LEICHTE SPRACHE - NATUREREIGNISBEGLEITER - TEXT 56
Der Große Puppenräuber ist zurück. – Er hilft gegen den Eichenprozessionsspinner. – NaturEREIGNISbegleiter – Lebendige Moselweinberge
Der Große Puppenräuber ist ein natürlicher Feind vom Eichenprozessionsspinner.
Die Trierer Umschau erklärt neue Ergebnisse aus der Forschung.
Der Beitrag zeigt auch:
Warum der seltene Käfer wichtig ist.
Und ob beide Arten auch in Rheinland-Pfalz und an der Mosel leben.
NaturEREIGNISbegleiter: Gibt es den Käfer auch an der Mosel?
In unserer Reihe „NaturEREIGNISbegleiter – Lebendige Moselweinberge“ stellen wir oft eine Frage.
Gibt es diese Pflanze oder dieses Tier auch an der Mosel?
Diesmal geht es um einen Bericht der Hochschule Anhalt.
Der Bericht war für uns besonders interessant.
Dafür gibt es zwei Gründe.
Der erste Grund ist der Eichenprozessionsspinner.
Der zweite Grund ist der Große Puppenräuber.
Der Große Puppenräuber ist ein natürlicher Feind vom Eichenprozessionsspinner.
Das bedeutet:
Er frisst die Raupen vom Eichenprozessionsspinner.
Darum kann er helfen.
Recherche: Der Eichenprozessionsspinner lebt auch in Rheinland-Pfalz
Wir wollten mehr über beide Arten wissen.
Darum haben wir weiter recherchiert.
Dabei haben wir festgestellt:
Der Eichenprozessionsspinner kommt schon seit längerer Zeit in Rheinland-Pfalz vor.
Er lebt an den Rändern von Eichenwäldern.
Er lebt auch in Parks.
Und manchmal lebt er sogar an Rastplätzen mit Eichen.
Mehr Informationen gibt es hier:
https://www.wald.rlp.de/bewahren/waldschutz-schutz-vor-gegenspielern/eichenprozessionsspinner
Der Große Puppenräuber wurde dagegen lange Zeit kaum beobachtet.
Er scheint in vielen Gebieten gefehlt zu haben.
Jetzt wird er wieder häufiger gefunden.
Das wird von vielen Fachleuten aufmerksam beobachtet.
Viele Menschen hoffen:
Der Käfer kann helfen, die Zahl der Eichenprozessionsspinner auf natürliche Weise zu verringern.
Natürliche Weise bedeutet:
Die Natur regelt vieles selbst.
Dafür werden keine Gifte eingesetzt.
Der Deutsche Wetterdienst bietet eine Früh-Warnung an
Der Deutsche Wetterdienst hat ein Frühwarnsystem entwickelt.
Ein Frühwarnsystem soll Menschen früh informieren.
So können sie sich besser vorbereiten.
Das Frühwarnsystem zeigt:
Wo der Eichenprozessionsspinner auftreten kann.
Mehr Informationen gibt es hier:
https://www.dwd.de/DE/fachnutzer/landwirtschaft/appl/eichenprozessionsspinner_view/_node.html
Die Bayerische Landesanstalt erklärt die Bedeutung der Käfer
Die Bayerische Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft hat Informationen veröffentlicht.
Darin steht:
Nützliche Käfer fressen schädliche Raupen.
Seit einigen Jahren wird das Klima immer wärmer.
Dadurch vermehren sich verschiedene Nachtfalter sehr stark.
Nachtfalter sind Schmetterlinge, die vor allem nachts fliegen.
Manche dieser Arten leben auf Eichen.
Sie können den Bäumen schaden.
Die Raupen fressen viele Blätter.
Manchmal bleibt ein Baum fast ohne Blätter zurück.
Das nennt man kahl fressen.
Einige Raupen haben außerdem feine Brennhaare.
Diese Haare können bei Menschen Hautreizungen oder andere Beschwerden auslösen.
Der Große Puppenräuber und der Kleine Puppenräuber sind heimische Laufkäfer.
Heimisch bedeutet:
Sie leben von Natur aus in Deutschland.
Beide Käfer fressen besonders gerne diese Raupen.
Darum werden sie als nützliche Tiere angesehen.
Vor allem in den Laubwäldern von Nordbayern kommen beide Käfer heute wieder häufiger vor.
Südlich der Donau wurden sie dagegen sehr lange nicht mehr gefunden.
Die letzten bekannten Nachweise stammen aus dem Jahr 1906.
Der Große Puppenräuber fliegt weite Strecken
Der Große Puppenräuber kann sehr gut fliegen.
Ein Fachmann für Laufkäfer erklärt:
Der Käfer kann sogar sehr weite Strecken zurücklegen.
Er fliegt dorthin, wo es viele Raupen gibt.
Dort findet er genug Nahrung.
Der Große Puppenräuber frisst besonders gern Raupen vom Eichenprozessionsspinner.
Er frisst aber auch Raupen vom Schwammspinner.
Der Schwammspinner ist eine andere Schmetterlings-Art.
Wenn sich sehr viele Raupen vermehren, folgt ihnen der Käfer.
Trotzdem kann auch der Große Puppenräuber eine Massenvermehrung nicht vollständig verhindern.
Weitere Informationen gibt es hier:
https://www.lwf.bayern.de/service/presse/379213/index.php
Forschung aus Sachsen-Anhalt macht Hoffnung
Jetzt geht es weiter mit einer Meldung aus Sachsen-Anhalt.
Danach berichtet die Trierer Umschau ausführlich über den Eichenprozessionsspinner.
Außerdem geht es um den Großen Puppenräuber.
Der Beitrag erklärt:
Warum beide Arten für das Gleichgewicht der Natur wichtig sind.
Der Große Puppenräuber ist nach vielen Jahren wieder in Sachsen-Anhalt gefunden worden.
Das ist eine sehr gute Nachricht für die Natur.
Der Käfer frisst den Eichenprozessionsspinner.
