DEUTSCHE UMWELTHILFE (DUH)
Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) steht für Klimaschutz – Hass- und Drohbotschaften nehmen zu, während die Erde auf dem Grill liegt
Was passiert, wenn man einem Kleinkind etwas nimmt? Es fängt an zu schreien. Und so scheinen sich auch all diejenigen zu verhalten, die unbedingt konservieren wollen, was sich nicht konservieren lässt: Sie schreien, sie toben, sie drohen, sie werden aggressiv. „Mein Verbrennerauto, mein CO₂-Ausstoß, mein Ignorieren, meine Rechthaberei, meine Allergie gegen Klimaschutz, mein Trott, meine Blindheit …“
Nochmal: Die auf dem Grill liegende Erde (mit all uns Menschen darauf, auch denjenigen, die Realitäten nicht wahrhaben wollen) wird heißer. Und wenn hier nicht sehr schnell ein Klimaschutzprogramm gestartet und intensiviert wird, ist die Erde – wie auch wir – irgendwann verbrannt.
Diejenigen, die mit dem Grill umgehen können, werden deshalb beipflichten, dass die Erde so schnell wie möglich vom Grill genommen werden sollte. Denn die Einschränkungen, die wir in der Folge akzeptieren müssten, um nicht zu verbrennen, werden uns noch weniger schmecken als das, was jetzt (heute) notwendig ist!
Deshalb steht die Trierer Umschau für die 17 UN-Ziele (https://17ziele.de/ ). Und deshalb steht die Trierer Umschau auch hinter der Deutschen Umwelthilfe (DUH), die folgendes Rundschreiben verschickt hat, das leider eine Realität widerspiegelt, die nach Gegenmaßnahmen verlangt.
Unsere Veröffentlichung möchte unsere Leser zum Nachdenken und, ja, auch zum Unterstützen der DUH mit einer Spende oder Patenschaft motivieren.
Hier das E-Mail, das wir am letzten Wochenende erhalten haben – und mit uns auch all diejenigen, die sich bei der DUH eingetragen haben. Es ist ein Schock in Bezug auf die Mitmenschlichkeit – aber auch ein Schock, wie Intoleranz extreme Züge annehmen kann.
„Wir werden massiv bedroht! – Helfen Sie uns, dem Druck der fossilen Industrie und des rechten Mobs standzuhalten und ein wirksames Klimaschutzprogramm gegen die Bundesregierung und Autokonzerne durchzusetzen.
Lieber Christoph Maisenbacher,
noch im großen Sitzungssaal des Leipziger Bundesverwaltungsgerichts am 29. Januar wurde mir beim Blick in die versteinerten Gesichter der besiegten Rechtsanwälte und Regierungsvertreter klar, was nun auf die Deutsche Umwelthilfe an Angriffen und persönliche Bedrohungen zukommen wird. Erstmals in der Geschichte der Bundesrepublik hat ein Naturschutzverband einen vollstreckbaren Anspruch gegen die Regierung auf Nachbesserungen im Klimaschutzprogramm in Höhe von 200 Millionen Tonnen CO2 bis zum Jahr 2030. Die Durchsetzung des Tempolimits, eine energetische Sanierungsoffensive für Schulen und Kindergärten sowie eine Beschleunigung der Energiewende mit Ausstieg aus Gas und Öl ist damit realisierbar.
Unmittelbar nach dem Urteilsspruch erreichten mich neue Hass- und Bedrohungsbotschaften. Und die von den fossilen Lobbyisten gekaperten rechten Medien fielen über uns, aber auch über den Präsidenten des Bundesverwaltungsgerichts, Professor Korbmacher, in infamer Weise her: „Der Richterspruch von Leipzig lässt in seiner wilden Radikalität ein assoziatives Bild vor Augen entstehen – das von einem Gerichtspräsidenten, der sich zu den Klimaklebern auf die Straße legt“ kommentierte die Neue Züricher Zeitung. Die rechte Monatspostille CICERO verunglimpfte uns mit: „Geklagt hatte eine der unsäglichsten aller Lobbygruppen: Die Deutsche Umwelthilfe (DUH)“. Die Speerspitze der fossilen Lobby, die BILD-Zeitung sieht schließlich als Folge des Urteils eine Deindustrialisierung Deutschlands, das Wanken des Sozialstaats, kein Geld mehr für die Verteidigung und sagt voraus, dass wir „Trockenbrot essen und die Wäsche im Fluss waschen“ müssen.
Ich verspreche Ihnen: Wir lassen uns nicht einschüchtern und werden weiter DRUCK MACHEN. Doch das können wir nur mit Ihrer Hilfe. Bitte unterstützen Sie uns mit einer Spende – oder noch besser – dauerhaft mit einer Klimaklagen-Patenschaft.
Ungleich härter und persönlicher fallen die Bedrohungen im von leitenden Managern der Automobilindustrie gegründeten Facebook-Forum „Stoppt die Deutsche Umwelthilfe“ aus. Hier einige Beispiele: „Dieser Resch muss weg!!!! – Der wahre Feind der Menschheit! – Ein Terrorist! – Resch ist ein sadistischer Psychopath – Der muss weg – Wer legt ihm endlich das Handwerk?? – Wann wird der Volksschädling endlich aus dem Verkehr gezogen – Kann weg, der Typ! – Terrorist – Volldepp – Dieser Parasit ist entbehrlich – Den Resch abschaffen – Wer schaltet die DUH und Herrn Resch ab – Die DUH sollte als Terrororganisation eingestuft werden –WEG mit den Schmarotzern und Parasiten!!! – Das muss das Volk selbst in die Hand nehmen, diese Korrupten auszulöschen – Die müssen weg! – Klimaterroristen – Weg mit dem Dreck – Parasiten der Nation“.
