LEICHTE SPRACHE - DIE NÄCHSTE GENERATION
Gibt es eine gute Zukunft? – Was bringt der „UN-Pakt für die Zukunft“, wenn Kriege die Umwelt kaputt machen?
Verantwortung für die Zukunft – und Krieg?
Im Jahr 2024 haben die Vereinten Nationen einen wichtigen Plan beschlossen.
Der Plan heißt: UN-Pakt für die Zukunft.
Er wurde im September 2024 von fast allen Ländern der Welt in New York angenommen.
Der Plan sagt:
Die Menschen heute sollen Verantwortung für die Zukunft übernehmen.
Gemeint ist:
Auch Menschen, die noch nicht geboren sind,
haben ein Recht auf ein gutes Leben.
Sie können sich heute noch nicht wehren.
Aber sie müssen mit den Folgen leben,
die heutige Entscheidungen verursachen.
👉 Mehr Infos dazu: https://www.un.org/en/summit-of-the-future
Was sagt der UN-Pakt genau?
Der Pakt ist kein Gesetz.
Die Länder müssen sich nicht daran halten.
Aber sie haben sich selbst verpflichtet:
Politik muss an die Zukunft denken.
Ein wichtiges Ziel ist die sogenannte „Gerechtigkeit zwischen den Generationen“.
Das bedeutet:
Politische Entscheidungen müssen geprüft werden.
Welche Folgen hat das für junge Menschen heute?
Welche Folgen für Menschen, die erst später geboren werden?
Jugendliche sollen mitreden
Der Pakt sagt auch:
Jugendliche sollen stärker mitbestimmen.
Nicht nur symbolisch.
Sondern wirklich.
Sie sollen in der Politik mitreden können.
Gute Beispiele aus verschiedenen Ländern
Der UN-Pakt ist nicht nur eine Idee.
Einige Länder haben schon gezeigt, wie Zukunftsverantwortung geht.
1. Wales (Großbritannien)
Seit dem Jahr 2015 gilt dort ein Gesetz:
Well-being of Future Generations Act.
Das bedeutet:
Alle Behörden müssen überlegen,
wie ihr Handeln sich auf die Zukunft auswirkt.
Es gibt eine unabhängige Beauftragte für die Zukunft.
Sie prüft und begleitet Entscheidungen.
2. Finnland
Finnland hat ein besonderes Parlament für die Zukunft.
Das heißt auf Englisch: Committee for the Future.
Es schaut auf neue Technologien, große Risiken und Zukunftsfragen.
Ziel: Die Politik soll nicht nur an heute denken, sondern auch an morgen.
3. Ungarn
Ungarn hat eine Art Zukunfts-Ombudsmann.
Diese Person prüft:
Wie gefährlich ist Politik für Umwelt und Gesundheit?
Besonders dann, wenn Schäden nicht rückgängig gemacht werden können.
4. Neuseeland
Neuseeland hat neue Regeln für die Politik:
Sie heißt dort „Politik für das Wohlbefinden“.
Regierungen müssen erklären,
welche Folgen ihre Pläne für Umwelt und Gesellschaft haben.
Dazu gibt es spezielle Berichte über die Zukunft.
Was zeigt das?
Diese Länder zeigen:
Zukunftsverantwortung ist möglich.
Aber nur, wenn es klare Regeln gibt.
Und wenn Politik daran gemessen wird.
Der UN-Pakt für die Zukunft nimmt sich diese Beispiele zum Vorbild.
Zum ersten Mal wird das Thema Zukunftsschutz auf globaler Ebene zum Ziel erklärt.
Aber: Was passiert gleichzeitig?
In New York wird über die Zukunft gesprochen.
Gleichzeitig gibt es in anderen Teilen der Welt Kriege.
Das ist ein Widerspruch.
Denn:
Kriege zerstören die Umwelt.
Sie vergiften Böden.
Sie verschmutzen das Wasser.
Sie schädigen Menschen – manchmal für viele Generationen.
Das nennt man Langzeitfolgen.
Ein Beispiel: Uranmunition.
Diese Munition ist sehr gefährlich.
Sie tötet nicht nur.
Sie hinterlässt Strahlung,
die viele Jahre bleibt.
Auch Kinder, die viel später geboren werden,
können krank oder mit Missbildungen auf die Welt kommen.
Zukunftsrhetorik und Wirklichkeit passen nicht zusammen
Es wird viel über „Zukunft“ gesprochen.
Aber gleichzeitig werden Waffen verkauft.
Es gibt militärische Drohungen.
Und es wird nicht genug über die Schäden geredet,
die Kriege für Mensch und Umwelt bringen.
Deshalb sagt der Text:
Wer wirklich über die Rechte kommender Generationen sprechen will,
muss auch über Krieg sprechen.
