LEICHTE SPRACHE - TRIER-WETTER & DEUTSCHE GESELLSCHAFT FÜR GERIATRIE (DGG)

Deutschland ist gut auf den Winter vorbereitet. – Aber große Hitze wird für ältere Menschen immer gefährlicher. – Darum müssen wir Menschen besser vor Hitze schützen. – Das Wetter in Trier und in Europa.

In Deutschland gibt es immer mehr heiße Sommer.

Große Hitze kann besonders für ältere Menschen gefährlich sein.

Viele Gebäude schützen gut vor Kälte.

Vor großer Hitze schützen sie oft noch nicht gut.

Fachleute für die Gesundheit älterer Menschen fordern deshalb einen besseren Schutz vor Hitze.

 

Sommer 2026: Wie sieht der neue Sommer aus?

 

Jetzt ist Sommer.

Der Sommer dauert in diesem Jahr vom 21. Juni bis zum 23. September.

Der Sommer dauert insgesamt 95 Tage.

Jetzt ist ungefähr die Mitte des Sommers erreicht.

Es kann in den nächsten Wochen noch sehr warm werden.

Der Juni war in diesem Jahr an vielen Orten sehr heiß.

Darum fragen sich viele Menschen:

Wie sieht der neue Sommer in Deutschland aus?

Und:

Sind wir auf die große Hitze vorbereitet?

Viele Fachleute sagen:

Nein.

Eine Überschrift der Deutschen Gesellschaft für Geriatrie lautet:

„Deutschland ist für den Winter gebaut.“

Das bedeutet:

Viele Häuser, Pflege-Heime und Städte wurden früher vor allem für kalte Winter geplant.

Heute gibt es aber immer öfter sehr heiße Sommer.

Darauf sind viele Gebäude noch nicht gut vorbereitet.

Das ist besonders gefährlich für ältere Menschen.

Die Deutsche Gesellschaft für Geriatrie macht auf dieses Problem aufmerksam.

 

Wetter in Trier: Freundlicher Nachmittag nach einer kühlen Nacht

 

Jetzt schauen wir auf das Wetter in Trier.

Unsere beiden Wetter-Dach-Tauben ** melden:

In der Nacht waren es etwa 11 Grad.

Am Tag scheint fast die ganze Zeit die Sonne.

Am Nachmittag werden etwa 27 Grad erwartet.

 

Wetter in Europa: In vielen Städten etwa 25 Grad

 

Heute schauen wir auch auf das Wetter in vier Haupt-Städten in Europa.

In Brüssel gibt es Sonne und Wolken.

Die höchste Temperatur liegt bei etwa 25 Grad.

In Budapest ist das Wetter ähnlich.

Auch in Bukarest ist das Wetter ähnlich.

Sogar in Dublin werden heute etwa 25 Grad und Sonne mit einigen Wolken erwartet.

 

Der heiße Juni wirft Fragen für die Zukunft auf

 

Der heiße Juni zeigt:

Wir müssen besser überlegen, wie wir uns vor großer Hitze schützen können.

Fachleute nennen das Vorbeugung.

Vorbeugung bedeutet:

Man tut etwas früh genug.

So können Schäden oder Krankheiten verhindert werden.

Viele Messungen zeigen:

Die Durchschnitts-Temperaturen steigen.

Das gilt für viele Regionen in Deutschland.

Und auch für viele andere Länder der Welt.

 

Was bedeutet das Wort Geriatrie?

 

Jetzt erklären wir das Wort „Geriatrie“.

Geriatrie ist ein schwieriges Wort.

Es bedeutet:

Geriatrie ist ein Fachgebiet der Medizin.

Dort kümmern sich Ärztinnen und Ärzte besonders um ältere Menschen.

Die Deutsche Gesellschaft für Geriatrie erklärt das so:

Es gibt immer mehr ältere Menschen.

Die Menschen werden heute oft älter als früher.

Deshalb behandeln Ärztinnen und Ärzte immer mehr ältere Patientinnen und Patienten.

Viele ältere Menschen brauchen eine besondere medizinische Hilfe.

