LEICHTE SPRACHE - ISRAEL / USA / IRAN
Wenn man nur einen Hammer hat. – Dann sieht jedes Problem wie ein Nagel aus. Beispiel: Die Politik der USA im Umgang mit dem Iran.
Israel und die USA gegen den Iran.
Alles wiederholt sich.
Die Argumente sind die gleichen wie früher.
Auch die Ziele sind die gleichen.
Man könnte fast die Fotos und Interviews vom Juni 2025 noch einmal zeigen.
Damals bombardierte Israel den Iran.
Neun Tage später beteiligten sich auch die Streitkräfte der USA an den Bombenangriffen.
Die USA nannten ihren Einsatz „Midnight Hammer“.
Das bedeutet: Hammer um Mitternacht.
Das Völkerrecht wird missachtet.
Auch das wiederholt sich.
Es gibt ein Verbot von Gewalt zwischen Staaten.
Dieses Verbot steht im Völkerrecht.
Israel sagt, es handle aus Selbstschutz.
Israel schießt Raketen in Richtung Iran.
Russland hat im Krieg gegen die Ukraine ähnlich argumentiert.
Russland beruft sich ebenfalls auf Selbstschutz.
Russland wundert sich vielleicht, warum andere Länder das kritisieren.
Auch die USA gehen oft hart vor.
Zum Beispiel im Umgang mit Venezuela.
Dort ging es um eine Regierung, die den USA nicht gefiel.
Die NATO könnte sich fragen:
Müssen wir auf die Drohungen von Wladimir Putin reagieren?
Braucht es sogenannte Präventivschläge zum Selbstschutz?
So dreht sich alles immer weiter.
Die Spirale der Gewalt hört nicht auf.
Die Diplomatie wirkt schwach.
Manche sagen:
Die Diplomatie ist tot.
Wir von der Trierer Umschau veröffentlichen gern Texte,
die eine andere Sicht zeigen.
Also Texte, die nicht dem Mainstream entsprechen.
Nach dem Angriff im Jahr 2025 lag ein bestimmter Artikel bei uns bereit.
Der Artikel war in einer Datei gespeichert.
Der Artikel wurde am 23. Juni 2025 von der internationalen Presseagentur Pressenza verbreitet.
Die Autoren sind Samir Saul.
Und Michael Seymour.
Der Text ist heute wieder sehr aktuell.
Wichtig ist auch ein Interview mit dem früheren US-General Wesley Clark.
Das Interview ist vom 2. März 2007.
Die Journalistin Amy Goodman führte das Gespräch.
Wesley Clark spricht über das Jahr 2001.
Er spricht über die Anschläge vom 11. September.
Er spricht über den Einmarsch der USA in den Irak unter Präsident George W. Bush.
Er sagt auch:
Die USA hätten Gruppen im Iran unterstützt.
Diese Gruppen sollten einen Regierungswechsel auslösen.
Zwei Aussagen aus dem Interview passen besonders gut zum Jahr 2026.
Erstens:
Am 20. September 2001 bekam Wesley Clark im Pentagon eine Information von einem General.
Der General sagte:
Wir wissen nicht genau, was wir gegen Terroristen tun sollen.
Aber wir haben ein starkes Militär.
Und wir können Regierungen stürzen.
Der General sagte auch:
Wenn man nur einen Hammer hat,
dann sieht jedes Problem wie ein Nagel aus.
Zweitens:
Auch der Iran stand auf einem Fünf-Jahres-Plan der US-Regierung.
Neben dem Iran standen auch der Irak,
Syrien,
Libanon,
Libyen,
Somalia
und Sudan auf dieser Liste.
Wesley Clark sagte:
Wenn ich der Iran wäre,
würde ich glauben,
dass ich schon lange im Krieg mit den USA bin.
Die USA haben gesagt,
dass im Iran ein Regierungswechsel nötig sei.
Die US-Regierung bat den Kongress um 75 Millionen Dollar.
Mit diesem Geld sollten Maßnahmen gegen die Regierung im Iran unterstützt werden.
Wesley Clark sagte auch:
Offenbar unterstützen wir Gruppen im Iran,
die Anschläge verüben.
Wenn wir es nicht direkt tun,
dann wissen wir wahrscheinlich davon
und ermutigen es.
Darum sei es nicht überraschend,
dass es zu einer Krise mit dem Iran komme.
Nun sind wir im Jahr 2025 oder 2026 angekommen.
