Danke an ChatGPT für die Illustration zu unserem Beitrag zum 3. März 2026, dem Welttag des Arenschutzes - Illustration: KI-generiert / Trierer Umschau

WELTTAG DES ARTENSCHUTZES

Der 3. März 2026, der Welttag des Artenschutzes verlangt von den Bürgern Europas, die WWF-Petition „Hände weg von den Umwelt- und Naturschutzgesetzen“ zu unterschreiben!

Hallo Artenschutz! Der gestrige 3. März 2026, der Welttag des Artenschutzes (World Wildlife Day), wird begleitet von dem „Infrastruktur-Zukunftsgesetz“. Das bedeutet, ein „öffentlich-militärisches Interesse“ wird wohl den Artenschutz in Deutschland in Zukunft einschränken. Das Gesetz wurde am 26. Februar 2026 im Bundestag beraten und befindet sich aktuell in der Beratung.

Wir haben dazu einen ausführlichen Text veröffentlicht:
https://www.trierer-umschau.de/2026-02-26-aa/

Doch nicht nur Deutschland, sondern auch die Europäische Union setzt eine Säge an die Umwelt- und Naturschutzgesetze an. Deshalb haben wir zum heutigen Tag des Artenschutzes die Pressemeldung des WWF (World Wide Fund For Nature) als „Starttext“ ausgewählt. Diesem folgen weitere Texte unter der Überschrift „NaturEREIGNISbegleiter / Lebendige Moselweinberge“.

Europa will auch am Artenschutz sägen!

Die Petition des WWF wollen wir oben anstellen, denn damit kann ICH etwas bewegen: Mit meiner Stimme kann ich die bedrohten Gesetze mit einem „HÄNDE WEG!“ stoppen.

Deshalb gleich den APPELL unterzeichnen unter:
Hände weg vom Naturschutz! | WWF
https://mitmachen.wwf.de/hands-off

Warum?

Es sind Gesetze bedroht, die wesentlich für den Naturschutz sind. Unter
https://www.wwf.de/hands-off-nature/warum-wir-um-den-europaeischen-naturschutz-bangen-muessen
notiert der WWF folgende Gesetze mit der von uns hier ganz bewusst übernommenen Erklärung:

_ Wasserrahmenrichtlinie (WWR)

Die Wasserrahmenrichtlinie ist eines der wichtigsten Gesetze der EU zum Schutz der Gewässer. Sie schützt Flüsse, Seen, Küstengewässer und Grundwasser und sorgt für sauberes und sicheres Wasser für die Menschen. Ihr Ziel ist es, eine Verschlechterung der Gewässer zu verhindern und überall einen „guten Zustand“ zu erreichen, indem Verschmutzung reduziert und geschädigte Gewässer wiederhergestellt werden.
Warum das jetzt wichtig ist
Eine Abschwächung der Wasserrahmenrichtlinie würde:
• mehr Verschmutzung und Zerstörung von Lebensräumen verursachen
• den Verlust der Artenvielfalt beschleunigen
• Gesundheitsrisiken erhöhen und den Zugang zu Trinkwasser verschlechtern
• langfristig höhere Kosten für Gesundheit und Sanierung verursachen
Die EU hat außerdem gerade eine neue Strategie für mehr Wasser-Resilienz beschlossen, um besser mit Folgen des Klimawandels wie Überschwemmungen und Dürren umzugehen. Die Wasserrahmenrichtlinie ist die Grundlage dafür. Sie zu schwächen wäre kurzsichtig und schädlich.

_ EU-Waldschutzverordnung (EUDR)

Die EU-Waldschutzverordnung soll die katastrophale Abholzung von Wäldern und deren Umwandlung in Viehweiden und Plantagen stoppen. Unternehmen, die Rohstoffe wie Holz, Soja oder Palmöl in die EU importieren wollen, müssen bald nachweisen, dass diese ohne Waldzerstörung produziert wurden.
Warum das jetzt wichtig ist
• Das 2023 beschlossene Gesetz wurde bereits zweimal um 12 Monate verschoben Gleichzeitig ist der weltweite Waldverlust auf Rekordhoch.
• Ende 2025 wurde das Gesetz auf Druck der Industrie stark abgeschwächt, so dass seine Wirksamkeit stark gelitten hat.
• Im April 2026 sind weitere Verwässerungen geplant.“

_ Flora-Fauna-Habitat-Richtlinie (FFH)

Die Flora-Fauna-Habitat-Richtlinie schützt über 1.000 Arten und 230 Lebensräume. Wirtschaftliche Aktivitäten müssen geprüft und begrenzt werden, um diese Arten und Lebensräume zu erhalten.
Gemeinsam mit der Vogelschutzrichtline ist sie das älteste Naturschutzgesetz der EU. Dank ihnen haben sich Arten wie der Seeadler, Biber und große Beutegreifer erholt. Das Natura-2000-Netzwerk schützt heute über 18 Prozent der Landfläche und 10 % der Meeresgebiete der EU. Das zeigt: Klare Regeln und feste Finanzierung helfen der Natur.
Warum das jetzt wichtig ist
Werden diese Gesetze geschwächt – zum Beispiel durch weniger geschützte Arten, Ausnahmen oder Schlupflöcher – hätte das schwere Folgen:
• Mehr Arten könnten aussterben
• Wichtige Leistungen der Natur im Wert von 238 Mrd. € pro Jahr gingen verloren
• Jahrzehnte an Naturschutz würden rückgängig gemacht
• Die EU-Klimaziele würden geschwächt, da viele Lebensräume CO₂ speichern und vor Überschwemmungen und Bränden schützen“

Wie Sie sehen, wackelt da einiges – auch die Artenvielfalt.