Die Geriatrie beschäftigt sich mit Krankheiten älterer Menschen.

Sie hilft bei plötzlichen Krankheiten.

Sie hilft auch bei Krankheiten, die lange dauern.

Diese Krankheiten heißen chronische Krankheiten.

Die Geriatrie hilft auch nach einer Krankheit oder nach einem Unfall.

Das nennt man Rehabilitation.

Rehabilitation bedeutet:

Menschen sollen wieder möglichst selbstständig leben können.

Die Geriatrie hilft auch dabei, Krankheiten zu vermeiden.

Das nennt man Prävention.

Prävention bedeutet:

Man schützt die Gesundheit, bevor eine Krankheit entsteht.

Die Geriatrie kümmert sich außerdem um die besondere Lebens-Situation älterer Menschen.

Dazu gehört auch die Begleitung am Lebensende.

Mehr Informationen finden Sie hier:

https://www.dggeriatrie.de/ueber-uns/was-ist-geriatrie

 

Jetzt folgt die Pressemitteilung der Deutschen Gesellschaft für Geriatrie.

 

Pressemitteilung der Deutschen Gesellschaft für Geriatrie

 

Deutschland ist für den Winter gebaut.
Aber nicht für große Hitze.

 

Große Hitze kann sehr gefährlich sein.

Man sieht die Schäden durch Hitze oft nicht sofort.

Nach einem Erdbeben sieht man zum Beispiel zerstörte Häuser oder kaputte Straßen.

Bei großer Hitze ist das anders.

Die Schäden bleiben oft unsichtbar.

Trotzdem können viele Menschen durch Hitze sterben.

Nach Schätzungen des Robert Koch-Instituts sind bis Ende Juni schon mehr als 5.000 Menschen an den Folgen der Hitze gestorben.

Eine Schätzung bedeutet:

Die Fachleute haben die Zahl sorgfältig berechnet.

Die genaue Zahl ist aber nicht bekannt.

Das Robert Koch-Institut ist ein Forschungs-Institut.

Es untersucht Krankheiten und den Schutz der Gesundheit.

Im Sommer 2024 und im Sommer 2025 starben zusammen weniger Menschen an den Folgen der Hitze.

Besonders gefährdet sind sehr alte Menschen.

Auch schwache Menschen sind besonders gefährdet.

Und Menschen mit mehreren Krankheiten haben ein höheres Risiko.

Die Deutsche Gesellschaft für Geriatrie sagt:

Deutschland muss Menschen besser vor großer Hitze schützen.

Dabei geht es nicht nur um die medizinische Versorgung.

Auch Pflege-Heime, Krankenhäuser und Wohnungen müssen besser auf große Hitze vorbereitet werden.

 

Gebäude müssen auch im Sommer vor Hitze schützen

 

Filippo Maria Verri arbeitet am Institut für Geriatrische Forschung der Universität Ulm.

Er sagt:

„Viele Gebäude wurden in den letzten Jahrzehnten so gebaut, dass im Winter möglichst wenig Wärme verloren geht.

Heute müssen wir auch darauf achten, dass Gebäude sich im Sommer nicht zu stark aufheizen.“

Das bedeutet:

Die Räume sollen im Sommer möglichst kühl bleiben.

Filippo Maria Verri ist Arzt.

Er behandelt ältere Menschen.

Außerdem beschäftigt er sich mit der Gesundheit vieler Menschen.

Das nennt man Public Health.

Public Health bedeutet:

Fachleute überlegen, wie die Gesundheit der Menschen geschützt und verbessert werden kann.

Filippo Maria Verri stellt eine wichtige Frage:

Wie müssen Städte, Wohn-Gebiete und Gebäude in Zukunft aussehen?

So können ältere Menschen auch heiße Sommer gut überstehen.

Zurzeit arbeitet er an einem Forschungs-Projekt.

Das Projekt heißt KLEVER.

Ein Forschungs-Projekt ist eine wissenschaftliche Untersuchung.

Dabei suchen Fachleute nach neuen Lösungen.