Darum kann er helfen, dass es weniger Eichenprozessionsspinner gibt.
Forschende freuen sich über den Fund.
Der Große Puppenräuber ist wieder da
Forschende und Studierende der Hochschule Anhalt haben den Großen Puppenräuber gefunden.
Studierende sind Menschen, die an einer Hochschule lernen.
Die Hochschule Anhalt ist eine Hochschule für Forschung und Lehre.
Der Fund gehört zu einem Forschungs-Projekt.
Ein Forschungs-Projekt ist eine wissenschaftliche Untersuchung.
Die Forschenden wollen dabei mehr über den Eichenprozessionsspinner lernen.
Sie wollen auch herausfinden, wie die Natur besser geschützt werden kann.
Der Große Puppenräuber ist ein großer Laufkäfer.
Laufkäfer leben meistens auf dem Boden.
Sie laufen schnell.
Viele Laufkäfer können auch fliegen.
Der Große Puppenräuber wurde an zwei Orten gefunden.
Ein Fund war im Drömling.
Der andere Fund war in der Nähe von Dessau-Roßlau.
Für Sachsen-Anhalt ist das etwas Besonderes.
Der Käfer wurde dort viele Jahre lang nicht mehr gefunden.
Seit den 1960er-Jahren galt die Art als verschwunden.
Das bedeutet:
Fachleute konnten den Käfer über viele Jahre nicht mehr nachweisen.
Darum glaubten sie:
Der Große Puppenräuber lebt dort nicht mehr.
Der Fund macht Fachleuten Hoffnung
Ein Fachmann vom Landesamt für Umweltschutz freut sich über den Fund.
Er sagt:
Der Große Puppenräuber wurde zuletzt vor mehr als 50 Jahren in Sachsen-Anhalt gesehen.
Vielleicht ist der Käfer aus Brandenburg eingewandert.
Einwandern bedeutet:
Ein Tier kommt aus einer anderen Region.
Dort sucht es einen neuen Lebensraum.
Vielleicht gab es dort besonders viele Raupen.
Darum hatte der Käfer genug Nahrung.
Jetzt hoffen die Fachleute:
Der Große Puppenräuber soll dauerhaft in Sachsen-Anhalt leben.
Er soll sich dort vermehren.
Das bedeutet:
Es sollen viele neue Käfer entstehen.
So kann wieder eine große und gesunde Gruppe von Käfern leben.
Der Große Puppenräuber hilft der Natur
Der Große Puppenräuber frisst besonders gern Raupen.
Er frisst auch Puppen.
Puppen gehören zur Entwicklung eines Schmetterlings.
Aus einer Puppe entsteht später ein Schmetterling.
Besonders gern frisst der Käfer den Eichenprozessionsspinner.
Dadurch kann er helfen, dass es weniger Raupen gibt.
Der Käfer wurde genau in Gebieten gefunden,
in denen es seit vielen Jahren besonders viele Eichenprozessionsspinner gibt.
Das zeigt:
Der Große Puppenräuber kann dort eine wichtige Aufgabe übernehmen.
Er hilft der Natur.
Die Raupen können Menschen krank machen
Der Eichenprozessionsspinner ist eine Schmetterlings-Art.
Die Art lebt schon lange in Deutschland.
Darum nennt man sie heimisch.
Die Raupen bekommen später sehr feine Brennhaare.
Diese Haare sind sehr klein.
Der Wind kann sie weit tragen.
Die Haare können auf die Haut gelangen.
Sie können auch in die Augen oder in die Atemwege kommen.
Dann können Menschen krank werden.
Die Haut kann jucken.
Es können rote Stellen entstehen.
Auch Husten oder Atembeschwerden sind möglich.
Manche Menschen bekommen eine Allergie.
Eine Allergie bedeutet:
Der Körper reagiert besonders empfindlich auf einen Stoff.
In den letzten Jahren gibt es immer mehr Eichenprozessionsspinner.
Darum berichten Zeitungen, Fernsehen und das Internet oft über dieses Thema.
Auch viele Menschen machen sich Sorgen.
In Wohngebieten werden die Raupen deshalb oft entfernt.
Auch an Schulen,
Spielplätzen,
Parks
oder anderen Orten mit vielen Menschen
werden die Raupen häufig bekämpft.
Manchmal werden die Nester abgesaugt.
Manchmal werden besondere Mittel eingesetzt.
Diese Mittel heißen Biozide.
Biozide sind Stoffe,
die bestimmte Tiere oder andere Lebewesen bekämpfen.
Natürliche Feinde sollen besser geschützt werden
Seit dem Jahr 2021 erforscht die Hochschule Anhalt den Eichenprozessionsspinner.
Die Forschenden suchen nach Lösungen,
die der Natur helfen.
Dabei geht es nicht nur um das Bekämpfen der Raupen.
Es geht auch darum,
natürliche Feinde zu schützen.
Natürliche Feinde sind Tiere,
die andere Tiere fressen.
Sie helfen dabei,
dass sich eine Art nicht zu stark vermehrt.
Die Projektleiterin erklärt:
Der Klima-Wandel könnte ein Grund für die starke Ausbreitung des Eichenprozessionsspinners sein.
Klima-Wandel bedeutet:
Das Klima auf der Erde verändert sich.
In vielen Regionen wird es wärmer.
Auch der Verlust vieler Tier- und Pflanzen-Arten könnte eine Ursache sein.
Fachleute nennen das Biodiversitäts-Verlust.
Biodiversität bedeutet:
Es gibt viele verschiedene Tiere,
Pflanzen
und andere Lebewesen.
Alle gehören zur Natur.
Je mehr verschiedene Arten es gibt,
desto stabiler ist die Natur.
Die Forschenden beobachten auch Vögel.
Viele Vögel fressen Raupen.
Darum untersuchen sie Nistkästen.
Ein Nistkasten ist ein künstliches Vogelhaus.
Außerdem beobachten die Forschenden andere Insekten.
