Mädchen spielen Fußball im kinderfreundlichen Schutzraum von Save the Children in Syrien (**)
Foto / Credit Line: © Roni Ahmed / Save the Children

FUSSBALL WM 2026 & KINDER

Fußball-WM 2026: Wie Fußball Kindern in Krisengebieten Hoffnung, Sicherheit und neues Selbstvertrauen schenken kann

Während die Fußball-WM 2026 in die K.-o.-Phase startet, erinnert Save the Children daran, dass Fußball für Millionen Kinder weit mehr ist als ein Spiel. In Krisengebieten schenkt Sport Hoffnung, Gemeinschaft und neue Perspektiven. Die Trierer Umschau blickt auf die menschliche Seite der Weltmeisterschaft.

 

Fußball-WM 2026: Heute beginnt die entscheidende K.-o.-Phase

 

Heute um 21 Uhr unserer Zeit beginnt mit dem Spiel Republik Südafrika gegen Kanada das Sechzehntelfinale der Fußball-Weltmeisterschaft 2026. Mit ihm startet die entscheidende K.-o.-Phase: Von nun an entscheidet jedes Spiel darüber, wer weiter vom Weltmeistertitel träumen darf – und für wen das Turnier endet.

Doch vielleicht liegt die größte Bedeutung dieser Weltmeisterschaft gar nicht darin, wer am Ende den Pokal in den Himmel hebt.

 

Fußball verbindet Menschen über Grenzen hinweg

 

Vielmehr erinnert uns dieses Turnier daran, dass Fußball Menschen zusammenführen kann – über Kontinente hinweg, über Sprachen, Kulturen und gesellschaftliche Grenzen hinweg. Während Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer mitfiebern, gibt es Kinder, für die ein Fußballplatz weit mehr ist als ein Ort des Wettkampfs. Er kann ein Ort der Sicherheit sein. Ein Ort, an dem Vertrauen wächst. Ein Ort, an dem Hoffnung wieder lernt zu laufen.

 

Warum die Trierer Umschau dieses Bild ausgewählt hat

 

Als Trierer Umschau haben wir deshalb zu der Presseinformation von Save the Children bewusst das Bild von drei Mädchen ausgewählt. Sie spielen Fußball. Sie lachen. Sie begegnen sich über den Ball. Die Kleidung, die sie tragen, mag für viele Menschen in Westeuropa zunächst ungewohnt erscheinen. Wer die unterschiedlichen Formen der Verschleierung besser verstehen möchte, findet eine sachliche Erläuterung unter https://www.ndr.de/kultur/Verschleierung-Burka-Niqab-und-Hidschab-das-ist-der-Unterschied,freitagsforum304.html.

Unsere Augen sind von unserer eigenen Kultur geprägt. Andere Augen sind anders geprägt. Deshalb möchten wir dieses Bild nicht bewerten, sondern betrachten. Mit Respekt. Denn wir sehen nicht zuerst Stoff oder Tradition. Wir sehen drei Kinder, die Fußball spielen.

 

Fußball kann Denkmuster und Grenzen überwinden

 

Vielleicht liegt genau darin eine stille Kraft dieses Sports. Fußball fragt nicht nach Herkunft, Sprache oder Lebensgeschichte. Er kennt keine Pässe und keine Vorurteile. Er lädt ein, miteinander zu spielen, sich gegenseitig wahrzunehmen und gemeinsam Erfahrungen zu machen.

Fußball kann Grenzen überwinden. Grenzen zwischen Ländern. Grenzen in unseren Köpfen. Und manchmal auch jene unsichtbaren Grenzen, die Krieg, Flucht, Armut oder persönliche Verletzungen im Inneren eines Menschen hinterlassen haben.

 

Save the Children: Sport als Schutzraum für Kinder

 

Die anschließende Pressemitteilung von Save the Children erzählt von genau dieser Kraft. Sie berichtet von Kindern, die durch das Spiel ein Stück Kindheit zurückgewinnen, Selbstvertrauen entwickeln und neue Hoffnung schöpfen.

Vielleicht beginnt der Weg zurück ins Leben manchmal nicht mit großen Worten.

Vielleicht beginnt er einfach mit einem Ball, der über einen staubigen Platz rollt – und mit anderen Kindern, die ihn gemeinsam ins Spiel bringen.

 

 

„Mehr als ein Spiel: Warum Fußball für Millionen Kinder über Zukunft entscheidet

• In Kriegs- und Krisengebieten kann Fußball Kindern Stabilität und Sicherheit bieten
• Fußball stärkt das allgemeine Wohlbefinden und hilft Kindern bei der Verarbeitung von Traumata
• Vor dem Start der Fußball-WM fordert Save the Children mehr Investitionen in Sport als Schutzraum für Kinder weltweit

 

Fußball als Hoffnungsträger in Kriegs- und Krisengebieten

 

[Mit dem Start der Fußball-Weltmeisterschaft] fiebern Millionen Menschen weltweit mit. Es geht um Tore, Titel und Emotionen. Für viele Kinder geht es beim Fußball um mehr: Für sie kann er Schutz bieten, bei der Überwindung ihrer Traumata helfen und eine andere Zukunft eröffnen. Save the Children macht vor dem Auftakt des Turniers darauf aufmerksam, dass Sport für Kinder in Krisen- und Konfliktgebieten oft einer der wenigen Orte ist, an dem sie Stabilität und Sicherheit erfahren. In einer Zeit, in der jedes fünfte Kind in Konflikten aufwächst, schaffen von Save the Children unterstützte Fußball-Programme sichere Umgebungen, in denen Kinder heilen können und wo sie unter anderem durch Fußball ein Gefühl von Kindheit zurückzugewinnen.

