Paarung Kopulation.
Nach der Paarung sucht das Weibchen eine passende Pflanze für die Raupen.
Die Große Brenn·nessel ist besonders wichtig.
Der wissenschaftliche Name von der Großen Brenn·nessel ist Urtica dioica.
Das Weibchen legt die Eier normalerweise einzeln ab.
Das Weibchen legt die Eier auf passende Blätter.
Aus einem Ei schlüpft eine Raupe.
Die Raupe nutzt häufig ein Brenn·nessel·blatt als Schutz.
Die Raupe spinnt Teile von dem Blatt zusammen.
Die Raupe kann das Blatt auch einrollen.
So entsteht ein geschützter Raum.
Die Raupe durchläuft mehrere Entwicklungs·stufen.
Danach beginnt die Verpuppung.
Verpuppung bedeutet:
Die Raupe verwandelt sich in eine Puppe.
Die Puppe hängt frei an einem Befestigungs·punkt.
Später schlüpft aus der Puppe ein erwachsener Admiral.
Vom Ei zum Schmetterling
Der Admiral durchläuft eine vollständige Meta·morphose.
Meta·morphose ist ein Fach·wort.
Meta·morphose bedeutet:
Ein Tier verändert seinen Körper während der Entwicklung sehr stark.
Bei einer vollständigen Meta·morphose gibt es mehrere klar getrennte Entwicklungs·stufen.
● Ei.
● Raupe.
● Puppe.
● Erwachsener Falter.
Falter ist ein anderes Wort für Schmetterling.
Unter guten Bedingungen kann die Entwicklung vom Ei bis zum Schmetterling wenige Wochen dauern.
Die genaue Dauer ist aber nicht immer gleich.
Die Temperatur beeinflusst die Entwicklung.
Auch andere Umwelt·bedingungen beeinflussen die Entwicklung.
Der Admiral lebt als Wander·falter in sehr unterschiedlichen Bedingungen.
Deshalb ist eine genaue Angabe zur Geschlechts·reife nicht sinnvoll.
Nach dem Schlüpfen braucht der Admiral noch etwas Zeit für die vollständige Entwicklung.
Auch die Bereitschaft zur Fort·pflanzung hängt von den Umwelt·bedingungen ab.
Auch das Wander·verhalten hängt von den Umwelt·bedingungen ab.
Beim Höchst·alter muss man ebenfalls vorsichtig sein.
Ein erwachsener Admiral kann mehrere Wochen leben.
Ein erwachsener Admiral kann auch mehrere Monate leben.
Ein überwinternder Admiral kann länger leben als ein Admiral aus einer reinen Sommer·generation.
Wie sieht das Jahr von dem Admiral aus?
Der Admiral hat keinen festen Jahres·kalender.
Wanderungen verändern den Jahres·ablauf.
Mehrere Generationen verändern den Jahres·ablauf ebenfalls.
Auch die Überwinterung beeinflusst den Jahres·ablauf.
Für Mittel·europa kann man den Jahres·ablauf trotzdem vereinfacht beschreiben.
Frühling
Überwinternde Admirale werden wieder aktiv.
Zusätzlich können Admirale aus südlicheren Regionen einwandern.
Einwandern bedeutet:
Tiere kommen aus einem anderen Gebiet in eine Region.
Frühling und Sommer
Admirale paaren sich.
Weibchen legen Eier an Brenn·nesseln ab.
Aus den Eiern entstehen Raupen.
Aus den Raupen entstehen später Puppen.
Sommer
Neue erwachsene Admirale schlüpfen.
Menschen können den Admiral jetzt an vielen Orten beobachten.
Später Sommer und Herbst
Die Admirale besuchen viele Blüten mit viel Nektar.
Die Admirale besuchen später auch sehr reifes Obst.
Die Admirale besuchen auch überreifes Obst.
Manche Admirale trinken auch Flüssigkeit aus gärendem Obst.
Gären bedeutet:
Mikro·organismen verändern Zucker in einer Flüssigkeit.
In dieser Zeit finden auch große Wanderungen statt.
Herbst und Winter
Ein Teil von den Admiralen fliegt in wärmere Regionen.
Andere Admirale bleiben in Mittel·europa.
Diese Tiere können an geschützten Orten überwintern.
Der Admiral hat deshalb einen flexiblen Jahres·ablauf.
Flexibel bedeutet:
Der Ablauf kann sich an verschiedene Bedingungen anpassen.
