OSTERMÄRSCHE 2026
Sind die Friedenstauben tot? – Die Völkerverständigung hat einen Tiefpunkt erreicht! – Jetzt erst Recht an den Ostermärschen teilnehmen!
APPLAUS
Im völkerrechtswidrigen Krieg der Länder Israel und USA gegen den Iran wird Tod und Zerstörung weltpolitisch hingenommen: Da werden „Altlasten“ an Munition verschossen (so scheint es), da wird untersucht, wie gut oder schlecht die Erzrivalen USA im Vordergrund und Russland im Hintergrund „mitmischen“ können. Da wird gut CO₂ in die Luft gepustet (was ist Zerstörung anderes?) im aktuell zweiten Krieg, der mehr als nur eine kleine Region mitnimmt. Denn mit dem Krieg in der Ukraine und dem Krieg im Iran expandiert etwas, was immer weniger kontrolliert werden kann. Reibt sich da ein Zweiter (Putin) die Hände? Oder reibt sich gar ein Dritter (China) die Hände? Die Vereinten Nationen werden ausgelacht und geltendes Völkerrecht sowieso. Die Stärke triumphiert.
APPLAUS
Endlich sind die Golfstaaten davon überzeugt, dass man auch dort Geld für Waffen und Munition ausgeben muss. Europa hat dafür lange gebraucht. So lange, bis Trump an die Regierung kam. Und alle freuen sich, dass die Aktien all der Unternehmen in die Höhe schnellen, die bei der Aufrüstung mitmischen. – Nein, wir sind da nicht kleinlich. Was InfoSperber am 14. März 2026 schreibt: „Die von den USA im Iran eingesetzten Patriot-Raketen kosten laut Bloomberg 4,6 Millionen Dollar pro Stück, die sogenannten SM-6-Raketen 8,2 Millionen und die Thaad-Raketen 12,8 Millionen. Der Tomahawk-Marschflugkörper, seit Jahrzehnten das bevorzugte Instrument amerikanischer Luftangriffe, kostet 1,7 Millionen Dollar pro Stück.“ (vgl. https://www.infosperber.ch/politik/krieg-auf-kredit/ ).
APPLAUS – „Der Tod macht Urlaub“
Inzwischen wird die Fußball-WM vorbereitet, dieses friedliche Treffen aller Nationen – bis auf diejenigen, die ausgeschlossen sind. Danke USA, wir freuen uns auf die Veranstaltung. Und nein, Sport hat nichts mit Politik oder Kriegen zu tun. Denn wie hieß es so schön 1936 in der ausländischen Presse zu den Olympischen Spielen in Deutschland: „Der Tod macht Urlaub.“ (vgl. auch: https://www.bpb.de/kurz-knapp/hintergrund-aktuell/141881/olympische-sommerspiele-in-berlin-1936/ ).
In 72 Tagen wird man sehen, ob und wo der Tod Urlaub machen wird und welche Länder mit einem Nein Politik machen oder mit einem Ja als Marionetten auftreten.
Diese ganz und gar nicht zum Applaus motivierenden Fakten machen es umso dringender, in diesem Jahr an den Ostermärschen teilzunehmen: Wir haben folgende Pressemitteilung von dem „Netzwerk Friedenskooperative“:
„Ostermärsche 2026: Friedensbewegung mobilisiert zu Aktionen in über 100 Städte
Das Netzwerk Friedenskooperative stellt auch 2026 wieder umfangreiche Informationen zu den Ostermärschen zur Verfügung. In unserem Terminkalender auf http://www.friedenskooperative.de/termine/ostermarsch finden sich bereits mehr als 124 Einträge (mit Stand 01.04.2026) zu Aktionen und Veranstaltungen im Rahmen der Ostermärsche, die vom 02. bis zum 06. April stattfinden.
Auf der Website finden sich außerdem die Aufrufe der Veranstalter*innen sowie weitere Informationen. Zeitnah veröffentlicht das Netzwerk Friedenskooperative auch Redebeiträge aus den verschiedenen Städten.
Das Netzwerk Friedenskooperative erwartet dieses Jahr eine rege Beteiligung angesichts des Krieges der USA und Israels gegen den Iran, der sich bereits auf weitere Länder ausgeweitet hat, aber auch durch den anhaltenden Krieg Russlands gegen die Ukraine oder des Gaza-Kriegs. Die Kritik an den ausufernden Aufrüstungsplänen weltweit wird bei den Ostermärschen ebenso eines der zentralen Themen sein. Der erste Ostermarsch des Jahres startete bereits eine Woche vor Ostern am Samstag (28.3.) in Potsdam. Alle weiteren Ostermärsche finden von Gründonnerstag (2.4.) bis Ostermontag (6.4.) statt, wobei die meisten am Karsamstag und Ostermontag stattfinden. Besonders reger Zulauf wird u.a. bei den Ostermärschen am Karsamstag in Stuttgart sowie am Ostermontag in Frankfurt (Main) und Hamburg erwartet.
