Das Foto zeigt den Himmel über Trier.
Der Blick geht in Richtung Weißhaus.
Das Foto wurde um 15:30 Uhr gemacht.
Foto: © Trierer Umschau
Die Messstation gehört zum IGB.
IGB ist die Abkürzung für:
Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei.
Das Institut erforscht Seen und Flüsse.
Die Messstation sammelt Daten über den See.
Foto: Quelle: © Berit Kraushaar / IGB

LEICHTE SPRACHE - TRIER-WETTER & LEIBNIZ-INSTITUT FÜR GEWÄSSERÖKOLOGIE UND BINNENFISCHEREI (IGB)

Die Seen in Deutschland werden immer wärmer. – Das hat Folgen für Tiere und Pflanzen.

Die Seen in Deutschland werden immer wärmer.

Ende Juni 2026 hatte der Berliner Müggel·see eine Wasser·temperatur von mehr als 30 Grad Celsius.

So warm war das Wasser dort vorher noch nie.

Forschende vom IGB untersuchen die Folgen von der Hitze.

IGB ist eine Abkürzung.

Die Abkürzung bedeutet: Leibniz-Institut für Gewässer·ökologie und Binnen·fischerei.

Das Institut erforscht Flüsse und Seen.

Das Institut erforscht auch die Tiere und Pflanzen im Wasser.

Die Forschenden erklären die Folgen für Fische.

Die Forschenden erklären die Folgen für Muscheln.

Die Forschenden erklären die Folgen für Wasser·pflanzen.

Die Forschenden erklären auch die Folgen für die Gewässer.

Ein Gewässer ist zum Beispiel ein Fluss oder ein See.

Hitze kann zu wenig Sauerstoff im Wasser führen.

Der Klima·wandel verstärkt diese Probleme.

Klima·wandel bedeutet:

Das Klima auf der Erde verändert sich.

Die Erde wird immer wärmer.

 

Das Wetter in Trier: Viel Sonne und wenig Hoffnung auf Regen

 

Heute sitzen 2 Tauben auf dem Wetter-Dach.

Die Tauben lassen es ruhig angehen.

Die Wetter-Vorhersagen melden wenig Hoffnung auf Regen.

Die Wetter-Vorhersagen melden auch wenig Hoffnung auf Gewitter.

Das Trierer Tal braucht dringend Regen.

Das Trierer Tal ist das Gebiet rund um Trier.

Die Mosel führt zurzeit wenig Wasser.

Der Wasser·stand von der Mosel liegt fast 90 Zenti·meter unter dem normalen Wert.

Der normale Wert liegt bei 308 Zenti·metern.

Der Himmel über Trier bleibt wahrscheinlich bis zum Nachmittag ohne Wolken.

Die Temperatur steigt am Nachmittag auf 32 Grad Celsius.

Danach kommen wahrscheinlich wieder Wolken.

Am Abend können Gewitter kommen.

Die Wetter-Berechnungen zeigen aber etwas anderes.

Die Berechnungen zeigen wahrscheinlich kein Gewitter für das Trierer Tal.

Die Berechnungen zeigen wahrscheinlich auch keinen Regen für das Trierer Tal.

Diese Aussage gilt für das Trierer Tal.

Diese Aussage gilt nicht für den Hunsrück.

Diese Aussage gilt auch nicht für die Eifel.

Nun folgt der Blick auf 4 Haupt·städte in der Europäischen Union.

Die Europäische Union ist ein Zusammen·schluss von vielen Ländern in Europa.

Amsterdam hat Sonne und Wolken.

Die Temperatur in Amsterdam liegt bei 25 Grad Celsius.

In Athen bleibt es auch in der Nacht sehr warm.

Die niedrigste Temperatur in Athen liegt bei 25 Grad Celsius.

Am Nachmittag scheint in Athen die Sonne.

Die Temperatur steigt dort auf 36 Grad Celsius.

In Berlin steigt die Temperatur auf 30 Grad Celsius.

In Bratislava steigt die Temperatur auf 31 Grad Celsius.

Bratislava ist die Haupt·stadt von der Slowakei.

 

Vom Wetter-Bericht zur Wissenschaft: Darum ist diese Presse-Mitteilung wichtig

 

Nun geht es um eine Presse-Mitteilung vom IGB.