Das Wetter beeinflusst den Jahres·ablauf stark.
Auch die geografische Lage beeinflusst den Jahres·ablauf.
Geografische Lage bedeutet:
Die Lage von einem Ort auf der Erde.
Was frisst der Admiral?
Bei dem Admiral muss man zwischen Raupe und erwachsenem Schmetterling unterscheiden.
Die Raupe braucht andere Nahrung als der erwachsene Admiral.
Raupe
● Die Raupe frisst vor allem Große Brenn·nessel.
● Der wissenschaftliche Name von der Großen Brenn·nessel ist Urtica dioica.
● Die Raupe kann auch andere Arten aus der Familie von den Brenn·nessel·gewächsen nutzen.
Die Brenn·nessel ist deshalb besonders wichtig für die Fort·pflanzung von dem Admiral.
Viele schöne Garten·blumen können die Brenn·nessel für die Raupe nicht ersetzen.
Erwachsener Falter
● Der erwachsene Admiral trinkt Blüten·nektar.
● Der erwachsene Admiral kann Baum·säfte aufnehmen.
● Der erwachsene Admiral kann Säfte von reifem Obst aufnehmen.
● Der erwachsene Admiral kann Säfte von überreifem Obst aufnehmen.
● Der erwachsene Admiral kann zucker·haltige gärende Flüssigkeiten aufnehmen.
Im späteren Sommer und im Herbst sitzen Admirale manchmal auf heruntergefallenem Obst.
Admirale besuchen verschiedene Blüten.
Dazu gehören zum Beispiel Disteln.
Dazu gehört auch Wasser·dost.
Dazu gehören auch andere Pflanzen mit später Blüte.
Auch der Sommer·flieder ist eine häufig besuchte Nektar·quelle.
Der wissenschaftliche Name von dem Sommer·flieder ist Buddleja davidii.
Auch auf unserem Foto sitzt ein Admiral auf Sommer·flieder.
Wo kommt der Admiral vor?
Vanessa atalanta lebt in sehr vielen Teilen von der Welt.
Der Admiral kommt in großen Teilen von Europa vor.
Der Admiral kommt auch in Nord·afrika vor.
Der Admiral kommt auch in Teilen von Asien vor.
Der Admiral kommt auch in Nord·amerika vor.
In Deutschland ist der Admiral sehr häufig.
Die aktuelle Rote Liste von Deutschland bewertet den Admiral als ungefährdet.
Eine Rote Liste informiert über die Gefährdung von Arten.
Ungefährdet bedeutet:
Die Art gilt zurzeit nicht als gefährdet.
Die Rote Liste bewertet den lang·fristigen Bestand von dem Admiral als konstant.
Konstant bedeutet:
Es gibt über längere Zeit keine deutliche Veränderung.
Die Rote Liste bewertet auch den kurz·fristigen Bestand als konstant.
Auch in Rheinland-Pfalz ist der Admiral weit verbreitet.
Der Arten·Finder Rheinland-Pfalz sammelt Beobachtungen von Arten.
Im Jahr 2021 meldeten Menschen dort besonders oft den Admiral.
Vanessa atalanta war dort in diesem Jahr die am häufigsten gemeldete Tag·falter·art.
Diese Meldungen sind keine direkte Zählung von allen Admiralen.
Die Meldungen zeigen aber die starke Sichtbarkeit von der Art in Rheinland-Pfalz.
Hat der Admiral ein Revier?
Der Admiral hat kein dauerhaftes festes Revier.
Männchen können aber für kurze Zeit bestimmte Bereiche besetzen.
Männchen können diese Bereiche auch verteidigen.
Von diesen Bereichen aus können Männchen nach Weibchen suchen.
Dieses Verhalten ist nicht mit einem dauerhaften Revier von einem Säuge·tier vergleichbar.
Dieses Verhalten ist auch nicht mit einem dauerhaften Revier von einem Vogel vergleichbar.
Der Admiral ist außerdem sehr beweglich.
Als Wander·falter kann der Admiral im Laufe von seinem Leben große Entfernungen zurücklegen.
Deshalb wäre die Vorstellung von einem festen Heimat·revier nicht passend.
Wie tarnt und verteidigt sich der Admiral?
Der Admiral kann sehr auffällig wirken.
Der Admiral kann aber auch gut getarnt sein.
