Das sind sie: unsere zwei Wetter-Dach-Tauben. Ihr Zuständigkeitsbereich und ihre Verantwortung erstrecken sich auf die Trierer-Umschau-Wettervorhersage für Trier.
Foto: Seidenperle (Pixabay) & Trierer Umschau (KI unterstützt)

UNSERE ZWEI WETTER-DACH-TAUBEN

Zwei Wetter-Dach-Tauben aus Trier: Wie aus Wetterzweifeln ein Friedenssymbol der Trierer Umschau wurde

Zwischen Wetterprognosen, Stadttauben, Konjunktiv und Friedenssymbolik: Die Trierer Umschau erzählt die ungewöhnliche Entstehungsgeschichte ihrer „zwei Wetter-Dach-Tauben“. Was als ironischer Kommentar zur Unsicherheit von Wettervorhersagen begann, entwickelte sich zu einem festen redaktionellen Symbol – verbunden mit Naturbeobachtung, Stadttauben, Moselblicken und dem täglichen Wunsch nach Frieden.

 

Wettervorhersage im Konjunktiv: Wie alles begann

 

Unser besonderer redaktioneller Bezug zu den „zwei Wetter-Dach-Tauben“ in Verbindung mit unseren Wettervorhersagen hat seine Vorgeschichte.

Immer wieder werden wir mit dem Sachverhalt konfrontiert, dass die Vorhersage, die wir früh in den Raum stellen, bereits zur Mittagszeit gar nicht mehr stimmt. Da wird Bewölkung angekündigt – und die Sonne lacht auf unsere sogenannten „Archiv-Dachfenster“ mit Blick in Richtung Petrisberg (Südwesten). Unsere „Wetter-Fotos“ wiederum realisieren wir hauptsächlich in Richtung Weißhaus / Mariensäule (Nordosten). Das hat sich so ergeben – vor allem, weil die am frühen Abend aufgenommenen Himmel-Fotos eine Art „Vorschau“ für den nächsten Tag geben können. Doch nur „können“ beziehungsweise „könnten“ – und zumeist liegen sie daneben: Regen statt Sonne – Sonne statt Regen. Die Temperatur ist oft das Einzige, was in gewissem Sinne „klappt“.

Als mal wieder so ein Tag der Widersprüche zwischen dem Geschriebenen und dem sich Präsentierenden im Raum stand – trotz unserer immer stärker mit dem „Konditional“ gewürzten Wetterprognosen – fiel der Satz:

„Da könnte ich gleich unsere zwei Dachtauben fragen.“

 

Die Geburt der „zwei Wetter-Dach-Tauben“

 

Damit waren „sie“ geboren: unsere zwei Dachtauben, denen fortan die Alibifunktion für eine „korrekte Wettervorhersage“ zugeschrieben wurde. Damit entstand zugleich die Verdoppelung unseres konditionalen Blicks auf die Wettervorhersage – ganz im Sinne von: „Es besteht die Möglichkeit, dass …“. Was dann mit dem schönen Konjunktiv II des Verbs „können“ in Form von „es könnte“ formuliert wird.

Leser der Trierer Umschau könnten nun fragen, warum wir dies nicht gleich als Anlass genommen haben, einen „NaturEREIGNISbegleiter / Lebendige Moselweinberge“-Blick mit unseren Wettertauben zu verbinden. – Da geben wir Ihnen Recht, das werden wir auch machen. Doch wollten wir hier zunächst unseren redaktionellen Respekt gegenüber „unseren“ zwei Wetter-Dachtauben zum Ausdruck bringen, die inzwischen eine ganz besondere Rolle in unserer Redaktion eingenommen haben. Jeden Morgen.

 

Stadttauben in Trier: Zwischen Vorurteilen und Realität

 

Damit hat sich auch unser Blick auf die Tauben – beziehungsweise Stadttauben – an sich verändert. Denn ihre Situation ist nicht gerade „leicht“. Vor allem in Winterzeiten, wenn der Boden gefroren ist und die Nahrungsquelle „Essensreste“ nicht mehr erreichbar ist. Hinzu kommen fehlende beziehungsweise eingefrorene Pfützen, wodurch ein doppelter Mangel entsteht – bei gleichzeitig erhöhtem Energiebedarf wegen der Kälte. Dazu kommt, dass immer noch viele Menschen meinen, Tauben mit Brot glücklich machen zu können, obwohl Körner oder Samen weitaus gesünder wären.

Nicht umsonst haben Städte – so auch Trier – ein Taubenfütterungsverbot formuliert.

So steht in der „Gefahrenabwehrverordnung zur Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung auf öffentlichen Straßen und in öffentlichen Anlagen in der Stadt Trier vom 09.09.2019“ unter Paragraph 3.3 „Umgang mit Tieren“: „Tauben dürfen auf öffentlichen Straßen und in öffentlichen Anlagen nicht gefüttert werden.“ Im Paragraphen 8.2 wird explizit betont, dass eine Zuwiderhandlung mit einer Geldbuße bis zu 5.000 Euro geahndet werden kann.