Jetzt übergeben wir das Wort an Samir Saul und Michael Seymour.
Ihr Text heißt:
Warum Israel den Iran angegriffen hat.
Am Ende versteht man auch unser Titelbild.
Das Titelbild ist eine Illustration oder Karikatur.
Sie zeigt in einem Bild,
was im Text beschrieben wird.
Warum Israel den Iran angegriffen hat
Als ob der Völkermord in Palästina nicht schon genug wäre,
hat Israel zusätzlich einen großen militärischen Angriff begonnen.
Es wurde ein Krieg ausgelöst.
Es stellt sich die Frage:
Passt auf Israel die Bezeichnung „Schurkenstaat“?
Diesen Begriff benutzen die Vereinigten Staaten oft für andere Länder.
Diese Analyse wurde geschrieben,
bevor die USA selbst in den Krieg gegen den Iran eingetreten sind.
Trotzdem ist der Text weiter lesenswert.
Israels Beweggründe
Für Netanjahu geht es nicht nur darum,
an der Macht zu bleiben.
Wenn er kein Regierungschef mehr ist,
könnte er strafrechtlich verfolgt werden.
Der Iran ist in der Region das Land,
das der amerikanisch-israelischen Vorherrschaft im Nahen Osten im Weg steht.
Seine Beseitigung wird als notwendig angesehen,
um die Vorherrschaft der USA
und ihres israelischen Verbündeten zu sichern.
Der Iran ist ein Hindernis für die Ausdehnung Israels.
Der Iran unterstützt die Hamas.
Er unterstützt die Hisbollah.
Er unterstützt die Ansar Allah im Jemen.
Und er unterstützt Widerstandsbewegungen im Irak.
Diese Gruppen unterstützen die palästinensische Sache.
Palästina ist ein großes Hindernis
für das Projekt eines Großisrael.
Der Iran lehnt dieses Projekt ab.
In den letzten Jahrzehnten erweckte Israel immer wieder den Eindruck,
der Iran stehe kurz vor dem Bau einer Atombombe.
In alten Video-Ausschnitten von vor etwa 15 Jahren
sagte Netanjahu,
es sei nur eine Frage von Wochen.
In einer Sendung von Glenn Greenwald
wurden diese Fehlwarnungen besprochen.
Die Frage nach der iranischen Atombombe
wird als Vorwand dargestellt.
Verglichen wird das mit der Behauptung
über Massenvernichtungswaffen im Irak vor 22 Jahren.
Die iranischen Atomanlagen liegen unter der Erde.
Sie sind mit normalen Waffen kaum erreichbar.
Der begonnene „Präventivkrieg“
lässt sich nach dieser Darstellung
nicht mit einer unmittelbaren Atomgefahr erklären.
Es gehe vielmehr darum,
die wichtigste politische Kraft auszuschalten,
die sich der amerikanisch-israelischen Vorherrschaft
und der Annexion angrenzender Gebiete widersetzt.
Westliche Medien sagten schnell,
das eigentliche Ziel sei ein Regierungswechsel in Teheran.
Israel ist der einzige Staat im Nahen Osten mit Atomwaffen.
Israel will dieses Monopol behalten.
Netanjahu hofft,
im Amt zu bleiben.
Und er möchte als der Mann gelten,
der die Ausdehnung des israelischen Staatsgebiets vorangetrieben hat.
Seit den 1940er Jahren
haben verschiedene israelische Führer
tödliche Angriffe auf Palästinenser verübt.
Dies gipfelte nach dieser Darstellung
im gegenwärtigen Völkermord.
Dabei wurde auf die Verbrechen der Nazis verwiesen,
um die Kolonisierung Palästinas zu rechtfertigen.
Diese Verbrechen wurden genutzt,
um Besatzung,
ethnische Säuberung
und Siedlungen zu begründen.
Es wurde eine Strategie angewendet,
die die Rollen umkehrte
und Israel in die Rolle des Henkers setzte.
Indem Israel sich als ewiges Opfer darstellt,
glaubt es nach dieser Darstellung,
alles tun zu können.
Auch offen sichtbare Gewalt
vor den Augen der Welt.
Mehrere Faktoren kommen zusammen:
Netanjahu vor Gerichtsverfahren zu schützen.
Die Macht mit einer religiösen und extrem rechten Koalition zu sichern.
Und das Staatsgebiet Israels zu vergrößern.
Israel handelt mit Unterstützung westlicher Länder.
Diese Länder finanzieren Israel.
