Gestern um 10.50 Uhr – Blickrichtung Trierer Petrisberg. Fast schon ein Bild vom heutigen Wetter…
Foto: © Trierer Umschau

TRIER-WETTER & WELT HYPERTONIE-TAG

Welt-Hypertonie-Tag 2026: Zwischen Mai-Gefühlen, Herzklopfen und der stillen Gefahr Bluthochdruck

Zwischen Regenwolken über Trier, dem „Wonnemonat Mai“ und Gedanken über Liebe und Herzklopfen erinnert der Welt-Hypertonie-Tag 2026 daran, wie wichtig ein gesunder Blutdruck ist. Warum das Herz nicht nur romantisch, sondern auch medizinisch Aufmerksamkeit verdient – und weshalb Millionen Menschen ihren Bluthochdruck oft zu spät bemerken.

Guten Morgen. Inzwischen gehört es zur kleinen Tradition der Trierer Umschau, neben einem Blick auf das Trierer Wetter – mit Unterstützung unserer zwei Wetter-Dach-Tauben ** – auch auf den jeweiligen Welt- beziehungsweise Internationalen Tag zu schauen.

 

Wetter über Trier: Regen, Wolken und ein kurzer Hoffnungsschimmer

 

Zunächst zum Wetter am heutigen 17. Mai 2026 – präsentiert von unsren zwei Dach-Tauben: Was heute Morgen bei kühlen 3 Grad begann, erreicht zur Mittagszeit die Höchsttemperaturen von etwa 12 bis maximal 14 Grad – begleitet von wohl erneut einsetzendem Regen. Das Grau am Himmel könnte ab dem späten Nachmittag kurz aufhellen, bevor der Tag am Abend wieder nass endet.

 

Europa-Wetter im Vergleich: Von Madrid bis Nuuk

 

Unser Blick auf vier europäische Hauptstädte führt zunächst nach Luxemburg: Dort bleibt es etwa ein Grad kühler als in Trier, die Wolken halten sich bis etwa 16 Uhr, ehe Regen einsetzt. In Madrid startete man bei 9 Grad in den Tag und blickt auf einen Sonne-Wolken-Mix bei Temperaturen um die 20 Grad. In Nikosia auf Zypern erreicht die Temperatur heute bei nahezu ununterbrochenem Sonnenschein sommerliche 28 Grad. Und geradezu als meteorologischer Kontrapunkt schwankt die Temperatur in Nuuk (Grönland) um die 0 Grad – bei einem Wechsel aus Sonne und Wolken, ehe sich die Sonne am späten Nachmittag deutlicher zeigt und die Temperaturen auf etwa 3 Grad plus steigen lässt.

 

Welt-Hypertonie-Tag im Wonnemonat Mai: Warum wir Liebe und Herz verbinden

 

Damit zum „Welt-Hypertonie-Tag“ im „Wonnemonat Mai“, diesem Monat der Liebe – und damit irgendwie auch des Herzens.

Vielleicht ist es kein Zufall, dass wir Gefühle seit Jahrhunderten ausgerechnet mit dem Herzen verbinden. Das Herz klopft schneller bei Aufregung, es „springt“ vor Freude, es kann „schwer“ werden oder sogar „brechen“. Irgendwo zwischen Liebesgedichten, Maibäumen, Frühlingsspaziergängen und den ersten langen Abenden des Jahres scheint der Mai tatsächlich jener Monat zu sein, in dem das Herz symbolisch besonders laut spricht.

Romantisch betrachtet sitzt dort die Liebe. Medizinisch betrachtet arbeitet dort vor allem ein erstaunlich belastbares Organ – Tag und Nacht, oft viel zu unbeachtet. Vielleicht liegt genau darin eine kleine Ironie unserer Zeit: Wir sprechen gern über Herzklopfen, aber deutlich seltener über Blutdruckwerte.

Gerade deshalb erinnert der heutige Welt-Hypertonie-Tag daran, dass wir auf unser Herz nicht nur poetisch, sondern auch ganz praktisch achten sollten. Denn Bluthochdruck bleibt oft lange unbemerkt – und kann dennoch schwerwiegende Folgen haben.

