NATUREREIGNISBEGLEITER - TEXT 31 & LEIBNIZ-INSTITUTS FÜR GEMÜSE- UND ZIERPFLANZENBAU
Klee im Weinberg: unterschätzte Kraft zwischen Rebe, Boden und Biodiversität
Klee schützt Weinbergsböden, fördert Insekten und bindet Stickstoff – doch er kann auch zur Konkurrenz werden. Drei Kleearten an den Mosel-Weinbergen im Porträt.
Weinbergsbegrünung und Vitiforst: Neue Wege im Umgang mit dem Boden
In unserer Betrachtung der Weinberge – und ja, wir müssen mit den „Alternativen“ starten, die die Weinberge einnehmen könnten. Also: In unserer Betrachtung der Weinberge stoßen wir immer wieder auf das inzwischen fest verankerte Prinzip der Weinbergs-Begrünung, aber auch die Kombination von Weinreben und Bäumen in sogenannten Vitiforst-Kulturen (vgl. https://www.trierer-umschau.de/2025-03-02-cb/ ).
Lebendmulch im Weinberg: Zwischen Schutzfunktion und Konkurrenz
Hierbei können sich Synergien ergeben, die geradezu in einen Austausch von Nährstoffen und Wasser münden. Es gibt aber auch Konkurrenten: Und ein solcher Konkurrent scheint der Klee zu sein, der als „Lebendmulch“ dennoch wichtige Funktionen übernimmt. Darunter fallen Hitze- oder Erosionsschutz. Dennoch – und das stützt sich auf eine Forschung des Leibniz-Instituts für Gemüse- und Zierpflanzen (IGZ) – ließ sich ein Ertragsrückgang bei Weißkohl und Knollensellerie beobachten. Wobei dies auch zu kurz gegriffen ist. Denn in vergleichbaren Projekten (vgl. „Dauerhafter Lebendmulch im Ackerbau“ ) ergaben sich neben Ertragseinbußen auch ein Einsparungspotenzial im Pflanzenschutz, Anpassungsmöglichkeiten an den Klimawandel wie auch eine Erhöhung der Bodenfruchtbarkeit.
IGZ-Studie: Differenzierter Blick auf Mulchsysteme
Eine Übertragung auf die Begrünung der Weinberge oder Weinberggassen wäre aktuell verfrüht, da der Klee nicht als Monokultur wie in der Untersuchung ausgesät wird. Dennoch schauen wir uns nach der Pressemeldung des Leibniz-Instituts für Gemüse- und Zierpflanzenbau (IGZ) die drei Klee-Arten, welche es auf den Weinbergen entlang der Mosel zu entdecken gibt, im Detail an.
Drei Kleearten an den Mosel-Weinbergen im Überblick
Das wären
_ der Weißklee (Trifolium repens), der als pflegeleicht bezeichnet wird, keine Konkurrenz zu den Reben aufbaut (Flachwurzler), einen Erosionsschutz an steilen Moselhängen aufbaut und mit seiner Bindung von Stickstoff die Bodenfruchtbarkeit erhöht. Zudem ist er trittfest. Da er wirklich niedrig-kriechend wächst, kann er im Wingert überall wachsen bzw. sich auch halten.
_ der Rotklee (Trifolium pratense) ist eine wertvolle Bienen- und Insektenpflanze – er ist genauso ein guter Stickstofflieferant, allerdings kann er bei guter Entwicklung in Konkurrenz zu den Reben stehen. Seine Höhe von bis zu 50 cm ist da ausschlaggebend.
_ und der Steinklee (Melilotus) ist als Tiefwurzler ein Bodenlockerer, ist eine gute Bienenweide und ist weniger in dichten Rebzeilen, sondern eher in naturbelassenen Zonen zwischen oder neben den Weinbergen zu finden. Der Steinklee wächst bis über einen Meter.
Studienlage: Klee-Lebendmulch kann Erträge beeinflussen
„Roggenmulch stabilisiert Gemüseerträge – Klee Lebendmulch kann Ernten deutlich mindern
Aktuell in der Fachzeitschrift „Plant and Soil“ veröffentlichte Ergebnisse von Forschenden des Leibniz-Instituts für Gemüse- und Zierpflanzenbau (IGZ) zeigen, dass Streifenbodenbearbeitung in Kombination mit Roggenmulch die Erträge von Weißkohl und Knollensellerie unter unterschiedlichen Standortbedingungen stabil halten kann. In Systemen mit Klee als lebender Bodenbedeckung traten hingegen deutliche Ertragsrückgänge auf. Ausschlaggebend sind Veränderungen des Bodenstickstoffgehalts, Wasserhaushalts und des Temperaturregimes. Diese Befunde liefern eine differenzierte Grundlage für die Bewertung von Mulchanbausystemen im Gemüsebau.