Eine Presse-Mitteilung ist ein Text mit wichtigen Informationen für Zeitungen und andere Medien.

IGB ist die Abkürzung für Leibniz-Institut für Gewässer·ökologie und Binnen·fischerei.

Das Institut erforscht Flüsse und Seen.

Das Institut erforscht auch die Tiere und Pflanzen im Wasser.

Die Trierer Umschau veröffentlicht diese Presse-Mitteilung sehr gerne.

Die Presse-Mitteilung ergänzt einen Text von gestern.

Der Text von gestern berichtet über die Hitze im Juni.

Die Informationen in dem Text kommen vom Deutschen Wetter·dienst.

Der Deutsche Wetter·dienst beobachtet das Wetter in Deutschland.

Sie finden den Text unter diesem Link:

https://www.trierer-umschau.de/2026-07-14-ab/

Die Presse-Mitteilung ergänzt auch unsere Reihe Natur·ereignis-Begleiter.

Die Reihe berichtet über besondere Ereignisse in der Natur.

Die Presse-Mitteilung ergänzt auch unsere Reihe Lebendige Mosel-Weinberge.

Der Text in dieser Reihe berichtet über Quagga-Muscheln.

Quagga-Muscheln leben im Wasser.

Quagga-Muscheln filtern kleine Teile aus dem Wasser.

Dadurch können die Muscheln das Wasser verändern.

Sie finden den Text über die Quagga-Muscheln unter diesem Link:

https://www.trierer-umschau.de/2026-06-08-ab/

Die neue Presse-Mitteilung erklärt viele Dinge über Seen in Deutschland.

Die Redaktion von der Trierer Umschau kann dadurch mehr über Seen lernen.

Die Redaktion wusste vorher nicht alles über Seen.

Auch die Wissenschaft hat eine genaue Erklärung für einen See.

Diese Erklärung bestimmt:

Wann ist ein Gewässer ein See?

Diese Informationen im Hintergrund machen die Presse-Mitteilung besonders interessant.

Der Text informiert auch über die Europäische Wasser·rahmen-Richtlinie.

Eine Richtlinie ist eine gemeinsame Vorgabe.

Die Europäische Wasser·rahmen-Richtlinie macht Vorgaben für den Schutz von Gewässern in Europa.

Sie finden weitere Informationen beim Umwelt·bundes·amt.

Das Umwelt·bundes·amt beschäftigt sich mit dem Schutz von der Umwelt.

Sie finden die Informationen unter diesem Link:

https://www.umweltbundesamt.de/wasserrahmenrichtlinie#

 

Nun folgt die Presse-Mitteilung vom Leibniz-Institut für Gewässer·ökologie und Binnen·fischerei.

 

 

Über 30 Grad im Wasser.

So warm sind viele Seen in Deutschland jetzt.

Das hat Folgen für die Natur.

 

Im Juni 2026 gab es sehr heiße Tage.

 

Nicht nur die Luft war sehr warm.

Auch viele Seen wurden sehr warm.

Am 29. Juni 2026 maßen Forschende im Berliner Müggel·see eine Wasser·temperatur von 30,2 Grad Celsius.

So warm war das Wasser dort noch nie.

Am Ufer war das Wasser sogar 32,7 Grad Celsius warm.

Viele Menschen fragen sich jetzt:

Was passiert mit einem See bei so großer Hitze?

Was passiert mit den Tieren?

Was passiert mit den Pflanzen?

Forschende vom IGB geben Antworten.

IGB ist die Abkürzung für:

Leibniz-Institut für Gewässer·ökologie und Binnen·fischerei.

Das Institut erforscht Seen und Flüsse.

Das Institut erforscht auch die Tiere und Pflanzen im Wasser.

Das IGB misst seit mehr als 45 Jahren die Wasser·temperatur im Müggel·see.

Eine Mess·station steht auf dem See.

Die Mess·station liegt etwa 200 Meter vom Ufer entfernt.

Die Mess·station misst mehrmals am Tag automatisch.

Die Forschenden messen die Temperatur an der Wasser·oberfläche.

Die Forschenden messen auch die Temperatur in fünf Metern Tiefe.