Auch diese Tiere können natürliche Feinde vom Eichenprozessionsspinner sein.
Der Große Puppenräuber gehört dazu.
Er kann helfen,
die Zahl der Raupen klein zu halten.
Die Forschenden sagen:
Wenn wir natürliche Feinde besser kennen,
können wir sie besser schützen.
Dann kann die Natur viele Aufgaben selbst übernehmen.
Das hilft auch,
viele verschiedene Tier- und Pflanzen-Arten zu erhalten.
Ein Käfer mit einem glänzenden Panzer
Der Große Puppenräuber ist leicht zu erkennen.
Er ist größer als viele andere Käfer.
Sein Panzer glänzt gold-grün.
Darum fällt er schnell auf.
Der Käfer kann gut fliegen.
Er fliegt auch über weite Strecken.
Dabei sucht er nach Nahrung.
Sein Name verrät,
was er besonders gern frisst.
Er frisst Raupen.
Und er frisst Puppen von Schmetterlingen.
Auch der Große Puppenräuber kann eine sehr starke Vermehrung des Eichenprozessionsspinners nicht allein verhindern.
Trotzdem ist er sehr wichtig.
Er gehört zu vielen Tieren,
Pflanzen
und anderen Lebewesen,
die zusammen das Gleichgewicht der Natur erhalten.
Jede Art übernimmt dabei ihre eigene Aufgabe.
Das Forschungs-Projekt läuft noch bis Ende 2026
Das Land Sachsen-Anhalt unterstützt das Forschungs-Projekt.
Es läuft noch bis Ende des Jahres 2026.
Mehrere Partner arbeiten gemeinsam an dem Projekt.
Dazu gehört das Biosphären-Reservat Drömling.
Ein Biosphären-Reservat ist ein besonders geschütztes Natur-Gebiet.
Auch die Gemeinden im Drömling machen mit.
Außerdem beteiligt sich die Naturschutz-Behörde der Stadt Dessau-Roßlau.
Alle arbeiten gemeinsam daran,
die Natur besser zu verstehen
und dauerhaft zu schützen.
Herbarium PLUS: Zwei Tiere im Vergleich
Der Eichenprozessionsspinner und der Große Puppenräuber gehören zusammen.
Sie sind Teil der Natur.
Beide Arten kommen auch in Rheinland-Pfalz vor.
Sie können auch an der Mosel leben.
Der Eichenprozessionsspinner ist vielen Menschen bekannt.
Das liegt an seinen Brennhaaren.
Die Brennhaare sind sehr klein.
Sie können Haut, Augen und Atemwege reizen.
Darum können Menschen krank werden.
Der Große Puppenräuber ist ein natürlicher Feind des Eichenprozessionsspinners.
Das bedeutet:
Der Käfer frisst die Raupen und Puppen des Eichenprozessionsspinners.
Darum interessiert sich die Wissenschaft immer mehr für den Großen Puppenräuber.
Die Wissenschaft erforscht,
wie der Käfer der Natur helfen kann.
Die Forschenden möchten besser verstehen,
wie beide Arten zusammenleben
und wie sie das natürliche Gleichgewicht unterstützen.
Eichenprozessionsspinner (Thaumetopoea processionea)
Name und wissenschaftlicher Name
Der deutsche Name ist:
Eichenprozessionsspinner.
Der wissenschaftliche Name ist:
Thaumetopoea processionea.
Der Eichenprozessionsspinner gehört zu den Schmetterlingen.
Er gehört zu einer besonderen Gruppe von Schmetterlingen.
Diese Gruppe heißt Prozessionsspinner.
Wie lebt der Eichenprozessionsspinner?
Der Eichenprozessionsspinner lebt als Raupe nicht allein.
Viele Raupen leben zusammen.
Sie bilden große Gruppen.
Diese Gruppen nennt man Kolonien.
Die Raupen bauen gemeinsam ein Nest.
Das Nest besteht aus feinen Fäden.
Darum heißt es Gespinstnest.
Die Nester befinden sich am Stamm einer Eiche.
Oder an dicken Ästen.
Von dort gehen die Raupen gemeinsam auf Nahrungssuche.
Sie laufen dabei hintereinander.
Das sieht aus wie eine lange Reihe.
Darum heißt die Art Eichenprozessionsspinner.
Der erwachsene Schmetterling lebt anders.
Er lebt allein.
Er ist vor allem in der Nacht aktiv.
Am Tag versteckt er sich zwischen Blättern und anderen Pflanzen.
Der Eichenprozessionsspinner hält keinen Winterschlaf.
Er zieht auch nicht wie manche Schmetterlinge in andere Länder.
Neue Lebensräume erreicht er als Schmetterling.
Der Schmetterling kann fliegen.
In warmen Jahren breitet sich die Art weiter aus.
Dann lebt sie auch weiter im Norden.
Und auch in höheren Lagen.
Welche Sinne nutzt der Eichenprozessionsspinner?
Die Raupen orientieren sich vor allem mit ihrem Tastsinn.
Das bedeutet:
Sie fühlen ihre Umgebung.
Außerdem nutzen sie ihren Geruchssinn.
Damit können sie Gerüche wahrnehmen.
Die erwachsenen Schmetterlinge haben große Facettenaugen.
Facettenaugen bestehen aus vielen kleinen Einzelaugen.
Damit können sie sich in der Dämmerung gut orientieren.
Außerdem haben sie Fühler.
Mit den Fühlern nehmen sie Gerüche wahr.
Vor allem die Männchen können damit Duftstoffe der Weibchen erkennen.
Diese Duftstoffe heißen Pheromone.
Pheromone sind Duftstoffe.
Mit ihnen finden sich Tiere zur Paarung.
Die Männchen können diese Duftstoffe über viele hundert Meter wahrnehmen.
Wie unterscheiden sich Weibchen und Männchen?
Weibchen und Männchen sehen sich sehr ähnlich.
Trotzdem gibt es einige Unterschiede.
Das Männchen ist meist etwas kleiner.