Bei geöffneten Flügeln sieht man die orange-roten und weißen Zeichnungen besonders gut.
Dann ist der Admiral sehr auffällig.
Bei geschlossenen Flügeln sieht der Admiral anders aus.
Die Unter·seite von den Hinter·flügeln ist braun.
Die Unter·seite hat auch graue Bereiche.
Die Unter·seite hat auch schwarze Bereiche.
Die Musterung ist sehr unregelmäßig.
Diese Musterung kann auf Baum·rinde gut tarnen.
Diese Musterung kann auch auf trockenem Pflanzen·material gut tarnen.
Auch auf anderen dunklen Unter·gründen kann der Admiral schwer zu erkennen sein.
Bei Gefahr kann der Admiral schnell davonfliegen.
Die Raupe nutzt eine andere Schutz·strategie.
Die Raupe zieht Brenn·nessel·blätter zusammen.
Die Raupe kann die Blätter auch mit Seide zusammenspinnen.
So entsteht ein Blatt·versteck.
Dieses Versteck schützt die Raupe vor Blicken von Feinden.
Das Versteck bietet teilweise auch Schutz vor schlechtem Wetter.
Welche Gefahren gibt es für den Admiral?
Der Admiral gehört zurzeit nicht zu den gefährdeten Tag·faltern in Deutschland.
Die aktuelle Rote Liste beschreibt die Art als sehr häufig.
Die Rote Liste beschreibt die lang·fristige Entwicklung als konstant.
Die Rote Liste beschreibt auch die kurz·fristige Entwicklung als konstant.
Trotzdem braucht der Admiral passende Lebens·räume.
Veränderungen in der Umwelt können den Admiral deshalb beeinflussen.
● Das Entfernen von Brenn·nesseln zerstört mögliche Lebens·räume für Raupen.
● Der Verlust von blüten·reichen Rand·streifen verringert das Nahrungs·angebot für erwachsene Admirale.
● Insektizide können Raupen schädigen.
● Insektizide können auch erwachsene Schmetterlinge schädigen.
● Insektizide sind Mittel gegen Insekten.
● Sehr häufiges Mähen kann Entwicklungs·stufen von dem Admiral zerstören.
● Mähen kann auch wichtige Nahrungs·pflanzen entfernen.
● Veränderungen vom Klima können Wander·zeiten verändern.
● Veränderungen vom Klima können die Zahl von Generationen verändern.
● Veränderungen vom Klima können auch die Möglichkeiten zum Überwintern verändern.
Der Admiral hat auch natürliche Feinde.
● Vögel können Admirale fressen.
● Spinnen können Admirale fangen.
● Räuberische Insekten können Admirale fressen.
● Parasitoide können Raupen oder Puppen nutzen.
● Parasitoide sind Tiere mit einer besonderen Lebens·weise.
● Die jungen Parasitoide entwickeln sich in oder an einem anderen Tier.
● Das andere Tier stirbt dabei meistens.
● Krankheits·erreger können Admirale ebenfalls schädigen.
Der Admiral erzeugt deshalb viele Nachkommen.
Nur ein Teil von diesen Nachkommen erreicht das erwachsene Stadium.
Welche Bedeutung hat der Admiral für die Natur?
Erwachsene Admirale besuchen viele Blüten.
Dabei kann Pollen am Körper von dem Admiral hängen bleiben.
Der Admiral kann diesen Pollen zu einer anderen Blüte tragen.
So kann der Admiral zur Bestäubung beitragen.
Die Bestäubungs·leistung vom Admiral ist aber nicht so groß wie bei besonders wichtigen Bestäuber·gruppen.
Bestimmte Bienen sind zum Beispiel besonders wirksame Bestäuber.
Der Admiral hat trotzdem verschiedene wichtige Beziehungen in der Natur.
Die Raupe ist eng mit der Brenn·nessel verbunden.
Der erwachsene Admiral nutzt dagegen viele verschiedene Nektar·pflanzen.
Der erwachsene Admiral nutzt auch andere Zucker·quellen.
Der Admiral ist selbst Nahrung für andere Tiere.
Der Admiral kann auch ein Wirts·tier für Parasitoide sein.
Ein Wirts·tier ist ein Tier für die Entwicklung von einem anderen Lebe·wesen.
Als Wander·falter verbindet der Admiral auch weit entfernte Lebens·räume.
Der Admiral fliegt zwischen verschiedenen Regionen.
