Die Blüten der Ackerwinde sehen schön aus.
Sie erinnern an kleine Calla-Blumen.
Foto: WikimediaImages (Pixabay) – Logo: © DLR Mosel
Ackerwinde
Foto: Thomas (Pixabay)
Ackerwinde
Foto: Illustration: KI-generiert / Trierer Umschau
Quecke
Foto: © Orest Lyzhechka (iStock)
Quecke
Foto: Illustration: KI-generiert / Trierer Umschau

LEICHTE SPRACHE - NATUREREIGNISBEGLEITER - TEXT 33

Ackerwinde und Quecke an der Mosel: – Warum diese Pflanzen für Winzer ein Problem sind

Die Moselweinberge verändern sich.
Es gibt immer weniger Weinberge.
Viele steile Weinberge werden nicht mehr bewirtschaftet.
Dort wachsen jetzt Pflanzen,
die Winzern schon lange Probleme machen:
Ackerwinde und Quecke.

Warum sind diese Pflanzen für Winzer schwierig?
Welche Rolle spielen sie in der Natur?
Und warum sind sie trotzdem besondere Überlebenskünstler?

 

Weniger Weinberge, mehr brachliegende Flächen: Die Mosel verändert sich

 

Wir haben erfahren:
Die Flächen für den Weinbau könnten um etwa 25 Prozent kleiner werden.

Dazu gibt es auch einen Beitrag:
„Lebendige Moselweinberge“ von der Trierer Umschau:
https://www.trierer-umschau.de/2026-04-17-bb/

Dafür gibt es viele Gründe.

Zum Beispiel:
Menschen trinken heute weniger Alkohol.

Außerdem wird weniger Wein in die Vereinigten Staaten verkauft.

Auch der Generationswechsel spielt eine Rolle.

Das bedeutet:
Viele ältere Winzer hören auf.
Aber es gibt oft keine Nachfolger.

Alle diese Probleme hängen zusammen.

Manche Winzer machen nur kleine Mengen Wein.

Diese kleinen Mengen können oft nicht mehr abgefüllt werden.
Denn es fehlen Dienstleister.

Manchmal wird der Wein sogar gar nicht mehr abgefüllt.

Dadurch wird auch weniger Wein verkauft.

Und wenn weniger Wein verkauft wird,
haben viele Winzer weniger Geld.

Viele Winzer sagen außerdem:
Die Bürokratie wird immer mehr.

Das bedeutet:
Es gibt viele Formulare und Vorschriften.

Zum Beispiel:
Berichte über den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln.

Die brachliegenden Flächen haben aber auch Folgen für die anderen Weinberge.

Für die Artenvielfalt ist das oft gut.

Denn dort können viele Pflanzen und Tiere leben.

Aber:
Die Pflege der übrigen Weinberge wird schwieriger.

Und der Aufwand wird größer.

Auch Rodungen oder andere Vorschriften ändern daran oft nur wenig.

 

„Oh nein, nicht schon wieder“ – Zwei Pflanzen machen vielen Winzern Probleme

 

In der Ausbildung zum Naturerlebnisbegleiter lernt man:
Welche Tiere und Pflanzen der Weinrebe schaden können.

Manche Tiere und Pflanzen greifen die Wurzeln,
die Blätter oder die Trauben an.

Ackerwinde und Quecke fressen die Weinrebe zwar nicht.

Aber:
Sie konkurrieren mit den Reben.

Sie mögen die warmen und sonnigen Weinberge an der Mosel.

Besonders in den steilen Lagen fühlen sie sich wohl.

Diese zwei Pflanzen machen vielen Winzern Probleme:

• Ackerwinde
• Quecke

Die Ackerwinde wächst auch an Waldrändern und auf sonnigen Lichtungen.

Sie bildet lange Triebe.

Diese Triebe wickeln sich um Reben und Drähte.

Dadurch wird die Arbeit im Weinberg schwerer.

Zum Beispiel:
beim Befestigen der Reben,
beim Entfernen von Blättern
oder bei der Weinlese.

Die Pflanze wächst immer wieder nach.

Denn ihre Wurzeln reichen tief in die Erde.

Die warmen und trockenen Schieferlagen an der Mosel mag sie besonders gern.