 

Unsere Wetter-Dachtauben und ihre Rolle in der Redaktion

 

Da sind unsere Redaktion und unsere zwei fiktiven Wetter-Dachtauben fein raus.

Zwar gibt es sie – die „Dachtauben“ –, wenngleich das Wort sprachlich wohl nicht ganz korrekt ist. Doch die Tiere sitzen auf dem gegenüberliegenden Dach und sind stets abflugbereit, sobald wir unser „Wetter-Fenster“ öffnen. Zum anderen würden diese wohl unter die Kategorie „Stadttaube“ fallen – als Nachfahren der Felsentauben beziehungsweise von Zuchttauben, die zumeist ausgesetzt wurden.

Dennoch übernehmen „unsere zwei Wetter-Dachtauben“ eine wesentliche Rolle in unserer Berichterstattung. Und Sie, liebe Leser*innen, sind mit dem heutigen Tag darüber informiert, welche Hintergrundgeschichte sich mit den beiden verbindet.

 

Frieden als täglicher Wunsch der Trierer Umschau

 

Unsere Wettertauben begleiten inzwischen auch symbolisch unseren tagtäglichen Wunsch: „Wir wünschen Ihnen Frieden!“

Am Ende unserer Wetter-Orientierung steht immer der Satz „Wir wünschen Ihnen Frieden“ (vgl. dazu: https://www.trierer-umschau.de/2025-07-29-aa/ ).

Für uns ist das eine appellative Notwendigkeit, diesen Satz tagtäglich zu wiederholen. Gerade im Angesicht der kriegerischen Aktivitäten und kriegerischen Vorbereitungen auf unserer Welt. Frieden ist die Perspektive, die wir uns wie einen Wegweiser jeden Tag erneut bewusst machen. Denn die aktuell politisch propagierte „Notwendigkeit“ der Aufrüstung löst die existentiellen Probleme des Klimawandels in keiner Weise. Sie – die Aufrüstung – beschleunigt diese vielmehr. Am Ende heißt vielleicht die Devise nicht mehr „mit Kanonen auf Spatzen schießen“, sondern in abgewandelter Form: Wir schießen mit Raketen auf den Klimawandel. Nur passieren wird dadurch nichts.

Vielleicht ist es deshalb auch kein Zufall, dass wir die Taube zugleich als Friedenssymbol schätzen.

 

Die Friedenstaube: Von Mose bis Picasso

 

Danke an Mose für sein erstes Buch, in dem die Taube mit dem Olivenzweig den Frieden zwischen Gott und dem Menschen symbolisiert. Danke an Pablo Picasso für seinen Plakatentwurf zum Weltfriedenskongress 1949 in Paris: die Silhouette einer Taube. Damit war die Friedenstaube als weltweites Symbol geboren. Der finnische Grafiker Mika Launis definierte daraus später ein Logo: eine weiße Taube mit dem typisch gespaltenen Schwanz auf blauem Grund (vgl. dazu auch https://de.wikipedia.org/wiki/Friedenstaube ).

Sie werden dieser Taube sicherlich auf den Ostermärschen begegnen – und immer dann, wenn es um Frieden geht.

Womit wir uns bei „unseren“ zwei Wetter-Dachtauben nicht nur für ihre profane Funktion der „Wettervorhersage“ im Konditional bedanken, sondern in beiden auch ein Hauptthema der Trierer Umschau vertreten sehen: den Frieden.

Und auch eine christlich-religiöse Interpretation liegt nahe: Hatte nicht Papst Benedikt XIV. im Jahr 1745 verfügt, dass der Heilige Geist ausschließlich als Taube dargestellt werden solle? – Hiermit beenden wir unseren Text.

 

Stadttauben, Brieftauben und ihre Geschichte

 

Wer sich tiefer mit dem Sachverhalt „Taube / Stadttaube / Zuchttaube“ auseinandersetzen möchte, dem empfehlen wir folgenden Link des Naturschutzbundes Deutschland. Dieser bereits seit sehr langer Zeit vom Menschen domestizierte Vogel hat neben seiner Symbolik auch ganz pragmatische Funktionen. Bekannt ist er vor allem in Sachen Nachrichtenübermittlung – Stichwort „Brieftauben“. Weniger bekannt ist der Sachverhalt, dass Tauben bis heute gegessen werden – Stichwort „Masttauben“. Doch lesen Sie selbst: https://www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/voegel/helfen/05991.html

P.S.: Der oben ausgewählte Himmel über Trier entspricht nicht dem heutigen Tag! – Unsere zwei Wetter-Dach-Tauben wollten einen „farblich passenden“ Himmel haben und entschieden sich für den Himmel vom 27. Januar 2026 um 17.30 Uhr – mit unserer klassischen Blickrichtung über der Mariensäule beziehungsweise dem Weißhaus.

 

 

Vortext / Kommentar / Text: Christph Maisenbacher – 12. Mai 2026
Link-Zitate: alle Zitate, die wir übernehmen sind im Text mit einem Link versehen
Social-Media-Teaser: ChatGPT
Foto: Seidenperle (Pixabay) & Trierer Umschau (KI unterstützt)

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