Die Erfolge, die wir mit unseren Klagen erzielen, machen uns zur Zielscheibe für Hetzkampagnen, die bewusst darauf abzielen, uns einzuschüchtern und unsere Glaubwürdigkeit zu untergraben. Kontrolliert werden diese Kampagnen u. a. von ultrarechten Portalen wie NIUS, betrieben von Milliardär Frank Gotthardt, oder Organisationen wie der Initiative Transparente Demokratie (ITD), die uns als rabiat auftretende Extremisten betiteln.
Parallel besetzt die dem Klimaschutz grundsätzlich feindlich gegenüberstehende AfD aktuell eine Stelle für die systematische Beobachtung von NGOs und plant damit wohl die Überwachung der Umweltverbände. Kurz gesagt: Wir erleben gerade, wie sich fossile Konzerne mit ultrarechten Stimmen nach amerikanischem Vorbild formieren, um die Zivilgesellschaft zu schwächen und uns als Organisation einzuschüchtern, die Gerichte, die uns Recht geben, in den Dreck zu ziehen und Lobbyisten wie Katharina Reiche in der Politik zu installieren. Aber das wird ihnen nicht gelingen!
Infolge der erfolgreichen Verteidigung des Pariser Klimaabkommens vor dem höchsten deutschen Verwaltungsgericht müssen wir zwar unter verstärkten Sicherheitsvorkehrungen vor allem bei öffentlichen Auftritten arbeiten, aber ich verspreche Ihnen: Wir lassen uns nicht einschüchtern und werden gegenüber der Bundesregierung konsequent weitere konkrete Klimaschutzmaßnahmen einfordern wie eben ein Tempolimit, energetische Gebäudesanierungen und für den Erhalt von intakten Mooren und gesunden Wäldern kämpfen.
Diese klimafeindlichen Kampfansagen halten uns nicht auf: Bereits Ende Februar haben wir mit einem neuen Rechtsverfahren und Antrag an die Bundesregierung den Druck für ein rechtskonformes Klimaschutzprogramm erhöht. Wir beharren darauf: Das Klimaschutzprogramm muss die Erreichung der Klimaziele nicht nur für 2030, sondern insbesondere für die Jahre bis 2040 sicherstellen und zusätzlich dafür sorgen, dass die Emissionsobergrenzen in den Jahren zwischen 2031 und 2040 nicht überschritten werden. Laut aktueller Projektion ist dies mit den bestehenden Maßnahmen nicht erreichbar.
Und der nächste Stichtag steht kurz bevor. Der vor Kurzem durchgesickerte Referentenentwurf zum Klimaschutzprogramm offenbart, dass die Bundesregierung das höchstrichterliche Urteil des Bundesverfassungsgerichts ignoriert und stattdessen sogar Klimaschutz im Verkehrs-, Gebäude- und nicht zuletzt im Energiesektor aktiv abbaut. Für uns steht fest: Wird am 25.03. das Klimaschutzprogramm in dieser Form veröffentlicht, werden wir die Einhaltung der CO2-Ziele 2030 per Vollstreckung einklagen.
In diesem Schicksalsjahr für den Klimaschutz 2026 kämpfen wir in weiteren Revisionsverfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht für die Saubere Luft und den Klimaschutz gegen Autokonzerne und Verkehrsministerium. Und wir erwarten die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts zu unserer Beschwerde wegen des entkernten Klimaschutzgesetzes. An der Länge der gegnerischen Schriftsätze, auf die wir mit Gutachten und neuen Schreiben reagieren müssen, erleben wir die zunehmende Härte der Auseinandersetzung mit fossilen Konzernen und ihnen zugeneigten Regierungspolitikern ganz unmittelbar. Auch unser Klagerecht wird immer wieder von Politikern und Konzernen angegriffen, zuletzt forderte die sachsen-anhaltische CDU, dieses komplett abzuschaffen. Diese Nebenbaustellen und aufgeblähten Prozesse kosten uns enorm viel Geld, Zeit und Nerven.
Ich bitte Sie heute ganz persönlich: Stehen Sie mit an unserer Seite und unterstützen Sie uns bei unseren aktuellen Klimaklagen mit einer Spende – oder noch besser – dauerhaft mit einer Klimaklagen-Patenschaft!
Mit herzlichen Grüßen
Jürgen Resch
Bundesgeschäftsführer
PS: Sie können uns auch direkt per Banküberweisung spenden. Spendenkonto: SozialBank Köln, Empfänger: Deutsche Umwelthilfe, IBAN: DE45 3702 0500 0008 1900 02, BIC: BFSWDE33XXX, Stichwort: Klimaschutz durchsetzen“
Vortext / Kommentar: Christph Maisenbacher – 17. März 2026
Quelle (vollständig zitierter Text): Deutsche Umwelthilfe (DUH) – Jürgen Resch – Rundschreiben vom 13. März 2026
Link-Zitate: alle Zitate, die wir übernehmen sind im Text mit einem Link versehen
Social-Media-Teaser: ChatGPT
Illustration: KI-generiert / Trierer Umschau
Dieser Text in LEICHTER SPRACHE ist veröffentlicht unter: https://www.trierer-umschau.de/2026-03-17-cb/
