LEICHTE SPRACHE - NATUREREIGNISBEGLEITER – TEXT 57 & JULIUS KÜHN-INSTITUT (JKI) & BUNDESMINISTERIUM FÜR LANDWIRTSCHAFT, ERNÄHRUNG UND HEIMAT (BMLEH) & LANDRATSAMT BREISBAU-HOCHSCHWARZWALD
Der Japankäfer: Alarm in Deutschland – Warum dieser Käfer auch Rheinland-Pfalz bedroht | NaturEREIGNISbegleiter – Lebendige Moselweinberge
Der Japankäfer ist sehr klein. Trotzdem ist er sehr gefährlich.
Der Japankäfer ist kaum größer als eine Kaffeebohne.
Trotzdem gehört er zu den gefährlichsten Schädlingen in Europa.
Ein Schädling ist ein Tier, das Pflanzen beschädigt.
Der Japankäfer kommt ursprünglich nicht aus Europa.
Er wurde aus einem anderen Teil der Welt eingeschleppt.
Solche Tiere nennt man invasive Arten.
Das bedeutet:
Sie gehören hier nicht zur Natur.
Sie breiten sich in einem neuen Gebiet aus.
Dabei können sie großen Schaden anrichten.
Der Japankäfer breitet sich zurzeit immer weiter aus.
Zum Beispiel in der Schweiz.
Auch in Baden-Württemberg.
Und in Hessen.
Deshalb warnen die Behörden.
Behörden sind staatliche Stellen.
Sie kümmern sich um den Schutz von Menschen, Tieren und Pflanzen.
Die Behörden bitten alle Reisenden um Hilfe.
Der Käfer kann unbemerkt mitreisen.
Zum Beispiel im Koffer.
Oder am Auto.
Oder am Wohnmobil.
Oder am Wohnwagen.
Oder an der Camping-Ausrüstung.
Die Trierer Umschau erklärt in diesem Beitrag:
Warum schon ein einziger Käfer gefährlich sein kann.
Warum Weinberge, Obstbäume und viele andere Pflanzen geschützt werden müssen.
Alarm: Ein kleiner Käfer mit großen Folgen
Die Behörden warnen sehr deutlich.
Wer aus dem Urlaub nach Hause kommt, sollte genau nachsehen.
Kontrollieren Sie Ihren Koffer.
Kontrollieren Sie Ihr Auto.
Kontrollieren Sie Ihr Wohnmobil.
Kontrollieren Sie Ihren Wohnwagen.
Schauen Sie auch Ihre Camping-Ausrüstung an.
Der Japankäfer könnte unbemerkt mitgereist sein.
Man nennt ihn deshalb manchmal einen blinden Passagier.
Das bedeutet:
Er reist mit.
Aber niemand bemerkt ihn.
Zurzeit trennt der Rhein Rheinland-Pfalz noch von einem Fundort des Japankäfers.
Ein Fundort ist ein Ort, an dem der Käfer entdeckt wurde.
Dieser Fundort liegt in Trebur in Hessen.
Der Rhein ist für den Käfer aber kein Hindernis.
Er braucht keine Brücke.
Er kann mit Fahrzeugen reisen.
Oder mit Pflanzen.
Oder mit Gepäck.
So kann er unbemerkt in neue Gebiete gelangen.
Im vergangenen Jahr gab es eine ähnliche Gefahr bei Freiburg.
Dort wurden viele Schutzmaßnahmen eingeführt.
Diese Maßnahmen sollen verhindern, dass sich der Käfer weiter ausbreitet.
Bisher wurden nur wenige Fundorte entdeckt.
Das ist eine gute Nachricht.
Trotzdem gilt die höchste Warnstufe.
Denn der Japankäfer ist besonders gefährlich.
Warum der Japankäfer so gefährlich ist
Das Aufsichts- und Dienstleistungs-Zentrum Rheinland-Pfalz informiert auf seiner Internet-Seite über den Japankäfer.
Dort steht:
Der Käfer befällt Obst-Anlagen.
Er befällt Weinberge.
Er befällt Wälder.
Er befällt Parks.
Er befällt Gärten.
Er frisst an mehr als 400 verschiedenen Pflanzen.
Dadurch entstehen große Schäden.
Diese Schäden können viel Geld kosten.
Deshalb ist die Sorge groß.
Weitere Informationen finden Sie hier:
Schutz-Zonen sollen die Ausbreitung verhindern
Wenn ein Japankäfer gefunden wird, richten die Behörden oft besondere Schutz-Gebiete ein.
Diese Gebiete heißen Pufferzonen.
Eine Pufferzone ist ein Schutz-Bereich.
Dort gelten besondere Regeln.
Diese Regeln sollen verhindern, dass sich der Käfer weiter ausbreitet.
Zum Beispiel dürfen manche Pflanzen oder Erde nicht einfach aus der Pufferzone gebracht werden.
Erst wenn der Japankäfer drei Jahre lang nicht mehr gefunden wird, können die Schutzmaßnahmen wieder aufgehoben werden.
Das wird vorher genau überprüft.
Fachleute kontrollieren das Gebiet regelmäßig.
Warum wir den Japankäfer trotzdem vorstellen
Wir hoffen, dass sich der Japankäfer in Rheinland-Pfalz nicht dauerhaft ausbreitet.
Trotzdem möchten wir ihn vorstellen.
Denn Wissen hilft.
Wer den Käfer kennt, kann ihn leichter erkennen.
Der Japankäfer gilt als Quarantäne-Schädling.
Das ist ein besonders gefährlicher Schädling.
Für solche Schädlinge gelten in ganz Europa strenge Regeln.
Deshalb bitten die Behörden alle Reisenden:
Schauen Sie nach Ihrer Reise genau nach.
Kontrollieren Sie Ihr Gepäck.
Kontrollieren Sie Ihr Fahrzeug.
So können Sie helfen, unsere Natur zu schützen.
Der Japankäfer reist oft unbemerkt mit
Der Japankäfer ist ungefähr einen Zentimeter lang.
Das sind zehn Millimeter.