An dem Projekt arbeiten auch das Fraunhofer-Institut für Bauphysik und die Technische Hochschule Ulm mit.

Die Fachleute vergleichen verschiedene Informationen.

Zum Beispiel messen sie:

● Wie warm die Räume werden.

● Wie der Körper auf Hitze reagiert.

Danach entwickeln sie Lösungen für Gebäude.

Die Lösungen sollen im Alltag gut funktionieren.

Sie sollen für ältere Gebäude geeignet sein.

Und auch für neue Gebäude.

 

Bestehende Gebäude besser vor Hitze schützen

 

Nicht neu bauen.
Sondern anders planen.

 

Nicht jedes Pflege-Heim kann in den nächsten Jahren umgebaut werden.

Das gilt auch für viele Krankenhäuser.

Filippo Maria Verri sagt:

Ein großer Umbau ist nicht überall sofort nötig.

Viele Verbesserungen können schon heute beginnen.

Sie können Schritt für Schritt umgesetzt werden.

Filippo Maria Verri sagt:

„Wir müssen nicht alles auf einmal machen.

Wir sollten zuerst dort handeln, wo die Hitze am größten ist.

Zum Beispiel in Zimmern auf der Südseite.

Oder in Zimmern auf der Westseite.

Oder in Zimmern direkt unter dem Dach.

Auch große Fenster können dazu führen, dass sich Räume stark aufheizen.“

Der erste Schritt ist oft ganz einfach.

Zuerst sollte gemessen werden, wie warm die einzelnen Räume werden.

Dann kann geprüft werden:

● Welche Räume werden besonders heiß?

● Wann werden diese Räume besonders heiß?

● Welche älteren oder kranken Menschen wohnen oder leben dort?

Danach können passende Maßnahmen ausgewählt werden.

Zum Beispiel können Sonnenschutz oder Markisen angebracht werden.

Eine Markise ist ein Sonnenschutz aus Stoff.

Sie wird außen am Gebäude befestigt.

Auch besondere Folien auf den Fenstern können helfen.

Sie halten einen Teil der Sonnenwärme ab.

So werden die Räume nicht so heiß.

Auch Bäume, Pflanzen oder andere begrünte Bereiche rund um ein Gebäude können helfen.

Sie spenden Schatten.

Dadurch bleibt die Umgebung kühler.

Auch richtiges Lüften ist wichtig.

Zum Beispiel am frühen Morgen oder in der Nacht.

Dann ist die Luft oft kühler.

Manchmal können Menschen auch für einige Zeit in einen kühleren Raum wechseln.

So wird die Belastung durch die Hitze kleiner.

 

Warme Nächte können die Gesundheit gefährden

 

Filippo Maria Verri sagt:

„Besonders gefährlich sind Tropen-Nächte.“

Eine Tropen-Nacht ist eine Nacht, in der die Temperatur nicht unter 20 Grad fällt.

Dann können sich die Luft und die Gebäude kaum abkühlen.

Die Wärme bleibt in den Wänden und in den Räumen.

Vor allem ältere Menschen können sich dann nur schwer erholen.

Der Körper braucht aber eine kühle Zeit.

Nur so kann er sich von der Hitze erholen.

Filippo Maria Verri sagt:

„Wir müssen nicht jedes Gebäude mit einer Klima-Anlage ausstatten.

Aber an Orten mit einem besonders hohen Risiko kann eine gezielte Kühlung Leben retten.“

Ein hohes Risiko bedeutet:

Dort besteht eine besonders große Gefahr für die Gesundheit.

Langfristig muss der Schutz vor Hitze bei jeder Planung mitgedacht werden.

Das gilt zum Beispiel für neue Gebäude.

Und auch für den Umbau bestehender Gebäude.

Dabei soll der Schutz vor Hitze genauso wichtig sein wie das Sparen von Energie.

Auch die Barrierefreiheit ist wichtig.

Barrierefreiheit bedeutet:

Gebäude und Wohnungen sollen für alle Menschen gut nutzbar sein.

Auch für Menschen mit Behinderungen oder für ältere Menschen.