Außerdem messen die Forschenden noch andere Werte.

Sie messen zum Beispiel:

● die Sicht·tiefe.

Die Sicht·tiefe zeigt:

Wie tief Menschen in das Wasser sehen können.

● den Sauerstoff im Wasser.

Sauerstoff ist wichtig.

Fische und viele andere Lebe·wesen brauchen Sauerstoff zum Leben.

● die Luft·temperatur.

Dr. Tom Shatwell arbeitet am IGB.

Er sagt:

Schon in den Jahren 2006 und 2018 gab es starke Hitze.

Damals war das Wasser fast 30 Grad Celsius warm.

Jetzt ist das Wasser noch wärmer.

Die Messung von Ende Juni 2026 ist ein neuer Rekord.

Am Ufer hatte das Wasser sogar 32,7 Grad Celsius.

Auch in fünf Metern Tiefe war das Wasser noch warm.

Dort hatte das Wasser etwa 20 Grad Celsius.

 

Die Seen werden immer wärmer.

 

Dr. Tom Shatwell sagt:

Die neue Temperatur ist ein Rekord.

Aber der Rekord kommt nicht überraschend.

Die Seen werden seit vielen Jahren immer wärmer.

Das zeigen die Messungen von dem IGB.

Die Forschenden vergleichen viele Jahre miteinander.

Sie sehen:

Die Sommer werden immer wärmer.

Der Müggel·see wird im Durchschnitt immer wärmer.

Das gilt nicht nur für den Müggel·see.

Das gilt für viele Seen in Deutschland.

Eine Studie von dem IGB aus dem Jahr 2025 zeigt:

Viele Seen werden schneller warm als die Luft.

Eine Studie ist eine wissenschaftliche Untersuchung.

Die Forschenden untersuchten 46 Seen in Deutschland.

Sie verglichen die Jahre von 1990 bis 2020.

Die Ergebnisse zeigen:

Die Wasser·oberflächen werden immer wärmer.

Auch die Luft wird wärmer.

Das Wasser erwärmt sich aber noch schneller als die Luft.

 

Warum gibt es im See immer weniger Sauerstoff?

 

Im Frühling wird das Wasser an der Oberfläche schnell warm.

Das Wasser in der Tiefe bleibt länger kalt.

Warmes Wasser ist leichter als kaltes Wasser.

Deshalb bleibt das warme Wasser oben.

Das kalte Wasser bleibt unten.

Die beiden Wasser·schichten mischen sich dann nicht.

Fachleute nennen das Schichtung.

Schichtung bedeutet:

Das Wasser bildet verschiedene Schichten.

Diese Schichten bleiben getrennt.

Dann kommt das Wasser nicht mehr gut in Bewegung.

Sauerstoff aus der Luft gelangt dann nicht mehr bis auf den Grund von dem See.

Viele tiefe Seen haben jedes Jahr eine Schichtung.

Das passiert vom Frühling bis zum Herbst.

Der Müggel·see ist nicht sehr tief.

Der tiefste Punkt ist etwa acht Meter tief.

Der Wind mischt das Wasser dort oft bis zum Grund.

Darum bleibt der See meistens nicht lange geschichtet.

Bei großer Hitze verändert sich das.

Dann kann auch im Müggel·see eine Schichtung entstehen.

Viele Menschen merken das beim Baden.

Das Wasser oben fühlt sich warm an.

Das Wasser weiter unten fühlt sich viel kälter an.

Dr. Tom Shatwell erklärt:

Der Klima·wandel bringt immer mehr Hitze.

Der Klima·wandel bringt auch längere Hitze·wellen.

Eine Hitze·welle ist eine Zeit mit vielen sehr heißen Tagen.

Dadurch bilden auch flache Seen immer öfter eine Schichtung.

Dann gibt es am Grund von dem See immer weniger Sauerstoff.

Im Müggel·see dauerte diese Schichtung vom 17. Juni bis zum 4. Juli 2026.

In dieser Zeit nahm der Sauerstoff am Grund von dem See stark ab.

An der Wasser·oberfläche gab es ungefähr 10 Milligramm Sauerstoff in einem Liter Wasser.

In fünf Metern Tiefe gab es nur noch etwa 2,5 Milligramm Sauerstoff in einem Liter Wasser.

