LEICHTE SPRACHE - NATUREREIGNIS BEGLEITER
Natur-Ereignis-Begleiter. –Die Kreide·zeit gehört zum Erd·mittel·alter. – Aber was war vor der Kreide·zeit? – Und wie leben wir heute im Anthropozän? – Das heißt: Zeit·alter des Menschen. – Das ist der vierzehnte Text.
Danke an ein Werbe·plakat.
Auf dem Foto oben sieht man dieses Plakat.
Das Plakat hat uns zum Nachdenken gebracht.
Wir wollten den Begriff Kreide·zeit genauer erklären.
Danke an Dr. Birgit Kausch.
Sie leitet die Fach·bereiche Geologie und Naturpark·schule im Natur- und Geopark Mëllerdall.
Sie gab uns wichtige Informationen.
Das Thema war: Wurzeln in der Erd·geschichte.
Es ging um die Geologie der Mosel.
Mit diesen Informationen gestaltete sie eine Unter·richts·stunde.
Das war Unter·richts·stunde 2 für die Ausbildung zum Natur·erlebnis·begleiter.
Danke auch für einen neuen Text.
Der Text heißt: Natur·EREIGNIS·begleiter / Lebendige Mosel·wein·berge.
In dem Text ging es um Vogel·mieren.
Dort stand auch das Wort Jung·stein·zeit.
Hier ist der Text: https://www.trierer-umschau.de/2026-02-24-ab/
Danke an die Wissenschaft.
Und danke an den Autor Roland Wengenmayr.
Er schrieb eine Presse·mitteilung für die Max-Planck-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften.
Darin ordnet er das Anthropozän ein.
Das Anthropozän ist die Zeit von 1945 bis heute.
Heute möchte ich auf ein besonderes Ereignis schauen.
Dieses Ereignis heißt Erd·geschichte.
Danke auch an ChatGPT.
Ich stellte eine Frage zu den Erd·zeitaltern.
Das nennt man auch Geo·chronologie.
Ich fragte nach der Entwicklung des Lebens.
Ich fragte nach den Bewegungen der Kontinente.
Und ich fragte nach der Region an der heutigen Mosel.
Darauf bekam ich eine ausführliche Antwort.
1. Präkambrium
Vor etwa 4,6 Milliarden bis 541 Millionen Jahren.
Präkambrium ist ein fest·gelegter Fach·begriff.
Er ist wie ein Name für eine sehr lange Zeit·spanne der Erd·geschichte.
Diese Zeit hat typische Merk·male.
Merkmale des Präkambriums
Die Erde entsteht.
Die Oberfläche kühlt langsam ab.
Es bilden sich die ersten Ozeane.
Ein Ozean ist ein sehr großes Meer.
Es entstehen die ersten Lebens·formen.
Das sind Ein·zeller.
Ein Ein·zeller ist ein Lebe·wesen mit nur einer einzigen Zelle.
Eine Zelle ist die kleinste Bau·einheit eines Lebe·wesens.
Zu diesen Ein·zellern gehören Bakterien.
Und Cyanobakterien.
Cyanobakterien sind sehr frühe Mikro·organismen.
Mikro·organismen sind sehr kleine Lebe·wesen.
Man kann sie nur mit einem Mikro·skop sehen.
Ein Mikro·skop ist ein Gerät, das sehr kleine Dinge stark vergrößert.
Später entstehen Eukaryoten.
Eukaryoten sind Zellen mit einem Zell·kern.
Ein Zell·kern ist ein Bereich in der Zelle.
Er steuert wichtige Vorgänge in der Zelle.
Cyanobakterien betreiben Photo·synthese.
Photo·synthese bedeutet:
Ein Lebe·wesen nutzt Sonnen·licht,
Wasser
und Kohlen·dioxid aus der Luft,
um Energie zu gewinnen.
Dabei entsteht Sauerstoff.
Vor dieser Zeit gibt es fast keinen freien Sauerstoff in der Atmosphäre.
Die Atmosphäre ist die Luft·hülle der Erde.
Viele frühe Lebe·wesen leben ohne Sauerstoff.
Man nennt das anaerob.
Anaerob bedeutet:
Ein Lebe·wesen braucht keinen Sauerstoff zum Leben.
Durch den neu entstehenden Sauerstoff verändert sich die Umwelt stark.
Man nennt das die Große Sauerstoff·katastrophe.
Der Ausdruck ist bewusst sehr stark.
Für viele damalige Lebe·wesen ist Sauerstoff giftig.
Sie sterben aus.
Oder sie ziehen sich in Lebens·räume ohne Sauerstoff zurück.
Gleichzeitig entsteht etwas Neues.
