21 neue Naturerlebnisbegleiterinnen und Naturerlebnisbegleiter für die Mosel: Nach rund zwei Jahren Weiterbildung erhielten die Absolventinnen und Absolventen im Steillagenzent-rum des DLR Mosel ihre Zertifikate.
Foto: © Michael Behrens / DLR Mosel
Naturerlebnisbegleiterinnen aus dem Landkreis Bernkastel-Wittlich mit ihren Gratulanten:
v. l. n. r. Denise Scholtes (Neumagen-Dhron), Staatssekretärin Dr. Kristina Brixius, Ursula Kappes (Bernkastel-Kues), DLR-Dienststellenleiter Norbert Müller, Iris Nicolay (Zeltingen-Rachtig), Staatssekretärin Bettina Brück, Gabriele Maier (Erftstadt/Minheim), Kreisbeigeordneter Achim Zender, Mosel-Weinkönigin Teresa Oster und Dr. André Uzulis.
Foto: © Michael Behrens / DLR Mosel
Naturerlebnisbegleiter aus dem Landkreis Cochem-Zell mit ihren Gratulanten:
v. l. n. r. Peter Raueiser (Cochem), Kreisbeigeordneter Hans-Jochem Mons, Staatssekretä-rin Dr. Kristina Brixius, Klaus Donhauser (Cochem), DLR-Dienststellenleiter Norbert Müller, Jörg Kreuter (Neef) und Mosel-Weinkönigin Teresa Oster.
Foto: © Michael Behrens / DLR Mosel
Naturerlebnisbegleiter aus dem Landkreis Mayen-Koblenz mit ihren Gratulanten:
v. l. n. r. DLR-Dienststellenleiter Norbert Müller, Staatssekretärin Dr. Kristina Brixius, Rolf Bayer (Dieblich), Thorben Meischies (Alken), Brigitte Lohmeier-Eberz (Lonnig), Petra Walen-ta (Rhens), Mosel-Weinkönigin Teresa Oster und Erster Kreisbeigeordneter Jens Firmenich. – Es fehlt auf dem Foto: Walter Eberz (Lonnig) und Kerstin Dresen (Boppard)
Foto: © Michael Behrens / DLR Mosel
Naturerlebnisbegleiter aus Trier und dem Landkreis Trier-Saarburg mit ihren Gratulanten:
Naturerlebnisbegleiter aus Trier und dem Landkreis Trier-Saarburg mit ihren Gratulanten:
v. l. n. r. Albrecht Ehses (Konz-Oberemmel), Christoph Maisenbacher (Trier), Staatssekretä-rin Dr. Kristina Brixius, Cordula Seul-Oberbeck (Igel-Liersberg), Bärbel Ellwanger (Trier), DLR-Dienststellenleiter Norbert Müller, Landtagsabgeordnete Natalie Cramme-Hill, Heike Bösche (Wiltingen), Beigeordnete der Verbandsgemeinde Konz Franziska Hennen, Vanessa Gasber (Kenn), Landtagsab-geordneter Lars Rieger und Mosel-Weinkönigin Teresa Oster. – Es fehlt auf dem Foto: Pete Fuchs (Nittel)
Foto: © Michael Behrens / DLR Mosel

NATUREREIGNISBEGLEITER – TEXT 59 & AUSBILDUNG ZUM NATURERLEBNISBEGLEITER DES DLR MOSEL

Naturerlebnisbegleiter an der Mosel: Was die Ausbildung verändert – und wie es 2027/28 weitergeht | NaturEREIGNISbegleiter – Lebendige Moselweinberge

Zwei Jahre Ausbildung, 49 Referenten und am Ende ein Zertifikat – vor allem aber ein neuer Blick auf die Natur. Ein persönlicher Rückblick auf die Ausbildung zum Naturerlebnisbegleiter an der Mosel und eine Einladung an alle, die 2027/28 selbst genauer hinsehen möchten.

