LEICHTE SPRACHE - TRIER-WETTER & INTERNATIONALER TAG DER BIOLOGISCHEN VIELFALT
Internationaler Tag der biologischen Vielfalt 2026. – Warum hängen die Klimakrise, das Sterben von Tieren und Pflanzen und die Zukunft der Mosellandschaft zusammen?
In Trier sind es 35 Grad.
Auch die Nächte sind sehr warm.
Die Natur steht unter Druck.
Heute ist der Internationale Tag der biologischen Vielfalt 2026.
Die Trierer Umschau erklärt:
Die Erderwärmung, das Sterben von Tieren und Pflanzen und unsere Lebensgrundlagen gehören zusammen.
Es geht um das sogenannte Netz des Lebens.
Dieses Netz verbindet alle Lebewesen miteinander.
Auch die Mosellandschaft und der Amazonas-Regenwald gehören zu diesem Netz.
Hitze in Trier – und eine Arbeitswelt, die dafür kaum gemacht ist
Viele Menschen sprechen von einer Hitzewelle.
Auch von tropischen Nächten ist die Rede.
Tropische Nächte sind Nächte mit sehr hohen Temperaturen.
Für manche Menschen klingt das angenehm.
Aber viele Menschen müssen trotz der Hitze arbeiten.
Nicht alle können sich gut abkühlen.
Viele Arbeitsplätze sind für solche Temperaturen nicht gemacht.
Das Umweltbundesamt informiert dazu auf seiner Internetseite.
Die Internetseite heißt:
Dort steht:
Die Erderwärmung führt zu immer mehr Hitze.
Diese Hitze belastet den menschlichen Körper.
Besonders das Herz und der Blutkreislauf können darunter leiden.
Der Blutkreislauf sorgt dafür, dass das Blut durch den Körper fließt.
Außerdem kann starke Sonne zusammen mit hohen Temperaturen bodennahes Ozon entstehen lassen.
Bodennahes Ozon ist ein Schadstoff in der Luft.
Dieser Schadstoff kann die Gesundheit gefährden.
Heute wird auch der Internationale Tag der biologischen Vielfalt begangen.
Biologische Vielfalt bedeutet:
Es gibt viele verschiedene Tiere.
Es gibt viele verschiedene Pflanzen.
Und es gibt viele unterschiedliche Lebensräume.
Dieser Tag steht in engem Zusammenhang mit der Erderwärmung.
Auch die Erderwärmung wird von Menschen verursacht.
Weiter unten folgt ein ausführlicher Text zu diesem Thema.
Das Wetter in Trier und der Blick auf Europa
Zuerst schauen wir nach Trier.
Unsere beiden Dach-Wetter-Tauben haben das Wetter beobachtet.
Es gibt viel Sonne.
Die Temperaturen können bis auf 35 Grad steigen.
Ab etwa 13 Uhr können einzelne Wolken auftreten.
Am Abend sind einzelne tropische Regenschauer möglich.
Auch Gewitter sind möglich.
Danach wird wieder viel Sonne erwartet.
Heute geht die Sonne um 21.45 Uhr unter.
Gestern war der längste Tag des Jahres.
Mehr Informationen dazu gibt es hier:
https://www.trierer-umschau.de/2026-06-21-aa/
Nun schauen wir auf vier Hauptstädte in der Europäischen Union.
Die Europäische Union ist ein Zusammenschluss von vielen Ländern in Europa.
In Brüssel scheint die Sonne.
Dort werden bis zu 31 Grad erwartet.
In Budapest werden bis zu 32 Grad erwartet.
Am frühen Abend kann es dort Gewitter geben.
Dadurch kann es etwas kühler werden.
In Bukarest werden bis zu 31 Grad erwartet.
Dort gibt es Sonne und Wolken.
In Dublin ist es deutlich kühler.
Dort liegen die Temperaturen bei etwa 15 Grad.
Am frühen Nachmittag sollen sich die dichten Wolken auflockern.
Dann wechseln sich Sonne und Wolken ab.
Die Temperaturen steigen dort auf höchstens 22 Grad.
Nun kommen wir zur Bedeutung des heutigen Tages.
Internationaler Tag der biologischen Vielfalt 2026
Das Netz des Lebens betrifft auch uns
Nach dem Wetterbericht möchten wir auf etwas Wichtiges aufmerksam machen.
Heute ist der Internationale Tag der biologischen Vielfalt.
