LEICHTE SPRACHE - GRUNDGESETZ ARTIKEL 26.1 & MILITARISIERUNG - Text 1/2
Was bedeutet Frieden im Grundgesetz heute? – Immer mehr Menschen wollen keinen Dienst mit der Waffe machen. – Viele Menschen sprechen darüber: Wird das Militär in Deutschland wichtiger?
Vor 77 Jahren trat das Grund·Gesetz in Kraft.
Heute sprechen viele Menschen wieder über Frieden.
Sie sprechen auch über das Militär.
Und sie sprechen über den Wehr·Dienst.
Immer mehr Menschen fragen sich: Was bedeutet das Friedens·Gebot im Grund·Gesetz heute?
Fach·Leute für Recht und Friedens·Organisationen machen sich Sorgen.
Sie sagen: Das Militär wird in unserer Gesellschaft immer wichtiger.
Zwischen Friedens·Gebot und mehr Militär
Dieser Text entstand vor neuen politischen Ereignissen.
Später gab es einen Vorfall mit einer Drohne in Rumänien.
Danach äußerten sich die Europäische Union und die Nato dazu.
Nato ist die Abkürzung für ein Militär·Bündnis von mehreren Staaten.
Trotzdem bleiben die Fragen aus diesem Text wichtig.
Darum veröffentlichen wir den Text.
Dies ist der erste Teil von zwei Texten.
Die Texte beschäftigen sich mit dem Grund·Gesetz.
Die Texte beschäftigen sich auch mit den Grund·Rechten.
Grund·Rechte sind wichtige Rechte für alle Menschen.
Die Texte fragen auch:
Wie schaut unsere Gesellschaft auf Aufrüstung?
Wie schaut unsere Gesellschaft auf mehr Militär?
Wie schaut unsere Gesellschaft auf die Vorbereitung von Kriegen?
Der Grund·Rechte·Report 2026 warnt vor mehr Militarisierung
Vor kurzer Zeit wurde das Grund·Gesetz 77 Jahre alt.
Gleichzeitig erschien der Grund·Rechte·Report 2026.
Der Grund·Rechte·Report untersucht die Lage von Bürger·Rechten und Menschen·Rechten.
Die Deutsche Welle berichtete darüber.
Die Deutsche Welle schrieb:
Der Grund·Rechte·Report warnt vor mehr Militarisierung.
Militarisierung bedeutet:
Das Militär bekommt immer mehr Einfluss in der Gesellschaft.
Viele Menschen sprechen wenig über dieses Thema.
Manche Menschen sagen deshalb:
Wir brauchen mehr Aufmerksamkeit für diese Entwicklung.
Diese Menschen lehnen mehr Militarisierung ab.
Diese Menschen lehnen Aufrüstung ab.
Aufrüstung bedeutet:
Ein Staat kauft mehr Waffen und baut sein Militär aus.
Diese Menschen lehnen auch die Vorbereitung von Kriegen ab.
Dazu gehört auch die Diskussion über den Wehr·Dienst.
Weitere Informationen finden Sie hier:
https://www.dw.com/de/grundrechte-report-warnt-vor-zunehmender-militarisierung/a-77258379
Artikel 26 von dem Grund·Gesetz
Die Nachrichten·Agentur Pressenza veröffentlichte zwei Texte zu diesem Thema.
Ein Autor heißt Rolf Bader.
Er erinnert an Artikel 26 Absatz 1 von dem Grund·Gesetz.
Dort steht:
Handlungen gegen den Frieden sind verboten.
Das gilt besonders für die Vorbereitung von einem Angriffs·Krieg.
Ein Angriffs·Krieg ist ein Krieg, den ein Staat beginnt.
Solche Handlungen verstoßen gegen das Grund·Gesetz.
Der Staat muss solche Handlungen bestrafen.
Den Gesetzes·Text finden Sie hier:
https://www.gesetze-im-internet.de/gg/BJNR000010949.html
Kriegs·Dienst·Verweigerung und Wehr·Dienst
Pressenza veröffentlichte auch eine Mitteilung von der Deutschen Friedens·Gesellschaft.
Die Deutsche Friedens·Gesellschaft heißt kurz DFG-VK.