Bevor wir die dem heutigen Tag gewidmete Pressemitteilung der Deutschen Herzstiftung übernehmen, zunächst ein kleiner Link zu einem Text der Deutschen Herzstiftung darüber, wie Liebe und Herzschlag miteinander verbunden sind – ganz im Sinne des Monats Mai: https://herzstiftung.de/pulseday-nachgefragt-liebe-puls

Das sollte allerdings nicht vom heutigen Welt-Hypertonie-Tag ablenken. Danke an die Deutsche Herzstiftung für die folgende Pressemeldung:

 

 

Leise Gefahr Bluthochdruck: Mit Blutdruck-Check vor Risiken schützen

Herzschwäche, Vorhofflimmern, Schlaganfall: Ursache ist häufig ein über Jahre unbemerkter Bluthochdruck. Deshalb früh Blutdruck messen und handeln

Über 20 Millionen Menschen haben in Deutschland einen hohen Blutdruck, das ist etwa jeder dritte Erwachsene. Und die Dunkelziffer ist hoch: Jeder Fünfte weiß nichts von seiner Erkrankung. Und zehn Prozent derer, die von ihrem hohen Blutdruck wissen, lassen ihn nicht behandeln. Dabei ist Bluthochdruck keineswegs eine Bagatelle, sondern weltweit der häufigste und relevanteste Risikofaktor für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Ein dauerhaft unzureichend oder nicht behandelter Bluthochdruck kann zu Herzerkrankungen wie Herzschwäche (Herzinsuffizienz) und Vorhofflimmern oder zu schweren Komplikationen wie Schlaganfall (Hirnblutung/Hirninfarkt), Herzinfarkt oder Nierenversagen führen. „Hinzu kommt: Der hohe Blutdruck macht sich nicht unbedingt mit Beschwerden bemerkbar, obwohl Organe möglicherweise bereits geschädigt sind. Das macht ihn so tückisch“, warnt der Kardiologe Prof. Dr. Thomas Voigtländer, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Herzstiftung. Bei Personen mit dauerhaft erhöhtem Blutdruck kann sich der Körper sogar an den hohen Druck gewöhnen: „Man kann sich trotzdem gut fühlen und im Alltag mithalten“, erklärt Prof. Voigtländer. „Wenn sich Beschwerden wie Schwindel, Ohrensausen oder Kopfschmerzen bemerkbar machen, ist es leider meistens zu spät, weil Gefäße und Organe schon geschädigt sind.“

Um möglichst alle Menschen zu motivieren, ihren Blutdruck regelmäßig zu messen und frühzeitig Bluthochdruck zu erkennen, rufen die Deutsche Herzstiftung, der Bundesverband der Niedergelassenen Kardiologen (BNK) und die ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände zum Welthypertonietag (17. Mai) zum Blutdruckmessen auf. Unter dem Motto „Lass‘ Dich checken!“ steht unter https://herzstiftung.de/welthypertonietag ein kostenfreies Infopaket rund um den Bluthochdruck zur Verfügung. Das Paket hilft Interessierten wie Betroffenen, selbst aktiv zu werden, ihren Blutdruck richtig zu messen und sich so optimal vor den Folgen der Volkskrankheit zu schützen.