Dadurch verbindet der Admiral verschiedene Öko·systeme.
Ein Öko·system besteht aus Lebe·wesen und ihrem Lebens·raum.
Wo finde ich den Admiral an den Mosel·weinbergen?
Die Mosel·land·schaft bietet viele gute Orte für Beobachtungen.
Besonders interessant sind diese Orte:
● sonnige Wein·bergs·brachen.
● blüten·reiche Böschungen.
● Weg·ränder.
● Wald·ränder oberhalb von Wein·bergen.
● Gärten in Wein·orten.
● Streu·obst·flächen.
● Flächen mit Brenn·nesseln.
● Flächen mit spät blühenden Nektar·pflanzen.
● Flächen mit Fall·obst im späteren Sommer.
● Flächen mit Fall·obst im Herbst.
Fall·obst ist Obst auf dem Boden.
Für die Fort·pflanzung sind Brenn·nesseln besonders wichtig.
Man kann nach Brenn·nesseln an sonnigen Orten suchen.
Man kann auch nach Brenn·nesseln im Halb·schatten suchen.
Dort kann man Eier vom Admiral finden.
Dort kann man auch eingerollte Blätter mit Raupen finden.
Mit etwas Glück kann man auch Raupen direkt beobachten.
Gibt es den Admiral auch in meinem Garten?
Ja.
Der Admiral besucht regelmäßig Gärten.
Ein Garten kann für den Admiral besonders interessant sein.
Dafür sind zwei verschiedene Dinge wichtig.
Nahrung für den erwachsenen Admiral
Der Garten braucht verschiedene Blüten mit viel Nektar.
Diese Blüten sollen vom Sommer bis in den Herbst vorhanden sein.
Nahrung für die Raupe
Der Garten braucht Brenn·nesseln.
Dieser Unterschied ist für natur·nahe Gärten besonders wichtig.
Ein Garten mit vielen schönen Blüten kann erwachsene Admirale ernähren.
Ohne passende Pflanzen für die Raupen entsteht dort aber keine neue Generation.
Eine kleine Fläche mit Brenn·nesseln kann deshalb besonders wertvoll sein.
Manche auffällige Zier·pflanze kann diese Aufgabe nicht erfüllen.
Auch reifes Obst kann Admirale anlocken.
Auch überreifes Obst kann Admirale anlocken.
Das gilt besonders im späteren Sommer.
Das gilt auch im Herbst.
Welche wirtschaftliche Bedeutung hat der Admiral?
Der Admiral hat keine direkte wirtschaftliche Nutzung wie eine Honig·biene.
Menschen gewinnen von dem Admiral keinen Honig.
Menschen gewinnen von dem Admiral auch kein Wachs.
Der Admiral besucht Blüten.
Dadurch kann der Admiral bei Bestäubung helfen.
Diese wirtschaftliche Bedeutung ist aber begrenzt.
Menschen sollen diese Bestäubungs·leistung nicht überschätzen.
Eine andere Bedeutung ist wichtiger.
Der Admiral ist ein auffälliger Tag·falter.
Viele Menschen finden den Admiral interessant.
Deshalb eignet sich der Admiral gut für Natur·beobachtung.
Der Admiral eignet sich auch gut für Umwelt·bildung.
Umwelt·bildung bedeutet:
Menschen lernen etwas über Natur und Umwelt.
Der Admiral eignet sich außerdem gut für Citizen Science.
Citizen Science ist ein englischer Fach·begriff.
Citizen Science bedeutet:
Menschen ohne berufliche Forschung sammeln Beobachtungen für wissenschaftliche Projekte.
Der Admiral ist leicht zu erkennen.
Der Admiral ist auch häufig zu beobachten.
Deshalb können viele Menschen Beobachtungen melden.
Der Arten·Finder Rheinland-Pfalz sammelt solche Beobachtungen.
Menschen können dort Beobachtungen eintragen.
Die Daten können für Natur·schutz und Forschung nützlich sein.
Hier finden Sie den Arten·Finder Rheinland-Pfalz:
Das Portal sammelt seit langer Zeit Beobachtungs·daten.
Welche ökologische Bedeutung hat der Admiral?
Der Admiral erfüllt mehrere Aufgaben in der Natur.
● Die Raupe frisst Pflanzen.
● Die Raupe ist besonders eng mit Brenn·nesseln verbunden.
● Der erwachsene Admiral trinkt Blüten·nektar.