Er ist also kaum größer als eine Kaffeebohne.
Deshalb wird er leicht übersehen.
Gerade das macht ihn so gefährlich.
Denn schon ein einzelner Käfer kann dazu beitragen, dass sich die Art in einem neuen Gebiet ausbreitet.
Die Ausbreitung des Japankäfers in Europa
Der Japankäfer breitet sich in Europa immer weiter aus.
Er lebt schon in einigen Regionen.
Zum Beispiel in Norditalien.
Dazu gehören:
● die Lombardei.
● das Piemont.
● die Emilia-Romagna.
● Venetien.
Auch in der Schweiz gibt es den Japankäfer.
Zum Beispiel im Tessin.
Auch in den Kantonen Zürich, Wallis und Basel.
Ein Kanton ist ein Bundesland in der Schweiz.
Auch auf den Azoren lebt der Japankäfer dauerhaft.
Die Azoren sind Inseln im Atlantischen Ozean.
Sie gehören zu Portugal.
Diese Beispiele zeigen:
Der Käfer kann sich in Europa gut ausbreiten.
Deshalb beobachten Fachleute seine Entwicklung sehr genau.
Ein Beispiel aus Basel
Im Juli 2024 entdeckten Fachleute viele Japankäfer in Basel.
Das Julius-Kühn-Institut berichtete darüber.
Das Julius-Kühn-Institut ist eine Forschungseinrichtung des Bundes.
Dort arbeiten Fachleute für Pflanzen und Landwirtschaft.
Nach dem Fund in Basel wurde auch auf deutscher Seite eine Pufferzone eingerichtet.
Eine Pufferzone ist ein Schutz-Gebiet.
Dort gelten besondere Regeln.
Diese Regeln sollen verhindern, dass sich der Käfer weiter ausbreitet.
Das Julius-Kühn-Institut erklärt die Gefahr
Das Julius-Kühn-Institut erklärt:
Der Japankäfer stammt ursprünglich aus Japan.
In Europa findet er gute Bedingungen zum Leben.
Er kann sich deshalb gut vermehren.
Ein wichtiger Grund ist:
Es gibt hier nur wenige natürliche Feinde.
Natürliche Feinde sind Tiere, die andere Tiere fressen.
Der Japankäfer hat deshalb nur wenige Gegner.
Die Europäische Union stuft den Japankäfer als besonders gefährlich ein.
Darum muss jeder Fund gemeldet werden.
Der Käfer frisst an vielen Pflanzen.
Zum Beispiel an:
● Weinreben.
● Obstbäumen.
● Rosen.
Insgesamt kann er mehr als 300 Pflanzenarten schädigen.
Die Larven leben im Boden.
Eine Larve ist das Jungtier eines Käfers.
Die Larven fressen Wurzeln.
Dadurch werden Wiesen und Rasenflächen beschädigt.
Die erwachsenen Käfer fressen Blätter.
Sie fressen auch Blüten.
Und sie fressen Früchte.
Oft bleiben nur die Blattadern übrig.
Die Blattadern sind die festen Linien im Blatt.
Das weiche Blatt wird aufgefressen.
Dieses Schadbild heißt Skelettierfraß.
Der Name kommt daher, dass das Blatt dann wie ein Skelett aussieht.
Warum die Bevölkerung helfen soll
Das Julius-Kühn-Institut erklärt auch:
Der Käfer kann leicht nach Deutschland gelangen.
Zum Beispiel an Fahrzeugen.
Oder mit Pflanzen.
Oder mit Blumen.
Deshalb bitten die Fachleute alle Menschen um Hilfe.
Wer einen verdächtigen Käfer findet, sollte ihn melden.
Dann können die Behörden schnell handeln.
So kann vielleicht verhindert werden, dass sich der Käfer dauerhaft ausbreitet.
Die Ansprechpartner der Pflanzenschutzdienste finden Sie hier:
https://pflanzengesundheit.julius-kuehn.de/ansprechpartner.html
So erkennen Sie den Japankäfer
Der Japankäfer ist ungefähr so groß wie eine Kaffeebohne.
Sein Kopf schimmert grün.
Auch sein Halsschild schimmert grün.
Der Halsschild ist der feste Teil hinter dem Kopf.
Die Flügel sind braun.
Der Japankäfer sieht dem heimischen Gartenlaubkäfer ähnlich.
Der Gartenlaubkäfer ist jedoch harmlos.
Es gibt einen wichtigen Unterschied.
Der Japankäfer hat weiße Haarbüschel.
Er besitzt:
● fünf weiße Haarbüschel auf jeder Seite des Hinterleibs.
● zwei weiße Haarbüschel am Ende des Hinterleibs.
Der Hinterleib ist der hintere Teil des Körpers.
An diesen weißen Haarbüscheln kann man den Japankäfer gut erkennen.
Fotos helfen beim Erkennen
Zu der Presse-Information gehören mehrere Fotos.
Diese Fotos haben wir bereits am Anfang unseres Beitrags veröffentlicht.
Sie zeigen den Japankäfer.
Sie zeigen auch seine Larve.
Außerdem zeigen sie die Fraßschäden an Blättern.
Und sie zeigen den Größenvergleich mit einer 1-Cent-Münze.
So lässt sich der Käfer leichter erkennen.
Das Bundesministerium warnt vor dem Japankäfer
Das Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat hat eine Presse-Mitteilung veröffentlicht.
Eine Presse-Mitteilung ist eine Information für Zeitungen, Radio und Fernsehen.
Das Ministerium richtet sich mit dieser Information an alle Reisenden.
Viele Menschen fahren im Sommer in den Urlaub.
Manche reisen mit dem Auto.
Andere mit dem Wohnmobil.
Oder mit dem Wohnwagen.
Oder sie zelten.
Dabei kann der Japankäfer unbemerkt mitreisen.
Zum Beispiel im Koffer.
Oder an der Camping-Ausrüstung.
Oder zwischen Pflanzen.
Deshalb bittet das Ministerium alle Urlauber um Hilfe.