Lebe·wesen entwickeln die Sauerstoff·atmung.
Sauerstoff·atmung bedeutet:
Ein Lebe·wesen nutzt Sauerstoff,
um aus Nahrung Energie zu gewinnen.
Diese Form der Energie·gewinnung ist sehr wirksam.
Später entstehen Viel·zeller.
Ein Viel·zeller ist ein Lebe·wesen mit vielen Zellen.
Zum Beispiel Tiere oder Pflanzen.
Im Präkambrium entstehen auch erste stabile Kontinente.
Ein Kontinent ist eine große zusammen·hängende Land·fläche.
Es entstehen Ur·kontinente.
Ur·kontinent bedeutet:
Sehr früher, ursprünglicher Kontinent.
Beispiele sind:
Vaalbara.
Ur.
Rodinia.
Diese Namen sind ebenfalls fest·gelegte geo·logische Begriffe.
Geo·logie ist die Wissen·schaft von der Erde,
ihren Gesteinen
und ihrer Entwicklung.
Kontinente und Mosel·region
Die heutige Mosel·region existiert noch nicht.
Das Gebiet liegt tief im Meer.
Oder es gehört zu Teilen der Erd·kruste.
Die Erd·kruste ist die äußerste feste Schicht der Erde.
Diese Bereiche werden später mehrfach verändert.
Das heutige Europa ist damals in vielen Einzel·teilen über die Erde verteilt.
Ende des Präkambriums
Der Sauerstoff in der Atmosphäre nimmt weiter zu.
Es gibt starke Eis·zeiten.
Eine Eis·zeit ist eine sehr kalte Phase der Erd·geschichte.
Man nennt diese Phase auch Schnee·ball Erde.
Das bedeutet:
Große Teile der Erde sind von Eis bedeckt.
Danach beginnt eine neue Phase.
Es entstehen viele neue Arten.
Eine Art ist eine Gruppe von Lebe·wesen,
die sich untereinander fortpflanzen können.
2. Paläozoikum
Das bedeutet: Erdaltertum.
Vor 541 bis 252 Millionen Jahren.
Auch Paläozoikum ist ein fest·gelegter Fach·begriff.
Er ist wie ein Kapitel·titel der Erd·geschichte.
Das Paläozoikum hat mehrere Abschnitte.
Kambrium.
Ordovizium.
Silur.
Devon.
Karbon.
Perm.
Diese Namen sind ebenfalls offizielle geo·logische Zeit·begriffe.
Kambrium
541 bis 485 Millionen Jahre.
In dieser Zeit entstehen sehr viele neue Lebens·formen im Meer.
Man nennt das die Kambrische Explosion.
Explosion bedeutet hier keine echte Detonation.
Es bedeutet:
Sehr schnelle Entwicklung vieler neuer Arten.
Es gibt Trilobiten.
Trilobiten sind ausgestorbene Meeres·tiere.
Sie haben einen harten Panzer.
Es entstehen frühe Weich·tiere.
Weich·tiere sind Tiere ohne inneres Skelett aus Knochen.
Zum Beispiel frühe Schnecken·arten.
Es entstehen Glieder·füßer.
Glieder·füßer sind Tiere mit gegliederten Beinen.
Zum Beispiel frühe Formen von Krebsen.
Große Kontinente entstehen.
Zum Beispiel:
Gondwana.
Laurentia.
Baltica.
Sibirien.
Diese Namen bezeichnen große Land·massen der damaligen Zeit.
Ordovizium und Silur
485 bis 419 Millionen Jahre.
Es entstehen Fische mit Kiefern.
Ein Kiefer ist ein Knochen im Mund.
Er dient zum Beißen und Kauen.
Es entstehen erste Land·pflanzen.
Moose gehören dazu.
Es entstehen Gefäß·pflanzen.
Gefäß·pflanzen besitzen Leitungs·bahnen.
Diese Leitungs·bahnen transportieren Wasser und Nähr·stoffe.
Es bilden sich Riffe.
Ein Riff ist eine feste Struktur im Meer.
Es besteht meist aus Kalk·gestein.
Devon
419 bis 359 Millionen Jahre.
Diese Zeit nennt man auch Zeit·alter der Fische.
Fische entwickeln sich stark weiter.
Es entstehen Amphibien.
Amphibien sind Tiere,
die im Wasser und an Land leben können.
Pflanzen breiten sich stark aus.
Es entstehen erste Wälder.
In Mittel·europa entsteht das Rheinische Schiefer·gebirge.
Ein Gebirge ist eine große Ansammlung von Bergen.
Schiefer ist ein dunkles, schicht·artiges Gestein.