Teilweise war es noch weniger.

Dr. Tom Shatwell erklärt:

Viele Tiere im Wasser brauchen mindestens 2 Milligramm Sauerstoff in einem Liter Wasser.

Unter diesem Wert wird das Leben für viele Tiere sehr schwer.

 

Warum nimmt der Sauerstoff noch weiter ab?

 

Die Schichtung ist nicht der einzige Grund.

Es gibt noch zwei weitere Gründe.

Das Wasser kann bei großer Hitze weniger Sauerstoff aufnehmen.

Kühles Wasser kann mehr Sauerstoff speichern.

Warmes Wasser kann weniger Sauerstoff speichern.

Das ist ein natürlicher Vorgang.

Auch die Lebe·wesen im Wasser verändern sich.

Bei Wärme arbeiten viele kleine Lebe·wesen schneller.

Sie bauen abgestorbene Pflanzen und andere Stoffe ab.

Dabei verbrauchen sie Sauerstoff.

Darum geht noch mehr Sauerstoff verloren.

Während einer Schichtung kann der Sauerstoff im tiefen Wasser deshalb sehr schnell abnehmen.

Auch das zeigt die Studie von dem IGB aus dem Jahr 2025.

Die Forschenden untersuchten 46 Seen in Deutschland.

Die Forschenden verglichen die Jahre von 1990 bis 2020.

Das Ergebnis ist eindeutig.

In vielen Seen gibt es heute weniger Sauerstoff als früher.

Bei mehr als der Hälfte von allen Messungen im Sommer lag der Sauerstoff unter 2 Milligramm in einem Liter Wasser.

Das ist für viele Tiere ein kritischer Wert.

Kritisch bedeutet:

Ab diesem Wert wird das Überleben für viele Tiere schwierig.

 

Fische: Viele Fisch·arten kommen mit Wärme zurecht.

Trotzdem haben manche Fische Probleme.

 

Viele Menschen fragen:

Was passiert mit den Fischen?

Im Müggel·see leben 26 Fisch·arten.

Dazu gehören zum Beispiel:

● Karpfen.

● Fluss·barsch.

● Zander.

● Plötze.

● Wels.

● Aal.

Viele von diesen Fisch·arten vertragen warmes Wasser.

Die Fachleute sagen dazu:

Diese Fisch·arten sind temperatur·tolerant.

Temperatur·tolerant bedeutet:

Die Tiere können auch bei höheren Temperaturen leben.

Wenn im tiefen Wasser wenig Sauerstoff ist, können viele Fische den Ort wechseln.

Sie schwimmen dann in eine andere Wasser·schicht.

Dort finden sie mehr Sauerstoff.

Es gibt aber auch Fisch·arten, die kaltes Wasser brauchen.

Diese Fisch·arten leben vor allem in tiefen Seen.

Ein Beispiel ist die Maräne.

Die Maräne lebt zum Beispiel im Stechlin·see.

Die Maräne lebt auch im Boden·see.

Für diese Fisch·arten wird das Leben immer schwerer.

Sie brauchen kaltes Wasser.

Sie brauchen auch genügend Sauerstoff.

Beides gibt es immer seltener.

Die Forschenden sprechen von Temperatur·lebens·räumen.

Das ist ein schweres Wort.

Ein Temperatur·lebens·raum ist ein Bereich im Wasser.

Dort ist die Temperatur für eine Tier·art passend.

Dort gibt es auch genug Sauerstoff.

Diese Bereiche werden immer kleiner.

Darum verlieren kälte·liebende Fisch·arten ihren Lebens·raum.

 

Wasser·pflanzen: Die Hitze wirkt oft nur indirekt.

 

Amine Mahdjoub arbeitet ebenfalls am IGB.

Er erforscht Wasser·pflanzen.

Er beobachtet die Pflanzen im Müggel·see.

Er untersucht die Pflanzen auch im Labor.

Ein Labor ist ein Ort für wissenschaftliche Untersuchungen.

Er möchte wissen:

Wie reagieren Wasser·pflanzen auf Hitze?

Wie reagieren Wasser·pflanzen auf Sauerstoff·mangel?

Er untersucht dafür das Kamm-Laich·kraut.