Bitte keine Pflanzen aus betroffenen Gebieten mitbringen
Das Ministerium empfiehlt:
Bringen Sie keine Pflanzen aus dem Urlaub mit.
Bringen Sie auch keine Erde mit.
Bringen Sie keine Samen mit.
Samen sind die Körner, aus denen neue Pflanzen wachsen.
Bringen Sie auch keinen Rollrasen mit.
Rollrasen ist fertiger Rasen.
Er wird zusammengerollt verkauft.
Besonders wichtig ist diese Bitte nach Reisen nach Norditalien.
Oder in die Südschweiz.
Dort kommt der Japankäfer bereits vor.
Ein kleiner Käfer mit großen Folgen
Der Japankäfer ist nur wenig größer als eine Kaffeebohne.
Trotzdem kann er großen Schaden anrichten.
Er kann Felder schädigen.
Er kann Gärten schädigen.
Er kann Wälder schädigen.
Er kann Weinberge schädigen.
Wer nach der Reise sein Auto kontrolliert, hilft mit.
Auch ein Blick in den Koffer ist wichtig.
Oder auf das Wohnmobil.
Oder auf die Camping-Ausrüstung.
So kann verhindert werden, dass der Käfer weiter verbreitet wird.
Der Japankäfer ist in Deutschland noch nicht heimisch
Der Japankäfer stammt ursprünglich aus Ostasien.
Ostasien ist ein Teil von Asien.
Dazu gehören zum Beispiel Japan, China und Korea.
Im Jahr 2014 wurde der Käfer zum ersten Mal auf dem europäischen Festland entdeckt.
Seitdem breitet er sich immer weiter aus.
Heute gibt es Funde in Süd-Europa.
Und in Mittel-Europa.
Auch nahe der Grenze zwischen Deutschland und der Schweiz wurde der Käfer bereits gefunden.
Noch lebt der Japankäfer nicht dauerhaft in Deutschland.
Das soll auch so bleiben.
Die Larven leben im Boden
Die Larven des Japankäfers leben unter der Erde.
Eine Larve ist das Jungtier eines Käfers.
Die Larven fressen Wurzeln.
Dadurch können Pflanzen nicht mehr gut wachsen.
Die erwachsenen Käfer leben über der Erde.
Sie fressen:
● Blätter.
● Blüten.
● Früchte.
Sie können mehr als 400 verschiedene Pflanzenarten schädigen.
Dazu gehören:
● Apfelbäume.
● Weinreben.
● Kirschlorbeer.
● viele andere Pflanzen.
Besonders auffällig ist der sogenannte Skelettierfraß.
Dabei bleibt nur das Gerüst des Blattes übrig.
Das weiche Blatt wird fast vollständig aufgefressen.
So können Sie helfen
Der Japankäfer wird oft unbemerkt weitergetragen.
Zum Beispiel mit Erde.
Oder mit Pflanzen im Topf.
Oder mit Camping-Gepäck.
Deshalb gilt:
Bringen Sie keine Erde aus betroffenen Gebieten mit.
Bringen Sie auch keine Pflanzen mit.
Kontrollieren Sie vor der Heimreise:
● Ihr Auto.
● Ihren Koffer.
● Ihr Wohnmobil.
● Ihren Wohnwagen.
● Ihre Camping-Ausrüstung.
Ein kurzer Blick kann helfen.
So schützen Sie die Natur.
So schützen Sie auch die Landwirtschaft.
Einen Verdacht bitte melden
Vielleicht entdecken Sie einen Käfer.
Und Sie glauben:
Das könnte ein Japankäfer sein.
Dann können Sie den Fund melden.
Machen Sie möglichst ein Foto.
Oder bewahren Sie den Käfer sicher auf.
Die Informationen des Bundesministeriums finden Sie hier:
https://www.bmleh.de/DE/themen/landwirtschaft/pflanzenbau/pflanzengesundheit/japankaefer.html
Neue Schutz-Regeln nach Käfer-Funden in Freiburg
Am Anfang des Monats Juli wurden in Freiburg viele Japankäfer gefunden.
Daraufhin haben die zuständigen Behörden neue Regeln beschlossen.
Diese Regeln gelten seit dem 1. August 2025.
Die Behörden möchten verhindern, dass sich der Käfer weiter ausbreitet.
Deshalb wurden besondere Schutz-Gebiete eingerichtet.
Zwei verschiedene Schutz-Gebiete
Die Behörden teilen das Gebiet in zwei Bereiche ein.
Der erste Bereich heißt Befallszone.
Eine Befallszone ist ein Gebiet.
Dort wurden bereits Japankäfer gefunden.
Der zweite Bereich heißt Pufferzone.
Eine Pufferzone liegt um die Befallszone herum.
Sie soll verhindern, dass sich der Käfer weiter ausbreitet.
Wird ein neuer Japankäfer gefunden, können beide Gebiete größer werden.
Erst wenn drei Jahre lang keine Käfer mehr gefunden werden, können die Schutz-Gebiete wieder aufgehoben werden.
Regeln in der Pufferzone
In der Pufferzone gelten besondere Regeln.
Diese Regeln sollen die Natur schützen.
Vom 1. Juni bis zum 30. September dürfen Grünschnitt, Laub und andere Pflanzenreste die Pufferzone nicht verlassen.
Grünschnitt sind abgeschnittene Pflanzen.
Zum Beispiel Gras.
Oder kleine Äste.
Es gibt eine Ausnahme.
Die Pflanzen dürfen herausgebracht werden, wenn sie vorher sehr klein gehäckselt wurden.
Häckseln bedeutet:
Die Pflanzen werden in kleine Stücke zerkleinert.
Auch Pflanzen mit Wurzeln dürfen die Pufferzone nicht einfach verlassen.
Das gilt besonders dann, wenn noch Erde an den Wurzeln ist.
Nur unter bestimmten Bedingungen ist das erlaubt.
Diese Bedingungen stehen in der Allgemeinverfügung.
Eine Allgemeinverfügung ist eine behördliche Anordnung.
Sie enthält Regeln, die alle Menschen in einem bestimmten Gebiet beachten müssen.