Hier beginnt die geo·logische Geschichte der Mosel·region.
Das Gebiet liegt damals nahe am Äquator.
Der Äquator ist eine gedachte Linie um die Mitte der Erde.
Karbon
359 bis 299 Millionen Jahre.
Es gibt große Sumpf·wälder.
Es wachsen Riesen·farne und Schachtel·halme.
Es entstehen Kohle·flöze.
Ein Kohle·flöz ist eine dicke Schicht aus Kohle.
Kohle entsteht aus abgestorbenen Pflanzen,
die unter Druck umgewandelt werden.
Es entstehen erste Reptilien.
Reptilien sind Kriech·tiere mit Schuppen·haut.
Es kommt zur variszischen Gebirgs·bildung.
Gebirgs·bildung bedeutet:
Durch starken Druck in der Erd·kruste entstehen Gebirge.
Das Mosel·gebiet wird gehoben.
Später wirkt Erosion.
Erosion bedeutet:
Wind und Wasser tragen Gestein langsam ab.
Perm
299 bis 252 Millionen Jahre.
Es entsteht der Super·kontinent Pangäa.
Ein Super·kontinent ist ein sehr großer zusammen·hängender Kontinent.
Das Klima wird trockener.
Am Ende kommt es zu einem Massen·aussterben.
Ein Massen·aussterben bedeutet:
Sehr viele Arten sterben in relativ kurzer Zeit aus.
Etwa 90 von 100 Arten verschwinden.
Danach beginnt das nächste Erd·zeitalter.
Das Mesozoikum.
3. Mesozoikum
Das bedeutet: Erd·mittel·alter.
Vor 252 bis 66 Millionen Jahren.
Auch Mesozoikum ist ein fest·gelegter geo·logischer Fach·begriff.
Er bezeichnet eine bestimmte Zeit·spanne mit typischen Merk·malen.
Das Mesozoikum hat drei Haupt·abschnitte.
Trias.
Jura.
Kreide.
Diese Begriffe sind offizielle Namen von Erd·zeitaltern.
Trias
252 bis 201 Millionen Jahre.
Zu Beginn der Trias gibt es den Super·kontinent Pangäa.
Ein Super·kontinent ist eine sehr große zusammen·hängende Land·masse.
Pangäa beginnt auseinander·zubrechen.
Dadurch entstehen neue Ozeane.
Ein Ozean ist ein sehr großes Meer.
Es entstehen erste Dinosaurier.
Dinosaurier sind große Reptilien.
Reptilien sind Kriech·tiere mit Schuppen·haut.
Es gibt Flug·saurier.
Das sind fliegende Reptilien.
Es entstehen frühe Vor·fahren der Säuge·tiere.
Säuge·tiere sind Tiere,
die ihre Jungen mit Milch ernähren.
In Mittel·europa herrscht ein trockenes Klima.
Klima bedeutet:
Das typische Wetter einer Region über lange Zeit.
Die Mosel·region liegt in einem flachen Binnen·meer.
Ein Binnen·meer ist ein Meer im Inneren eines Kontinents.
Es lagern sich Sand und Ton ab.
Ablagerung bedeutet:
Material sammelt sich Schicht für Schicht am Boden.
So entstehen Sand·steine und Ton·gesteine.
Jura
201 bis 145 Millionen Jahre.
Das Klima ist warm.
Pangäa zerfällt weiter in einzelne Kontinente.
Europa liegt teilweise unter flachen Meeren.
Dinosaurier sind die wichtigsten Land·tiere.
Es entsteht der erste bekannte Vogel.
Er heißt Archaeopteryx.
Er verbindet Merkmale von Dinosauriern und Vögeln.
In der Mosel·region lagern sich Kalk·schichten ab.
Kalk·stein ist ein helles Gestein.
Es besteht vor allem aus Kalk.
Kalk entsteht oft aus den Schalen von Meeres·tieren.
Diese Gesteine bilden später wichtige Gesteins·schichten in der Region.
Kreide
145 bis 66 Millionen Jahre.
Der Meeres·spiegel ist sehr hoch.
Der Meeres·spiegel ist die Höhe der Meeres·oberfläche.
Große Teile der Kontinente sind von Meer bedeckt.
Blüten·pflanzen erscheinen.
Blüten·pflanzen sind Pflanzen mit Blüten und Samen.
Neue Insekten·arten entwickeln sich.
Die Kontinente bewegen sich weiter.
Sie nähern sich ihrer heutigen Lage.
Am Ende der Kreide schlägt ein Meteorit auf der Erde ein.
Ein Meteorit ist ein großer Gesteins·körper aus dem Welt·raum.