Dieser Tag erinnert uns an eine wichtige Wahrheit.
Wir Menschen leben nicht neben der Natur.
Wir leben in der Natur.
Wir sind ein Teil der Natur.
Zu den Lebewesen auf der Erde gehören Tiere, Pflanzen und Menschen.
Deshalb sind auch wir Menschen darauf angewiesen, dass die Natur gut funktioniert.
Der Generalsekretär der Vereinten Nationen heißt António Guterres.
Die Vereinten Nationen werden auch UNO genannt.
Die UNO ist ein Zusammenschluss vieler Staaten.
António Guterres hat für das Jahr 2026 eine Botschaft veröffentlicht.
Sie ist hier zu finden:
https://www.un.org/en/observances/biological-diversity-day/message
Er sagt:
Die biologische Vielfalt ist ein lebendiges Netz.
Dieses Netz erhält die Menschheit.
Das bedeutet:
Alle Lebewesen sind miteinander verbunden.
Und dieses Netz macht unser Leben möglich.
Viele Fachleute machen sich Sorgen um dieses Netz.
Nicht nur Menschen aus dem Naturschutz.
Es gibt den Weltbiodiversitätsrat.
Der englische Name lautet IPBES.
Dieser Rat untersucht die biologische Vielfalt.
Er wird oft mit dem Weltklimarat verglichen.
Der Weltklimarat heißt IPCC.
Der Weltbiodiversitätsrat warnt vor einem starken Rückgang der biologischen Vielfalt.
Rückgang bedeutet:
Es gibt immer weniger Tierarten und Pflanzenarten.
Bis zu eine Million Arten könnten aussterben.
Aussterben bedeutet:
Diese Arten würden für immer verschwinden.
Mehr Informationen gibt es hier:
https://ipbes.net/global-assessment
Biologische Vielfalt ist wichtig für unser Leben
Das Wort Biodiversität ist schwierig.
Biodiversität bedeutet biologische Vielfalt.
Damit ist die Vielfalt des Lebens gemeint.
Dazu gehören alle Tierarten.
Dazu gehören alle Pflanzenarten.
Dazu gehören auch unterschiedliche Lebensräume.
Ein Lebensraum ist zum Beispiel ein Wald.
Oder ein Bach.
Oder eine Wiese.
Zu Biodiversität gehört auch die genetische Vielfalt.
Das bedeutet:
Nicht alle Tiere oder Pflanzen einer Art sind genau gleich.
Mehr Informationen gibt es hier:
https://www.cbd.int/gbf
Biologische Vielfalt ist kein Luxus.
Sie ist wichtig für unser Leben.
Sie ist wichtig für unsere Nahrung.
Sie ist wichtig für sauberes Wasser.
Sie ist wichtig für unsere Gesundheit.
Und sie ist wichtig für unsere Wirtschaft.
Die Welternährungsorganisation heißt FAO.
Sie erklärt:
Viele Nutzpflanzen sind auf Bestäuber angewiesen.
Bestäuber sind zum Beispiel Bienen.
Sie helfen Pflanzen bei der Fortpflanzung.
Ohne Bestäuber gäbe es viele Obst- und Gemüsesorten nicht.
Mehr Informationen gibt es hier:
https://www.fao.org/pollination/en/
Auch das Weltwirtschaftsforum hat sich mit diesem Thema beschäftigt.
Es kommt zu einem klaren Ergebnis.
Mehr als die Hälfte der Wirtschaft auf der Welt ist von gesunden Ökosystemen abhängig.
Ein Ökosystem ist ein Zusammenspiel von Pflanzen, Tieren und ihrer Umwelt.
Mehr Informationen gibt es hier:
https://www.weforum.org/reports/new-nature-economy-report-ii-the-future-of-nature-and-business
Die Klimakrise und das Artensterben gehören zusammen
Früher wurden die Klimakrise und das Artensterben oft getrennt betrachtet.
Heute weiß die Wissenschaft:
Beides gehört zusammen.
Die Erderwärmung verändert das Wetter.
Es gibt andere Niederschläge.
Es gibt mehr Dürren.
Eine Dürre ist eine lange Zeit ohne ausreichend Regen.
Es gibt mehr Hitzewellen.
Viele Tiere und Pflanzen können sich daran nur schwer anpassen.
Gleichzeitig gehen Wälder verloren.