Auch Erde darf nicht einfach aus der Pufferzone gebracht werden.
Das gilt für die obersten 30 Zentimeter des Bodens.
Nur in besonderen Fällen können die Behörden eine Ausnahme erlauben.
Grünabfälle können weiterhin über die Biotonne entsorgt werden.
In den Pufferzonen gibt es außerdem Sammelstellen.
Dort können Pflanzenreste abgegeben werden.
Noch strengere Regeln in der Befallszone
In der Befallszone gelten noch strengere Regeln.
Denn dort wurden Japankäfer bereits gefunden.
Pflanzen mit Wurzeln dürfen die Zone nur verlassen, wenn die Behörden bestätigen:
Die Pflanzen sind frei vom Japankäfer.
Auch Fahrzeuge müssen gereinigt werden.
Das gilt für Fahrzeuge, die mit Erde gearbeitet haben.
Zum Beispiel Traktoren.
Oder andere Arbeitsmaschinen.
An den Fahrzeugen darf keine Erde mehr haften.
So soll verhindert werden, dass Larven weitertransportiert werden.
Vom 1. Juni bis zum 30. September dürfen Rasen und Grünflächen in der Befallszone nicht bewässert werden.
Bewässern bedeutet:
Pflanzen oder Rasen werden mit Wasser versorgt.
Auch Obst und Gemüse müssen kontrolliert werden.
Erst danach dürfen sie die Befallszone verlassen.
So soll verhindert werden, dass der Japankäfer mit den Ernte-Produkten weitertransportiert wird.
Verdächtige Käfer bitte melden
Der Japankäfer ist ungefähr einen Zentimeter groß.
Sein Körper schimmert metallisch grün.
An den Seiten hat er auffällige weiße Haarbüschel.
Es gibt:
● fünf weiße Haarbüschel auf jeder Seite.
● zwei weiße Haarbüschel am Ende des Hinterleibs.
Der Hinterleib ist der hintere Teil des Körpers.
Die Larven leben unter der Erde.
Sie fressen Wurzeln.
Dadurch werden Wiesen und Rasen geschädigt.
Die erwachsenen Käfer fressen:
● Blätter.
● Blüten.
● Früchte.
Sie können mehr als 400 verschiedene Pflanzenarten schädigen.
Dazu gehören:
● Beeren.
● Obstbäume.
● Weinreben.
● Mais.
● Rosen.
● Ahorn.
● Buchen.
● Eichen.
Oft bleiben nur die Blattadern übrig.
Dadurch werden die Pflanzen immer schwächer.
Manche Pflanzen sterben sogar ab.
Die Europäische Union stuft den Japankäfer deshalb als besonders gefährlichen Schädling ein.
Darum soll verhindert werden, dass er sich weiter ausbreitet.
Bis jetzt wurden im Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald keine weiteren Japankäfer gefunden.
Die Behörden bitten deshalb alle Menschen um Unterstützung.
Wenn Sie einen verdächtigen Käfer finden:
Fangen Sie ihn möglichst vorsichtig.
Machen Sie ein Foto.
Bewahren Sie den Käfer nach Möglichkeit in einem Glas oder einer kleinen Dose auf.
Wenn möglich, frieren Sie ihn ein.
So kann er später untersucht werden.
Das Foto können Sie an das Landwirtschaftliche Technologiezentrum Augustenberg schicken.
Bitte geben Sie auch den Fundort an.
Die E-Mail-Adresse lautet:
pflanzengesundheit-kaefer@ltz.bwl.de
Wer aus Italien oder aus der Schweiz zurückkommt, sollte besonders aufmerksam sein.
Kontrollieren Sie Ihr Fahrzeug.
Kontrollieren Sie auch Ihr Gepäck.
So helfen Sie mit, den Japankäfer nicht weiterzuverbreiten.
Warum das auch Rheinland-Pfalz betrifft
Der Japankäfer breitet sich Schritt für Schritt aus.
Zuerst wurde er in Basel gefunden.
Später auch bei Freiburg.
Inzwischen gab es auch einen Fund in Trebur in Hessen.
Daran sieht man:
Der Käfer kommt Deutschland immer näher.
Deshalb beobachten auch die Behörden in Rheinland-Pfalz die Entwicklung sehr genau.
Sie möchten verhindern, dass sich der Japankäfer auch hier dauerhaft ausbreitet.
Darum gibt es schon heute viele Schutz-Maßnahmen.
Diese Maßnahmen sollen helfen, die Natur zu schützen.
Auch die Landwirtschaft soll geschützt werden.
Vielen Dank für die Fotos
Wir bedanken uns herzlich bei Dr. Olaf Zimmermann.
Er arbeitet am Landwirtschaftlichen Technologiezentrum Augustenberg.
Die Abkürzung dafür ist LTZ.
Dr. Olaf Zimmermann hat uns zusätzliche Fotos zur Verfügung gestellt.
Diese Fotos helfen beim Erkennen des Japankäfers.
Ein Foto zeigt den Käfer neben einer 1-Cent-Münze.
Dadurch lässt sich seine Größe gut erkennen.
Weitere Fotos zeigen den Vergleich mit anderen Käfern.
So kann man die verschiedenen Arten leichter unterscheiden.
Bitte beachten Sie auch die Bilder am Anfang dieses Beitrags.
Sie gehören zu diesem Thema.
Zum Schluss folgt unser Natur-Porträt
Zum Abschluss dieses Beitrags stellen wir den Japankäfer noch ausführlich vor.
Das gehört zu unserer Reihe:
„NaturEREIGNISbegleiter – Lebendige Moselweinberge“.
In dieser Reihe stellen wir Tiere und Pflanzen genauer vor.
Dafür nutzen wir immer die gleichen Fragen.
Zum Beispiel:
● Wie lebt das Tier?
● Was frisst das Tier?
● Wo kommt das Tier vor?
● Welche Bedeutung hat das Tier für die Natur?
Auch beim Japankäfer beantworten wir diese Fragen.
Zwei Fragen sollen aber möglichst lange ohne Antwort bleiben.