Der Einschlag erfolgt in der Region Yucatán.
Durch den Einschlag verändern sich Klima und Umwelt stark.
Viele Arten sterben aus.
Auch die Dinosaurier verschwinden.
4. Känozoikum
Das bedeutet: Erd·neu·zeit.
Vor 66 Millionen Jahren bis heute.
Auch Känozoikum ist ein fest·gelegter geo·logischer Begriff.
Das Känozoikum hat drei Haupt·abschnitte.
Paläogen.
Neogen.
Quartär.
Paläogen
66 bis 23 Millionen Jahre.
Nach dem Aussterben der Dinosaurier breiten sich Säuge·tiere stark aus.
Viele ökologische Nischen werden neu besetzt.
Eine ökologische Nische ist der Platz einer Art im Lebens·raum.
Dazu gehören Nahrung, Feinde und Umwelt·bedingungen.
Vögel entwickeln sich weiter.
Europa hebt sich langsam.
Es entstehen große Gebirge.
Zum Beispiel die Alpen.
Auch die Eifel entsteht durch tektonische Aktivität.
Tektonische Aktivität bedeutet:
Bewegungen in der Erd·kruste.
Die Erd·kruste ist die äußerste feste Schicht der Erde.
Im Mosel·gebiet werden alte Schiefer·gebirge erneut gehoben.
Gleichzeitig wirkt Erosion.
Erosion bedeutet:
Wind, Wasser oder Eis tragen Gestein langsam ab.
Neogen
23 bis 2,6 Millionen Jahre.
Es entstehen erste Menschen·affen.
Später entwickeln sich frühe Ur·menschen.
Das Klima wird kühler.
In der Mosel·region beginnt die Bildung des heutigen Tals.
Die Mosel schneidet sich in das alte Gestein ein.
Sie folgt Verwerfungen.
Eine Verwerfung ist ein Riss oder eine Bruch·stelle in der Erd·kruste.
Das Gestein stammt aus dem Devon.
In der Eifel gibt es Vulkan·tätigkeit.
Ein Vulkan ist eine Öffnung in der Erd·kruste.
Dort tritt Magma aus.
Magma ist geschmolzenes Gestein im Inneren der Erde.
Quartär
Seit 2,6 Millionen Jahren bis heute.
Auch Quartär ist ein fest benannter Zeit·abschnitt.
Er besteht aus zwei Teilen.
Pleistozän.
Holozän.
Pleistozän
2,6 Millionen bis 11.700 Jahre vor heute.
Es gibt starke Klima·schwankungen.
Kalt·zeiten und Warm·zeiten wechseln sich ab.
Eine Kalt·zeit ist eine sehr kalte Phase.
Eine Warm·zeit ist eine mildere Phase dazwischen.
Große Eis·schilde bedecken Nord·europa und Nord·amerika.
Ein Eis·schild ist eine sehr große zusammen·hängende Eis·fläche.
In der Mosel·region liegt kein direktes Inlands·eis.
Aber das Klima ist sehr kalt.
Man spricht von periglazialem Klima.
Periglazial bedeutet:
Gebiet am Rand großer Eis·massen.
Der Boden ist oft dauerhaft gefroren.
Das nennt man Dauer·frost·boden.
Durch Schmelz·wasser haben Flüsse große Kraft.
Die Mosel schneidet sich tief in das devonische Schiefer·gebirge ein.
So entsteht die Grund·form des heutigen Mosel·tals.
Ein Kerb·tal ist ein enges Tal mit steilen Hängen.
Am Ende des Pleistozäns erwärmt sich das Klima rasch.
Gletscher ziehen sich zurück.
Ein Gletscher ist eine große, langsam fließende Eis·masse.
Viele große Tier·arten sterben aus.
Zum Beispiel das Mammut.
Oder das Woll·nashorn.
Holozän
Seit etwa 11.700 Jahren.
Das Holozän ist unsere heutige Warm·zeit.
Das Klima ist relativ stabil.
Wälder breiten sich aus.
Zuerst wachsen Birken und Kiefern.
Später wachsen Laub·bäume wie Eiche und Buche.
Die Tier- und Pflanzen·welt Mitteleuropas entwickelt sich vollständig.
Der Mensch wird zum wichtigsten landschafts·prägenden Faktor.
Das bedeutet:
Der Mensch verändert die Landschaft stark.
Entwicklung des Lebens im Holozän
Es entstehen keine völlig neuen Tier·gruppen.
Aber Lebens·räume verändern sich stark.
Große Wild·tiere gehen zurück.
Gründe sind Jagd
und Verlust von Lebens·raum.
Der Mensch beginnt mit Domestikation.