Eine Feldstudie des IGZ vergleicht unterschiedliche Bodenbearbeitungs- und Bodenbedeckungssysteme im Freilandgemüsebau in den Kulturen Weißkohl und Knollensellerie an mehreren Standorten in Deutschland, darunter Versuchsflächen des IGZ in Großbeeren und Gemüsebaubetriebe Brandenburgs. Betrachtet wurden Streifenbodenbearbeitung mit vor Ort hergestellten Roggenmulch, Klee-Lebendmulch und eine unbedeckte Kontrolle.
Über alle Standorte hinweg zeigte sich, dass die Kombination aus Streifenbodenbearbeitung und Roggenmulch eine vergleichsweise stabile Ertragsleistung beider Kulturen ermöglichte. Im Gegensatz dazu waren die Erträge im Klee-Lebendmulch-System deutlich niedriger. Diese Unterschiede stehen in engem Zusammenhang mit veränderten Bodenbedingungen, insbesondere einer geringeren Verfügbarkeit mineralischen Stickstoffs, veränderten Bodenfeuchteverhältnissen sowie niedrigeren Bodentemperaturen, die die Entwicklungsbedingungen der Kulturen beeinflussen.
Die Ergebnisse verdeutlichen, dass Lebendmulchsysteme im Gemüsebau nicht unabhängig vom Standort und vom Gesamtsystem bewertet werden können. Während sie unter bestimmten Bedingungen positive ökologische Funktionen erfüllen können, entstehen gleichzeitig potenzielle Zielkonflikte mit der Produktivität, insbesondere durch Konkurrenz um Wasser und Nährstoffe.
Originalpublikation:
Hefner, M., Sradnick, A. & Heistermann, K. “Cabbage and celeriac yields were preserved by strip-tillage with rye mulch but reduced by clover living mulch due to effects on soil nitrogen, moisture and temperature.” Plant Soil (2026). https://doi.org/10.1007/s11104-026-08491-x
NaturEREIGNISbegleiter: Drei Kleearten im Deta
Und hier unsere Vorstellung der drei Klee-Arten, die an den Mosel-Weinbergen zu entdecken sind. Befragt mit unserem „NaturEREIGNISbegleiter / Lebendige Moselweinberge – Fragebogen“:
Name
Weißklee
Lateinischer Name
Trifolium repens
Kurze, allgemeine Beschreibung
Der Weißklee ist eine niedrig wachsende, kriechende Pflanze mit dreiteiligen Blättern, die oft eine helle Zeichnung tragen. Seine kugeligen Blüten sind weiß bis leicht rosafarben. Die Pflanze blüht in der Regel von Mai bis Oktober. Essbar sind vor allem die Blätter und Blüten, die sich beispielsweise für Salate oder Tees eignen. Die Nutzung ist über die gesamte Vegetationsperiode hinweg möglich, besonders im Frühjahr und Sommer.
Was ist zu beachten
Verwechslungen mit anderen Kleearten sind möglich, diese sind jedoch meist ebenfalls ungiftig. Wichtig ist, nur Pflanzen von unbelasteten Standorten zu sammeln, insbesondere nicht an intensiv behandelten Weinbergsrändern. Beim Sammeln sollte darauf geachtet werden, die Bestände nicht zu stark zu beeinträchtigen. Die Pflanzenteile sollten möglichst frisch verwendet oder schonend getrocknet werden.
Kurze Geschichte der Pflanzenart
Der Weißklee stammt ursprünglich aus Europa und Westasien und ist heute weltweit verbreitet. In Deutschland ist er seit vielen Jahrhunderten heimisch und eine typische Wiesenpflanze. Auch an der Mosel ist er seit langer Zeit anzutreffen und wurde mit der Entwicklung der Weinbergsbegrünung zunehmend gezielt gefördert.
Welche Anforderungen an die Böden / die Umgebung bestehen
Der Weißklee bevorzugt nährstoffreiche und leicht feuchte Böden. Er wächst sowohl in sonnigen als auch in halbschattigen Lagen. Sein Wasserbedarf ist mäßig, wobei er eine gewisse Trockenheit gut verträgt. Zudem ist er sehr frosthart und übersteht auch kalte Winter problemlos.