Diese Fragen lauten:
● Wo an der Mosel lebt der Japankäfer?
● Gibt es den Japankäfer schon in unserem Garten?
Wir hoffen sehr:
Diese beiden Fragen müssen noch lange nicht beantwortet werden.
Denn das würde bedeuten:
Der Japankäfer hat sich auch in unserer Region ausgebreitet.
Das möchten wir gemeinsam verhindern.
Darum ist jeder aufmerksame Blick wichtig.
So können wir alle helfen.
Wir schützen unsere Natur.
Wir schützen unsere Weinberge.
Wir schützen unsere Obstbäume.
Und wir schützen die Pflanzen in unseren Gärten.
NaturEREIGNISbegleiter: Der Japankäfer im Natur-Porträt
Name und wissenschaftlicher Name
● Deutscher Name: Japankäfer.
● Wissenschaftlicher Name: Popillia japonica.
Der wissenschaftliche Name ist der gleiche auf der ganzen Welt.
So können Fachleute sicher sein, dass sie über dieselbe Tierart sprechen.
● Ordnung: Käfer (Coleoptera).
Eine Ordnung ist eine große Gruppe von Tieren mit gemeinsamen Merkmalen.
● Familie: Blatthornkäfer (Scarabaeidae).
Eine Familie ist eine kleinere Gruppe innerhalb einer Ordnung.
● Unterfamilie: Rutelinae.
Eine Unterfamilie gehört zu einer Familie.
Sie hilft Fachleuten dabei, Tiere noch genauer einzuordnen.
Wie leben Japankäfer?
Japankäfer leben meistens allein.
Sie bilden normalerweise keine festen Gruppen.
Manchmal kommen jedoch viele Käfer an einer Pflanze zusammen.
Das passiert vor allem dann, wenn sie Nahrung suchen.
Oder wenn Paarungszeit ist.
Paarungszeit ist die Zeit, in der sich Tiere fortpflanzen.
Dann entstehen oft größere Gruppen.
Die Pflanzen geben bestimmte Duftstoffe ab.
Duftstoffe sind Gerüche.
Die Käfer können diese Gerüche wahrnehmen.
Auch die Käfer selbst geben Duftstoffe ab.
Diese Duftstoffe heißen Pheromone.
Pheromone sind Duftstoffe.
Sie dienen der Verständigung zwischen Tieren derselben Art.
Mit diesen Duftstoffen locken die Käfer weitere Japankäfer an.
Die Larven leben vollständig im Boden.
Eine Larve ist das Jungtier eines Käfers.
Dort fressen sie Pflanzenwurzeln.
Wurzeln versorgen eine Pflanze mit Wasser und Nährstoffen.
Die erwachsenen Käfer leben über der Erde.
Sie sitzen auf Blättern.
Sie sitzen auch auf Blüten.
Und auf Früchten.
Der Japankäfer hält keinen Winterschlaf.
Die Larven verbringen den Winter tief im Boden.
Dort bewegen sie sich fast nicht mehr.
Das nennt man Kältestarre.
Eine Kältestarre bedeutet:
Das Tier wird durch die Kälte sehr ruhig.
Der Körper arbeitet nur noch langsam.
Im Frühjahr werden die Larven wieder aktiv.
Dann wachsen sie weiter.
Die erwachsenen Käfer sterben im Herbst.
Japankäfer können gut fliegen.
Die meisten Käfer fliegen einige hundert Meter.
Manche fliegen auch mehrere Kilometer weit.
Der Mensch kann den Käfer aber unbemerkt viel weiter transportieren.
Zum Beispiel mit Fahrzeugen.
Oder mit Waren.
Oder mit Pflanzen.
So kann der Japankäfer neue Gebiete erreichen.
Welche Sinnesorgane nutzen Japankäfer?
Japankäfer haben gut entwickelte Augen.
Diese Augen heißen Facettenaugen.
Ein Facettenauge besteht aus vielen kleinen Einzelaugen.
Dadurch können Käfer Bewegungen sehr gut erkennen.
Die Fühler des Japankäfers sehen fächerförmig aus.
Das bedeutet:
Sie können wie ein kleiner Fächer geöffnet werden.
In den Fühlern sitzen viele Geruchs-Rezeptoren.
Rezeptoren sind kleine Sinneszellen.
Mit ihnen kann der Käfer Gerüche wahrnehmen.
So findet er seine Nahrung.
Er erkennt auch andere Japankäfer.
Vor allem während der Paarungszeit.
Außerdem nutzt der Käfer seinen Tastsinn.
Damit prüft er Blätter und Blüten.
Er besitzt auch einen Geschmackssinn.
So erkennt er, ob eine Pflanze als Nahrung geeignet ist.
Wie unterscheiden sich Weibchen und Männchen?
Der Japankäfer ist klein.
Er wird etwa 8 bis 12 Millimeter lang.
Das ist etwas weniger als 1 Zentimeter.
Er wird etwa 5 bis 7 Millimeter breit.
Weibchen und Männchen sehen fast gleich aus.
Darum kann man sie nur schwer unterscheiden.
Beide haben braune bis bronzefarbene Flügeldecken.
Flügeldecken sind die harten Flügel auf dem Rücken.
Sie schützen die dünnen Flügel darunter.
Mit den dünnen Flügeln kann der Käfer fliegen.
Der Kopf schimmert metallisch grün.
Auch der Halsschild schimmert grün.
Der Halsschild ist der feste Körperteil direkt hinter dem Kopf.
Typisch für den Japankäfer sind die weißen Haarbüschel.
Er hat:
● fünf weiße Haarbüschel auf jeder Seite des Hinterleibs.
● zwei weitere weiße Haarbüschel am Ende des Hinterleibs.
Der Hinterleib ist der hintere Teil des Körpers.
Die Weibchen sind meistens etwas kräftiger gebaut.
Ihr Hinterleib ist etwas größer.
Dort entwickeln sich später die Eier.
Die Männchen wirken oft etwas schlanker.
Die Unterschiede sind aber klein.
Im Freiland kann man Weibchen und Männchen deshalb kaum unterscheiden.