Domestikation bedeutet:
Wild·tiere und Pflanzen werden gezielt gezüchtet
und an das Leben mit Menschen angepasst.
Der Mensch im Holozän
Im Mesolithikum leben Menschen als Jäger und Sammler.
Mesolithikum bedeutet Mittel·stein·zeit.
Im Neolithikum werden Menschen sesshaft.
Neolithikum bedeutet Jung·stein·zeit.
Sesshaft bedeutet:
Menschen bleiben dauerhaft an einem Ort.
Sie betreiben Acker·bau.
Acker·bau bedeutet:
Pflanzen werden gezielt angebaut.
Sie betreiben Vieh·zucht.
Vieh·zucht bedeutet:
Tiere werden gehalten und gezüchtet.
Es entstehen Dörfer.
Später entstehen Städte.
Es entwickeln sich komplexe Gesell·schaften.
Komplex bedeutet:
Viele Teile gehören zusammen und beeinflussen sich.
Mosel·region im Holozän
Das Mosel·tal ist nun weitgehend geformt.
Die Mosel vertieft sich nur noch wenig.
Sie bildet Mäander.
Ein Mäander ist eine große Fluss·schleife.
Es entstehen Fluss·terrassen.
Eine Fluss·terrasse ist eine stufen·artige Fläche am Tal·rand.
Durch Über·schwemmungen entstehen fruchtbare Auen·böden.
Eine Aue ist eine flache Fläche neben einem Fluss.
Seit der Mittel·stein·zeit leben Menschen in der Region.
Die Kelten bauen größere Siedlungen.
Siedlungen sind Orte, an denen Menschen wohnen.
Die Römer gründen Augusta Treverorum.
Das ist das heutige Trier.
Sie bauen Straßen und Brücken.
Sie betreiben Wein·bau.
Im Mittel·alter und in der Neu·zeit prägen Wein·berge die Hänge.
Der Fluss wird reguliert.
Reguliert bedeutet:
Der Mensch verändert den Lauf des Flusses gezielt.
Es entstehen Städte und Infra·struktur.
Infra·struktur bedeutet:
Straßen, Gebäude, Leitungen und Versorgungs·anlagen.
Kontinentale Situation im Holozän
Die Kontinente liegen fast wie heute.
Es gibt keine sehr großen tektonischen Verschiebungen mehr.
Tektonisch bedeutet:
Durch Bewegungen in der Erd·kruste verursacht.
Veränderungen entstehen vor allem durch:
Klima.
Erosion.
Und menschliche Aktivität.
Fazit
Die Mosel fließt heute durch Gestein,
das über 400 Millionen Jahre alt ist.
Ihr Tal selbst ist jedoch jung.
Es ist höchstens 2 Millionen Jahre alt.
Das Gebiet um Trier war einmal tropisches Meer.
Später war es Gebirge.
Dann wieder flaches Land.
Schließlich schneidet sich die Mosel tief in das alte Schiefer·gebirge ein.
So entsteht das geschwungene Tal,
das wir heute sehen.
Ausblick I – Kontinental·bewegung
Die Erde bleibt in Bewegung.
Was fest und unverrückbar wirkt, verändert sich ständig.
Wandel bedeutet:
Etwas verändert sich mit der Zeit.
Die Kontinente bewegen sich weiter.
Ein Kontinent ist eine große zusammen·hängende Land·fläche.
Diese Bewegung nennt man Kontinental·drift.
Drift bedeutet: langsame Bewegung über sehr lange Zeit.
Die Bewegung ist sehr langsam, aber sie hört nicht auf.
Afrika bewegt sich nach Norden.
Es schiebt sich langsam auf Europa zu.
Dadurch wird sich das Mittel·meer langfristig verengen.
Verengen bedeutet:
Etwas wird schmaler oder kleiner.
Gleichzeitig entfernen sich Amerika und Europa voneinander.
Der Atlantik wird jedes Jahr etwas breiter.
Der Atlantik ist ein Ozean zwischen Amerika und Europa.
Ein Ozean ist ein sehr großes Meer.
In Asien drückt der indische Sub·kontinent weiter nach Norden.
Ein Sub·kontinent ist ein großer Teil eines Kontinents.
Er stößt gegen den Rand des asiatischen Kontinents.
Dadurch hebt sich der Himalaya weiter an.
Der Himalaya ist ein sehr hohes Gebirge in Asien.
Ein Gebirge ist eine große Ansammlung von Bergen.
Auch Australien bewegt sich.
Es wandert nach Norden und verändert langsam die geo·graphische Ordnung in Südost·asien.
Geo·graphisch bedeutet:
Es betrifft die Lage von Ländern und Meeren auf der Erde.