Welche Besonderheiten wären zu nennen
Der Weißklee bildet dichte, trittfeste Pflanzenteppiche und ist in der Lage, Stickstoff aus der Luft zu binden, wodurch er die Bodenfruchtbarkeit verbessert. Er regeneriert sich schnell nach Belastung und bleibt oft auch im Winter grün, sodass er nahezu als Ganzjahrespflanze gelten kann.
Welche positiven Eigenschaften hat die Pflanzenart
Die Pflanze schützt den Boden vor Erosion und Austrocknung und trägt zur Verbesserung der Bodenstruktur bei. Gleichzeitig stellt sie eine wichtige Nahrungsquelle für Insekten dar und ist insgesamt sehr pflegeleicht und widerstandsfähig.
Wo an Weinbergen kann ich die Pflanzenart am besten finden
Weißklee ist vor allem in den Weinberggassen zwischen den Rebzeilen zu finden, wo er als natürliche oder eingesäte Begrünung wächst. Besonders häufig tritt er auf Flächen auf, die regelmäßig betreten oder mechanisch beansprucht werden.
Kann ich diese auch im privaten Garten kultivieren
Der Weißklee siedelt sich häufig von selbst an und wird oft als Unkraut angesehen. Er kann jedoch auch gezielt ausgesät werden und eignet sich gut als Bodendecker oder sogar als Rasenersatz. Die Pflanze ist pflegeleicht und benötigt kaum besondere Maßnahmen.
Welche Bedeutung hat die Pflanzenart für Insekten oder andere Tiere
Weißklee ist eine bedeutende Nahrungsquelle für Bienen und andere bestäubende Insekten, da er über einen langen Zeitraum hinweg Nektar liefert. Dadurch trägt er wesentlich zur Förderung der Biodiversität bei.
Welche ökonomische Funktion hat die Pflanzenart
In der Landwirtschaft wird Weißklee als Futterpflanze genutzt und ist Bestandteil vieler Begrünungsmischungen. Durch seine Fähigkeit zur Stickstoffbindung kann er den Bedarf an künstlichem Dünger reduzieren.
Welche ökologische Funktion hat die Pflanzenart
Die Pflanze verbessert die Bodenfruchtbarkeit, schützt vor Erosion und trägt zur Stabilisierung des Bodenökosystems bei. Sie unterstützt das Bodenleben und fördert nachhaltige Kreisläufe im Weinberg.
Gibt es esoterische, religiöse oder mythologische Bedeutungen der Pflanzenart
Der Klee ist in der europäischen Kultur ein Symbol für Glück, insbesondere in Form des vierblättrigen Kleeblatts. Darüber hinaus steht er für Hoffnung, Naturverbundenheit und Schutz und hat in der Volkskultur eine lange Tradition.
Name
Rotklee
Lateinischer Name
Trifolium pratense
Kurze, allgemeine Beschreibung
Der Rotklee ist eine aufrecht wachsende, mehrjährige Pflanze mit charakteristischen dreiteiligen Blättern, die häufig eine helle Zeichnung aufweisen. Seine Blüten sind kugelig und rötlich bis violett gefärbt. Die Blütezeit erstreckt sich in der Regel von Mai bis September. Essbar sind vor allem die Blüten, die leicht süßlich schmecken und sich für Tees oder als Beigabe zu Speisen eignen. Auch junge Blätter sind nutzbar, jedoch weniger gebräuchlich. Die Pflanze kann vor allem im späten Frühjahr und Sommer genutzt werden.
Was ist zu beachten
Rotklee kann mit anderen Kleearten verwechselt werden, die jedoch meist ebenfalls ungiftig sind. Beim Sammeln sollte darauf geachtet werden, nur Pflanzen von unbelasteten Standorten zu verwenden. Die Blüten sollten möglichst frisch verarbeitet oder schonend getrocknet werden. In größeren Mengen kann Rotklee aufgrund seiner Inhaltsstoffe (unter anderem Phytoöstrogene) eine Wirkung auf den Hormonhaushalt haben, weshalb ein maßvoller Gebrauch empfohlen wird.
Kurze Geschichte der Pflanzenart
Der Rotklee stammt ursprünglich aus Europa und Westasien und ist seit langer Zeit als Futter- und Kulturpflanze bekannt. In Deutschland wird er seit Jahrhunderten genutzt, insbesondere in der Landwirtschaft. Auch an der Mosel ist er seit langer Zeit verbreitet und tritt sowohl wild als auch in eingesäten Begrünungen auf.