Sie liefern Waffen.
Sie geben politische Rückendeckung.
Und sie wiederholen seine Argumente.
Ohne die Unterstützung der USA
würde Israel den Iran nicht angreifen.
Um das Geschehen zu verstehen,
muss man auch fragen:
Warum wollen die USA den Iran angreifen?
Die Vereinigten Staaten
Für die USA war der Iran eines der letzten Ziele
in einer Reihe von sieben Ländern.
In diesen Ländern wollten sie eingreifen,
um ihre Kontrolle in der Region durchzusetzen.
Ein Interview mit General Wesley Clark auf YouTube
wird als besonders aufschlussreich beschrieben.
Siehe unser YouTube-Video oben.
Oder unter diesem Link:
https://www.youtube.com/watch?v=6Knt3rKTqCk
Warum wollen die USA die Region beherrschen?
Früher ging es um die Sicherung der Ölversorgung.
Später wollten sie auch die Konkurrenz
bei der Ölförderung schwächen.
Die USA marschierten in Afghanistan ein.
Dort sollte ein Regierungswechsel stattfinden.
Das sollte amerikanischen Ölgesellschaften helfen.
Außerdem sollte ein Stützpunkt nahe Russland entstehen.
Im Irak sind die USA präsent,
um das Öl zu nutzen.
In Syrien besetzen sie ein Drittel des Landes.
Dort kontrollieren sie die Ölförderung.
2011 begannen die USA gemeinsam mit Saudi-Arabien und Katar
einen Stellvertreterkrieg gegen Syrien.
Dabei spielten Pipelines eine Rolle.
Die USA unterstützten Maßnahmen,
die Russland vom europäischen Gas- und Ölmarkt fernhalten sollten.
Die Pipeline Nord Stream II wurde zerstört.
Sie war von Gazprom und Deutschland finanziert.
Auch im Fall Venezuela
geht es um einen großen Ölproduzenten.
Heute sind die USA fast unabhängig von Gas und Öl.
Doch nach dieser Darstellung
ist ihre wichtigste Ressource der US-Dollar.
Der Dollar ist faktisch die Weltreserve-Währung.
Die USA wollen sicherstellen,
dass Öl und Gas weiter in Dollar verkauft werden.
Das sichert die Vorrangstellung des Dollars.
Der Dollar ist eine zentrale Säule
der Macht der USA.
Saudi-Arabien steht zwischen dem Westen
und China.
China möchte Öl kaufen
und in seiner Währung Yuan bezahlen.
Saudi-Arabien dachte auch über einen Beitritt zu den BRICS-Staaten nach.
Und es schloss Frieden mit dem Iran.
Die USA wollen Saudi-Arabien eng an sich binden.
Und mit Israel verbinden.
Darum zögert Saudi-Arabien mit einem BRICS-Beitritt.
Mögliche Verhandlungen
Manche fragen:
Hatten die USA nicht versucht,
ein Atomabkommen mit dem Iran zu schließen?
Donald Trump schien zunächst
eine iranische Atomindustrie zu akzeptieren.
Doch bald stellte er strengere Forderungen.
Der Iran sollte sein Programm ganz aufgeben.
Er sollte auch die Forschung einstellen.
Kritiker meinten,
die Verhandlungen dienten nur dazu,
den Iran zu beruhigen.
Andere sagen,
die US-Regierung glaubte,
den Iran einschüchtern zu können.
Am Ende konnten die USA sich vom israelischen Angriff distanzieren.
Sie konnten sagen,
sie seien nicht beteiligt.
Auch im Gazastreifen
gaben die USA vor, zu helfen.
Sie bauten eine Brücke für Lebensmittel.
Das Projekt scheiterte schnell.
Es wirkte wie eine Maßnahme für das eigene Ansehen.
Jetzt geben die USA vor zu verhandeln.
Gleichzeitig sind sie selbst Teil des Konflikts.
Eine Strategie mit dem Titel
„Which Path to Persia“
wurde 2009 von der Brookings Institution veröffentlicht.
Ein Kommentator namens Brian
erläuterte Details in einer Sendung.
Die tieferen Beweggründe
Die USA gingen gegen Russland und den Iran vor.
In der Ukraine unterstützten sie die eine Seite.
Israel wird als enger Verbündeter beschrieben.
Auch China wird genannt.
Taiwan könnte als Vorwand dienen.
Wenn sich die BRICS-Staaten erweitern,
könnte sich eine neue Form der Globalisierung entwickeln.