Seine Flügel sind etwa 25 bis 30 Millimeter breit.
Der Körper ist ungefähr 10 bis 15 Millimeter lang.
Das Männchen ist schlanker.
Seine Fühler sind stärker gefiedert.
Außerdem ist es meistens etwas dunkler.
Das Weibchen ist etwas größer.
Seine Flügel sind etwa 30 bis 36 Millimeter breit.
Der Körper ist ungefähr 15 bis 18 Millimeter lang.
Das Weibchen ist kräftiger gebaut.
Seine Fühler sind weniger stark gefiedert.
Der Hinterleib ist deutlich dicker.
Dort befinden sich die Eier.
Beide Tiere haben graubraune Vorderflügel.
Darauf sind feine dunkle Muster zu sehen.
Paarung und Fortpflanzung
Der erwachsene Schmetterling lebt nur wenige Tage.
Nach dem Schlüpfen sucht das Weibchen ein Männchen.
Das Weibchen sendet besondere Duftstoffe aus.
Damit lockt es das Männchen an.
Nach der Paarung legt das Weibchen Eier ab.
Meist legt es zwischen 100 und 300 Eier.
Die Eier liegen in kleinen Gruppen.
Sie werden an dünne Zweige von Eichen geklebt.
Dort bleiben die Eier über den Winter.
Im nächsten Frühjahr schlüpfen fast alle Raupen zur gleichen Zeit.
Vom Ei bis zum Schmetterling
Der Eichenprozessionsspinner entwickelt sich in mehreren Schritten.
Zuerst gibt es das Ei.
Die Eier liegen meist von August bis April an den Zweigen.
Sie überstehen dort den Winter.
Im Frühjahr schlüpfen die Raupen.
Das ist ungefähr von April bis Juni.
Danach verpuppen sich die Raupen.
Das geschieht meist im Juni oder Juli.
Aus der Puppe schlüpft später der Schmetterling.
Das ist meistens im Juli oder August.
Kurz nach dem Schlüpfen kann sich der Schmetterling paaren.
Ein Eichenprozessionsspinner lebt insgesamt ungefähr ein Jahr.
Den größten Teil dieser Zeit verbringt er als Ei.
Der erwachsene Schmetterling lebt meistens nur wenige Tage.
Der Jahresablauf
Im Frühjahr schlüpfen die Raupen aus den Eiern.
Sie beginnen sofort zu fressen.
Sie fressen junge Blätter von Eichen.
Im Frühsommer werden die Raupen größer.
Jetzt bauen sie ihre Gespinstnester.
Ein Gespinstnest besteht aus feinen Fäden.
Ab diesem Zeitpunkt bekommen die Raupen auch ihre Brennhaare.
Die Brennhaare können Menschen krank machen.
Im Sommer verpuppen sich die Raupen.
Aus den Puppen schlüpfen später die Schmetterlinge.
Im Spätsommer legen die Weibchen ihre Eier an Zweige von Eichen.
Im Herbst und im Winter bleiben die Eier an den Zweigen.
Dort überstehen sie den Winter.
Im nächsten Frühjahr beginnt der Lebenszyklus von vorn.
Welche Nahrung hat der Eichenprozessionsspinner?
Die Raupen fressen fast nur Blätter von Eichen.
Am häufigsten fressen sie Blätter dieser Eichen:
● Stieleiche.
● Traubeneiche.
● Roteiche.
Die Roteiche wird etwas seltener genutzt.
Die erwachsenen Schmetterlinge fressen kaum noch.
Viele erwachsene Tiere nehmen gar keine Nahrung mehr auf.
Wo lebt der Eichenprozessionsspinner?
Der Eichenprozessionsspinner lebt heute in vielen Ländern Europas.
Auch in Deutschland kommt er in vielen Regionen vor.
Vor allem in warmen Gebieten hat er sich stark ausgebreitet.
In Rheinland-Pfalz lebt er heute fast überall.
Besonders häufig kommt er in diesen Regionen vor:
● Im Moseltal.
● Im Mittelrheintal.
● In Rheinhessen.
● Im Oberrheingraben.
● In der Pfalz.
Hat der Eichenprozessionsspinner ein Revier?
Der Eichenprozessionsspinner hat kein festes Revier.
Ein Revier ist ein Gebiet,
das ein Tier für sich beansprucht.
Die Raupen leben auf einer Eiche.
Oder auf wenigen Eichen,
die nah beieinander stehen.
Die erwachsenen Schmetterlinge können fliegen.
So können sie auch weit entfernte Eichen erreichen.
Manchmal fliegen sie mehrere Kilometer.
Dort entstehen neue Gruppen von Raupen.
Wie schützt sich der Eichenprozessionsspinner?
Die Raupen haben verschiedene Möglichkeiten,
sich zu schützen.
● Die Raupen sind graubraun.
Dadurch fallen sie auf der Baumrinde kaum auf.
● Die Raupen leben in großen Gruppen.
Gemeinsam sind sie besser geschützt.
● Die Gespinstnester bieten zusätzlichen Schutz.
● Die Raupen besitzen Millionen sehr kleiner Brennhaare.
Diese Brennhaare enthalten ein Nesselgift.
Das Gift heißt Thaumetopoein.
Nesselgift bedeutet:
Das Gift kann Haut und Schleimhäute reizen.
Die Brennhaare dienen nur zur Verteidigung.
Sie greifen Menschen oder Tiere nicht von selbst an.
Der Wind kann die feinen Haare weit tragen.
Dadurch können Menschen auch ohne direkten Kontakt Beschwerden bekommen.
Welche Gefahren gibt es für den Eichenprozessionsspinner?
Der Eichenprozessionsspinner ist nicht vom Aussterben bedroht.
Im Gegenteil.
In vielen Regionen gibt es heute mehr Tiere als früher.
Milde Winter und warme Sommer helfen der Art.
Es gibt aber natürliche Feinde.
Natürliche Feinde sind Tiere,
die den Eichenprozessionsspinner fressen.