Diese Bewegungen sind für Menschen kaum spürbar.
Sie geschehen jenseits menschlicher Zeit·maßstäbe.
Ein Zeit·maßstab ist eine Vorstellung davon, wie lange etwas dauert.
Die Geschwindigkeit beträgt nur ein bis zehn Zentimeter pro Jahr.
Trotzdem verändern diese Bewegungen das Aussehen der Erde dauerhaft.
Antlitz bedeutet hier:
Das Aussehen der Erde.
Die Erde ist kein statischer Körper.
Statisch bedeutet: unbeweglich und unverändert.
Die Erde ist ein dynamisches System.
Dynamisch bedeutet: ständig in Bewegung und Veränderung.
Ein System ist ein Ganzes, in dem viele Teile zusammen·wirken.
Die Erde befindet sich in fortwährender Um·gestaltung.
Fortwährend bedeutet: ohne Unterbrechung weitergehend.
Die Erde ist ein dynamisches System.
Dynamisch bedeutet:
Ständig in Bewegung und Veränderung.
Ein System ist ein Ganzes,
in dem viele Teile zusammen·wirken.
Die Erde befindet sich in fortwährender Um·gestaltung.
Fortwährend bedeutet:
Ohne Unterbrechung weitergehend.
Ausblick II – Das Anthropozän
Das bedeutet: Die Zeit seit etwa 1945.
Die Wissen·schaft führte vor 26 Jahren ein neues Wort ein.
Dieses Wort heißt Anthropozän.
Anthropozän ist ein Fach·begriff.
Er setzt sich aus zwei griechischen Wörtern zusammen.
„Anthropos“ bedeutet Mensch.
„Zän“ bedeutet neues Zeitalter.
Ein Zeitalter ist ein sehr langer Zeit·abschnitt in der Erd·geschichte.
Mit Anthropozän ist eine Zeit gemeint,
in der der Mensch die Erde stark prägt.
Prägen bedeutet hier:
Deutlich beeinflussen und verändern.
Der Mensch verändert Natur, Klima, Böden und Meere.
Diese Veränderungen sind so stark,
dass viele Forschende von einem neuen Erd·zeitalter sprechen.
Dabei geht es auch um zerstörerische Wirkungen.
Zerstörerisch bedeutet:
Etwas wird beschädigt oder dauerhaft geschädigt.
In einem Presse·artikel vom 17. Juli 2023 wird erklärt,
wie Forschende den Beginn dieses neuen Zeitalters bestimmen wollen.
Der Artikel stammt von der Max-Planck-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften e.V.
Eine Gesellschaft ist hier eine große Forschungs·organisation.
Der Autor des Textes heißt Roland Wengenmayr.
Im folgenden Abschnitt wird dieser Presse·text vollständig übernommen.
Er erklärt,
wie man sich auf ein bestimmtes Jahr geeinigt hat.
Dieses Jahr soll den Beginn des Anthropozän markieren.
Markieren bedeutet hier:
Einen klaren Anfangs·punkt festlegen.
Die Verortung des Anthropozäns
Text: Roland Wengenmayr
Max-Planck-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften e.V.
Offiziell leben wir noch im Holozän.
Das Holozän ist eine geo·logische Epoche.
Eine Epoche ist ein langer Zeit·abschnitt in der Erd·geschichte.
Doch der Mensch verändert das Erd·system stark.
Das Erd·system ist das Zusammen·spiel von Luft, Wasser, Boden und Lebe·wesen.
Die Veränderungen sind so groß,
dass viele Fach·leute bereits von einem neuen Zeitalter sprechen.
Dieses neue Zeitalter heißt Anthropozän.
Klare wissen·schaftliche Belege fehlten bisher.
Belege sind überprüfbare Beweise.
Vor allem fehlte ein konkreter Referenz·ort.
Ein Referenz·ort ist ein Ort,
der offiziell als Vergleichs·punkt dient.
Eine inter·nationale geo·logische Arbeits·gruppe hat diese Lücke nun geschlossen.
Inter·national bedeutet:
Fach·leute aus mehreren Ländern arbeiten zusammen.
Geo·logisch bedeutet:
Die Erde und ihre Gesteins·schichten betreffend.
Ein kleiner See in Kanada soll künftig den Übergang in das Zeitalter des Menschen bezeugen.
Bezeugen bedeutet hier:
Eindeutig nachweisen.
Wichtige Impulse kamen aus der Max-Planck-Gesellschaft.
Ein Impuls ist ein wichtiger Anstoß oder eine entscheidende Idee.
Das Anthropozän ist heute ein weit verbreitetes Wort.