Das Kamm-Laich·kraut ist eine Wasser·pflanze.

Die Pflanze wächst auf dem Grund von dem See.

Die Pflanze kommt in vielen Seen vor.

Die Pflanze wächst auch in langsam fließenden Gewässern.

Die Forschenden untersuchen die Foto·synthese.

Foto·synthese ist ein schweres Wort.

Foto·synthese bedeutet:

Pflanzen nutzen Licht.

Mit dem Licht stellen sie Nahrung für sich selbst her.

Amine Mahdjoub erklärt:

Etwas mehr Wärme ist für die Pflanzen zuerst kein Problem.

Die Pflanzen arbeiten dann sogar schneller.

Auch die Foto·synthese läuft besser.

Zwei Tage mit 33 Grad Celsius machen der Pflanze noch keinen messbaren Schaden.

Das änderte sich in den Versuchen nach längerer Zeit.

Etwa zehn sehr heiße Tage hintereinander belasten die Pflanzen deutlich.

Dann arbeitet die Foto·synthese schlechter.

Die Pflanzen werden dadurch geschwächt.

Eine so lange Hitze·welle gab es im Müggel·see bisher noch nicht.

Kurze Hitze macht den Pflanzen oft noch keine großen Probleme.

Es gibt aber andere Folgen.

Während der Hitze·welle im Juni 2026 vermehrten sich sehr viele kleine Lebe·wesen im Wasser.

Auch Faden·algen nahmen stark zu.

Faden·algen sind lange und dünne Algen.

Dadurch wurde das Wasser trüber.

Trübes Wasser lässt weniger Licht durch.

Dann erreicht weniger Licht den Grund von dem See.

Die Wasser·pflanzen bekommen dadurch weniger Licht.

Das erschwert die Foto·synthese.

Dadurch wachsen die Pflanzen schlechter.

 

Muscheln: Sie reinigen das Wasser.

Große Hitze ist für die Muscheln ein Problem.

 

Algen wachsen bei warmem Wasser besonders gut.

Auch Cyano·bakterien wachsen dann stärker.

Viele Menschen sagen auch Blau·algen.

Blau·algen sind keine Pflanzen.

Blau·algen sind Bakterien.

Manche Blau·algen können giftige Stoffe bilden.

Muscheln filtern kleine Teilchen aus dem Wasser.

Dadurch reinigen sie das Wasser.

Jonas Mauch arbeitet am IGB.

Er erforscht die Quagga-Muschel.

Die Quagga-Muschel lebt heute in großer Zahl im Müggel·see.

Die Quagga-Muschel stammt ursprünglich nicht aus Deutschland.

Fachleute nennen solche Arten invasiv.

Invasiv bedeutet:

Die Art lebt heute in einem neuen Gebiet.

Dort breitet sie sich stark aus.

Die Quagga-Muschel macht fast die ganze Muschel·menge im Müggel·see aus.

Sie bedeckt etwa ein Drittel von dem See·grund.

An manchen Stellen leben bis zu 46.000 Muscheln auf einem Quadrat·meter.

Seit die Quagga-Muschel im Müggel·see lebt, ist das Wasser klarer geworden.

Die Muscheln filtern das Wasser fast zweimal am Tag.

Dabei entfernen sie auch viele Blau·algen aus dem Wasser.

Eine Studie von dem IGB aus dem Jahr 2026 zeigt:

Mit steigender Wasser·temperatur arbeiten die Muscheln immer schlechter.

Ab 28 Grad Celsius hören die Muscheln mit dem Filtern auf.

Dann bleiben mehr Blau·algen im Wasser.

Bei einer Wasser·temperatur von 32 Grad Celsius sterben viele Muscheln.

Schon nach etwa vier Stunden können viele Muscheln sterben.

Deshalb verliert der See eine wichtige Hilfe für sauberes Wasser.

 

Kurz erklärt

 

● Der Müggel·see erreichte im Juni 2026 eine Rekord·temperatur.

● Am Ufer hatte das Wasser 32,7 Grad Celsius.

● An der Mess·station auf dem See hatte das Wasser 30,2 Grad Celsius.

● Das ist kein einzelner Zufall.

● Viele Seen in Deutschland werden immer wärmer.