Dazu gehören:
● Der Große Puppenräuber.
● Der Kleine Puppenräuber.
● Der Kuckuck.
● Der Pirol.
● Verschiedene Schlupfwespen.
Schlupfwespen sind kleine Wespen.
Sie legen ihre Eier in andere Insekten.
● Raupenfliegen.
Raupenfliegen legen ihre Eier auf oder in Raupen.
Außerdem bekämpfen Menschen den Eichenprozessionsspinner.
Zum Beispiel werden Raupennester entfernt.
Oder es werden biologische oder chemische Mittel eingesetzt.
Warum ist der Eichenprozessionsspinner wichtig für die Natur?
Der Eichenprozessionsspinner gehört zur Natur.
Er ist Teil des Ökosystems.
Ein Ökosystem besteht aus Tieren,
Pflanzen
und ihrer Umwelt.
Alle gehören zusammen.
Der Eichenprozessionsspinner ist Nahrung für verschiedene Tierarten.
Er gehört außerdem zur natürlichen Entwicklung von Eichenwäldern.
Manchmal gibt es aber sehr viele Raupen.
Dann können sie Eichen stark schädigen.
Sie fressen viele Blätter.
Dadurch werden die Bäume geschwächt.
Wo lebt der Eichenprozessionsspinner an den Moselweinbergen?
Der Eichenprozessionsspinner lebt dort,
wo Eichen wachsen.
Eichen sind Laubbäume.
An den Moselweinbergen gibt es solche Orte.
Besonders häufig lebt der Eichenprozessionsspinner hier:
● An Waldrändern oberhalb der Weinberge.
● In trockenen Wäldern an den Hängen.
● In warmen Eichenwäldern.
● In Parks mit alten Eichen.
● In kleinen Gehölzen auf Feldern.
Ein Gehölz ist eine kleine Gruppe aus Bäumen und Sträuchern.
Direkt zwischen den Reben lebt der Eichenprozessionsspinner normalerweise nicht.
Gibt es den Eichenprozessionsspinner auch im Garten?
Ja.
Das ist möglich.
Dafür müssen größere Eichen in der Nähe stehen.
Zum Beispiel:
● Im eigenen Garten.
● Am Waldrand.
● In einem Park.
● In einem Wohngebiet mit alten Eichen.
Dort können die Raupen ihre Nester bauen.
Gibt es keine Eichen,
dann kommt der Eichenprozessionsspinner dort fast nie vor.
Welche wirtschaftliche Bedeutung hat der Eichenprozessionsspinner?
Der Eichenprozessionsspinner bringt kaum wirtschaftliche Vorteile.
Im Gegenteil.
Er verursacht oft hohe Kosten.
Zum Beispiel entstehen Kosten für:
● Den Schutz der Gesundheit von Menschen.
● Das Sperren von Parks oder anderen öffentlichen Orten.
● Das Entfernen der Raupen und ihrer Nester.
● Den Schutz von Wäldern.
● Einschränkungen für den Tourismus.
Tourismus bedeutet:
Menschen reisen in eine Region,
um dort ihre Freizeit oder ihren Urlaub zu verbringen.
Warum ist der Eichenprozessionsspinner trotzdem wichtig für die Natur?
Der Eichenprozessionsspinner gehört zur Natur.
Er ist Teil einer Nahrungskette.
Eine Nahrungskette zeigt,
welche Tiere andere Tiere oder Pflanzen fressen.
Viele Tiere nutzen den Eichenprozessionsspinner als Nahrung.
Außerdem beeinflusst er die Entwicklung von Eichenwäldern.
Durch sein Vorkommen können sich auch andere Tierarten entwickeln.
Dazu gehört zum Beispiel der Große Puppenräuber.
Der Große Puppenräuber findet dort Nahrung,
wo viele Raupen leben.
Der Eichenprozessionsspinner zeigt auch,
wie sich das Klima verändert.
Und er zeigt,
wie Menschen die Landschaft nutzen.
Darum ist die Art auch für die Wissenschaft wichtig.
Hat der Eichenprozessionsspinner eine religiöse oder besondere symbolische Bedeutung?
Aus früheren Zeiten ist keine religiöse Bedeutung bekannt.
Auch aus der Mythologie ist keine besondere Bedeutung überliefert.
Mythologie sind alte Geschichten und Erzählungen.
Heute sehen manche Menschen den Eichenprozessionsspinner als ein Symbol.
Zum Beispiel für:
● Die Folgen des Klima-Wandels.
Klima-Wandel bedeutet:
Das Klima auf der Erde verändert sich.
In vielen Regionen wird es wärmer.
● Das Gleichgewicht in der Natur.
Dazu gehören Tiere,
Pflanzen
und ihre natürlichen Feinde.
● Die Verletzlichkeit der Natur.
Das bedeutet:
Die Natur kann sich verändern oder Schaden nehmen.
● Die Bedeutung der Artenvielfalt.
Artenvielfalt bedeutet:
Es gibt viele verschiedene Tiere,
Pflanzen
und andere Lebewesen.
Alle sind wichtig.
Für die Wissenschaft ist aber etwas anderes besonders wichtig.
Der Eichenprozessionsspinner zeigt,
wie eng alles in der Natur zusammenhängt.
Dazu gehören:
● Das Klima.
● Die Wälder.
● Die Insekten.
● Die natürlichen Feinde.
Alle beeinflussen sich gegenseitig.
Darum ist es wichtig,
die Natur als Ganzes zu verstehen und zu schützen.
Großer Puppenräuber (Calosoma sycophanta)
Name und wissenschaftlicher Name
Der deutsche Name ist:
Großer Puppenräuber.
Der wissenschaftliche Name ist:
Calosoma sycophanta.
Der Große Puppenräuber gehört zu den Käfern.
Er gehört zu den Laufkäfern.
Laufkäfer leben meistens auf dem Boden.
Sie können sehr schnell laufen.
Wie lebt der Große Puppenräuber?