Paarung und Fortpflanzung
Nach dem Schlüpfen dauert es nur wenige Tage.
Dann beginnen die Käfer mit der Paarung.
Paarung bedeutet:
Ein Weibchen und ein Männchen sorgen gemeinsam für Nachwuchs.
Nach der Paarung sucht das Weibchen einen passenden Boden.
Der Boden soll locker sein.
Locker bedeutet:
Die Erde ist nicht hart.
Außerdem soll der Boden feucht sein.
Feucht bedeutet:
Die Erde enthält genügend Wasser.
Besonders geeignet sind:
● Wiesen.
● Rasenflächen.
● Weiden.
Eine Weide ist eine Wiese.
Dort grasen zum Beispiel Kühe oder Schafe.
Das Weibchen legt seine Eier in den Boden.
Während seines Lebens legt ein Weibchen ungefähr 40 bis 60 Eier.
Die Eier werden nicht alle auf einmal abgelegt.
Sie werden in mehreren kleinen Gruppen abgelegt.
Diese Gruppen nennt man Gelege.
Nach wenigen Wochen schlüpfen die Larven.
Eine Larve ist das Jungtier eines Käfers.
Die Larven beginnen sofort zu fressen.
Sie fressen die Wurzeln der Pflanzen.
Die Wurzeln versorgen die Pflanzen mit Wasser und Nährstoffen.
Dadurch können die Pflanzen geschwächt werden.
Entwicklung und Lebensdauer
Der Japankäfer entwickelt sich Schritt für Schritt.
Diese Entwicklung nennt man Lebenszyklus.
Ein Lebenszyklus beschreibt das ganze Leben eines Tieres.
Er beginnt mit dem Ei.
Und endet mit dem Tod des erwachsenen Tieres.
Die Entwicklung verläuft so:
● Das Ei entwickelt sich in etwa 10 bis 14 Tagen.
● Danach lebt der Käfer als Larve.
Dieses Larvenstadium dauert ungefähr 9 bis 11 Monate.
● Danach verwandelt sich die Larve in eine Puppe.
Diese Verwandlung nennt man Verpuppung.
Die Verpuppung dauert ungefähr zwei bis drei Wochen.
● Wenige Tage nach dem Schlüpfen können sich die Käfer bereits fortpflanzen.
Dann sind sie geschlechtsreif.
Geschlechtsreif bedeutet:
Das Tier kann eigene Nachkommen bekommen.
● Die erwachsenen Käfer leben meistens vier bis acht Wochen.
In Mitteleuropa dauert die gesamte Entwicklung normalerweise ungefähr ein Jahr.
Jahresablauf
Im Frühjahr werden die Larven wieder aktiv.
Sie haben den Winter im Boden verbracht.
Jetzt beginnen sie wieder zu fressen.
Sie fressen weiter an den Wurzeln der Pflanzen.
Im späten Frühjahr verwandeln sich die Larven.
Sie werden zu Puppen.
Aus den Puppen schlüpfen später die erwachsenen Käfer.
Das geschieht meistens zwischen Juni und September.
Die meisten Japankäfer sieht man im Juli und August.
In dieser Zeit suchen sie Nahrung.
Sie paaren sich.
Und die Weibchen legen ihre Eier ab.
Danach sterben die erwachsenen Käfer.
Die jungen Larven bleiben im Boden.
Dort verbringen sie den Herbst.
Und auch den Winter.
Im nächsten Frühjahr beginnt der Lebenszyklus wieder von vorn.
Nahrung
Der Japankäfer frisst in seinem Leben verschiedene Pflanzen.
Dabei unterscheiden sich die Larven und die erwachsenen Käfer.
Die Larven leben unter der Erde.
Eine Larve ist das Jungtier eines Käfers.
Die Larven fressen die Wurzeln vieler Gräser.
Die Wurzeln versorgen die Pflanzen mit Wasser und Nährstoffen.
Werden viele Wurzeln gefressen, wachsen die Pflanzen schlechter.
Manche Pflanzen sterben sogar ab.
Die erwachsenen Käfer leben über der Erde.
Sie fressen Blätter.
Sie fressen Blüten.
Und sie fressen Früchte.
Insgesamt kann der Japankäfer mehr als 400 verschiedene Pflanzenarten schädigen.
Zu seinen Nahrungspflanzen gehören zum Beispiel:
● Weinreben.
● Apfelbäume.
● Kirschbäume.
● Pflaumenbäume.
● Himbeeren.
● Brombeeren.
● Erdbeeren.
● Rosen.
● Linden.
● Ahorn.
● Birken.
● Mais.
● Sojabohnen.
Sojabohnen sind Pflanzen.
Aus ihnen werden viele Lebensmittel hergestellt.
Zum Beispiel Tofu.
Oder Sojamilch.
Welche Regionen besiedeln Japankäfer?
Der Japankäfer stammt ursprünglich aus Japan.
Er lebt auch in anderen Teilen Ostasiens.
Ostasien ist ein Teil von Asien.
Dazu gehören zum Beispiel Japan, China und Korea.
Heute lebt der Japankäfer auch in anderen Ländern.
Zum Beispiel:
● in den USA.
Die Abkürzung USA bedeutet Vereinigte Staaten von Amerika.
● in Kanada.
● in Norditalien.
● in der Schweiz.
Außerdem breitet sich der Käfer immer weiter in Mitteleuropa aus.
Mitteleuropa umfasst unter anderem Deutschland, Österreich und die Schweiz.
In Deutschland wurden bisher nur einzelne Populationen gefunden.
Eine Population ist eine Gruppe von Tieren derselben Art.
Diese Tiere leben dauerhaft in einem Gebiet.
Die meisten Funde liegen im Südwesten Deutschlands.
Für Rheinland-Pfalz gilt:
Der Japankäfer lebt dort bisher noch nicht dauerhaft.
Fachleute sprechen dann von einer dauerhaften Ansiedlung.
Das bedeutet:
Eine Tierart lebt über viele Jahre in einem Gebiet.
Sie vermehrt sich dort selbstständig.