Auch Moore und Feuchtgebiete verschwinden.
Feuchtgebiete sind Landschaften mit viel Wasser.
Zum Beispiel Sümpfe.
Diese Gebiete speichern Kohlendioxid.
Kohlendioxid ist ein Gas.
Es trägt zur Erderwärmung bei.
Wenn Wälder und Moore verschwinden,
kann weniger Kohlendioxid gespeichert werden.
Dadurch wird die Erderwärmung stärker.
Mehr Informationen gibt es hier:
https://www.ipcc.ch/report/ar6/syr/
Deshalb sind die Klimakrise und die Krise der biologischen Vielfalt keine zwei verschiedenen Krisen.
Es ist eine gemeinsame Krise.
Beide Probleme verstärken sich gegenseitig.
Die Erde braucht uns nicht.
Aber wir brauchen die Erde
Viele Menschen sagen:
Wir müssen die Natur schützen.
Das stimmt.
Aber wir tun der Erde damit keinen Gefallen.
Wir schützen vor allem unsere eigenen Lebensgrundlagen.
Die Erde ist sehr alt.
Sie hat Eiszeiten erlebt.
Sie hat große Vulkanausbrüche erlebt.
Und sie hat mehrere Zeiten mit großem Artensterben überstanden.
Wahrscheinlich würde die Erde auch ohne Menschen weiter bestehen.
Die wichtige Frage lautet deshalb:
Welche Erde hinterlassen wir unseren Kindern und Enkeln?
Das sechste große Artensterben
Fachleute sprechen heute vom sechsten großen Artensterben.
Zum ersten Mal wird dieses Artensterben nicht durch Naturkatastrophen verursacht.
Der Mensch ist die Ursache.
Lebensräume werden zerstört.
Natürliche Rohstoffe werden zu stark genutzt.
Die Umwelt wird verschmutzt.
Manche Tierarten und Pflanzenarten werden in fremde Gebiete gebracht.
Diese Arten werden invasive Arten genannt.
Sie können heimische Arten verdrängen.
Auch die Erderwärmung belastet die Natur.
Dadurch geraten viele Ökosysteme unter Druck.
Mehr Informationen gibt es hier:
https://ipbes.net/global-assessment
Es verschwinden nicht nur einzelne Tiere und Pflanzen.
Auch wichtige Beziehungen gehen verloren.
Kreisläufe gehen verloren.
Zusammenhänge, die über Millionen Jahre entstanden sind, werden zerstört.
Dadurch wird das Netz des Lebens immer schwächer.
Antalya 2026 und die Zukunft der Welt
Im November treffen sich viele Staaten in der türkischen Stadt Antalya.
Dort findet die Weltklimakonferenz COP31 statt.
Bei einer Weltklimakonferenz beraten die Staaten über den Klimaschutz.
Es geht nicht nur um Zahlen.
Es geht auch um wichtige Fragen.
● Wie können Wälder geschützt werden?
● Wie können Moore erhalten werden?
● Wie können Flüsse und Meere geschützt werden?
● Wie können Natur und Klima gemeinsam geschützt werden?
● Wie können Gesellschaften besser mit Krisen umgehen?
● Wie können gefährliche Entwicklungen verhindert werden?
Solche gefährlichen Entwicklungen werden Kipppunkte genannt.
Kipppunkte können Folgen haben, die sehr lange anhalten.
Immer mehr Fachleute sagen:
Ohne biologische Vielfalt kann der Klimaschutz nicht gelingen.
Und ohne Klimaschutz kann die biologische Vielfalt nicht erhalten werden.
Die Mosellandschaft erzählt dieselbe Geschichte
Vielleicht müssen wir nicht bis zum Amazonas-Regenwald schauen.
Vielleicht reicht ein Blick vor unsere Haustür.
Auch die Mosellandschaft zeigt uns diese Zusammenhänge.
Zur Mosellandschaft gehören viele verschiedene Lebensräume.
Dazu gehören Trockenmauern.
Trockenmauern sind Mauern aus Steinen.
Sie werden ohne Mörtel gebaut.
Dazu gehören auch Wildbienen.
Außerdem Schmetterlinge.
Eidechsen.
Fledermäuse.
Brachliegende Weinberge.
Hecken.
Bäche.
Und Wälder.
Alle diese Lebensräume und Lebewesen gehören zusammen.
Sie bilden ein empfindliches Netz.