DFG-VK bedeutet:
Deutsche Friedens·Gesellschaft – Vereinigte Kriegs·Dienst·Gegnerinnen und Kriegs·Dienst·Gegner.
Die Bundes·Sprecherin Cornelia Mannewitz sagte:
Viele Menschen möchten keinen Umgang mit Waffen lernen.
Viele Menschen möchten keine Menschen töten.
Die Bundes·Regierung freut sich über viele ausgefüllte Frage·Bögen zum Wehr·Dienst.
Gleichzeitig gibt es eine Diskussion über mögliche Strafen.
Diese Strafen könnten Menschen treffen.
Diese Menschen füllen den Frage·Bogen nicht aus.
Darum stellen manche Menschen eine Frage:
Wie freiwillig ist das Ausfüllen von dem Frage·Bogen wirklich?
Weitere Informationen finden Sie hier:
Wie viel Militär braucht eine Demokratie?
Eine Demokratie lebt von freien Entscheidungen.
Viele junge Menschen planen ihre Ausbildung.
Viele junge Menschen denken an ihre Zukunft.
Viele junge Menschen wünschen sich Frieden.
Deshalb fragen manche Menschen:
Wie viel militärische Vorbereitung ist richtig?
Wie viel Druck ist richtig?
Wie viele Erwartungen sind richtig?
Darüber diskutieren Menschen in Deutschland.
Immer mehr Menschen verweigern den Kriegs·Dienst
Die Deutsche Friedens·Gesellschaft berichtet von einem starken Anstieg.
Immer mehr Menschen stellen einen Antrag auf Kriegs·Dienst·Verweigerung.
Kriegs·Dienst·Verweigerung bedeutet:
Ein Mensch lehnt den Dienst mit Waffen aus Gewissens·Gründen ab.
Gewissen bedeutet:
Ein Mensch entscheidet nach seinen persönlichen Überzeugungen.
Im ersten Viertel von dem Jahr 2026 stellten 3.493 Menschen einen Antrag.
Im gleichen Zeitraum von dem Vor·Jahr waren es 1.094 Menschen.
Die Zahl stieg also deutlich an.
Unter den Antrag·Stellern waren:
• aktive Soldatinnen und Soldaten
• Reservistinnen und Reservisten
• Männer ohne bisherigen Dienst bei der Bundes·Wehr
Die Bundes·Sprecherin Cornelia Mannewitz erwartet noch mehr Anträge.
Viele Menschen suchen Beratung.
Viele Menschen haben Angst vor einer Einberufung.
Eine Einberufung bedeutet:
Der Staat fordert Menschen zum Dienst bei der Bundes·Wehr auf.
Cornelia Mannewitz sagt:
Viele Menschen wollen nicht lernen, andere Menschen zu töten.
Viele Menschen wollen auch niemanden töten.
Die DFG-VK bewertet diese Entwicklung als politisches Zeichen.
Die Organisation sieht darin eine Ablehnung von mehr Militarisierung.
Die Organisation baut deshalb ihre Beratungs·Angebote weiter aus.
Die Beraterinnen und Berater unterstützen:
• Wehr·Pflichtige
• aktive Soldatinnen und Soldaten
• ehemalige Soldatinnen und Soldaten
Die Beratung hilft bei Fragen zur Kriegs·Dienst·Verweigerung.
Weitere Informationen finden Sie hier:
https://dfg-vk.de/positionen-von-a-z/kriegsdienstverweigerung/
Rolf Bader: Frieden oder mehr Militär?
77 Jahre Grund·Gesetz.
Wie wichtig ist das Friedens·Gebot heute?
Vor 77 Jahren trat das Grund·Gesetz in Kraft.
Im Grund·Gesetz steht:
Deutschland soll dem Frieden dienen.
Heute fragen viele Menschen:
Gilt das noch immer?
Oder bereitet sich Deutschland wieder stärker auf Krieg vor?
Der Deutsche Bundes·Tag traf im März 2025 eine wichtige Entscheidung.
Viele Abgeordnete stimmten für mehr Geld für die Verteidigung.
Verteidigung bedeutet:
Ein Staat schützt sich vor einem Angriff.