Man nennt das ein geflügeltes Wort.
Das bedeutet:
Ein Ausdruck, der sehr bekannt geworden ist.
Paul Crutzen brachte den Begriff im Jahr 2000 in die Diskussion ein.
Er war Nobel·preis·träger.
Ein Nobel·preis ist eine sehr hohe wissen·schaftliche Auszeichnung.
Er war außerdem Direktor am Max-Planck-Institut für Chemie in Mainz.
Er stellte den Begriff auf einer inter·nationalen Wissen·schafts·konferenz vor.
Eine Konferenz ist ein großes Treffen von Fach·leuten.
In den folgenden Jahren prägte er den Begriff maßgeblich.
Maßgeblich bedeutet:
Besonders wichtig und richtungs·weisend.
Das Anthropozän beschreibt eine Zeit,
in der der Einfluss des Menschen überall auf der Erde nachweisbar ist.
In der Luft.
Im Wasser.
An Land.
Vom Welt·all aus.
Und in Boden·ablagerungen.
Ablagerungen sind Schichten aus Material,
die sich im Laufe der Zeit ansammeln.
Diese Ablagerungen gehören zum Fach·gebiet der Geo·logie.
Zur Geo·logie gehört auch die offizielle Benennung von Erd·zeitaltern.
Im Jahr 2009 setzte die Inter·nationale Kommission für Strati·graphie eine Arbeits·gruppe ein.
Strati·graphie ist die Lehre von Gesteins·schichten.
Die Arbeits·gruppe heißt Anthropocene Working Group.
Kurz: AWG.
Sie sollte die Existenz des Anthropozän wissen·schaftlich untersuchen.
Im Jahr 2019 erkannte die AWG das neue Zeitalter als geo·logische Realität an.
Realität bedeutet:
Etwas ist tatsächlich vorhanden.
Damit das Anthropozän offiziell eine neue Epoche wird,
braucht es globale Nachweise.
Global bedeutet:
Weltweit gültig.
Diese Nachweise müssen strengen wissen·schaftlichen Kriterien genügen.
Ein Kriterium ist eine festgelegte Bedingung.
Es müssen drei Anforderungen erfüllt sein.
Erstens:
Ein Ort als Referenz·punkt.
Zweitens:
Eine zeitliche Fest·legung des Beginns.
Drittens:
Ein Marker.
Ein Marker ist ein deutlich erkennbares Kenn·zeichen.
Er muss typisch für die Epoche sein.
Die AWG hat nun einen wichtigen Schritt gemacht.
Sie schlägt den Crawford Lake in Süd·kanada als geo·logische Referenz vor.
Der See liegt in der Provinz Ontario.
Eine Provinz ist eine größere Verwaltungs·region eines Landes.
Am 11. Juli gaben Fach·leute diesen Vorschlag in Berlin bekannt.
Die Presse·konferenz fand im Harnack-Haus der Max-Planck-Gesellschaft statt.
Francine McCarthy erklärte:
Der See ist 24 Meter tief.
Für seine Größe ist das sehr tief.
Das Tiefen·wasser ist ruhig.
Dadurch können sich Sedi·mente ungestört ablagern.
Sedi·mente sind abgelagerte Teilchen wie Schlamm oder Staub.
Die jährlichen Schichten sind gut erkennbar.
So entsteht ein stabiles geo·logisches Archiv.
Ein Archiv ist ein Ort,
an dem Informationen dauerhaft gespeichert werden.
Plutonium als Marker
Für jede Epoche soll es einen offiziellen geo·logischen Referenz·punkt geben.
Dieser heißt Global Stratotype Section and Point.
Kurz: GSSP.
Das ist ein inter·national anerkannter Punkt in einer Gesteins·schicht.
Er wird mit einer gold·farbenen Metall·plakette markiert.
Man nennt sie Golden Spike.
An diesem Ort sind Schichtungen besonders gut ablesbar.
Schichtungen nennt man auch strati·graphische Schichten.
Die Auswahl·kriterien sind sehr streng.
Beim Anthropozän geht es um sehr junge Gesteins·schichten.
Darum betritt die Geo·logie hier Neu·land.
Neu·land bedeutet:
Ein Bereich, in dem es noch keine festen Erfahrungen gibt.
Die Frage war:
Welche Spuren menschlicher Aktivität sollen den Beginn markieren?
Paul Crutzen und der Biologe Eugene Stoermer schlugen im Jahr 2000 die industrielle Revolution vor.
Die industrielle Revolution war eine Zeit großer technischer Veränderungen.
Zum Beispiel durch Dampf·maschinen.
Dampf·maschinen verursachten viele Emissionen.