Der Große Puppenräuber lebt allein.
Er lebt nicht in Gruppen.
Er baut keine Nester.
Er bildet auch keine Kolonien.
Kolonien sind große Gruppen von Tieren,
die zusammenleben.
Jeder Käfer sucht selbst nach Nahrung.
Jeder Käfer sucht auch selbst einen Platz,
an dem später Eier abgelegt werden können.
Im Winter ruht der Käfer.
Er hält aber keinen Winterschlaf wie manche Säugetiere.
Stattdessen fällt er in eine Kältestarre.
Kältestarre bedeutet:
Der Körper arbeitet jetzt viel langsamer.
Der Käfer bewegt sich kaum noch.
So spart er Energie.
Während dieser Zeit versteckt er sich.
Zum Beispiel:
● Im Boden.
● Unter Steinen.
● Unter altem Holz.
Altes Holz nennt man auch Totholz.
● Unter Laub.
Laub sind abgefallene Blätter.
● In kleinen Spalten im Boden.
Der Große Puppenräuber kann sehr gut fliegen.
Das ist für einen Laufkäfer ungewöhnlich.
Er fliegt oft viele Kilometer weit.
So findet er neue Lebensräume.
Besonders dorthin fliegt er,
wo es viele Raupen gibt.
Dort findet er genug Nahrung.
Manchmal überfliegt der Käfer sogar große Landschaften.
Zum Beispiel Gebirge.
Oder breite Wasserflächen.
Am Boden läuft der Große Puppenräuber sehr schnell.
Er sucht auf dem Waldboden nach Nahrung.
Er läuft auch an Baumstämmen entlang.
Dort sucht er nach Raupen und anderen Beutetieren.
Beutetiere sind Tiere,
die von einem anderen Tier gefressen werden.
Welche Sinne nutzt der Große Puppenräuber?
Der Große Puppenräuber orientiert sich vor allem mit seinem Geruchssinn.
Außerdem nutzt er seinen Tastsinn.
Mit dem Geruchssinn findet er Nahrung.
Mit dem Tastsinn nimmt er seine Umgebung wahr.
Der Käfer hat große Facettenaugen.
Facettenaugen bestehen aus vielen kleinen Einzelaugen.
Damit erkennt er Bewegungen.
Der Käfer besitzt lange Fühler.
Die Fühler sind sehr empfindlich.
Mit ihnen kann er riechen.
Und er kann seine Umgebung ertasten.
An seinen Beinen und an den Mundwerkzeugen sitzen kleine Tastborsten.
Tastborsten helfen dem Käfer,
seine Umgebung besser wahrzunehmen.
Der Große Puppenräuber kann auch besondere Duftstoffe erkennen.
Diese Duftstoffe stammen von seinen Beutetieren.
Vor allem Raupen findet der Käfer über ihren Geruch.
Auch Bewegungen helfen ihm bei der Suche.
Wie unterscheiden sich Weibchen und Männchen?
Weibchen und Männchen sehen sich sehr ähnlich.
Trotzdem gibt es kleine Unterschiede.
Das Männchen wird etwa 24 bis 35 Millimeter lang.
Es ist meistens etwas schlanker.
An den Vorderfüßen hat das Männchen besondere Haftpolster.
Mit diesen Haftpolstern hält es sich bei der Paarung am Weibchen fest.
Das Weibchen wird etwa 25 bis 35 Millimeter lang.
Es ist etwas kräftiger gebaut.
Der Hinterleib ist etwas breiter.
Dort entwickeln sich später die Eier.
Beide Tiere haben einen schwarzen Kopf.
Sie besitzen kräftige Beine.
Damit können sie schnell laufen.
Die Flügeldecken glänzen auffällig.
Sie schimmern grün,
goldgrün
oder manchmal kupfergrün.
Die Flügeldecken haben feine Längslinien.
Darum ist der Große Puppenräuber leicht zu erkennen.
Paarung und Fortpflanzung
Nach dem Winter beginnt im Frühjahr die Paarungszeit.
Nach der Paarung legt das Weibchen viele Eier.
Die Eier werden einzeln
oder in kleinen Gruppen
in lockere Erde gelegt.
Der Platz liegt meistens dort,
wo es viele Raupen gibt.
Nach wenigen Tagen schlüpfen die Larven.
Larven sind die jungen Käfer.
Sie sehen noch nicht wie erwachsene Käfer aus.
Die Larven sind Räuber.
Das bedeutet:
Sie jagen andere Tiere.
Auch die erwachsenen Käfer sind Räuber.
Sie fressen vor allem Raupen.
Und sie fressen Puppen von Schmetterlingen.
Nach mehreren Entwicklungs-Schritten verpuppt sich die Larve.
Die Verpuppung findet im Boden statt.
Aus der Puppe schlüpft später ein erwachsener Käfer.
Vom Ei bis zum erwachsenen Käfer
Der Große Puppenräuber entwickelt sich in mehreren Schritten.
Zuerst gibt es das Ei.
Nach wenigen Tagen schlüpft die Larve.
Die Larve lebt ungefähr drei bis fünf Wochen.
Danach wird sie zur Puppe.
Das Puppenstadium dauert ungefähr zwei bis drei Wochen.
Im nächsten Frühjahr ist der Käfer geschlechtsreif.
Geschlechtsreif bedeutet:
Jetzt kann er sich fortpflanzen.
Ein Großer Puppenräuber lebt meistens zwei bis vier Jahre.
Viele Käfer überstehen mehrere Winter.
Der Jahresablauf
Im Frühjahr endet die Kältestarre.
Jetzt werden die Käfer wieder aktiv.
Sie suchen nach Nahrung.
Außerdem beginnt jetzt die Paarungszeit.
Im Frühsommer legen die Weibchen ihre Eier.
Aus den Eiern schlüpfen die Larven.
Die Larven wachsen schnell.
Im Sommer schlüpfen neue Käfer.
Auch sie beginnen bald mit der Jagd.