 

Naturerlebnisbegleiter an der Mosel: Vom „Nichtschwimmer“ zum genaueren Hinsehen

 

Am Dienstag, dem 18. August 2026, fand im Steillagenzentrum des Dienstleistungszentrums Ländlicher Raum (DLR) Mosel in Bernkastel-Kues die feierliche Zertifikatsübergabe im Anschluss an die Ausbildung zum Naturerlebnisbegleiter 2025/26 statt. Von meiner Seite versuche ich, dies zum Anlass zu nehmen, Sie als Leser*in und naturinteressierten Menschen für diese Ausbildung zu gewinnen. Sozusagen als Autor, der die Ausbildung geradezu als Nichtschwimmer begonnen hat und am Ende zumindest weiß, wie man sich über Wasser hält.

Dieses Bild ist wortwörtlich zu nehmen. Denn die Ausbildung zum Naturerlebnisbegleiter ist keine Ausbildung, um zwingend Experte zu werden. Daran hindert Sie aber auch niemand. Doch wie sagte der Dienststellenleiter des DLR Mosel, Norbert Müller, zur Begrüßung so passend: Es handelt sich um eine Bewusstseinsbildung.

 

Weinbau, Mosel und Kulturlandschaft: Der Mensch ist Teil des Systems

 

Der Weinbau mag als Anlass im Raum stehen. Er ist das Leitmotiv unserer Kulturlandschaften, die Weinbaugebiete, Flusslandschaften, Moorgebiete, Wälder und selbst Naturschutzgebiete umfassen. Denn darin hat sich der Mensch eingebracht. Und das Einbringen des Menschen bedeutet auch, dass er Lösungen suchen muss, um das Gleichgewicht der Natur, das von ihm gestört wurde, wiederherzustellen.

Die amtierende Mosel-Weinkönigin Teresa Oster meinte in ihrem Beitrag: „Natur beginnt vor unserer Haustüre.“ Und als Nichtschwimmer (siehe oben) mag man über seinen Hund – das war bei mir so – zumindest auf die Jahreszeiten, das „Grün“ beziehungsweise die Gräser, Blätter und Blüten der Landschaft aufmerksam werden. Im Extremfall lernt man mit seinem Hund noch eine andere Tierart kennen: Zecken – die, so weiß ich inzwischen, zu den Spinnentieren gehören. Erkennbar unter anderem an der Anzahl der Beine: acht genau, also wie bei Spinnen.

 

49 Referenten und eine Zahl, die die Perspektive verändert

 

49 Referenten begleiteten die Ausbildung über zwei Jahre. Und ja, vieles wurde gestreift, angerissen, gezeigt und vorgestellt. Vorurteile wurden korrigiert und Zusammenhänge klargemacht. So wurde eines noch deutlicher. Und dazu darf ich den Naturerlebnisbegleiter Pete Fuchs zitieren, dessen 2-Minuten-Kurzpräsentation zur Zertifikatsübergabe eine markante Bildinformation in den Raum stellte: Der Mensch macht etwa 0,01 Prozent der gesamten Biomasse auf der Erde aus.

 

Was bleibt? Vor allem Respekt vor der Natur

 

Vielleicht ist das die zumindest für mich geltende Essenz des Kurses: Ich habe gelernt, Respekt zu haben. Respekt gegenüber dem, was ich von unserer Natur, ihren Zusammenhängen und ihrer Bedeutung kennenlernen durfte. Ja, mit dem Kurs wurden meine Augen geöffnet. Nicht nur gegenüber dem, was mich sichtbar und unsichtbar umgibt. Nicht nur dafür, wie Natur funktioniert. Sondern auch für das, was scheinbar so selbstverständlich dahinfließt wie die Mosel.

Nicht umsonst hatte ich hier einen Fokus in der Artikelfolge „NaturEREIGNISbegleiter / Lebendige Moselweinberge“ gesetzt (vgl. https://www.trierer-umschau.de/netzwerk/naturereignisbegleiter/).

 

Klimawandel und Artenvielfalt verändern auch den Blick auf die Mosel

 

Die Staatssekretärin im Ministerium für Landwirtschaft, Weinbau, Umwelt und Forsten, Dr. Kristina Brixius, hatte dann auch in ihrem Grußwort das Stichwort in den Raum gestellt, das ein weiterer Punkt für meine Entscheidung für die Naturerlebnisbegleiter-Ausbildung war: der Klimawandel.