Welche Anforderungen an die Böden / die Umgebung bestehen
Rotklee bevorzugt nährstoffreiche, tiefgründige und gut durchlüftete Böden. Er wächst am besten in sonnigen bis halbschattigen Lagen. Sein Wasserbedarf ist höher als beim Weißklee, und längere Trockenperioden verträgt er schlechter. Gegen Frost ist er relativ widerstandsfähig, jedoch weniger robust als niedrig wachsende Kleearten.
Welche Besonderheiten wären zu nennen
Der Rotklee wächst deutlich höher als der Weißklee und kann Wuchshöhen von bis zu 50 Zentimetern erreichen. Er ist ebenfalls ein Stickstoffbinder und trägt zur Verbesserung der Bodenfruchtbarkeit bei. Aufgrund seines aufrechten Wuchses kann er jedoch stärker in Konkurrenz zu anderen Pflanzen treten.
Welche positiven Eigenschaften hat die Pflanzenart
Rotklee verbessert die Bodenqualität durch Stickstoffanreicherung und bietet eine wertvolle Nahrungsquelle für zahlreiche Insekten. Seine auffälligen Blüten tragen zur ökologischen Vielfalt bei und machen ihn zu einer wichtigen Pflanze in extensiven Bewirtschaftungssystemen.
Wo an Weinbergen kann ich die Pflanzenart am besten finden
Rotklee ist vor allem in weniger intensiv gepflegten Weinbergen oder in ökologisch bewirtschafteten Flächen zu finden. Er wächst häufig in den Weinberggassen, besonders dort, wo ausreichend Nährstoffe und etwas mehr Feuchtigkeit vorhanden sind.
Kann ich diese auch im privaten Garten kultivieren
Rotklee kann gezielt ausgesät werden und eignet sich gut für naturnahe Gärten und Blumenwiesen. Er wird seltener als klassisches Unkraut betrachtet, sondern eher als wertvolle Wild- und Nutzpflanze. Für eine erfolgreiche Ansiedlung benötigt er einen geeigneten Boden und ausreichend Licht.
Welche Bedeutung hat die Pflanzenart für Insekten oder andere Tiere
Rotklee ist eine bedeutende Bienen- und Insektenpflanze. Besonders Hummeln profitieren von seinen tiefen Blüten, die reich an Nektar sind. Dadurch trägt er wesentlich zur Förderung der Artenvielfalt bei.
Welche ökonomische Funktion hat die Pflanzenart
In der Landwirtschaft wird Rotklee vor allem als Futterpflanze genutzt und spielt eine wichtige Rolle im Feldfutterbau. Zudem wird er zur Bodenverbesserung und als Bestandteil von Fruchtfolgen eingesetzt.
Welche ökologische Funktion hat die Pflanzenart
Rotklee trägt zur Stickstoffanreicherung im Boden bei und verbessert dessen Struktur. Er fördert die Biodiversität und unterstützt stabile ökologische Kreisläufe, insbesondere in nachhaltig bewirtschafteten Flächen.
Gibt es esoterische, religiöse oder mythologische Bedeutungen der Pflanzenart
Wie andere Kleearten steht auch der Rotklee symbolisch für Glück und Harmonie. Darüber hinaus wird er in der Volksheilkunde traditionell mit Reinigung, Ausgleich und Vitalität in Verbindung gebracht.
Name
Steinklee
Lateinischer Name
Melilotus
Kurze, allgemeine Beschreibung
Der Steinklee ist eine meist zweijährige, aufrecht wachsende Pflanze, die Höhen von über einem Meter erreichen kann. Er besitzt dreiteilige Blätter und bildet zahlreiche kleine Blüten, die je nach Art gelb oder weiß gefärbt sind und in länglichen Trauben angeordnet sind. Die Blütezeit reicht in der Regel von Juni bis September. Die Pflanze verströmt beim Trocknen einen charakteristischen, süßlichen Duft nach Cumarin. Verwendet werden vor allem die blühenden Pflanzenteile, etwa für Tees oder zur Aromatisierung, jedoch nur in kleinen Mengen.
Was ist zu beachten
Beim Sammeln ist auf eine sichere Bestimmung zu achten, insbesondere auf die Unterscheidung zwischen gelbem und weißem Steinklee, die jedoch beide ähnlich verwendet werden können. Wichtig ist, nur Pflanzen von unbelasteten Standorten zu nutzen. Aufgrund des Cumaringehalts sollte Steinklee nur sparsam verwendet werden, da hohe Mengen gesundheitlich problematisch sein können. Die Pflanze sollte schonend getrocknet und nicht frisch in großen Mengen konsumiert werden.
