LEICHTE SPRACHE - WELTUNTERGANG
Von Trier bis Büchel sind es 79 Kilometer. – Seit 4 Tagen gilt der New-START-Vertrag nicht mehr. – Atom-Waffen werden jetzt nicht mehr kontrolliert.
Der New-START-Vertrag erlaubt
1.550 einsatzbereite Atom-Waffen
für die USA
und 1.550 für Russland.
Einsatzbereit heißt:
Die Atom-Waffen sind fest stationiert.
Sie sind auf Raketen, Flugzeugen oder U-Booten.
Sie können schnell eingesetzt werden.
Im Januar 2025 gibt es weltweit viel mehr Atom-Waffen.
Russland hat 5.459 Atom-Sprengköpfe.
Die USA haben 5.177 Atom-Sprengköpfe.
China hat 600 Atom-Sprengköpfe.
Frankreich hat 290 Atom-Sprengköpfe.
Großbritannien hat 225 Atom-Sprengköpfe.
Indien hat 180 Atom-Sprengköpfe.
Pakistan hat 170 Atom-Sprengköpfe.
Israel hat 90 Atom-Sprengköpfe.
Nordkorea hat 50 Atom-Sprengköpfe.
Zusammen sind das 12.241 Atom-Sprengköpfe weltweit.
1.605 dieser Atom-Sprengköpfe
gehören zu Ländern,
die nicht beim START-Vertrag mitmachen.
Bei den USA und Russland zählt man so:
Die 1.550 einsatzbereiten Atom-Waffen.
Und viele weitere Atom-Waffen.
Diese weiteren Atom-Waffen sind gelagert.
Oder in Reparatur.
Oder in Reserve.
Oder für neue Technik geplant.
Diese Atom-Waffen lagern nicht nur
in den USA
oder in Russland.
Ein Teil der Atom-Waffen lagert
auch in anderen Ländern.
Zum Beispiel in Deutschland.
Darum haben wir als Titelbild Büchel gewählt.
In Büchel gibt es einen Fliegerhorst.
Dort lagern Atom-Waffen.
Das ist eine erste Orientierung.
Ein weiteres Thema ist der Iran.
Zu diesem Thema gibt es viele Informationen.
Manche Informationen passen zum Publikum.
Manche Informationen passen zur Begründung einer Meinung.
Oft sind diese Informationen so dargestellt,
dass sie „richtig“ wirken.
Ein Beispiel steht auf einer Internet-Seite.
Die Seite heißt „Europäische Sicherheit & Technik“.
Der Text heißt:
„Ende des nuklearen Abrüstungsvertrags New START“.
Dort steht sinngemäß:
Wenn der Iran eine Atom-Bombe baut,
dann wollen auch andere Länder Atom-Waffen.
Zum Beispiel Saudi-Arabien.
Auch die Türkei oder Ägypten.
Diese Aussage wird oft benutzt.
Zum Beispiel von Menschen,
die einen neuen Militär-Angriff auf den Iran wollen.
Diese Aussage soll Angst machen.
Sie soll den Angriff rechtfertigen.
Ich stelle dazu eine Frage:
Was heißt eigentlich „Atom-Waffen wollen“?
Es gibt einen anderen wichtigen Vertrag.
Der Vertrag heißt: Atom-Waffen-Verbots-Vertrag.
Dieser Vertrag verbietet Atom-Waffen.
Er gilt seit dem Jahr 2021.
Er ist ein internationaler Vertrag.
Deutschland hat diesen Vertrag
bis heute nicht unterschrieben.
Viele Friedens-Gruppen setzen sich
für diesen Vertrag ein.
In der Region
und auch deutschlandweit.
Eine bekannte Kampagne heißt:
„Büchel ist überall! atomwaffenfrei.jetzt“.
Diese Gruppen fordern:
Die Atom-Waffen sollen aus Büchel abgezogen werden.
In Büchel lagern amerikanische Atom-Waffen.
Diese Atom-Waffen gehören nicht
zum New-START-Vertrag.
Das liegt daran:
Sie lagern in Deutschland
und nicht in den USA oder in Russland.
Darum ist Büchel ein wichtiges Symbol.
Es gibt eine Presse-Erklärung.
Die Presse-Erklärung ist von „atomwaffenfrei.jetzt“.
Das Datum ist der 19. Januar 2026.
Der Text hat zwei Gründe.
Ein Grund ist:
Der Atom-Waffen-Verbots-Vertrag.
Der Vertrag ist vor fünf Jahren in Kraft getreten.
Das war am 22. Januar 2026.
Ein zweiter Grund ist:
Der New-START-Vertrag gilt nicht mehr.
Das Ende war am 5. Februar 2026.
In der Presse-Erklärung steht:
Die aktuelle Situation ist sehr gefährlich.
Trotzdem reden viele über neue Atom-Waffen.
Manche reden über europäische Atom-Waffen.
Manche sogar über deutsche Atom-Waffen.
Das Atomwaffenfrei-Bündnis lehnt das ab.