Beim Kennenlernen der Natur bleibt dies allerdings kein bloßes Stichwort. Vielmehr sensibilisiert die Ausbildung gerade dafür, dass sich die Artenvielfalt reduziert und verändert. Darum sieht sie die ausgebildeten Naturerlebnisbegleiter – mit diesem Jahr sind es 220 im Arbeitsbereich des DLR Mosel – auch als Brückenbauer zwischen den in der Moselregion lebenden Menschen und denen, die die Moselregion besuchen. Denn wir haben mit der Ausbildung und den zusätzlichen begleitenden Angeboten das kennenlernen dürfen, was unsere Moselregion zwar prägt, aber zumeist nur als Bild besteht – nicht als Inhalt.

 

Moos entdecken: Wenn aus einem unscheinbaren Grün plötzlich eine eigene Welt wird

 

Gestaunt habe ich bei einem die Ausbildung erweiternden Kurs-Angebot wie dem von Sona Štefić, die den Interessierten das Thema Moos näherbrachte. Dieser frühe Besiedler unserer Erde. Ein Überall-Sein, wenn nur ein bisschen Feuchtigkeit vorhanden ist. Ein Überlebenskünstler – das Bild vom harten Küchenschwamm war prägend – und ein CO₂-Speicher der besonderen Art. Einen Artikel muss ich diesem Thema unbedingt in der Folge widmen!

 

Umweltbildung: Wieder lernen, wie Kinder zu staunen

 

Wir werden zu Kindern. Wir lernen wieder zu staunen.

So würde ich den Kurzvortrag der Naturerlebnisbegleiterin Birgit Aibout-Binninger aus Briedel zusammenfassen. Denn sie motivierte dazu, sich nach der Ausbildung der Umweltbildung zu widmen. Was sich in ihrem Fall besonders auf Kinder bezieht. Und wenn Kinder angesprochen werden, sind automatisch auch deren Eltern, deren Lehrer und vielleicht sogar Winzer beteiligt, die sich einladen lassen, Teil eines Austauschs zu werden.

Am Ende gilt für Kinder wie Erwachsene wohl die Feststellung, welche die Naturerlebnisbegleiterin Brigitte Lohmeier-Eberts aus Lonnig zum Abschluss einer Gästeführung zu hören bekam: „Das habe ich nie so gesehen.“

 

Naturerlebnisbegleiter werden: Wie der Rundflug einer Biene

 

Und was es zu sehen gibt, lässt sich auch in einem Text nicht so einfach darstellen. Nicht einmal in einer Textfolge, die wir in der Trierer Umschau mit der Reihe „NaturEREIGNISbegleiter / Lebendige Moselweinberge“ seit dem Frühjahr pflegen.

Die Ausbildung zum Naturerlebnisbegleiter ist vielleicht vergleichbar mit dem Rundflug einer Biene, die unterschiedliche Blüten anfliegt und sich am Ende vielleicht sogar nur für eine entscheidet.

Daraus entwickelt der Naturerlebnisbegleiter während seiner Ausbildung ein Thema, eine Gästeführung, wenn Sie so wollen. Diese kann die unterschiedlichsten Formen annehmen. Sie kann die Gemeinde betreffen, in der man wohnt. Sie kann aber auch einen ganz eigenen Fokus haben: etwas, das mir wichtig ist. Etwas, das ich bin, sein möchte oder das mich zum Staunen bringt.

 

Die eigene Gästeführung finden – manchmal auch über Umwege

 

In meinem Fall war das nicht so klar. Ich bin über Umwege zu meiner Gästeführung gekommen. Dafür danke ich auch der Winzerin und Naturerlebnisbegleiterin Claudia Müller (vgl. https://www.trierer-umschau.de/2025-12-14-da/) und einer wichtigen Seele des Kurses, die niemals gefehlt hat, die immer dabei und immer erreichbar war, wenn Fragen oder Zweifel im Raum standen: Martina Engelmann-Heinen vom Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum (DLR) Mosel.

