LEICHTE SPRACHE - FRIEDEN : KRIEG
Krieg soll es nicht mehr geben. – Oder ist Verdun nach 110 Jahren nicht mehr wichtig?
Das Buch „Krieg dem Kriege / Guerre à la guerre“ ist von Ernst Friedrich.
Das Buch handelt vom Krieg.
Ich empfehle dieses Buch allen Menschen.
Die Bilder im Buch sind sehr schockierend.
Die Bilder zeigen das Leid im Krieg.
Viele Menschen erschrecken beim Ansehen.
Man möchte laut Nein sagen.
Nein zum Krieg.
Heute sprechen viele Menschen über Aufrüstung.
Manche sagen: Mehr Waffen bringen Frieden.
Aber das ist ein Irrtum.
Im Krieg sterben Menschen.
Menschen werden schwer verletzt.
Manche Menschen bleiben für ihr ganzes Leben behindert.
Bei einer Materialschlacht zählen oft nur Waffen.
Aber es geht um Menschen.
Danke an die Presseagentur Pressenza.
Danke auch an Reiner Braun und Michael Müller.
Sie erinnern an den 21. Februar 2016.
Sie verschweigen diesen Tag nicht.
Heute gibt es auch Drohnen im Krieg.
Dieser Krieg wirkt sauber und technisch.
Aber auch hier sterben Menschen.
Auch heute ist das Töten sinnlos.
In diesem Zusammenhang passt ein Text von Anne Frank.
Anne Frank lebte von 1929 bis 1945.
Sie schrieb über Krieg.
Sie stellte wichtige Fragen.
Sie fragte:
Warum gibt es jeden Tag Millionen Geld für Krieg?
Warum gibt es kein Geld für Medizin?
Warum gibt es kein Geld für Künstler?
Warum gibt es kein Geld für arme Menschen?
Warum hungern Menschen?
In anderen Teilen der Welt wird Essen weggeworfen.
Anne Frank fragte: Warum sind Menschen so?
Sie sagte:
Nicht nur Regierungen sind schuld am Krieg.
Nicht nur reiche und mächtige Menschen tragen Verantwortung.
Auch normale Menschen tragen Mitverantwortung.
Sonst hätten sich die Völker längst gegen den Krieg gewehrt.
Anne Frank schrieb auch:
Im Menschen gibt es einen Drang zur Zerstörung.
Solange sich die Menschheit nicht ändert,
beginnt Gewalt immer wieder von vorn.
Verdun in Frankreich und Trier in Deutschland liegen nur etwa 110 Kilometer auseinander.
Die Orte sind nah beieinander.
In Verdun gibt es das Beinhaus von Douaumont.
Dort werden die Gebeine von 130.000 Soldaten aufbewahrt.
Diese Soldaten waren Franzosen und Deutsche.
Sie starben in der Schlacht um Verdun im Jahr 1916.
Viele Tote konnten nicht mehr erkannt werden.
Darum liegen ihre Gebeine gemeinsam in diesem Beinhaus.
Für mich ist dieses Gebäude ein Mahnmal.
Es erinnert an die Verrücktheit von Kriegen.
Das Gebäude sieht aus wie ein Schwert in der Erde.
Man sieht den Griff und den Schutz des Schwertes.
Für mich bedeutet das:
Dieses Schwert darf nie wieder benutzt werden.
Am 22. September 1984 trafen sich zwei wichtige Politiker in Verdun.
Der französische Präsident François Mitterrand.
Und der deutsche Bundeskanzler Helmut Kohl.
Sie sagten:
Wir haben uns versöhnt.
Wir haben uns verstanden.
Wir sind Freunde geworden.
Diese Worte zeigen:
Frieden ist möglich.
110 Jahre Verdun.
Haben wir vergessen, was dort passiert ist?
Oder verdrängen wir es?
Am 21. Februar vor 110 Jahren begann die Schlacht um Verdun.
Verdun steht für große Grausamkeit.
Und für moderne Waffen zum Töten.
Verdun ist ein abschreckendes Beispiel für Krieg.
Reiner Braun und Michael Müller erinnern daran.
Am 21. Februar 1916 begann der Angriff.
Am Morgen schossen 1.220 deutsche Geschütze.