Das Bündnis fordert Besonnenheit.
Das heißt: ruhig bleiben und nachdenken.
Das Bündnis fordert alle Politiker
und Politikerinnen dazu auf.
Die nukleare Abschreckung ist sehr gefährlich.
Sie kann zur völligen Zerstörung der Welt führen.
Diese Abschreckung muss beendet werden.
Das sagt Martin Singe.
Er ist Sprecher des Aktions-Bündnisses.
Er fordert drei konkrete Schritte.
Erstens:
Die Atom-Bomben sollen aus Büchel abgezogen werden.
Zweitens:
Deutschland soll die nukleare Teilhabe
in der NATO beenden.
Drittens:
Deutschland soll dem
Atom-Waffen-Verbots-Vertrag beitreten.
So soll die Bundesregierung helfen.
So soll eine Welt ohne Atom-Waffen möglich werden.
Wir wollten zeigen,
wie nah die Gefahr bei uns ist.
Darum haben wir die Überschrift gewählt:
„Von Trier nach Büchel sind es 79 Kilometer“.
Atom-Waffen sind sehr gefährlich.
Sie werden nicht nur in eine Richtung eingesetzt.
Ein Atom-Krieg würde viele Regionen treffen.
Auch unsere Region.
Die Großregion Trier ist nah dran.
Darum sprechen wir von einer großen Gefahr.
Jetzt zurück zum New-START-Vertrag.
Der Vertrag gilt seit drei Tagen nicht mehr.
Im Jahr 2026 planen die USA sehr viel Geld
für ihre Atom-Waffen ein.
Es sind 87 Milliarden Dollar.
Dieses Geld ist für die nukleare Armee gedacht.
Zu diesem Thema gibt es einen wichtigen Text.
Der Text ist von Professor Klaus Möegling.
Die Presse-Agentur Pressenza
und Pressenza Hannover
haben diesen Text veröffentlicht.
Wir übernehmen diesen Text vollständig.
Der Text ergänzt einen früheren Beitrag von uns.
In dem früheren Beitrag ging es
um die Doomsday-Uhr.
Die Doomsday-Uhr zeigt:
Wie nah die Welt an einer großen Katastrophe ist.
Hier ist der Text-Link:
https://www.trierer-umschau.de/2026-02-09-ab/ ):
Der New-START-Vertrag gilt nicht mehr.
Das Ende war am 5. Februar 2026.
Die USA und Russland haben den Vertrag
nicht erneuert.
China hat nicht mit verhandelt.
Jetzt gibt es keine wirksame Kontrolle mehr
über die Atom-Waffen
der großen Atom-Mächte.
Die Gefahr steigt stark.
Die Welt wird unsicherer.
Der Text ist von Klaus Moegling.
Was war der New-START-Vertrag?
New START heißt übersetzt:
Neuer Vertrag zur Verringerung
strategischer Waffen.
Der Vertrag war ein Nachfolge-Vertrag
von START I.
Er galt seit dem 5. Februar 2011.
Nach zehn Jahren
wurde er verlängert.
Die Verlängerung galt
bis zum 5. Februar 2026.
An diesem Tag endete der Vertrag.
Was regelte der New-START-Vertrag?
Der Vertrag galt
für die USA
und für Russland.
Der Vertrag erlaubte
höchstens 1.550
einsatzbereite Atom-Sprengköpfe
für jedes Land.
Der Vertrag erlaubte außerdem
höchstens 800 Start-Systeme.
Das sind zum Beispiel:
mobile Abschuss-Rampen.
U-Boote.
große Militär-Flugzeuge.
Davon durften
höchstens 700 Systeme
einsatzbereit sein.
Der Vertrag regelte auch Kontrollen.
Die Länder mussten Informationen austauschen.
Sie mussten Inspektionen zulassen.
So konnte man prüfen:
Hält sich das andere Land an den Vertrag?
Das sollte Vertrauen schaffen.
Und einen Atom-Krieg verhindern.
Der Vertrag war sehr wichtig.
Er sollte einen dritten Welt-Krieg verhindern.
Warum wurde der Vertrag nicht erneuert?
Russland setzte den Vertrag
im Jahr 2023 aus.
Der Grund war der Krieg
gegen die Ukraine.
Russland warf den USA
Vertrags-Verstöße vor.
Auch die USA hatten Zweifel.
Sie wussten nicht mehr sicher,
ob Russland sich an die Regeln hielt.
Später setzten auch die USA
die Regeln nicht mehr um.
Es gab keine Kontrollen mehr.
Es gab keine Transparenz mehr.
Russland sagte zwar:
Wir halten uns weiter
an die Zahlen-Grenzen.
Aber Russland ließ
keine Kontrollen zu.
Im September 2025 sagte Russland:
Wir würden die Grenzen
noch ein Jahr einhalten.
Der US-Präsident zeigte
kein klares Interesse
an neuen Verhandlungen.
Es gab keine neue Strategie.
Es gab auch keinen Plan,
China einzubeziehen.