Aufruf zu den Ostermärschen 2026
„Wir gehen davon aus, dass die Beteiligung an den Ostermärschen 2026 wie im Vorjahr weiter steigen wird. Anlass des Protests für eine friedlichere Welt gibt es leider derzeit mehr als genug. Wir fordern von der Bundesregierung diplomatische Initiativen zur Beendigung der Kriege, eine Stärkung des Völkerrechts und Einsatz für die Leidtragenden der Kriege.“, sagt Kristian Golla vom Netzwerk Friedenskooperative. „Mit Blick auf den völkerrechtswidrigen Krieg gegen den Iran fordern wir, dass Deutschland nicht als militärisches Drehkreuz dient und die Bundesregierung dem Beispiel Spaniens folgt und die Nutzung von Militärbasen für diesen völkerrechtswidrigen Krieg untersagt!“, so Golla weiter.
Themen der Ostermärsche 2026
Die Ostermärsche stehen 2026 unter dem Eindruck der weltweiten Kriege, welche nach wie vor in der Ukraine, seit Februar dieses Jahres im Iran und darüber hinaus, sowie in Gaza, Sudan, DR Kongo und weiteren Ländern herrschen. Die Friedensbewegung fordert von der Bundesregierung diplomatische Initiativen zur Beendigung der Kriege, eine Stärkung des Völkerrechts und Einsatz für die Leidtragenden der Kriege. Scharfe Kritik der Friedensbewegung wird an der selektiven Auslegung des Völkerrechts durch die Bundesregierung geübt. Der Krieg Russlands gegen die Ukraine ist ebenso ein Verstoß gegen das Völkerrecht wie die jüngsten Angriffe der USA und Israels gegen den Iran oder der Angriff der USA auf Venezuela zu Jahresbeginn.
Des Weiteren steht die massive Aufrüstung Deutschlands und weltweit bei den Ostermärschen in der Kritik. Das gefährliche Wettrüsten birgt ein großes Eskalationspotential und verschlingt immense Ressourcen, die dringend für Bereiche wie Klimaschutz, Bildung, Soziales und das Gesundheitswesen benötigen werden. Noch 2026 wollen die USA neue Mittelstreckenwaffen in Deutschland aufstellen. Russland verkündete die Stationierung entsprechender Waffen in Belarus. Mehrere EU-Staaten entwickeln eigene Mittelstreckenwaffen. Die Friedensbewegung lehnt diese Entwicklung entschieden ab und fordert Maßnahmen zur Rüstungskontrolle. Angesichts der anhaltend hohen Gefahr eines Atomkrieges und der Pläne zur Errichtung eines europäischen Nuklearschirms bekräftigt die Friedensbewegung bei den Ostermärschen ihre Forderung nach nuklearer Abrüstung. Dazu gehört der Beitritt Deutschlands zum UN-Atomwaffenverbot sowie der Abzug der US-Atombomben aus Büchel.
Ein weiteres zentrales Thema bei den diesjährigen Ostermärschen stellt außerdem die Ablehnung der Wehrpflicht dar. Junge Menschen dürfen nicht zum Dienst an der Waffe gezwungen werden. Die Friedensbewegung lehnt die Rückkehr zur Wehrpflicht ab und sieht in dieser einen fatalen Schritt hin zur weiteren Militarisierung der Gesellschaft.
Bitte beachten: Wie immer werden die Ostermärsche in lokaler und regionaler Verantwortung organisiert. Nicht das Netzwerk Friedenskooperative organisiert die Ostermärsche in den Städten, sondern die Veranstalter*innen vor Ort. Das Netzwerk Friedenskooperative stellt diese Informationen der Ostermarsch-Veranstalter*innen gesammelt zur Verfügung.
Informationsangebot zu den Ostermärschen:
• Alle Infos unter: http://www.friedenskooperative.de/termine/ostermarsch
• Ostermarsch-Termine: https://www.friedenskooperative.de/termine/ostermarsch
• Ostermarsch-Termine nach Bundesland: https://www.friedenskooperative.de/ostermarsch-2026/termine
• Aufruf „Kriege verweigern – Frieden schaffen!“ des Netzwerk Friedenskooperative zu den Ostermärschen 2026: https://www.friedenskooperative.de/termine?thema=69
Vortext / Kommentar: Christph Maisenbacher – 1. April 2026
Quelle (vollständig zitierter Text): Netzwerk Friedenskooperative
Link-Zitate: alle Zitate, die wir übernehmen sind im Text mit einem Link versehen
Social-Media-Teaser: ChatGPT
Foto: © Netzwerk Friedenskooperative
Dieser Text in LEICHTER SPRACHE ist veröffentlicht unter: https://www.trierer-umschau.de/2026-04-01-bb/