Die Quecke ist ebenfalls schwer zu bekämpfen.

Sie breitet sich unter der Erde aus.

Dafür nutzt sie Rhizome.

Rhizome sind unterirdische Wurzelausläufer.

So entsteht ein großes unsichtbares Netzwerk im Boden.

Die Quecke nimmt den Reben Wasser und Nährstoffe weg.

Das ist besonders im trockenen Sommer ein Problem.

Die Pflanze ist schwer dauerhaft zu entfernen.

Denn:
Schon kleine Wurzelstücke können wieder neu wachsen.

Das passiert auch nach dem Hacken oder Pflügen.

Beide Pflanzen machen den Winzern die Arbeit schwerer.

Sie konkurrieren mit den Reben um Wasser und Nährstoffe.

Sie können das Wachstum der Reben und der Trauben bremsen.

Und sie verursachen zusätzliche Kosten.

Hier finden Sie unseren Fragebogen zum Projekt
„Lebendige Moselweinberge“.

In der Bilderleiste oben sehen Sie außerdem Bilder,
damit Sie die beiden Pflanzen besser erkennen können.

Im nächsten Beitrag geht es weiter.

Jetzt zeigen wir:
Warum Ackerwinde und Quecke trotzdem wichtig für die Natur sind.

 

 

 

Ackerwinde: Die kletternde Pflanze in den Weinbergen

 

Name
Ackerwinde

Lateinischer Name:
Convolvulus arvensis

Kurze Beschreibung

Die Ackerwinde ist eine Pflanze,
die viele Jahre wachsen kann.

Sie kriecht am Boden
oder klettert an anderen Pflanzen hoch.

Die langen Triebe wickeln sich um Reben,
Drähte oder andere Pflanzen.

Die Blüten sehen aus wie kleine Trichter.

Die Blüten sind meistens weiß oder rosa.

Die Pflanze blüht oft von Mai bis Oktober.

Die Ackerwinde bildet kleine Früchte mit Samen.

Sie breitet sich aber vor allem über ihre Wurzeln aus.

Unter der Erde bildet sie lange Ausläufer.

Kann man die Pflanze essen oder nutzen?

Die Ackerwinde ist keine typische essbare Wildpflanze.

Sie sollte nicht gegessen werden.

Die Pflanze enthält bestimmte Stoffe,
die manche Menschen nicht vertragen.

Für Naturführungen ist die Pflanze trotzdem interessant.

Sie zeigt:
Wie Pflanzen sich anpassen können.

Und wie stark und widerstandsfähig manche Pflanzen sind.

Was muss man beachten?

Man sollte die Pflanze nicht einfach mitnehmen oder wegwerfen.

Schon kleine Wurzelstücke können wieder wachsen.

Darum sollte man die Pflanze nicht auf den Kompost werfen.

Auch am Rand von Weinbergen oder im Garten sollte man vorsichtig sein.

Die Ackerwinde kann leicht mit anderen Winden verwechselt werden.

Wichtig zum Erkennen sind:

• die kleinen trichterförmigen Blüten

• die pfeilförmigen Blätter

Geschichte der Pflanze

Die Ackerwinde stammt ursprünglich aus Europa und Asien.

Heute wächst sie in vielen Teilen der Welt.

Auch in Deutschland gibt es sie schon sehr lange.

Sie gehört seit langer Zeit zu den Pflanzen in Äckern und Weinbergen.

An der Mosel wächst sie schon seit vielen Generationen.

Sie ist dort eine typische Pflanze der offenen Kulturlandschaft.

Wo wächst die Ackerwinde?

Die Pflanze mag lockere und nährstoffreiche Böden.

Sie wächst gut an warmen und trockenen Orten.

Sonne verträgt sie sehr gut.

Darum fühlt sie sich in den warmen Weinbergen an der Mosel wohl.

Besondere Eigenschaften

Die Ackerwinde ist sehr widerstandsfähig.

Sie wächst immer wieder nach.

Das passiert sogar aus kleinen Wurzelstücken.

Unter der Erde breiten sich ihre Ausläufer weit aus.

Darum ist sie für viele Winzer schwer zu bekämpfen.

Positive Eigenschaften

Die Ackerwinde ist nicht nur ein „Unkraut“.