Welche Gefahren entstehen jetzt?
Zum ersten Mal seit 1972
gibt es keine wirksamen Regeln mehr
für die Atom-Waffen
der USA und Russlands.
In kurzer Zeit
könnten beide Länder
ihre Atom-Waffen stark erhöhen.
Eine Verdoppelung
wäre möglich.
Es gibt dann
keinen Einblick mehr
in die Pläne des anderen.
Es gibt keine Gespräche mehr.
Das macht die Lage instabil.
Die Gefahr von Fehlern steigt.
Die Gefahr von Missverständnissen steigt.
Ein Atom-Krieg
könnte aus Versehen passieren.
Zum Beispiel durch:
falsche Warn-Meldungen.
technische Fehler.
Auch andere Länder
könnten dann mehr Atom-Waffen bauen.
Zum Beispiel China
oder andere Atom-Staaten.
Die Sicherheit auf der Welt
würde weiter sinken.
Was fordern Fachleute und Gruppen?
Die USA und Russland
könnten freiwillig
die alten Regeln weiter einhalten.
So lange,
bis es einen neuen Vertrag gibt.
Ein neuer Vertrag
sollte auch China einbeziehen.
Außerdem sollen die Länder
andere wichtige Verträge achten.
Zum Beispiel:
den Atom-Waffen-Sperr-Vertrag.
Und den Atom-Waffen-Verbots-Vertrag.
Dieser Vertrag wurde
von den Vereinten Nationen beschlossen.
Die Atom-Mächte
machen dabei aber nicht mit.
Das widerspricht
dem Atom-Waffen-Sperr-Vertrag.
Forderungen von Wissenschaftlern
Deutsche Wissenschaftler
fordern neue Gespräche
zwischen den Groß-Mächten.
Gemeinsame Regeln
könnten Vertrauen schaffen.
Sie könnten helfen:
Atom-Waffen zu reduzieren.
Mittelstrecken-Raketen zu begrenzen.
taktische Atom-Waffen zu begrenzen.
Auch neue Technik ist gefährlich.
Zum Beispiel künstliche Intelligenz
im Militär.
Hier müssen Risiken
gemeinsam verringert werden.
Fazit
Die verantwortlichen Politiker
handeln weit weg
von den Menschen.
Sie reden nicht miteinander.
Sie gefährden die Menschheit.
Die Bevölkerung
muss wach werden.
Politischer Druck ist nötig.
Atom-Waffen müssen verboten werden.
Verhandlungen und Diplomatie
machen die Welt sicherer.
Aufrüstung macht die Welt gefährlicher.
Auch die Vereinten Nationen
müssen handeln.
Sie dürfen nicht blockiert werden.
Ein Friedensforscher fordert:
Krisen müssen früh verhindert werden.
Der neue Rüstungs-Wettlauf
muss gestoppt werden.
Ziel muss sein:
weniger Alarm-Bereitschaft.
kein Ersteinsatz von Atom-Waffen.
Auch wenn es schwer ist:
Alles muss versucht werden,
um einen Atom-Krieg zu verhindern.
Prof. Dr. Klaus Moegling
ist ein deutscher Wissenschaftler.
Er ist Politikwissenschaftler.
Er ist Soziologe.
Er ist Autor.
Er hat ein Buch geschrieben.
Das Buch heißt:
„Neuordnung.
Eine friedliche und nachhaltig entwickelte Welt
ist (noch) möglich“.
Dieses Buch kann man kostenlos lesen.
Das Buch ist frei im Internet zugänglich.
Jede Person kann den Text lesen.
https://www.klaus-moegling.de/aktuelle-auflage-neuordnung/
(*) Manche Menschen kleben Aufkleber im öffentlichen Raum.
Sie wollen damit ihre Meinung zeigen.
Wir finden:
Diese Meinung ist wichtig.
Manchmal steht auf einem Aufkleber, wer ihn gemacht hat.
Dann fragen wir die Person:
Dürfen wir den Aufkleber zeigen?
Und wir schreiben den Namen auf.
Es gibt aber auch Aufkleber, bei denen man das nicht weiß.
Dann hoffen wir:
Die Person meldet sich.
Dann können wir den Namen aufschreiben.
Aber wir müssen auch sagen:
Aufkleber auf fremden Flächen können verboten sein.
Das steht im Straf-Gesetz-Buch.
Im Paragraph 303.
Man kann dafür eine Strafe bekommen.
Aufkleber: © Autor:in unbekannt – Foto: Trierer Umschau / Trier (September 2025)
Standardtext vgl. https://www.trierer-umschau.de/2026-02-09-ba/
Text in Leichter Sprache: mit dem Optimeil-Leichte-Sprache-Assistenten von ChatGPT
Textbegleitung: Christph Maisenbacher – 9. Februar 2026
Quellen: vgl. Standardtext wie auch die in diesem notierte Links
Aufkleber: © Autor*in unbekannt – Foto: Trierer Umschau / Trier-Domfreihof (Februar 2026)