 

Was Deutschland von südlichen Ländern lernen kann

 

Filippo Maria Verri ist in Süditalien aufgewachsen.

Dort gehören sehr heiße Sommer schon lange zum Alltag.

Er sagt:

„In Süditalien erkennt man Touristinnen und Touristen oft sofort.

Sie gehen mittags in der prallen Sonne nach draußen.“

Viele Menschen in Süditalien machen das anders.

Sie schließen tagsüber die Fensterläden.

So bleibt weniger Hitze im Haus.

Sie sorgen für Schatten an den Gebäuden.

Sie erledigen wichtige Arbeiten lieber am frühen Morgen oder am Abend.

Dann ist es kühler.

Deutschland muss diese Lebensweise nicht vollständig übernehmen.

Aber Deutschland kann von diesen Erfahrungen lernen.

Filippo Maria Verri sagt:

„Wir müssen das Rad nicht neu erfinden.

Wir können gute Ideen übernehmen und an unsere Bedingungen anpassen.“

 

Hitzeschutz wird immer wichtiger

 

Professor Michael Denkinger ist Präsident der Deutschen Gesellschaft für Geriatrie.

Er sagt:

Kurzfristige Maßnahmen allein reichen nicht aus.

Kurzfristige Maßnahmen sind Lösungen, die schnell umgesetzt werden.

Deutschland braucht auch gute Pläne für die Zukunft.

Die aktuellen Zahlen des Robert Koch-Instituts zeigen:

Große Hitze ist besonders gefährlich für sehr alte Menschen.

Auch Menschen mit mehreren Krankheiten haben ein hohes Risiko.

Professor Michael Denkinger sagt:

„Genau diese Menschen behandeln wir jeden Tag.

Deshalb wissen wir, wie groß die Gefahr durch Hitze ist.

In Deutschland leben immer mehr ältere Menschen.

Darum müssen wir schon heute an den Schutz vor Hitze denken.

Das gilt für Pflege-Heime.

Das gilt für Krankenhäuser.

Das gilt für Wohnungen.

Und das gilt auch für unsere Städte.“

Professor Michael Denkinger sagt außerdem:

Deutschland braucht gute Pläne für die Zukunft.

Und Deutschland braucht auch schnelle Lösungen für heute.

Beides ist wichtig.

 

Der Sommer der Zukunft braucht neue Lösungen

 

Die Sommer werden immer heißer.

Darauf muss sich Deutschland vorbereiten.

Es reicht nicht aus, nur auf die Temperatur zu schauen.

Wichtiger ist eine andere Frage:

Wie können wir ältere und besonders gefährdete Menschen gut vor großer Hitze schützen?

Dafür braucht Deutschland gute Gebäude.

Pflege-Heime und Krankenhäuser müssen auf große Hitze vorbereitet sein.

Auch Wohnungen und Städte sollen so geplant werden, dass Menschen bei großer Hitze besser geschützt sind.

Die Deutsche Gesellschaft für Geriatrie sagt:

Der Schutz vor Hitze muss in Zukunft selbstverständlich sein.

So können ältere und besonders gefährdete Menschen auch in heißen Sommern sicher leben.

 

Wir wünschen Ihnen Frieden.*

 

*** Mehr Informationen finden Sie hier:
Das Thema ist:
Kondensstreifen.
Und künstliche Wolken.
https://www.trierer-umschau.de/2026-04-25-ab/

 

 

Standardtext vgl. https://www.trierer-umschau.de/2026-07-24-aa/
Text in Leichter Sprache: mit dem Optimeil-Leichte-Sprache-Assistenten von ChatGPT
Textbegleitung: Christoph Maisenbacher – 24. Juli 2026
Foto: © Trierer Umschau

* Hier erklären wir:
Warum wir Ihnen Frieden wünschen:
https://www.trierer-umschau.de/2025-07-29-ab/

** Hier stellen wir unsere zwei Dach-Tauben vor.
Die zwei Tauben gehören zu unseren Wetter-Texten:
https://www.trierer-umschau.de/2026-05-12-ab/