Lesen Sie nun – sozusagen ergänzend zum gestrigen Tag des Artenschutzes – folgende Pressemitteilung des WWF:

 

Tag des Artenschutzes am 3. März 2026
Stabile und artenreiche Ökosysteme sind Europas Faustpfand

• Zum Tag des Artenschutzes (03. März): EU-Kommission und Mitgliedstaaten müssen Abbau von Umwelt- und Naturschutzgesetzen stoppen

• EU-Kommission sägt unter anderem an Wasserrahmenrichtlinie und EUDR

• Bis zu 36 Prozent der EU-Bruttowertschöpfung und rund 75 Prozent der Bankkredite im Euroraum hängen von funktionierenden Ökosystemen ab

Zum Tag des Artenschutzes am 3. März fordert die Umweltorganisation WWF die Europäische Kommission und die Mitgliedsstaaten der EU auf, den Abbau von Umwelt- und Naturschutzgesetzen zu stoppen. Aktuell schwächt die EU-Kommission auf breiter Front europäische Umwelt- und Naturschutzgesetze, die für den Artenschutz und die Resilienz und Wettbewerbsfähigkeit Europas entscheidend sind. „Die Stabilität unserer europäischen Wirtschaft hängt massiv mit ab von stabilen und artenreichen Ökosystemen, gesunden Wäldern, Meeren, Böden oder Flüssen. Wir müssen also Natur und Arten schützen, statt sie zu zerstören und auszurotten“, sagt Ska Keller, zuständig für Europa-Politik beim WWF Deutschland.

Mit dem Umwelt-Omnibus [ein gebündeltes Gesetzes- oder Maßnahmenpaket, das mehrere umwelt- und klimapolitische Regelungen gleichzeitig ändert] will die EU-Kommission unter anderem Verwässerungen bei Planungs- und Genehmigungsverfahren durchsetzen. Zusätzlich sägt sie an der Wasserrahmenrichtlinie und der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie (FFH). Dabei sind stabile und artenreiche Ökosysteme Europas wirtschaftliches Faustpfand: Bis zu 36 Prozent der Bruttowertschöpfung in der EU hängen in erheblichem Maß von der Natur ab. Die Europäische Zentralbank schätzt, dass nahezu 75 Prozent aller Bankkredite im Euroraum an Unternehmen vergeben werden, die stark von mindestens einer Ökosystemleistung abhängig sind.

Die EU-Kommission schwächt auf breiter Front europäische Umwelt- und Naturschutzgesetze. Die Prozesse und Verhandlungen dazu finden weitestgehend ohne Öffentlichkeit statt. Das europaweite Bündnis #HandsOffNature will dies ändern und hat eine europaweite Petition gestartet, mit der auf die aktuellen Attacken auf den europäischen Umwelt- und Naturschutz aufmerksam gemacht wird. Mehr Informationen unter: https://mitmachen.wwf.de/hands-off

Die EU-Kommission hat für die erste Jahreshälfte eine Überarbeitung der Wasserrahmenrichtline und der Waldschutzverordnung angekündigt. Sie will auch die EU-FFH-Richtlinie und die EU-Vogelschutz-Richtlinie überprüfen – was im aktuellen politischen Klima auf geplante Abschwächungen schließen lässt.

Die UN-Konvention des Washingtoner Artenschutzübereinkommens CITES hat den 3. März als Tag des Artenschutzes ausgerufen, um auf die Bedeutung von Wildtieren für den Menschen und ihren Wert für nachhaltige Entwicklung hinzuweisen. Laut Living Planet Report des WWF haben sich die untersuchten Wirbeltierbestände in den vergangenen 50 Jahren durch Agieren des Menschen weltweit um durchschnittlich 73 Prozent dezimiert. In Europa sind über 80 Prozent der natürlichen Lebensräume in schlechtem Zustand. Auch Europas Wasserressourcen stehen stark unter Druck: Wasserstress betrifft derzeit 30 Prozent der Fläche Europas und 34 Prozent der Bevölkerung. Nur 37 Prozent der Oberflächengewässer Europas erreichen einen guten ökologischen Zustand, so die Zahlen der Europäischen Umweltbehörde.“

 

Vortext / Kommentar: Christph Maisenbacher – 4. März 2026
Quelle (vollständig zitierter Text): WWF Pressestelle (Wiebke Elbe)
Link-Zitate: alle Zitate, die wir übernehmen sind im Text mit einem Link versehen
Social-Media-Teaser: ChatGPT
Illustration: KI-generiert / Trierer Umschau

Dieser Text in LEICHTER SPRACHE ist veröffentlicht unter: https://www.trierer-umschau.de/2026-03-04-ab/