Kurze Geschichte der Pflanzenart
Der Steinklee stammt ursprünglich aus Europa und Asien und ist seit langer Zeit als Wild- und Nutzpflanze bekannt. Er wurde bereits in der Antike geschätzt, unter anderem wegen seines Duftes und seiner bodenverbessernden Eigenschaften. In Deutschland ist er seit Jahrhunderten verbreitet und hat sich auch an der Mosel auf trockenen, steinigen Standorten etabliert.
Welche Anforderungen an die Böden / die Umgebung bestehen
Steinklee bevorzugt trockene, kalkreiche und eher nährstoffarme Böden. Er wächst besonders gut in sonnigen und warmen Lagen. Die Pflanze ist sehr trockenheitsverträglich und kommt auch mit extremen Standorten zurecht. Gegen Frost ist sie relativ unempfindlich.
Welche Besonderheiten wären zu nennen
Der Steinklee ist ein Tiefwurzler und kann den Boden bis in tiefere Schichten lockern. Er gehört zu den sogenannten Pionierpflanzen und besiedelt häufig offene, gestörte Flächen. Durch seinen intensiven Duft fällt er besonders nach dem Trocknen auf.
Welche positiven Eigenschaften hat die Pflanzenart
Die Pflanze trägt zur Bodenlockerung bei und verbessert die Durchlüftung des Bodens. Sie bietet eine wichtige Nahrungsquelle für Insekten und ist besonders an schwierige Standortbedingungen angepasst. Zudem kann sie zur natürlichen Stabilisierung von Böschungen beitragen.
Wo an Weinbergen kann ich die Pflanzenart am besten finden
Steinklee findet sich vor allem an Randbereichen von Weinbergen, an Böschungen oder in weniger intensiv bewirtschafteten Zonen. Besonders typisch ist er für trockene, steinige und sonnenexponierte Lagen entlang der Mosel.
Kann ich diese auch im privaten Garten kultivieren
Steinklee kann im Garten ausgesät werden, benötigt jedoch einen geeigneten, eher trockenen und kalkhaltigen Boden. Er siedelt sich unter passenden Bedingungen auch von selbst an. Aufgrund seiner Wuchshöhe wird er nicht als klassisches Unkraut betrachtet, kann aber in naturnahen Gärten gezielt integriert werden.
Welche Bedeutung hat die Pflanzenart für Insekten oder andere Tiere
Steinklee ist eine ausgezeichnete Bienenweide und liefert reichlich Nektar. Viele Insektenarten profitieren von seinem Blütenangebot, wodurch er einen wichtigen Beitrag zur Förderung der Biodiversität leistet.
Welche ökonomische Funktion hat die Pflanzenart
Steinklee wird in der Landwirtschaft zur Bodenverbesserung eingesetzt und kann als Gründüngung dienen. Zudem spielt er eine Rolle als Bienenweide und gelegentlich als Aromapflanze.
Welche ökologische Funktion hat die Pflanzenart
Die Pflanze verbessert die Bodenstruktur durch ihre tiefreichenden Wurzeln und trägt zur Stickstoffanreicherung bei. Sie hilft, erosionsgefährdete Flächen zu stabilisieren, und unterstützt die Entwicklung artenreicher Lebensräume.
Gibt es esoterische, religiöse oder mythologische Bedeutungen der Pflanzenart
Steinklee wird traditionell mit seinem süßen Duft und seiner Heilkraft in Verbindung gebracht. In der Volkskultur galt er als beruhigend und schützend und wurde gelegentlich als Räucher- oder Heilpflanze verwendet.
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Vortext / Kommentar: Christph Maisenbacher – 29. April 2026
Quelle (vollständig zitierter Text): Leibniz-Institut für Gemüse- und Zierpflanzenbau (IGZ)
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit / Julia Vogt
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Foto 1: © J. Vogt / IGZ – Logo: © DLR Mosel – Foto 2: ASSY (Pixabay) – Foto 3: Illustration: KI-generiert / Trierer Umschau – Foto 4: Zoosnow (Pixabay) – Foto 5: Illustration: KI-generiert / Trierer Umschau – Foto 6: beauty_of_nature (Pixabay) – Foto 7: Illustration: KI-generiert / Trierer Umschau
Dieser Text in LEICHTER SPRACHE ist veröffentlicht unter:
https://www.trierer-umschau.de/2026-04-29-ab/
Die Text-Folge „Lebendige Moselweinberge“ ist Dauno gewidmet:
vgl. https://www.trierer-umschau.de/2025-11-03-ba/