Dieses Netz ist über viele Jahrhunderte entstanden.
Unsere Reihe „NaturEREIGNISbegleiter / Lebendige Moselweinberge“ beschäftigt sich schon seit längerer Zeit mit der biologischen Vielfalt an der Mosel.
Biologische Vielfalt bedeutet:
Es gibt viele verschiedene Tiere.
Es gibt viele verschiedene Pflanzen.
Und es gibt viele verschiedene Lebensräume.
Diese biologische Vielfalt ist wichtig für unser Leben.
Wer die Mosel verstehen möchte,
muss nicht nur an den Wein denken.
Er muss auch das Netz des Lebens verstehen.
Denn ohne dieses Netz wäre der Weinbau an der Mosel nicht möglich.
Weinbergsbrachen können Verlust und Chance sein
Wer heute an der Mosel unterwegs ist,
sieht nicht nur gepflegte Weinberge.
Es gibt auch immer mehr brachliegende Flächen.
Das bedeutet:
Diese Flächen werden nicht mehr bewirtschaftet.
Für viele Winzer zeigen diese Flächen Veränderungen.
Zum Beispiel wirtschaftliche Veränderungen.
Oder Veränderungen in der Gesellschaft.
Für die Natur können solche Flächen neue Lebensräume sein.
Zwischen Brombeeren,
Wildrosen,
Weißdorn,
Schlehen
und jungen Bäumen
entstehen mit der Zeit geschützte Orte.
Dort können Insekten leben.
Auch Vögel finden dort Nahrung und Schutz.
Und viele andere Tierarten.
Aber nicht jede Brache bedeutet automatisch mehr Artenvielfalt.
Artenvielfalt bedeutet:
Es gibt viele verschiedene Tiere und Pflanzen.
Und nicht jede Nutzung bedeutet automatisch einen Verlust für die Natur.
Vielleicht besteht eine wichtige Aufgabe der Zukunft darin,
die Kulturlandschaft an der Mosel weiterzuentwickeln.
Eine Kulturlandschaft ist eine Landschaft,
die durch Menschen mitgestaltet wurde.
Dabei sollen Mensch und Natur gut zusammenleben können.
Auch die schönsten Bilder der Mosel entstehen durch das Zusammenspiel von Mensch und Natur.
Natürliche Prozesse sind Veränderungen in der Natur,
die ohne das Eingreifen des Menschen ablaufen.
Vielleicht geht es am Ende um Bescheidenheit
Heute ist der Internationale Tag der biologischen Vielfalt.
Vielleicht sollten wir diesen Tag nicht nur als Erinnerung an seltene Tiere und Pflanzen verstehen.
Vielleicht erinnert uns dieser Tag an etwas noch Wichtigeres.
Wir Menschen stehen nicht außerhalb des Netzes des Lebens.
Wir gehören dazu.
Mehr noch:
Wir sind ein Teil dieses Netzes.
Wenn dieses Netz weiter beschädigt wird,
werden wir die Folgen selbst spüren.
Wir werden nicht nur Zuschauer sein.
Die Natur ist nicht einfach unsere Umgebung.
Sie ist die Grundlage unseres Lebens.
Und vielleicht ist sie etwas sehr Wertvolles und zugleich sehr empfindlich.
António Guterres ist der Generalsekretär der Vereinten Nationen.
Er sagt:
„Die biologische Vielfalt ist das lebendige Netz, das die Menschheit erhält.“
Dieser Satz ist sehr wichtig.
Vielleicht sollten wir ihn ernst nehmen.
Denn wenn das Netz des Lebens beschädigt wird,
dann geschieht das nicht irgendwo weit weg.
Es geschieht auch hier.
Und es betrifft uns alle.
Wir wünschen Ihnen Frieden.*
Standardtext vgl. https://www.trierer-umschau.de/2026-06-22-aa/
Text in Leichter Sprache: mit dem Optimeil-Leichte-Sprache-Assistenten von ChatGPT
Textbegleitung: Christoph Maisenbacher – 22. Juni 2026
Foto: © Trierer Umschau
* Hier erklären wir:
Warum wir Ihnen Frieden wünschen:
https://www.trierer-umschau.de/2025-07-29-ab/
** Hier stellen wir unsere zwei Dach-Tauben vor.
Die zwei Tauben gehören zu unseren Wetter-Texten:
https://www.trierer-umschau.de/2026-05-12-ab/