Ihre Blüten sind wichtig für Insekten.

Zum Beispiel für bestimmte Wildbienen.

Einige Wildbienen sammeln besonders gern den Blütenstaub der Winden.

Wo findet man die Pflanze in Weinbergen?

An der Mosel wächst die Ackerwinde oft an sonnigen Orten.

Zum Beispiel:

• zwischen den Reben
• an den Rändern der Weinberge
• auf Wegen
• an Trockenmauern
• an Böschungen
• auf offenen Bodenflächen

Die Ackerwinde im Garten

Im Garten wächst die Ackerwinde oft von allein.

Man sollte sie dort nicht absichtlich anpflanzen.

Denn sie breitet sich schnell aus.

Dabei kann sie andere Pflanzen überwachsen.

Darum nennen viele Menschen sie „Unkraut“.

Bedeutung für Tiere

Für manche Insekten ist die Ackerwinde wichtig.

Die Blüten bieten Nahrung.

Auch Vögel können die Samen fressen.

Für Weidetiere ist die Pflanze aber nicht gut geeignet.

Darum sollte sie nicht als Futterpflanze genutzt werden.

Bedeutung für die Wirtschaft

Für Winzer ist die Ackerwinde oft ein Problem.

Sie erschwert die Arbeit im Weinberg.

Außerdem nimmt sie den Reben Wasser und Nährstoffe weg.

Dadurch entsteht mehr Arbeit
und oft auch mehr Kosten.

Bedeutung für die Natur

Die Ackerwinde bedeckt offene Böden.

Das kann den Boden schützen.

Ihre Blüten helfen Insekten.

Die Pflanze gehört zur typischen Pflanzenwelt der Weinberge.

Wenn sie sich aber zu stark ausbreitet,
kann sie andere Pflanzen verdrängen.

Dann wird die Arbeit im Weinberg schwieriger.

Bedeutung in Geschichten und Symbolen

Winden stehen oft als Symbol für:

• Verbundenheit
• Festhalten
• Ausdaue
• Wiederkommen

Das passt gut zur Ackerwinde.

Denn:
Sie verschwindet manchmal scheinbar.

Aber sie wächst immer wieder neu aus der Erde heraus.

 

 

Quecke: Das unsichtbare Netzwerk unter den Reben

 

Name
Quecke

Lateinischer Name:
Elymus repens

Kurze Beschreibung

Die Quecke ist ein Gras,
das viele Jahre wachsen kann.

Unter der Erde bildet sie lange Ausläufer.

Diese Ausläufer heißen Rhizome.

Die Pflanze hat aufrechte Halme
und schmale graugrüne Blätter.

Die Ähren sind eher unauffällig.

Die Quecke blüht meistens von Juni bis August.

Sie verbreitet sich über Samen.

Besonders stark breitet sie sich aber über ihr Rhizom-Netzwerk im Boden aus.

Kann man die Pflanze essen oder nutzen?

Früher nutzten Menschen die Wurzelausläufer manchmal als Nahrung in Notzeiten.

Auch für Tee wurden sie verwendet.

Heute spielt die Quecke als Nahrung kaum noch eine Rolle.

Junge Triebe kann man zwar theoretisch essen.

Die meisten Menschen sehen die Quecke aber als problematisches Gras in Äckern und Weinbergen.

Was muss man beachten?

Die Quecke sieht vielen anderen Gräsern ähnlich.

Darum kann man sie leicht verwechseln.

Typisch sind die langen hellen Rhizome unter der Erde.

Wer die Pflanze entfernen möchte,
muss möglichst viele Rhizome ausgraben.

Denn:
Schon kleine Stücke können wieder neu wachsen.

Darum sollte man die Pflanze nicht einfach auf den Kompost werfen.

Geschichte der Pflanze

Die Quecke stammt ursprünglich aus Europa und großen Teilen Asiens.

Sie wächst dort schon seit vielen Jahrhunderten.

Auch in Deutschland gibt es sie schon sehr lange.

Sie gehört zu den typischen Pflanzen in Äckern und Weinbergen.

An der Mosel ist sie eine bekannte Pflanze offener Böden.

Wo wächst die Quecke?

Die Quecke mag lockere und nährstoffreiche Böden.

Sie wächst gut an sonnigen und offenen Orten.