Emissionen sind ausgestoßene Abgase oder Schad·stoffe.
Solche Spuren lassen sich im Boden finden.
Aber nur in bestimmten Regionen.
Zum Beispiel vor allem in Europa.
In Australien wären sie kaum nachweisbar.
Damit wäre die globale Nachweisbarkeit nicht erfüllt.
Entscheidung für Plutonium
Am Ende einigten sich die Forschenden auf Plutonium·Isotope.
Isotope sind besondere Formen eines chemischen Elements.
Plutonium entstand bei ober·irdischen Atom·waffen·tests ab 1945.
Atom·waffen sind Waffen mit sehr großer Zerstörungs·kraft.
Der radio·aktive Staub verteilte sich weltweit in der Atmosphäre.
Radio·aktiv bedeutet:
Es sendet unsichtbare Strahlung aus.
Darum ist Plutonium überall auf der Erde nachweisbar.
Die AWG untersuchte zwölf Orte auf fünf Kontinenten.
An allen Orten ist Plutonium messbar.
Im Crawford Lake ist es seit Ende der 1940er Jahre nachweisbar.
Ab etwa 1950 steigt die Menge stark an.
Um diesen Zeitpunkt soll der Beginn des Anthropozän festgelegt werden.
So lautet die Empfehlung der AWG.
Der Vorschlag muss noch weitere Abstimmungen durchlaufen.
Mehrere Fach·gremien müssen zustimmen.
Wenn genügend Mehrheiten erreicht werden,
kann die Inter·nationale Union der Geo·logischen Wissen·schaften den neuen GSSP offiziell ratifizieren.
Ratifizieren bedeutet:
Eine Entscheidung offiziell bestätigen.
Anthropozän-Forschung in der Max-Planck-Gesellschaft
Die Erforschung der zwölf Kandidaten·orte wurde finanziell unterstützt.
Zum Beispiel vom Haus der Kulturen der Welt in Berlin.
Seit dem Anthropocene Project 2013–14 arbeitet es eng mit der Wissen·schaft zusammen.
Auch das Anthropocene Curriculum gehört dazu.
Paul Crutzen erhielt 1995 den Nobel·preis für Chemie.
Er forschte zum Ozon·loch.
Das Ozon·loch ist eine starke Ausdünnung der Ozon·schicht in der Atmosphäre.
Die Ozon·schicht schützt die Erde vor schädlicher Sonnen·strahlung.
Bis zu seinem Tod im Jahr 2021 war Crutzen Mitglied der AWG.
Er half beim Aufbau eines inter·disziplinären Forschungs·clusters.
Inter·disziplinär bedeutet:
Mehrere Fach·richtungen arbeiten zusammen.
Ein Cluster ist ein Zusammen·schluss von Forschungs·einrichtungen.
Dieser Cluster befasst sich mit Erd·system·forschung.
Erd·system·forschung untersucht das Zusammen·wirken von Natur und Mensch.
Das jüngste Mitglied ist das Max-Planck-Institut für Geo·anthropologie in Jena.
Geo·anthropologie verbindet Erd·wissenschaften und Menschen·kunde.
Das Institut erforscht,
wie menschliche Bedingungen immer mehr Bereiche der Erde beeinflussen.
Die Menschen haben mit ihrer Infra·struktur eine neue Erd·sphäre geschaffen.
Infra·struktur bedeutet:
Straßen, Gebäude, Leitungen und technische Anlagen.
Diese neue Sphäre nennt man Techno·sphäre.
Eine Sphäre ist ein großer zusammen·hängender Bereich.
Die Techno·sphäre ist Teil des Erd·systems.
Jürgen Renn erklärt:
Eine Rückkehr ins Holozän ist nicht mehr möglich.
Die Veränderungen durch den Menschen bleiben für Tausende von Jahren sichtbar.
Alle Texte zum Thema „Natur·ereignis·begleiter / Lebendige Moselweinberge“ finden Sie hier:
https://www.trierer-umschau.de/netzwerk/naturereignisbegleiter/
Standardtext vgl. https://www.trierer-umschau.de/2026-02-28-aa/
Text in Leichter Sprache: mit dem Optimeil-Leichte-Sprache-Assistenten von ChatGPT
Textbegleitung: Christph Maisenbacher – 28. Februar 2026
Quellen: vgl. Standardtext wie auch die in diesem notierte Links
Foto: Trierer Umschau -– Logo: © DLR Mosel
Die Reihe heißt: Lebendige Moselweinberge.
Die Texte sind für Dauno geschrieben.
Ich möchte ihm damit danken.
Mehr Infos gibt es hier: https://www.trierer-umschau.de/2026-11-03-bb/