Trotzdem besteht für Rheinland-Pfalz ein erhöhtes Risiko.
Der Käfer wurde bereits in Baden-Württemberg gefunden.
Auch in Frankreich.
Und in der Schweiz.
Diese Gebiete liegen nicht weit von Rheinland-Pfalz entfernt.
Welche Lebensräume nutzt der Japankäfer?
Der Japankäfer verteidigt kein eigenes Revier.
Ein Revier ist ein Gebiet.
Dort lebt ein Tier dauerhaft.
Und es verteidigt dieses Gebiet gegen andere Tiere.
Der Japankäfer verhält sich anders.
Er lebt überall dort, wo er genügend Nahrung findet.
Und wo die Weibchen ihre Eier ablegen können.
Besonders gut geeignet sind:
● Weinberge.
● Obstanlagen.
Eine Obstanlage ist ein großes Gebiet mit Obstbäumen.
● Parks.
● Gärten.
● Golfplätze.
● Wiesen.
● Rasenflächen.
Dort findet der Japankäfer oft gute Bedingungen zum Leben.
Tarnung und Schutz vor Feinden
Der Körper des Japankäfers glänzt metallisch grün.
Deshalb ist er nicht gut getarnt.
Tarnung bedeutet:
Ein Tier passt sich seiner Umgebung an.
So wird es von Feinden schlechter gesehen.
Der Japankäfer nutzt eine andere Schutz-Methode.
Bei Gefahr lässt er sich oft einfach auf den Boden fallen.
Danach bewegt er sich nicht mehr.
So wirkt er wie tot.
Viele Feinde verlieren dann das Interesse.
Außerdem besitzt der Käfer eine harte Außenhaut.
Sie schützt seinen Körper.
Vor allem gegen kleinere Feinde.
Der Japankäfer besitzt keine chemischen Abwehrstoffe.
Das bedeutet:
Er kann seine Feinde nicht mit Gift oder übel riechenden Stoffen vertreiben.
Welche Gefahren gibt es für den Japankäfer?
Der Japankäfer gilt weltweit nicht als gefährdet.
Das bedeutet:
Es gibt noch viele Japankäfer.
Ihre Art ist nicht vom Aussterben bedroht.
Im Gegenteil:
Der Japankäfer gehört zu den bekanntesten invasiven Schädlingen der Welt.
Invasiv bedeutet:
Eine Tierart kommt ursprünglich nicht aus einem Gebiet.
Sie breitet sich dort aus.
Dabei kann sie der Natur schaden.
Auch der Japankäfer hat natürliche Feinde.
Natürliche Feinde sind Tiere, die den Käfer fressen.
Dazu gehören:
● Vögel.
● Igel.
● Maulwürfe.
● Spitzmäuse.
● Laufkäfer.
● räuberische Insekten.
Räuberische Insekten sind Insekten, die andere Tiere fressen.
● parasitische Fliegen.
Parasitisch bedeutet:
Die Fliegen legen ihre Eier auf oder in andere Tiere.
Die jungen Fliegen entwickeln sich dort.
● Schlupfwespen.
Schlupfwespen sind kleine Wespen.
Sie legen ihre Eier in andere Insekten.
Auch andere kleine Lebewesen greifen die Larven an.
Dazu gehören:
● Pilze.
● Bakterien.
● Fadenwürmer.
Fadenwürmer sind sehr kleine Würmer.
Sie leben oft im Boden.
Sie können Larven befallen.
Auch der Mensch bekämpft den Japankäfer.
Dafür gibt es verschiedene Maßnahmen.
Zum Beispiel:
● Quarantäne.
Quarantäne bedeutet:
Ein Gebiet wird besonders geschützt.
So soll verhindert werden, dass sich der Käfer weiter ausbreitet.
● Kontrollen.
● Käferfallen.
Eine Käferfalle lockt Käfer an.
So können Fachleute erkennen, ob Japankäfer in einem Gebiet leben.
● biologische Bekämpfung.
Biologisch bedeutet:
Dabei werden natürliche Feinde oder andere Verfahren eingesetzt.
Chemische Pflanzenschutzmittel sollen möglichst vermieden werden.
Welche Bedeutung hat der Japankäfer für die Natur und für andere Tiere?
Auch der Japankäfer ist Teil eines Nahrungsnetzes.
Ein Nahrungsnetz beschreibt:
Wer frisst wen in der Natur.
Die Larven dienen verschiedenen Tieren als Nahrung.
Auch die erwachsenen Käfer werden gefressen.
Zum Beispiel von Vögeln.
Oder von anderen Räubern.
Trotzdem richtet der Japankäfer große Schäden an.
Er frisst sehr viele Pflanzen.
Dadurch verändern sich ganze Lebensräume.
Ein Lebensraum ist ein Ort, an dem Tiere und Pflanzen leben.
Wenn viele Pflanzen geschädigt werden, verändert sich auch die Natur.
Manche Tiere finden dann weniger Nahrung.
Oder sie verlieren ihren Lebensraum.
Dadurch können auch Nahrungsketten gestört werden.
Eine Nahrungskette beschreibt:
Welches Tier welches andere Tier oder welche Pflanze frisst.
Wo kann man Japankäfer an oder um die Moselweinberge finden?
Bis jetzt lebt der Japankäfer in Rheinland-Pfalz noch nicht dauerhaft.
Trotzdem beobachten Fachleute die Entwicklung sehr genau.
Sollte sich der Japankäfer eines Tages hier ansiedeln, wären besonders gefährdet:
● Weinberge.
● Rebterrassen.
Rebterrassen sind Weinberge mit vielen kleinen Stufen am Hang.
● Streuobstwiesen.
Eine Streuobstwiese ist eine Wiese.
Auf ihr stehen einzelne Obstbäume.
Zum Beispiel Apfelbäume oder Birnbäume.
● Obstgärten.
● Parkanlagen.
● Rasenflächen in der Nähe von Orten.
Zurzeit gibt es an der Mosel nur sehr wenige Verdachtsfälle.
Wer einen verdächtigen Käfer entdeckt, sollte den Fund den Pflanzenschutzbehörden melden.