Und über die Folgen des Krieges für Natur, Klima und Gesundheit.
Ein genauer Blick auf die Realität
Darum folgt nun ein Beitrag von Klaus Moegling, übermittelt von Pressenza Hannover.
Er zeigt, was oft vergessen wird:
Krieg ist ein Angriff – auf Menschen, auf die Umwelt und auf das Leben selbst.
Heute – und auch noch in der fernen Zukunft.
Umweltschäden durch Krieg – Krieg gegen Menschen und Natur
von Klaus Moegling – Pressenza Hannover
Ein Thema wurde lange nicht beachtet:
Kriege machen die Umwelt kaputt.
Nicht nur während eines Kriegs.
Auch schon davor – bei Übungen und beim Militärbetrieb.
Das Militär ist einer der größten Verursacher von Klimagasen.
Auch beim Bau von Waffen entsteht viel Müll und giftiges Gas.
Nach dem Krieg kommt noch mehr dazu:
Der Wiederaufbau zerstörter Städte macht neue Emissionen.
Was ist Friedensökologie?
Friedensökologie ist ein neues Fach in der Friedensforschung.
Es schaut auf den Frieden zwischen Menschen.
Und auf den Frieden mit der Umwelt.
Beides gehört zusammen.
Kriege zerstören nicht nur Menschen.
Sie zerstören auch Tiere, Pflanzen, Wasser, Luft und Boden.
Lange wurde das nicht offen gesagt.
Doch jetzt sprechen Umwelt- und Friedensgruppen darüber.
Der Forscher Johan Galtung sagte schon 2004:
Nicht nur Menschen werden getötet.
Auch die Natur wird zerstört.
Das ist wie ein Angriff auf die ganze Erde.
Beispiele aus der Geschichte
Erster und Zweiter Weltkrieg
Viele Orte wurden zerstört.
Zurück blieben Reste von Bomben und Chemikalien.
Im Meer liegen noch heute 1,6 Millionen Tonnen alter Waffen.
Auch Giftgas liegt dort – es rostet und wird giftig für Fische und Menschen.
Hiroshima und Nagasaki
1945 wurden zwei Atombomben über Japan abgeworfen.
Hunderttausende starben.
Die Orte sind bis heute verstrahlt.
Viele Kinder wurden mit schweren Krankheiten geboren.
Vietnamkrieg
Ab 1961 setzte die US-Armee giftige Pflanzenmittel ein.
Sie sollten den Dschungel zerstören und Reisfelder kaputt machen.
Das Mittel hieß Agent Orange.
Es enthält Dioxin – ein sehr starkes Gift.
70 Millionen Liter wurden über Vietnam versprüht.
Bis heute gibt es dort viele kranke Menschen und missgebildete Kinder.
Irak-Krieg
Bei Rückzügen wurden Ölquellen in Brand gesetzt.
Auch in Saudi-Arabien (Jemen-Krieg) brannten Ölquellen.
Es entstanden riesige Mengen CO2.
Der Irak wurde 30 Jahre lang bombardiert.
2,7 Millionen Menschen starben.
Die Luft, der Boden und das Wasser wurden schwer geschädigt.
Die USA verwendeten Uran-Munition.
Der Journalist Jacob Reimann schrieb:
320 Tonnen Uran-Munition wurden eingesetzt.
Die Folge: Viele Krebserkrankungen.
In Basra gab es 17-mal mehr missgebildete Neugeborene.
Jugoslawien, Syrien und mehr
Auch die NATO setzte Uranmunition im ehemaligen Jugoslawien ein.
Die Gebiete wurden radioaktiv verseucht.
In Syrien wird ebenfalls Uranmunition verwendet.
Sie wird extrem heiß – bis 5000 Grad –
und wird zu sehr kleinen Teilchen.
Diese Partikel landen in Luft und Boden und machen krank.
Die Journalistin Karin Leukefeld berichtet:
In Falluja (Irak) werden viele Kinder mit schweren Schäden geboren:
offene Schädel, kein Auge, verschmolzene Gliedmaßen.
Atomwaffentests
Die Organisation ICAN sagt:
Es gab ca. 2000 Atomtests auf der Welt.
Das entspricht der Sprengkraft von 29.000 Hiroshima-Bomben.
Die Folgen: Millionen Krebserkrankungen.
Die USA allein machten über 1000 Tests.
Die Sowjetunion testete 456 Bomben in Kasachstan.
Die Organisation IPPNW sagt:
Bis 2000 starben 3 Millionen Menschen durch Strahlung.
Durch Nahrung und Luft kamen noch mehr Menschen in Kontakt.
Bis zu 30 Millionen Tote sind möglich, sagt Prof. Scholz.
Der Krieg in der Ukraine
Seit 2022 greift Russland die Ukraine an.