Sie war der rote Faden über zwei Jahre, der Magnet und Ruhepunkt und wohl auch ein Grund dafür, warum wir uns am Ende das Zertifikat „Naturerlebnisbegleiter“ erarbeitet haben.

 

Das Zertifikat ist kein Ende: NaturEREIGNISbegleiter geht weiter

 

Damit stehe ich als Neugieriger am Ende eines Ausbildungsprozesses – um Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, weiterhin die Pressemitteilungen, die mich reizen, weiterzugeben, sie zu ergänzen und mit unseren Fragen die Flora und Fauna im Moseltal vorzustellen.

Fühlen Sie sich eingeladen, sich der vom DLR Mosel auch für die Jahre 2027/28 angebotenen Ausbildung anzuschließen. Lassen Sie sich sensibilisieren. Werden Sie mehr zum Teil dieser Landschaft, die uns umgibt und die uns in ihrer Lebendigkeit staunen lässt.

Am Ende bekommt das Wort Respekt einen neuen Inhalt. Und das Wort Danke mag viel leichter und wohl auch inhaltsreicher über die Lippen kommen.

Hier die Einladung für den nächsten Kurs, die immer auch eine Frage beinhaltet: „Wie viele Interessenten fühlen sich eingeladen?“

 

 

Ausbildung zum Naturerlebnisbegleiter 2027/28: Das DLR Mosel fragt nach Interesse

 

Interessensabfrage: Ausbildung zum Naturerlebnisbegleiter

Die Moselregion ist weit mehr als eine Weinlandschaft – sie ist ein einzigartiger Naturund Lebensraum mit einer außergewöhnlichen biologischen Vielfalt. Die Ausbildung zum „Zerti-fizierten Naturerlebnisbegleiter“ des DLR Mosel bietet Interessierten die Möglichkeit, diese besondere Kulturlandschaft intensiv kennenzulernen und aktiv erlebbar zu machen und zu vermitteln.

Das zweijährige Ausbildungsprogramm kombiniert flexibles Online-Lernen mit praxisnahen Exkursionen in die Moselregion. In zwei Ausbildungsblöcken werden umfassende Kennt-nisse zur Flora, Fauna und Ökologie der Weinbergslandschaft sowie zur naturpädagogi-schen Vermittlung vermittelt.

Die Ausbildung umfasst rund 100 Stunden Hybridunterricht mit Online-Seminaren, Work-shops und Exkursionen. Inhalte sind unter anderem die Lebensräume der Moselweinber-ge, Tier- und Pflanzenwelt, ökologische Zusammenhänge, Kommunikation mit Gästen so-wie der Einsatz moderner digitaler Werkzeuge wie Apps. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der praktischen Anwendung – etwa der Planung und Durchführung von Naturfüh-rungen und Projekten.

Derzeit liegt die Teilnahmegebühr bei 700 €. Für einen künftigen Durchgang kann sich ei-ne Anpassung ergeben.

Interessierte können ihr unverbindliches Interesse über ein Formular auf unserer Home-page unter TERMINE bekunden. Eine verbindliche Anmeldung erfolgt zu einem späteren Zeitpunkt.

Weitere Informationen: https://www.dlr.rlp.de/Lebendige-Moselweinberge

 

 

Alle Texte zum Thema „NaturEREIGNISbegleiter / Lebendige Moselweinberge“ finden Sie unter:
https://www.trierer-umschau.de/netzwerk/naturereignisbegleiter/

 

 

Vortext / Kommentar: Christoph Maisenbacher (KI-supported) – 27. August 2026
Quelle (vollständig zitierter Text): Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum (DLR) Mosel – Martina Engelmann-Hermen
Link-Zitate: alle Zitate, die wir übernehmen sind im Text mit einem Link versehen
SEO & Social-Media-Support: ChatGPT
Foto: © Michael Behrens / DLR Mosel

Dieser Text in LEICHTER SPRACHE ist veröffentlicht unter:
https://www.trierer-umschau.de/2026-08-27-bb/

Die Text-Folge „Lebendige Moselweinberge“ ist Dauno gewidmet:
vgl. https://www.trierer-umschau.de/2025-11-03-ba/