Außerdem beschloss der Bundes·Tag ein Sonder·Vermögen von 500 Milliarden Euro.
Ein Sonder·Vermögen ist ein großer Geld·Topf für bestimmte Aufgaben.
Bundes·Kanzler Friedrich Merz möchte eine sehr starke Armee in Deutschland.
Eine Armee ist die Streit·Kraft von einem Staat.
Viele Menschen sprechen deshalb über mehr Waffen.
Viele Menschen sprechen auch über mehr Militär.
Weniger Menschen sprechen über Abrüstung.
Abrüstung bedeutet:
Ein Staat verringert seine Waffen.
Weniger Menschen sprechen auch über Rüstungs·Kontrolle.
Rüstungs·Kontrolle bedeutet:
Staaten vereinbaren Regeln für Waffen.
Viele Politiker sagen:
Deutschland muss sich auf einen möglichen Krieg vorbereiten.
Diese Vorbereitung betrifft viele Bereiche.
Dazu gehören:
• das Gesundheits·Wesen
• die Wirtschaft
• die Industrie
• die Kommunikation
• der Verkehr
Der Staat plant auch neue Bau·Maßnahmen.
Dazu gehören Bunker.
Dazu gehören auch Bahn·Strecken und Brücken.
Der Staat möchte außerdem die Versorgung mit Energie und Wasser schützen.
Der Autor stellt eine Frage:
Ist das der richtige Weg?
Der Autor sagt:
Moderne Gesellschaften brauchen Frieden.
Nur mit Frieden können sie gut funktionieren.
Deshalb sollte Politik vor allem Kriege verhindern.
Dafür braucht es Gespräche.
Dafür braucht es Verhandlungen.
Dafür braucht es Diplomatie.
Diplomatie bedeutet:
Staaten lösen Probleme durch Gespräche.
Der Autor sagt:
Konflikte zwischen Staaten müssen früh gelöst werden.
Dann kann ein Krieg vielleicht verhindert werden.
Dafür gibt es besondere Mittel.
Zum Beispiel:
• Gespräche
• Vermittlung
• Verhandlungen
• internationale Zusammenarbeit
International bedeutet:
Mehrere Staaten arbeiten zusammen.
Wohin entwickelt sich Deutschland?
Der Autor zitiert verschiedene Fach·Leute.
Diese Fach·Leute sagen:
Deutschland und Europa brauchen Frieden.
Deutschland und Europa brauchen nicht mehr Bereitschaft für einen Krieg.
Der Frieden ist ein wichtiger Teil von dem Grund·Gesetz.
Schon in der Einleitung von dem Grund·Gesetz steht:
Deutschland soll dem Frieden in der Welt dienen.
Carlo Schmidt half bei der Entstehung von dem Grund·Gesetz.
Viele Menschen nennen ihn einen Vater von dem Grund·Gesetz.
Er wollte ein Deutschland, das dem Frieden verpflichtet ist.
Der Autor sagt:
Bis heute gibt es keine genaue Beschreibung von diesem Friedens·Gebot.
Beim Sozial·Staat gibt es viele Regeln.
Für das Friedens·Gebot gibt es deutlich weniger Regeln.
Andere Fach·Leute warnen:
Zu viel Aufrüstung kann das Gleich·Gewicht verändern.
Dann bekommt das Militär immer mehr Bedeutung.
Die Fach·Leute nennen das Militarismus.
Militarismus bedeutet:
Das Militär bekommt sehr großen Einfluss auf Politik und Gesellschaft.
Die Fach·Leute erinnern an die Geschichte von Deutschland.
Deutschland hatte früher bereits sehr starke Armeen.
Die Fach·Leute sagen:
Mehr Militär beginnt nicht erst im Krieg.
Mehr Militär beginnt oft schon vorher.
Zum Beispiel durch neue Regeln.
Oder durch neue Gewohnheiten in der Gesellschaft.
Die Fach·Leute sagen:
Das Grund·Gesetz soll dem Frieden dienen.
Das Grund·Gesetz soll keinen Krieg vorbereiten.
Deshalb sehen sie große Aufrüstung kritisch.