Beste Vorsorge: Blutdruckmessen und richtig handeln

„Wer frühzeitig seine Herz-Risiken wie erhöhte Blutdruckwerte kennt, kann noch gut durch Lebensstilmaßnahmen und gegebenenfalls eine medikamentöse Therapie der gefäßschädigenden Wirkung des Bluthochdrucks gegensteuern“, bestätigt der Kardiologe Dr. Norbert Smetak, Bundesvorsitzender des BNK mit eigener kardiologischer Arztpraxis in Kirchheim Teck. „Das gilt genauso für weitere kardiovaskuläre Risikofaktoren wie erhöhte LDL-Cholesterin- und Blutzuckerwerte“, unterstreicht der BNK-Vorsitzende. Erhöhtes LDL-Cholesterin und Diabetes mellitus sind wie Bluthochdruck als leise Gefäßkiller besonders gefährlich und ebenso Hauptrisikofaktoren für Herzinfarkt und Schlaganfall. Dass es für Präventionsmaßnahmen nie zu spät ist, hat eine internationale Studie jüngst zeigen können: Wer im Alter von 50 Jahren einen normalen Blutdruck, normale Cholesterinwerte und ein gesundes Körpergewicht hat, nicht raucht und nicht an Diabetes erkrankt ist, bleibt im Vergleich zu Personen mit allen fünf Risikofaktoren länger von Herzkrankheiten verschont und lebt insgesamt länger. „Auch im mittleren Alter lohnt es sich noch immer, seine Risikofaktoren anzugehen und zu behandeln: medikamentös und – ebenso wichtig – mit Lebensstilmaßnahmen. Damit lassen sich mehr Lebensqualität und ein Plus an Lebensjahren gewinnen“, so der BNK-Vorsitzende Smetak.

Trotz Behandlung keine guten Werte – was tun?

Je nach Höhe des Blutdrucks, kann zunächst versucht werden, nur durch Änderungen des Lebensstils – Verzicht aufs Rauchen, mehr Bewegung und gegebenenfalls Gewichtsreduktion – die Werte ausreichend zu senken. Vor allem bei Patienten mit erhöhten Werten im Bereich von 120-139/70-89 mmHg ist zunächst eine Änderung des Lebensstils als alleinige Maßnahme angezeigt. Doch häufig ist es nicht möglich, durch eine gesunde Lebensweise auf die Einnahme von Blutdrucksenkern zu verzichten. Dann komme es beim Bluthochdruck – wie auch bei anderen Herz-Risikofaktoren –, so Kardiologe Smetak, auf eine konsequente Therapie an.

Und trotzdem erreicht jeder zweite Hochdruckpatient trotz Behandlung keine guten Blutdruckwerte. Wie kann das sein? „Wer die Diagnose Bluthochdruck hat, sollte zunächst einmal seine Medikamente auch regelmäßig einnehmen und parallel dazu sein Risikoprofil mit Hilfe von Lebensstiländerungen anpassen. Kommt es zum Beispiel zu unerwünschten Wirkungen der Medikamente, dann sollten Patienten keinesfalls den Blutdrucksenker eigenhändig absetzen, sondern diese mit dem Hausarzt besprechen“, rät der Kardiologe. Die Arzt-Patienten-Kommunikation bei Therapieproblemen sei für den Erfolg der Behandlung besonders wichtig. Ursache von Nebenwirkungen können zum Beispiel Wechselwirkungen mit anderen Arzneien sein. Fehler bei der Medikamenteneinnahme wie die falsche Dosis oder andere lebensstilbedingte Faktoren wie eine zu hohe Salzzufuhr könnten wiederum manchmal erklären, warum der Blutdruck weiterhin zu hoch sei. Infos: https://herzstiftung.de/blutdrucksenker

Blutdruck messen und Herz-Risiko senken

ABDA-Präsident Thomas Preis betont, dass Apotheken „einen wichtigen Beitrag leisten, Patientinnen und Patienten mit erhöhten Blutdruckwerten zu identifizieren und ihnen eine zeitnahe ärztliche Untersuchung anzuraten“. Seiner Ansicht nach sind Apotheken auch eine ideale Brücke hin zum behandelnden Arzt, wenn Betroffene zwar in Behandlung wegen ihres Bluthochdrucks sind, aber nicht merken, dass ihre Werte nicht gut eingestellt sind. Die Überprüfung der Blutdruckeinstellung können Apotheken im Rahmen der pharmazeutischen Dienstleistung ,Standardisierte Risikoerfassung hoher Blutdruck‘ einmal pro Jahr bei Hochdruckpatientinnen und -patienten mit einer Beratung in Abhängigkeit der gemessenen Blutdruckwerte anbieten. Die altersabhängigen Empfehlungen zur Bewertung der gemessenen Blutdruckwerte in der Apotheke wurden gemeinsam von der ABDA, der Bundesapothekerkammer und der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie – Herz- und Kreislaufforschung (DGK) entwickelt. Infos unter: https://www.abda.de/pharmazeutische-dienstleistungen/bluthochdruck/