 

„Fußball gibt Kindern Selbstvertrauen und Gemeinschaft zurück“

 

„Für Kinder, die in Krisen- oder Notsituationen leben, ist es eine Form des Spiels, die ihnen eine Auszeit von der harten Realität ihres Alltags bietet, eine Aktivität und einen Ort, an dem sie wieder Kontakt zu Gleichaltrigen knüpfen können, sowie ein Gefühl der Selbstwirksamkeit“, sagt Arlo Kitchingman, leitender Bildungsberater bei Save the Children. „Dies hilft ihnen, ihre Erfahrungen zu verarbeiten und wieder Gemeinschaft aufzubauen – wesentliche Faktoren, um Hoffnung auf eine bessere Zukunft zu finden.“

 

Vom Gazastreifen bis Hongkong: Fußball schafft neue Perspektiven

 

In Regionen, die von Armut, Gewalt oder Vertreibung geprägt sind, kann ein einfacher Fußball den Unterschied zwischen Isolation und Gemeinschaft oder Perspektivlosigkeit und Hoffnung machen. Programme von Save the Children nutzen Fußball gezielt in Kombination mit psychosozialer Unterstützung, um das Wohlbefinden von Kindern weltweit zu stärken.

So etwa das „Coaching for Life“-Programm in Zusammenarbeit mit der Arsenal Foundation, das bis heute bereits 6.800 Kinder erreicht hat. Auch in den Schutz- und Spielräumen von Save the Children, unter anderem in Geflüchtetencamps, wird viel Fußball gespielt – zum Beispiel von dem 11-jährigen Ahmad* aus dem Gazastreifen, der heute in Ägypten lebt. 2023 wurde sein Zuhause zerstört, wobei er beide Eltern und zwei Geschwister verlor sowie selbst durch Granatsplitter verletzt wurde. Beim Fußball spielen lächelt er. Die Fußballprogramme von Save the Children beschränken sich jedoch nicht nur auf Krisensituationen. Im Programm „Play to Thrive“ in Hongkong wird Fußball an über 30 Grundschulen genutzt, um die emotionale Selbstregulation von Kindern zu stärken. Das ist besonders wichtig, da der hohe Leistungsdruck dort bei etwa einem Viertel der Kinder und Jugendlichen zu psychischen Problemen führt.

 

Investitionen in sichere Spielräume für Kinder gefordert

 

Gerade in Zeiten multipler Krisen wächst der Druck auf Kinder weltweit. Sport kann helfen, Kinder zu erreichen und sie zu stärken. Mit Blick auf die Fußball-Weltmeisterschaft appelliert Save the Children an Politik und Wirtschaft, stärker in die Förderung von Kindern zu investieren – insbesondere in sichere Spiel- und Bewegungsräume, die ihre Entwicklung nachhaltig stärken.“

 

*Name zum Schutz geändert

** Mädchen spielen Fußball in einem Child Friendly Space (Kinderfreundlicher Schutzraum) von Save the Children, der gemeinsam mit einer lokalen Partnerorganisation in einem Flüchtlings- und Vertriebenencamp im Nordosten Syriens betrieben wird.
In diesem Schutzraum gründete Dana* ihre eigene Fußballmannschaft mit fünf Mädchen. Fußball ist inzwischen ihre liebste Beschäftigung auf dem Spielplatz geworden. Beim Fußballspielen hat sie das Gefühl, traditionelle Rollenbilder zu durchbrechen und frei zu sein.
Danas Mutter Duha* bat eine Lehrerin darum, ihrer Tochter Mut zu machen, den Spielplatz zu besuchen und dort Zeit mit anderen Kindern zu verbringen. „Sie begann, mehr Selbstvertrauen zu entwickeln. Sie wurde neugieriger, nach draußen zu gehen und Neues zu lernen.“
Heute besucht Dana mit Freude die fünfte Klasse der Schule.

 

Weiterführende Beiträge der Trierer Umschau

⚽ Fußball-WM 2026 zwischen „Sommermärchen“ und Menschenrechtskrise
https://www.trierer-umschau.de/2026-05-12-ca/

⚽ Ostermarsch 2026 – „Der Tod macht Urlaub?“
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⚽ Bananenflanke Trier: Fußball schafft Gemeinschaft und Inklusion
https://www.trierer-umschau.de/2025-06-19-aa/

⚽ ZDF-Politbarometer: Nur wenige glauben an den WM-Titel für Deutschland
https://www.trierer-umschau.de/2026-06-27-ca/

⚽ ZDF-Politbarometer: Für viele ist der FIFA Geld wichtiger als der Sport
https://www.trierer-umschau.de/2026-06-08-ba/

 

Vortext / Kommentar: Christoph Maisenbacher (KI-supported) – 28. Juni 2026
Quelle (vollständig zitierter Text): Save the Children Deutschland – Svende Homburg, Medienreferentin
Übersetzung der Bildlegende: ChatGPT
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Foto / Credit Line: © Roni Ahmed / Save the Children

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