Das Friedens·Gebot fordert die Fähigkeit zum Frieden
Der Autor beschreibt ein wichtiges Konzept.
Das Konzept heißt:
Gemeinsame Sicherheit.
Das bedeutet:
Alle Staaten sollen sicher leben können.
Kein Staat soll seine Sicherheit auf Kosten von anderen Staaten erreichen.
Vor langer Zeit arbeiteten wichtige Fach·Leute aus vielen Ländern an diesem Konzept.
Zu diesen Fach·Leuten gehörte auch Egon Bahr.
Sie untersuchten die Gefahr von Atom·Waffen.
Atom·Waffen können sehr große Zerstörung verursachen.
Die Fach·Leute kamen zu einem Ergebnis:
Sicherheit funktioniert nur gemeinsam.
Kein Land kann dauerhaft allein sicher sein.
Deshalb empfahlen die Fach·Leute:
• mehr Gespräche
• mehr Verhandlungen
• mehr Rüstungs·Kontrolle
• mehr Abrüstung
Der Autor hält diese Vorschläge auch heute für wichtig.
Der Autor meint:
Dieses Konzept könnte helfen.
Das gilt für den Krieg in der Ukraine.
Das gilt auch für andere Konflikte auf der Welt.
Kriege verhindern statt Kriege vorbereiten
Der Physiker Carl Friedrich von Weizsäcker warnte schon vor langer Zeit.
Er beschäftigte sich mit den Folgen von Kriegen.
Er warnte besonders vor einem Atom·Krieg in Europa.
Er sagte:
Die Folgen wären sehr schwer.
Deshalb wollte er:
• weniger Waffen
• mehr Rüstungs·Kontrolle
• weniger Gefahr für einen Krieg
Der Autor fragt:
Sind diese Gedanken heute noch wichtig?
Oder kehren wir zu den Problemen von dem Kalten Krieg zurück?
Der Kalte Krieg war ein langer Konflikt zwischen großen Macht·Blöcken.
Dabei gab es große Spannungen.
Es gab aber keinen direkten Krieg zwischen den Haupt·Gegnern.
Die Politikerin Antje Vollmer sagte:
Menschen entwickeln oft Hass.
Menschen denken in Krisen oft an Feinde.
Sie sagte auch:
Die Menschen müssen Hass und Krieg verlernen.
Nur so gibt es eine gute Zukunft.
Das Friedens·Gebot braucht mehr Beachtung
Die Mütter und Väter von dem Grund·Gesetz schrieben nach dem Zweiten Welt·Krieg das Friedens·Gebot in die Verfassung.
Sie wollten ein friedliches Deutschland.
Der frühere Richter Helmut Simon kritisierte später eine Entwicklung.
Er sagte:
Deutschland kümmert sich zu wenig um friedliche Lösungen von Konflikten.
Deutschland gibt viel Geld für das Militär aus.
Deutschland gibt deutlich weniger Geld für friedliche Konflikt·Lösungen aus.
Der Autor fordert deshalb:
Das Friedens·Gebot soll genauer ausgestaltet werden.
Die Politik soll dafür klare Regeln schaffen.
Das Grund·Gesetz soll mehr Orientierung für eine aktive Friedens·Politik geben.
Der Autor kommt zu diesem Schluss:
Das Friedens·Gebot von dem Grund·Gesetz und die Charta von den Vereinten Nationen sind wichtige Grundlagen für eine Friedens·Politik.
Die Vereinten Nationen heißen kurz UN.
Die UN sind ein Zusammenschluss von vielen Staaten.
Der Autor kritisiert die aktuelle Sicherheits·Politik von der Bundes·Regierung.
Der Autor meint:
Diese Politik entfernt sich vom Friedens·Gebot von dem Grund·Gesetz.
Standardtext vgl. https://www.trierer-umschau.de/2026-06-02-aa/
Text in Leichter Sprache: mit dem Optimeil-Leichte-Sprache-Assistenten von ChatGPT
Textbegleitung: Christph Maisenbacher – 2. Juni 2026
Quellen: vgl. Standardtext wie auch die in diesem notierte Links
Illustration: KI-generiert / Trierer Umschau