„Bei erhöhten Blutdruckwerten kommt es entscheidend auf eine gute Verzahnung an: Die Apotheke identifiziert auffällige Werte und stößt die weitere ärztliche Abklärung beim Hausarzt oder gegebenenfalls Kardiologen an“, betont der Herzstiftungs-Vorsitzende Prof. Voigtländer.

Blutdruck messen: Wann, wie häufig?

Nach den Leitlinien der Europäischen Gesellschaft für Kardiologie (ESC) aus dem Jahr 2024 wird dazu geraten, dass Erwachsene unter 40 Jahren alle drei Jahre ihren Blutdruck checken lassen sollten. Ab 40 Jahren – vor allem bei Vorliegen von Risikofaktoren für Bluthochdruck oder Herzerkrankungen – sollte der Blutdruck einmal pro Jahr überprüft werden. Sollten bei einer Messung bereits leicht erhöhte Werte (120-139/70-89 mmHg) auffallen, ist die regelmäßige Kontrolle umso wichtiger. „Denn mit dem Alter wächst das Risiko für Bluthochdruck. Das trifft zum Beispiel Frauen nach den Wechseljahren oft ganz unbemerkt, obwohl zuvor ihre Werte stets in Ordnung waren“, erklärt der Herzstiftungs-Vorsitzende Prof. Voigtländer. Der Herzspezialist informiert unter https://herzstiftung.de/blutdruck-messen, worauf bei der Blutdruckmessung etwa beim Selbstmessen zu Hause genau zu achten ist.

Zusatzinformationen zum Bluthochdruck

Wie teilt der Arzt die Schwere eines Bluthochdrucks ein?

Für die Blutdruckwerte von Erwachsenen gilt folgende Einteilung der europäischen Gesellschaft für Kardiologie (ESC 2024):

● optimal: <120 mmHg/<70 mmHg
● erhöhter Blutdruck: 120-139/70-89 mmHg
● Bluthochdruck Grad 1: 140-159/90-99 mmHg
● Bluthochdruck Grad 2: 160-179/100-109 mmHg
● Bluthochdruck Grad 3: >180/>110 mmHg
● isolierter systolischer Blutdruck: >140/<90 mmHg

Die Höhe des Blutdrucks zeigt an, wie gesund wir sind. Erstrebenswert sind bei Erwachsenen Blutdruckwerte von maximal 120/70 mmHg. Dieser Wert wird nicht in allen Leitlinien so eng gefasst. Doch gerade die aktuellen ESC-Leitlinien (2024) sind besonders streng. Hier werden bereits Werte zwischen 120-139/70-89 mmHg als erhöht eingestuft. Allen Leitlinien gemein ist jedoch: Bluthochdruck liegt definitiv bei Werten über 140/90 mmHg vor. Spätestens hier muss gehandelt werden. Infos: https://herzstiftung.de/was-ist-bluthochdruck

 

Wir wünschen Ihnen Frieden!*

 

Vortext / Kommentar: Christph Maisenbacher – 17. Mai 2026
Quelle (vollständig zitierter Text): Deutsche Herzstiftung – Pressemitteilung
Link-Zitate: alle Zitate, die wir übernehmen sind im Text mit einem Link versehen
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Dieser Text in LEICHTER SPRACHE ist veröffentlicht unter:
https://www.trierer-umschau.de/2026-05-17-ab/

* warum wir Ihnen Frieden wünschen:
https://www.trierer-umschau.de/2025-07-29-aa/

** unsere zwei für das Wetter zuständigen Dach-Tauben haben wir vorgestellt in:
https://www.trierer-umschau.de/2026-05-12-aa/