● Die Wasser·oberfläche erwärmt sich seit vielen Jahren.

● Auch flache Seen bilden heute häufiger verschiedene Wasser·schichten.

● Dadurch gelangt weniger Sauerstoff bis auf den Grund von dem See.

● Warmes Wasser kann außerdem weniger Sauerstoff speichern.

● Viele kleine Lebe·wesen verbrauchen bei Wärme mehr Sauerstoff.

● Dadurch fehlt vielen Tieren wichtiger Sauerstoff.

● Viele Fisch·arten vertragen warmes Wasser.

● Fisch·arten, die kaltes Wasser brauchen, verlieren immer mehr Lebens·raum.

● Wasser·pflanzen bekommen bei trübem Wasser weniger Licht.

● Dadurch können sie schlechter wachsen.

● Die Quagga-Muschel reinigt normalerweise das Wasser.

● Bei großer Hitze hört sie mit dem Filtern auf.

● Bei sehr hohen Temperaturen sterben viele Muscheln.

 

Hintergrund: Was ist eigentlich ein See?

 

In Deutschland gibt es sehr viele stehende Gewässer.

Ein stehendes Gewässer fließt nicht.

Ein See ist ein stehendes Gewässer.

Aber nicht jedes stehende Gewässer ist ein See.

Die Wissenschaft hat dafür klare Regeln.

Ein See muss groß genug sein.

Ein See muss das Wasser mehrere Tage speichern.

Seen sammeln alles, was aus der Umgebung in das Wasser gelangt.

Dazu gehören zum Beispiel Nähr·stoffe.

Nähr·stoffe sind Stoffe, die Pflanzen zum Wachsen brauchen.

Zu viele Nähr·stoffe sind für einen See jedoch schädlich.

Die Stoffe können aus Städten kommen.

Die Stoffe können auch aus Fabriken kommen.

Auch Dünger aus der Land·wirtschaft kann in einen See gelangen.

Dünger hilft Pflanzen beim Wachsen.

Gelangt zu viel Dünger in einen See, verändert sich das Wasser.

Das ist bis heute ein großes Problem.

Für große Seen gelten besondere Regeln von der Europäischen Union.

Die Europäische Union ist ein Zusammen·schluss von vielen Ländern in Europa.

Diese Regeln heißen Europäische Wasser·rahmen-Richtlinie.

Eine Richtlinie ist eine gemeinsame Vorgabe.

Die Richtlinie soll Seen und Flüsse schützen.

Die Gewässer sollen in einem guten ökologischen Zustand bleiben.

Ökologisch bedeutet:

Die Natur bleibt gesund.

Tiere und Pflanzen finden gute Lebens·bedingungen.

Auch die Wasser·qualität soll gut bleiben.

Viele Seen in Deutschland sind kleiner.

Für diese Seen gibt es oft keine regelmäßigen Berichte.

Trotzdem sollen auch diese Seen geschützt werden.

Auch sie sollen einen guten Zustand erreichen.

Das ist das Ziel von der Europäischen Wasser·rahmen-Richtlinie.

Das IGB hat einen Leitfaden für Seen veröffentlicht.

Ein Leitfaden erklärt ein Thema Schritt für Schritt.

Der Leitfaden zeigt:

Wie sich Seen mit Problemen verbessern lassen.

Sie finden den Leitfaden unter diesem Link:

https://www.igb-berlin.de/sites/default/files/media-files/download-files/igb_manual_hilfe_fuer_seen_ein_leitfaden_0.pdf

 

 

Wir wünschen Ihnen Frieden.*

 

 

Standardtext vgl. https://www.trierer-umschau.de/2026-07-16-aa/
Text in Leichter Sprache: mit dem Optimeil-Leichte-Sprache-Assistenten von ChatGPT
Textbegleitung: Christoph Maisenbacher – 16. Juli 2026
Foto: © Trierer Umschau

* Hier erklären wir:
Warum wir Ihnen Frieden wünschen:
https://www.trierer-umschau.de/2025-07-29-ab/

** Hier stellen wir unsere zwei Dach-Tauben vor.
Die zwei Tauben gehören zu unseren Wetter-Texten:
https://www.trierer-umschau.de/2026-05-12-ab/