So können Fachleute schnell prüfen, ob es wirklich ein Japankäfer ist.
Gibt es Japankäfer auch im Garten?
Grundsätzlich lautet die Antwort:
Ja.
Vor allem Rasenflächen sind für die Larven gut geeignet.
Dort können sie im Boden leben.
Und dort fressen sie Pflanzenwurzeln.
Die erwachsenen Käfer fressen viele Pflanzen im Garten.
Zum Beispiel:
● Rosen.
● Weinreben.
● Obstgehölze.
Obstgehölze sind Bäume und Sträucher mit Früchten.
Zum Beispiel Apfelbäume oder Johannisbeersträucher.
● viele Zierpflanzen.
Zierpflanzen werden vor allem wegen ihrer schönen Blüten oder Blätter gepflanzt.
Zurzeit kommt ein Befall in Deutschland aber nur selten vor.
Außerdem ist er bisher auf wenige Regionen beschränkt.
Welche wirtschaftliche Bedeutung hat der Japankäfer?
Der Japankäfer bringt der Wirtschaft fast keine Vorteile.
Im Gegenteil:
Er kann sehr große Schäden verursachen.
Diese Schäden kosten jedes Jahr viel Geld.
Besonders betroffen sind:
● der Weinbau.
Im Weinbau werden Weinreben angebaut.
Aus den Trauben wird Wein hergestellt.
● der Obstbau.
Im Obstbau werden Obstbäume und andere Obstpflanzen angebaut.
● der Ackerbau.
Zum Ackerbau gehören zum Beispiel Getreide, Mais oder Kartoffeln.
● der Gartenbau.
Im Gartenbau werden Pflanzen für Gärten und Parks angebaut.
● der Zierpflanzenbau.
Zierpflanzen werden wegen ihrer schönen Blüten oder Blätter gepflanzt.
● öffentliche Grünanlagen.
Das sind zum Beispiel Parks, Grünflächen und Straßenränder.
In Gebieten mit vielen Japankäfern entstehen jedes Jahr Schäden in Millionenhöhe.
Deshalb versuchen viele Länder, eine Ausbreitung früh zu verhindern.
Welche Bedeutung hat der Japankäfer für die Natur?
In seiner ursprünglichen Heimat gehört der Japankäfer zur Natur.
Dort lebt er zusammen mit vielen anderen Tieren und Pflanzen.
Er ist Teil des natürlichen Nahrungsnetzes.
Ein Nahrungsnetz zeigt:
Welche Tiere und Pflanzen miteinander verbunden sind.
Und wer wovon lebt.
In Europa ist die Situation anders.
Hier gehört der Japankäfer ursprünglich nicht zur Natur.
Er ist eine invasive Art.
Invasiv bedeutet:
Eine Tierart breitet sich in einem Gebiet aus, in dem sie ursprünglich nicht heimisch war.
Dadurch kann sie heimische Pflanzen verdrängen oder schädigen.
Der Japankäfer frisst viele verschiedene Pflanzen.
Dadurch verändern sich Lebensräume.
Ein Lebensraum ist ein Ort, an dem Tiere und Pflanzen leben.
Wenn Pflanzen verschwinden, verändert sich oft auch die Tierwelt.
Trotzdem dient der Japankäfer einigen heimischen Tieren als Nahrung.
Zum Beispiel Vögeln.
Oder anderen Räubern.
So wird er Teil der heimischen Nahrungskette.
Eine Nahrungskette beschreibt:
Wer in der Natur wen frisst.
Esoterische, religiöse oder mythologische Bedeutung
Über den Japankäfer selbst gibt es keine bekannten religiösen Geschichten.
Auch aus der Mythologie ist nichts bekannt.
Mythologie ist eine Sammlung alter Erzählungen.
In diesen Geschichten spielen oft Götter oder besondere Wesen eine Rolle.
In Japan haben Käfer allgemein eine besondere Bedeutung.
Sie werden oft mit dem Sommer verbunden.
Viele Menschen denken dabei an die Natur.
Oder an Ausdauer.
Ausdauer bedeutet:
Nicht aufgeben.
Auch wenn etwas schwer ist.
Manche Menschen verbinden Käfer außerdem mit Veränderung.
Oder mit einem Neuanfang.
Diese Vorstellungen beziehen sich aber meistens auf andere Käfer.
Zum Beispiel auf den Hirschkäfer.
Oder auf den Nashornkäfer.
Für den Japankäfer selbst gibt es solche Überlieferungen nicht.
Aus wissenschaftlicher Sicht hat der Japankäfer deshalb keine besondere religiöse oder symbolische Bedeutung.
Alle Texte zum Thema „Natur·ereignis·begleiter / Lebendige Moselweinberge“ finden Sie hier:
https://www.trierer-umschau.de/netzwerk/naturereignisbegleiter/
Standardtext vgl. https://www.trierer-umschau.de/2026-08-02-ca/
Text in Leichter Sprache: mit dem Optimeil-Leichte-Sprache-Assistenten von ChatGPT
Textbegleitung: Christoph Maisenbacher – 2. August 2026
Quellen: vgl. Standardtext wie auch die in diesem notierte Links
Foto 1: © A. Knoblauch / EPSD (Eidgenössischen Pflanzenschutzdienst) Schweiz / Julius Kühn-Institut (JKI) – Logo: © DLR Mosel – Foto 2: © Cappaert / Bugwood.org / Julius Kühn-Institut (JKI) – Foto 3: © S. Katovich (USFS = United States Forest Service (Forstverwaltung der Vereinigten Staaten)) / Bugwood.org / Julius Kühn-Institut (JKI) – Foto 4 und 5: © Olaf Zimmermann, LTZ (Landwirtschaftliches Technologiezentrum Augustenberg – Foto 6: Illustration: KI-generiert / Trierer Umschau
Die Reihe heißt: Lebendige Moselweinberge.
Die Texte sind für Dauno geschrieben.
Ich möchte ihm damit danken.
Mehr Infos gibt es hier:
https://www.trierer-umschau.de/2025-11-03-bb/