● Der erwachsene Admiral nutzt auch andere Zucker·quellen.
● Der Admiral kann beim Blüten·besuch Pollen transportieren.
● Eier von dem Admiral dienen anderen Lebe·wesen als Nahrung oder als Wirte.
● Raupen von dem Admiral dienen anderen Lebe·wesen als Nahrung oder als Wirte.
● Puppen von dem Admiral dienen anderen Lebe·wesen als Nahrung oder als Wirte.
● Erwachsene Admirale dienen anderen Lebe·wesen als Nahrung.
● Der Admiral verbindet durch seine Wanderungen weit entfernte Lebens·räume.
● Beobachtungen vom Admiral können Hinweise auf jahres·zeitliche Veränderungen geben.
● Beobachtungen vom Admiral können auch Hinweise auf Veränderungen vom Klima geben.
Der Admiral zeigt einen wichtigen ökologischen Zusammen·hang.
Menschen sollen einen Garten oder Wein·berg nicht nur nach der Zahl von Blüten bewerten.
Viele Blüten sind nicht automatisch genug für alle Entwicklungs·stufen von einem Tier.
Der Sommer·flieder kann dem erwachsenen Admiral Nektar bieten.
Die Brenn·nessel kann der Raupe Nahrung bieten.
Die Brenn·nessel ermöglicht dadurch die Entwicklung von der nächsten Generation.
Der Sommer·flieder und die Brenn·nessel erfüllen also unterschiedliche Aufgaben für denselben Schmetterling.
Hat der Admiral eine Bedeutung in alten Geschichten oder im Glauben?
Für Vanessa atalanta gibt es in Mittel·europa keine besondere alte religiöse Tradition mit großer Verbreitung.
Für den Admiral gibt es auch keine besondere alte mythologische Tradition mit großer Verbreitung.
Für Schmetterlinge allgemein gibt es aber viele alte symbolische Bedeutungen.
Symbolisch bedeutet:
Ein Tier oder eine Sache steht für eine bestimmte Idee.
Schmetterlinge verändern ihren Körper während der Entwicklung sehr stark.
Aus einer Raupe wird eine Puppe.
Aus der Puppe wird später ein geflügelter Schmetterling.
Menschen haben diese Verwandlung in vielen Kulturen gedeutet.
Schmetterlinge stehen deshalb manchmal für Veränderung.
Schmetterlinge stehen manchmal für die Seele.
Schmetterlinge stehen manchmal für die Vergänglichkeit vom Leben.
Vergänglichkeit bedeutet:
Etwas bleibt nicht für immer.
Schmetterlinge stehen manchmal auch für Wieder·geburt.
Wieder·geburt ist eine religiöse oder symbolische Vorstellung von einem neuen Leben.
Diese Bedeutungen beziehen sich auf Schmetterlinge allgemein.
Menschen sollen diese allgemeinen Bedeutungen nicht automatisch als besondere historische Bedeutung von dem Admiral darstellen.
Auch der Name Admiral kann zu falschen Geschichten führen.
Der Name bezieht sich auf die auffällige und prächtige Erscheinung von dem Schmetterling.
Daraus folgt keine sichere historische Verbindung zur See·fahrt.
Daraus folgt auch keine sichere historische Verbindung zu echten Admirälen.
Menschen sollen solche Verbindungen deshalb nicht erfinden.
Alle Texte zum Thema „Natur·ereignis·begleiter / Lebendige Moselweinberge“ finden Sie hier:
https://www.trierer-umschau.de/netzwerk/naturereignisbegleiter/
Standardtext vgl. https://www.trierer-umschau.de/2026-10-01-ba/
Text in Leichter Sprache: mit dem Optimeil-Leichte-Sprache-Assistenten von ChatGPT
Textbegleitung: Christoph Maisenbacher – 1. Oktober 2026
Quellen: vgl. Standardtext wie auch die in diesem notierte Links
Foto 1: © Trierer Umschau – Logo: © DLR Mosel – Logo: © DLR Mosel – Foto 2-4: Trierer Umschau – Foto 5-8: Illustration: KI-generiert / Trierer Umschau
Die Reihe heißt: Lebendige Moselweinberge.
Die Texte sind für Dauno geschrieben.
Ich möchte ihm damit danken.
Mehr Infos gibt es hier:
https://www.trierer-umschau.de/2025-11-03-bb/