Im Herbst suchen die Käfer weiter nach Nahrung.
Dabei sammeln sie Energie für den Winter.
Im Winter ruhen die Käfer.
Sie verbringen die kalte Zeit im Boden.
Oder unter Totholz.
Totholz ist abgestorbenes Holz.
Dort bleiben sie in der Kältestarre,
bis es wieder wärmer wird.
Welche Nahrung hat der Große Puppenräuber?
Der Große Puppenräuber gehört zu den wichtigsten räuberischen Käfern in Europa.
Räuber bedeutet:
Er jagt andere Tiere,
um sie zu fressen.
Seine Nahrung besteht vor allem aus:
● Raupen des Eichenprozessionsspinners.
● Raupen des Schwammspinners.
● Raupen anderer Nachtfalter.
Nachtfalter sind Schmetterlinge,
die vor allem nachts fliegen.
● Puppen von Schmetterlingen.
● Manchmal auch andere größere Insekten.
Nicht nur die erwachsenen Käfer jagen.
Auch die Larven sind Räuber.
Ein einzelner Großer Puppenräuber kann in seinem Leben viele hundert Raupen fressen.
Wo lebt der Große Puppenräuber?
Der Große Puppenräuber lebt in vielen Ländern Europas.
Vor allem in Mittel-Europa,
Süd-Europa
und Ost-Europa.
Auch in Deutschland kommt er vor.
Besonders wohl fühlt er sich in warmen Regionen.
In Rheinland-Pfalz lebt der Große Puppenräuber zum Beispiel:
● An der Mosel.
● Im Mittelrheintal.
● In der Pfalz.
● Im Nahetal.
● In warmen Laubwäldern.
In den letzten Jahren wurde der Käfer wieder häufiger beobachtet.
Das bedeutet:
Er breitet sich in einigen Regionen wieder aus.
Hat der Große Puppenräuber ein Revier?
Der Große Puppenräuber besitzt kein festes Revier.
Ein Revier ist ein Gebiet,
das ein Tier für sich beansprucht.
Der Käfer bleibt dort,
wo es genügend Nahrung gibt.
Wenn es viele Raupen gibt,
kommen oft auch viele Große Puppenräuber.
Gibt es später weniger Raupen,
dann ziehen die Käfer weiter.
Sie suchen neue Gebiete mit genügend Nahrung.
Wie schützt sich der Große Puppenräuber?
Der Große Puppenräuber hat eine auffällige Farbe.
Sein Körper glänzt grün,
goldgrün
oder kupfergrün.
Diese Farbe dient nicht dazu,
sich zu verstecken.
Sie kann anderen Tieren zeigen:
Der Käfer kann sich gut verteidigen.
Der Große Puppenräuber besitzt:
● Kräftige Beißwerkzeuge.
Diese Beißwerkzeuge heißen Mandibeln.
Mit ihnen kann der Käfer Beute festhalten.
● Einen sehr harten Panzer.
Der Panzer schützt seinen Körper.
● Besondere Drüsen am Hinterleib.
Drüsen bilden bestimmte Stoffe.
Der Käfer kann daraus ein übel riechendes Abwehrmittel abgeben.
Das hält manche Feinde fern.
● Er kann sehr schnell laufen.
● Er kann sehr gut fliegen.
Wenn Gefahr droht,
lässt sich der Käfer oft einfach fallen.
Dann verschwindet er schnell unter den Blättern.
So ist er für seine Feinde nur schwer zu finden.
Welche Gefahren gibt es für den Großen Puppenräuber?
Der Große Puppenräuber ist noch nicht überall häufig.
In manchen Regionen braucht er besonderen Schutz.
Dort,
wo es genügend Nahrung
und passende Lebensräume gibt,
kann sich die Art wieder ausbreiten.
Es gibt aber auch Gefahren.
Dazu gehören:
● Pestizide.
Pestizide sind Mittel gegen unerwünschte Tiere oder Pflanzen.
● Insektizide.
Insektizide sind Mittel,
die Insekten töten.
Sie werden oft gegen Raupen eingesetzt.
Dadurch sterben manchmal auch nützliche Insekten.
● Der Verlust alter Laubwälder.
● Eine intensive Forstwirtschaft.
Das bedeutet:
Wälder werden sehr stark genutzt.
● Lebensräume werden voneinander getrennt.
Dadurch können sich die Käfer schlechter ausbreiten.
Auch der Große Puppenräuber hat natürliche Feinde.
Dazu gehören:
● Verschiedene Singvögel.
● Igel.
● Spitzmäuse.
Spitzmäuse sind kleine Säugetiere,
die viele Insekten fressen.
● Größere räuberische Käfer.
Warum ist der Große Puppenräuber wichtig für die Natur?
Der Große Puppenräuber ist ein wichtiger Käfer.
Er hilft der Natur.
Er frisst viele Raupen,
die Blätter von Bäumen fressen.
Dazu gehören auch die Raupen des Eichenprozessionsspinners.
Dadurch kann der Große Puppenräuber helfen,
dass es nicht zu viele Raupen gibt.
Fachleute nennen das natürliche Regulierung.
Natürliche Regulierung bedeutet:
Die Natur sorgt selbst dafür,
dass sich Tiere nicht zu stark vermehren.
Der Große Puppenräuber hilft dabei:
● Sehr viele Raupen zu verringern.
● Das natürliche Gleichgewicht im Wald zu erhalten.
Das natürliche Gleichgewicht bedeutet:
Tiere,
Pflanzen
und ihre Umwelt beeinflussen sich gegenseitig.
● Den Einsatz von chemischen Mitteln manchmal zu verringern.
Chemische Mittel sind Stoffe,
mit denen Tiere bekämpft werden.
● Anderen Tieren als Nahrung zu dienen.
Auch der Große Puppenräuber kann von anderen Tieren gefressen werden.
Darum gehört er zu einer Nahrungskette.
Eine Nahrungskette zeigt,
welche Tiere andere Tiere oder Pflanzen fressen.