Diese wäre außerhalb des westlichen Systems.
Dann könnte der Dollar
seinen Status als Weltreserve-Währung verlieren.
Trump sagte,
er wolle den Dollar schwächen,
um Exporte zu fördern.
Gleichzeitig wollte er,
dass der Dollar Weltreserve-Währung bleibt.
Er drohte mit hohen Zöllen
für Länder,
die sich BRICS anschließen wollen.
Warum ist der Status des Dollars wichtig?
Wenn der Dollar dieses Privileg verliert,
gelten US-Staatsanleihen nicht mehr als sichere Anlage.
Dann müssten die USA höhere Zinsen zahlen.
Das könnte Inflation erhöhen.
Die Wirtschaft könnte gebremst werden.
Die Schuldenlast würde steigen.
Im schlimmsten Fall
könnte es zu Zahlungsunfähigkeit kommen.
Anleger könnten ihre Dollars verkaufen.
Mit dem Fall des Dollars
würde auch die Macht der USA schwinden.
Schlussfolgerung
Man sagt manchmal:
Um Geopolitik zu verstehen,
muss man den Pipelines folgen.
Hier wird hinzugefügt:
Man muss auch den Dollar im Blick behalten.
Wer mit dem Dollar Macht ausübt,
könnte mit dem Dollar auch untergehen.
Die kriegerischen Handlungen Israels
werden als Teil einer größeren Strategie dargestellt.
Im Mittelpunkt dieser Strategie
stehen die Vereinigten Staaten.
Samir Saul – Michel Seymour
Samir Saul hat einen Doktorgrad in Geschichte.
Er hat in Paris studiert.
Er ist Professor für Internationale Geschichte.
Er arbeitet an der Universität von Montréal.
Sein neuestes Buch heißt:
Imperialismus – heute so stark wie früher.
Das Buch erschien 2025.
Er schrieb auch das Buch:
Imperialismus, Vergangenheit und Gegenwart.
Ein Essay aus dem Jahr 2023.
Ein weiteres Buch heißt:
Französische Wirtschafts-Interessen
und die Entkolonialisierung von Nordafrika.
Es behandelt die Jahre 1945 bis 1962.
Das Buch erschien 2016.
Er schrieb auch ein Buch über Frankreich und Ägypten.
Es geht um die Jahre 1882 bis 1914.
Das Buch erschien 1997.
Er war Mitherausgeber eines Buches über
das Mittelmeer und den Nahen Osten.
Das Buch erschien 2003.
Kürzlich veröffentlichte er zusammen mit Michel Seymour
das Buch:
Der weltweite Konflikt im 21. Jahrhundert.
Das Buch erschien 2025.
Michel Seymour ist emeritierter Professor.
Das bedeutet:
Er ist im Ruhestand.
Er lehrte von 1990 bis 2019
im Fach Philosophie
an der Universität von Montréal.
Er schrieb viele wissenschaftliche Bücher.
Ein Buch heißt:
Eine liberale Theorie der kollektiven Rechte.
Es erschien 2017.
Ein anderes Buch heißt:
Die pluralistische Nation.
Er schrieb es zusammen mit Jérôme Gosselin-Tapp.
Für dieses Buch erhielten die Autoren
einen Preis der kanadischen philosophischen Vereinigung.
Ein weiteres Buch heißt:
Von der Toleranz zur Anerkennung.
Es erschien 2008.
Für dieses Buch erhielt er
den Jean-Charles-Falardeau-Preis
der kanadischen Föderation
für Geistes- und Sozialwissenschaften.
Die Zeitschrift Action nationale
zeichnete ihn mit dem Richard-Arès-Preis aus.
Der Preis war für sein Buch
Das Wagnis der Maßlosigkeit.
Das Buch erschien 2001.
Kürzlich veröffentlichte er zusammen mit Samir Saul
das Buch:
Der weltweite Konflikt im 21. Jahrhundert.
Das Buch erschien 2025.
Standardtext vgl. https://www.trierer-umschau.de/2026-03-01-ca/
Text in Leichter Sprache: mit dem Optimeil-Leichte-Sprache-Assistenten von ChatGPT
Textbegleitung: Christph Maisenbacher – 1. März 2026
Quellen: vgl. Standardtext wie auch die in diesem notierte Links
Illustration / Karrikatur: KI generiert – Trierer Umschau
Video / Youtube: Nakama – vgl. https://archive.org/details/dn2007-0302_vid