Der Lärm war sehr laut.
Viele Menschen hatten große Angst.
Danach begann eine sehr brutale Schlacht.
Es ging um 40 Festungen rund um Verdun.
Frankreich hatte diese Festungen nach dem Krieg von 1870 und 1871 ausgebaut.
Die Kämpfe dauerten 10 Monate.
Sehr viele Soldaten starben.
Sehr viele Soldaten wurden schwer verletzt.
Verdun wurde zum Symbol.
Zum Symbol für sinnlose Materialschlachten im Ersten Weltkrieg.
Am selben Tag um 17 Uhr griff die deutsche Infanterie an.
Die Soldaten liefen durch eisigen Schlamm.
Die Hügel waren bald ohne Bäume.
Viele Bäume waren zerstört.
Die Landschaft sah tot aus.
Auch an der Marne und an der Somme wurde gekämpft.
Aber Verdun blieb besonders im Gedächtnis.
Dort wurden junge Männer ohne Rücksicht ins Feuer geschickt.
Viele starben.
Orte wie Fort Douaumont und Fort Vaux stehen für dieses Leid.
Zum ersten Mal wurden Flammenwerfer eingesetzt.
Das war eine neue und schreckliche Waffe.
Viele Soldaten mussten mit Gasmaske schlafen.
Giftgas war eine große Gefahr.
Oft hatten die Soldaten tagelang nichts zu essen.
Überall lagen tote Körper.
Der Geruch war kaum zu ertragen.
Viele Verletzte bekamen keine Hilfe.
In den zehn Monaten kämpften 50 deutsche Divisionen.
Und 75 französische Divisionen.
Eine Division hatte 15.000 bis 18.000 Soldaten.
Auf französischer Seite mussten auch Männer aus afrikanischen Kolonien kämpfen.
Sie waren zwangsweise eingezogen worden.
Sehr viele Menschen verloren ihr Leben.
Oder sie wurden schwer verletzt.
Trotzdem wurde Verdun später ein Ort der Versöhnung.
Franzosen und Deutsche kamen sich wieder näher.
Das Mémorial de Verdun erinnert an die Toten.
Es ist ein Mahnmal gegen Krieg.
Alle Menschen, die heute leicht über Krieg sprechen,
sollten diesen Ort besuchen.
Dort sieht man die Spuren des Todes.
Man sieht zum Beispiel Soldaten, die im Boden begraben sind.
Ihre Bajonette ragen aus der Erde.
Das zeigt den Wahnsinn des Krieges.
Verdun mahnt uns zum Frieden.
Seit 110 Jahren zeigt dieser Ort:
Krieg ist grausam.
Krieg ist sinnlos.
Irgendwann endet jeder Krieg.
Aber das Leid endet nicht sofort.
Familien trauern um ihre Söhne.
Viele kümmern sich um verletzte Angehörige.
Man fragt sich:
Wofür war das alles?
Auch heute sterben Soldaten.
Zum Beispiel in der Ukraine oder in Russland.
Jedes Leben ist wichtig.
Kein Leben darf uns egal sein.
Es darf uns nicht gleichgültig sein,
wenn von jungen Menschen verlangt wird, sich auf Krieg vorzubereiten.
Leichtfertiges Reden über Krieg ist gefährlich.
Verdun ruft uns zu: Nie wieder Krieg.
Frieden ist das Wichtigste.
Frieden in der Ukraine.
Frieden im Nahen und Mittleren Osten.
Frieden im Iran.
Frieden im Sudan.
Frieden in Venezuela.
Und Frieden in allen anderen Ländern mit Krieg.
Reiner Braun ist Mitglied im Internationalen Friedensbüro.
Er arbeitet für Frieden und eine gute Zukunft.
Michael Müller ist Bundesvorsitzender der Naturfreunde.
Er war viele Jahre Mitglied im Deutschen Bundestag.
Standardtext vgl. https://www.trierer-umschau.de/2026-02-23-ba/
Text in Leichter Sprache: mit dem Optimeil-Leichte-Sprache-Assistenten von ChatGPT
Textbegleitung: Christph Maisenbacher – 23. Februar 2026
Quellen: vgl. Standardtext wie auch die in diesem notierte Links
Foto: Bernard Clarinval – Pixabay