Die Pflanze verträgt Trockenheit gut.

Darum fühlt sie sich in vielen warmen Weinbergen an der Mosel wohl.

Besonders gern wächst sie auf bearbeiteten oder offenen Böden.

Besondere Eigenschaften

Die wichtigste Besonderheit der Quecke ist ihr großes Rhizom-Netzwerk.

Unter der Erde breitet sich die Pflanze weit aus.

Dadurch kann sie schnell neue Flächen besetzen.

Auch nach dem Hacken oder Pflügen wächst sie oft wieder nach.

Darum gilt die Quecke als sehr widerstandsfähig.

Positive Eigenschaften

Die Quecke kann offene Böden schützen.

Zum Beispiel vor Erosion.

Das bedeutet:
Der Boden wird nicht so leicht weggespült.

Die Wurzeln lockern außerdem den Boden auf.

Viele kleine Bodenlebewesen finden dort Lebensraum.

Auch manche Insekten und kleine Tiere nutzen die Pflanze als Schutz.

Wo findet man die Pflanze in Weinbergen?

An der Mosel wächst die Quecke oft:

• zwischen den Reben
• an den Rändern der Weinberge
• auf Fahrwegen
• an Böschungen
• auf offenen oder bearbeiteten Böden

Die Quecke im Garten

Im Garten wächst die Quecke oft von allein.

Viele Menschen nennen sie „Unkraut“.

Ein gezielter Anbau ist meistens nicht sinnvoll.

Denn:
Die Pflanze breitet sich stark aus.

Dabei kann sie andere Pflanzen verdrängen.

Wer sie entfernen möchte,
muss möglichst alle Rhizome aus dem Boden holen.

Bedeutung für Tiere

Die Quecke bietet vielen kleinen Tieren Schutz.

Zum Beispiel:

• Insekten
• Spinnen
• Bodenlebewesen

Auch manche Vogelarten fressen die Samen.

Für viele Tiere gehört die Quecke zu einer dichten Bodenvegetation.

Bedeutung für die Wirtschaft

Für Winzer bedeutet die Quecke oft mehr Arbeit.

Sie nimmt den Reben Wasser und Nährstoffe weg.

Außerdem erschwert sie die Pflege der Weinberge.

Besonders in trockenen Jahren kann das den Reben schaden.

Bedeutung für die Natur

Die Quecke schützt den Boden vor Austrocknung und Erosion.

Sie hilft auch bei der Bodenstruktur.

Das bedeutet:
Sie beeinflusst,
wie fest oder locker der Boden ist.

Wenn die Quecke sich aber zu stark ausbreitet,
kann sie andere Pflanzen verdrängen.

Dann entstehen manchmal große Flächen nur mit Quecke.

Bedeutung in Geschichten und Symbolen

Die Quecke hat keine große Bedeutung in alten Geschichten oder Religionen.

Aber:
Viele Menschen sehen sie als Symbol für:

• Widerstandskraft
• Ausdauer
• Überlebensfähigkeit

Denn:
Die Pflanze wächst selbst unter schwierigen Bedingungen immer wieder nach.

 

 

Alle Texte zum Thema „Natur·ereignis·begleiter / Lebendige Moselweinberge“ finden Sie hier:
https://www.trierer-umschau.de/netzwerk/naturereignisbegleiter/

 

Standardtext vgl. https://www.trierer-umschau.de/2026-05-07-ba/
Text in Leichter Sprache: mit dem Optimeil-Leichte-Sprache-Assistenten von ChatGPT
Textbegleitung: Christph Maisenbacher – 7. Mai 2026
Quellen: vgl. Standardtext wie auch die in diesem notierte Links
Foto 1: WikimediaImages (Pixabay) – Logo: © DLR Mosel // Foto 2: Thomas (Pixabay) – Foto 3: Illustration: KI-generiert / Trierer Umschau – Foto 4: © Orest Lyzhechka (iStock) – Foto 5: Illustration: KI-generiert / Trierer Umschau

Die Reihe heißt: Lebendige Moselweinberge.
Die Texte sind für Dauno geschrieben.
Ich möchte ihm damit danken.
Mehr Infos gibt es hier:
https://www.trierer-umschau.de/2025-11-03-bb/