Der Große Puppenräuber ist deshalb ein wichtiger Teil natürlicher Wälder.
Wo lebt der Große Puppenräuber an den Moselweinbergen?
Die größten Chancen,
den Großen Puppenräuber zu sehen,
gibt es an diesen Orten:
● In warmen Eichenwäldern oberhalb der Weinberge.
● An sonnigen Waldrändern.
● An trockenen Hängen.
● In lichten Mischwäldern.
Ein lichter Mischwald hat genügend Platz zwischen den Bäumen.
Dort kommt viel Sonnenlicht auf den Boden.
● In alten Eichenbeständen.
Wenn es besonders viele Eichenprozessionsspinner gibt,
kann der Große Puppenräuber auch direkt an diesen Eichen gefunden werden.
Dort sucht er nach Nahrung.
Gibt es den Großen Puppenräuber auch im Garten?
Ja.
Das ist möglich.
Aber das kommt nur selten vor.
Dafür müssen einige Bedingungen erfüllt sein.
Zum Beispiel:
● Es müssen größere Eichen in der Nähe wachsen.
● Der Garten sollte naturnah sein.
Naturnah bedeutet:
Im Garten gibt es viele Pflanzen,
Tiere
und möglichst wenig Eingriffe.
● Es sollten keine Insektizide verwendet werden.
Insektizide sind Mittel,
die Insekten töten.
● Es muss genügend Nahrung geben.
In dicht bebauten Wohngebieten wird der Große Puppenräuber nur selten gefunden.
Welche wirtschaftliche Bedeutung hat der Große Puppenräuber?
Der Große Puppenräuber bringt den Menschen keinen direkten Gewinn.
Trotzdem ist er sehr nützlich.
Er hilft auf natürliche Weise.
Zum Beispiel:
● Er kann dazu beitragen,
dass es weniger Eichenprozessionsspinner gibt.
● Er kann helfen,
Schäden in Wäldern zu verringern.
● Er kann dazu beitragen,
dass weniger Geld für die Bekämpfung von Raupen ausgegeben werden muss.
● Er kann helfen,
Gesundheitsrisiken durch die Brennhaare des Eichenprozessionsspinners zu verringern.
● Er unterstützt eine naturnahe Waldwirtschaft.
Das bedeutet:
Der Wald wird so genutzt,
dass Tiere,
Pflanzen
und ihre Lebensräume möglichst gut erhalten bleiben.
Der Große Puppenräuber kann den Eichenprozessionsspinner aber nicht allein bekämpfen.
Er kann die Natur nur unterstützen.
Welche Bedeutung hat der Große Puppenräuber für die Natur?
Der Große Puppenräuber gehört zu den wichtigsten räuberischen Laufkäfern.
Er ist eine Schlüsselart.
Eine Schlüsselart ist besonders wichtig für die Natur.
Sie beeinflusst viele andere Tiere und Pflanzen.
Der Große Puppenräuber hilft dabei:
● Die Zahl verschiedener Schmetterlings-Arten im Gleichgewicht zu halten.
● Wälder gesund und stabil zu erhalten.
● Tiere in der Nahrungskette miteinander zu verbinden.
● Naturnahe und artenreiche Wälder anzuzeigen.
Artenreich bedeutet:
Dort leben viele verschiedene Tiere und Pflanzen.
● Die Selbstregulierung der Natur zu unterstützen.
Selbstregulierung bedeutet:
Die Natur kann viele Aufgaben selbst lösen.
Hat der Große Puppenräuber eine religiöse oder besondere symbolische Bedeutung?
Aus früheren Zeiten ist keine religiöse Bedeutung bekannt.
Auch aus der Mythologie ist keine besondere Bedeutung überliefert.
Mythologie sind alte Geschichten und Erzählungen.
Heute sehen viele Menschen den Großen Puppenräuber als ein Symbol.
Er steht zum Beispiel für:
● Die Kraft natürlicher Feinde.
● Das Gleichgewicht zwischen Beutetieren und Räubern.
● Die Fähigkeit der Natur,
sich selbst zu helfen.
● Die Bedeutung der Artenvielfalt.
Artenvielfalt bedeutet:
Es gibt viele verschiedene Tiere,
Pflanzen
und andere Lebewesen.
Alle sind wichtig.
Der Große Puppenräuber zeigt,
dass die Natur viele Probleme selbst lösen kann.
Dafür braucht sie viele verschiedene Tier-
und Pflanzenarten.
Darum freuen sich viele Fachleute,
wenn der Große Puppenräuber in einer Region wieder gefunden wird.
Seine Rückkehr gilt als ein gutes Zeichen für den Naturschutz.
Mehr Informationen über die Eiche
Die Trierer Umschau hat auch die Eiche vorgestellt.
Mehr Informationen finden Sie hier:
https://www.trierer-umschau.de/2026-04-15-cb/
und hier:
https://www.trierer-umschau.de/2026-04-20-bb/
Alle Texte zum Thema „Natur·ereignis·begleiter / Lebendige Moselweinberge“ finden Sie hier:
https://www.trierer-umschau.de/netzwerk/naturereignisbegleiter/
Standardtext vgl. https://www.trierer-umschau.de/2026-07-28-ba/
Text in Leichter Sprache: mit dem Optimeil-Leichte-Sprache-Assistenten von ChatGPT
Textbegleitung: Christph Maisenbacher – 28. Juli 2026
Quellen: vgl. Standardtext wie auch die in diesem notierte Links
Foto 1: Quelle: © Nicolas Dietz / Hochschule Anhalt – Logo: © DLR Mosel – Foto 2: Quelle: © Larysa Popova / Hochschule Anhalt – Foto 3 und 4: Illustration: KI-generiert / Trierer Umschau
Die Reihe heißt: Lebendige Moselweinberge.
Die Texte sind für Dauno geschrieben.
Ich möchte ihm damit danken.
Mehr Infos gibt es hier:
https://www.trierer-umschau.de/2025-11-03-bb/