Das hat schlimme Folgen für die Umwelt:
– Bomben, Raketen, Explosionen
– brennende Wälder und Felder
– zerstörte Atomkraftwerke
– viel CO2 durch Panzer, Flugzeuge und Fahrzeuge
– verminte Böden
Eine Studie sagt:
Im ersten Kriegsjahr wurden genauso viele Emissionen ausgestoßen
wie in Belgien in einem ganzen Jahr: 119 Millionen Tonnen CO₂.
Andere Wissenschaftler sagen:
Wenn alle Armeen ein Land wären,
wären sie der viertgrößte Verursacher von CO₂ weltweit.
Militär schadet dem Klima massiv.
Weitere Schäden
Seit 2014 sind in der Ukraine alte Kohleminen überflutet.
Dort wurden früher Atomwaffen getestet.
Jetzt gelangen Gifte wie Quecksilber ins Grundwasser.
Neue Studien sagen:
Ein Drittel des Bodens in der Ukraine ist verseucht.
Mit Blei, Arsen, Quecksilber und Kadmium.
Der Boden braucht Tausende Jahre, um sich zu erholen.
2023 lieferten die USA und England Uranmunition in die Ukraine.
Sie wurde vermutlich eingesetzt.
Auch chemische Waffen durch Russland werden vermutet.
Viele Schäden sind nicht bezahlbar.
Wasser, Luft, Gesundheit, Leben – all das ist nicht mit Geld zu ersetzen.
Der Forscher Bálint Rosz rechnet:
In zwei Jahren Krieg wurden 175 Millionen Tonnen CO₂ ausgestoßen.
Das ist so viel wie 90 Millionen Autos in einem Jahr.
Auch der Wiederaufbau wird viel CO₂ verursachen:
durch Beton, Stahl und Maschinen.
Dasselbe gilt für den zerstörten Gazastreifen.
Umwelt und Frieden gehören zusammen
Es gibt noch viele weitere Beispiele:
– Streubomben im Jemen
– Fassbomben in Syrien
– gesunkene Atom-U-Boote
– Raketenangriffe im Iran, Israel und Gaza
– Krieg im Sudan
Kriege zerstören das Klima.
Aber auch das Klima löst neue Kriege aus.
Der Forscher Michael T. Klare sagt:
Reiche Länder können mit der Klimakrise besser umgehen.
Arme Länder geraten in Not.
Es wird Kämpfe geben:
um Essen, Land und Wasser.
Viele Menschen werden fliehen.
Und sie werden auf Hass stoßen.
Kriege führen auch dazu,
dass Geld für Waffen statt für Klimaschutz ausgegeben wird.
Das passiert auch in der EU und in Deutschland.
Die USA und Russland geben Milliarden für Waffen aus.
Das Geld fehlt dann für den Schutz der Erde.
Was tun?
Militär verursacht Umweltzerstörung.
Militär ist auch ein Hindernis für Umwelt-Schutz.
Friedens- und Umweltbewegung sollten zusammenarbeiten.
Beide sollten fordern:
– Stoppt die Umweltzerstörung durch Militär und Krieg.
– Fordert weltweite Abrüstung.
Wer soll für die Schäden bezahlen?
Auch Waffenhersteller müssen zahlen.
Sie verdienen viel Geld.
Aber den Schaden zahlt oft die Allgemeinheit.
Das ist unfair.
Warum sollen Waffenfirmen keine Verantwortung tragen?
Zum Beispiel für Minen oder Bomben?
Ein weiteres Problem:
Das Militär wurde aus Klima-Verträgen ausgeschlossen.
Zum Beispiel aus dem Kyoto-Protokoll.
Auch beim Pariser Klima-Vertrag wollte die USA das so.
Das muss sich ändern.
Die Vereinten Nationen sollten handeln.
Aber sie brauchen Unterstützung:
z. B. durch Fridays for Future, Greenpeace, ICAN, IPPNW,
Ostermärsche und viele andere Gruppen.
Standardtext vgl. https://www.trierer-umschau.de/2026-02-01-aa/
Text in Leichter Sprache: mit dem Optimeil-Leichte-Sprache-Assistenten von ChatGPT
Textbegleitung: Christph Maisenbacher – 1. Februar 2026
Quellen: vgl. Standardtext wie auch die in diesem notierte Links
Illustration: KI-generiert / Trierer Umschau
Hinweis für unsere Leser:
Manche Themen sind sehr schwer.
Aber: Künstliche Intelligenz kann dabei helfen.
Zum Beispiel beim Schreiben von Texten.
Deshalb wollen wir ab dem Jahr 2026 öfter KI benutzen.
Wenn ein Text mit KI gemacht wurde, sagen wir das dazu.
KI kann auch Bilder machen.
Diese Bilder passen gut zu unseren Texten.
Wenn wir solche Bilder benutzen, schreiben wir das unter das Bild.
