Die Trierer Umschau freut sich, dass die Europäische Union von mehr als 81 % der Befragten als wichtig für Deutschland angesehen wird! - Infografik: © ZDF und Forschungsgruppe Wahlen.
"ZDF-Politbarometer - Sendung vom 16.01.2026" - Infografik: © ZDF und Forschungsgruppe Wahlen.
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ZDF POLITBAROMETER

Trump, Venezuela, Grönland, Iran, die Ukraine, Deutschland – wir begleiten das aktuelle ZDF-Politbarometer

Es gibt Themen, die sind „in“ und es gibt Themen, die gerne „umgangen“ werden. Das aktuelle ZDF-Politbarometer – wir von der Trierer Umschau schätzen dies ohne Zweifel als „Stimmungsbild“ unserer Gesellschaft – vereinfacht in gewissem Sinne die politische Situation. Zudem ist es ein idealer „Messwert“ für die Wirkung der politischen Propaganda.

Zum Beispiel die NATO, dieses militärische Bündnis, auf das alle Kriegsminister aktuell setzen und Unsummen an Geldern dafür ausgegeben werden.
Als ob es für die USA so einfach wäre, daraus auszusteigen. Punkt 1: würde das über den Nordatlantikvertrag geregelt sein, dass hier kein ad hoc-ich-bin-nicht-mehr-Dabei möglich ist, sondern es gibt eine Kündigungsfrist von einem Jahr. Und wesentlicher noch: Punkt 2, der US-Senat müsste einer Kündigung mit einer Zweidrittelmehrheit zustimmen. Von den 100 Sitzen im US-Senat haben die Republikaner (also die Partei, die hinter Donald Trump steht) eine leichte Mehrheit von 53 Sitzen, was bedeuten würde, dass von den Demokraten (47 Sitze) mindestens 22 „untreu“ werden müssten und mit den Republikanern stimmen: Mit jedem Tag mehr an Grönland-, an Venezuela- bzw. Mittelamerika-, an Iran- oder ganz banal an US-Demo und Anti-Republikaner-Säbelrasseln von Seiten der US-Regierung (also Trump) wird diese Lust wohl geringer werden!

Uns hätte interessiert, wie die Bevölkerung sich gegenüber den Gaskraftwerk-Plänen unserer Bundesregierung äußert. Es klingt schön, wenn unsere Bundesministerin für Wirtschaft und Energie Ihrer Pressemitteilung vom 15. Januar 2026 freimütig formuliert: „Die Verständigung zur Kraftwerksstrategie ist ein entscheidender Schritt für die Versorgungssicherheit in Deutschland. Die guten und konstruktiven Gespräche mit der Europäischen Kommission haben dafür den Weg geebnet. Mit den kurzfristigen Ausschreibungen über zwölf Gigawatt neuer, zusätzlicher steuerbarer Leistung schaffen wir auch für die Zukunft die Grundlage für eine gesicherte Stromversorgung in Deutschland und damit für die Wettbewerbsfähigkeit unserer Industrie.“ – Denn Gas schafft eine Abhängigkeit, darüber ist man sich inzwischen einig. Positiv mag sein, dass zumindest auf dem Papier notiert wird, dass der „Kraftwerkspark“ zu dekarbonisieren sei und „bis 2045 alle Kraftwerke emissionsfrei betrieben werden müssen“. Es lebe die Umstellung auf Wasserstoff. Wir halten die Augen offen und erinnern uns an einen Sachverhalt, dass Solar-Energie sozusagen „weggeworfen“ wird, anstatt gespeichert zu werden. Sie erinnern sich vielleicht an unseren Text dazu: https://www.trierer-umschau.de/2025-11-13-aa/

Bevor wir dann das ZDF-Politbarometer vollständig zitieren (vgl. Sie dazu auch unsere Foto-Leiste) wollen wir nochmals einen kurzen Blick auf die Fußball-Weltmeisterschaft 2026 in den USA werfen. Werden die EU-Staaten konsequent über eine Absage nachdenken – Trump, der völkerrechtswidrig in wiederholter Form aufgefallen ist (Iran, Venezuela) hat gerade entschieden, dass die Nato-Länder, welche gerade in Grönland an einer Militärübung sich beteiligen mit dem 1. Februar 2026 zusätzlich 10 Prozent an Strafzöllen zu zahlen haben für ihre Exporte in die Vereinigten Staaten (vgl. https://www.n-tv.de/politik/Trump-kuendigt-neue-Zoelle-gegen-Deutschland-und-weitere-Laender-an-id30252873.html) . Was ist also mit der Teilnahme an der Fußball-Weltmeisterschaft. Wir haben – schon vor dem außenpolitischen Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion Jürgen Hardt (vgl. https://www.ran.de/sports/fussball/wm/news/fussball-wm-in-den-usa-deutscher-politiker-stellt-boykott-in-den-raum-603140 ) dazu einen Text von Andi Rietschel in den Raum gestellt: vgl. https://www.trierer-umschau.de/2025-12-08-aa/ .

 

damit zu dem Hauptthema:

 

ZDF-Politbarometer Januar 2026

Rund drei Viertel: Politik von Trump gefährdet Fortbestand der NATO / Große Mehrheit: Bundesregierung tut zu wenig zur Ankurbelung der Wirtschaft

Die Deutschen haben eine klare Haltung zur Politik von US-Präsident Donald Trump: 78 Prozent der Befragten, darunter unterschiedlich große Mehrheiten in allen Parteianhängerschaften, glauben, Trumps Politik gefährde den Fortbestand der NATO, 18 Prozent glauben das nicht (Rest zu 100 Prozent hier und im Folgenden jeweils „weiß nicht“). Zudem gibt es ein recht eindeutiges Meinungsbild hinsichtlich des Verhaltens der EU, wenn die USA unter Missachtung des Völkerrechts mit militärischen Mitteln in die Politik anderer Länder eingreifen, um sich dort wirtschaftliche Ressourcen zu sichern: Für eine Mehrheit von 69 Prozent soll die EU klar dagegen Position beziehen, für 22 Prozent soll sich die EU da raushalten und nur 5 Prozent plädieren dafür, dass sich die EU hinter das Handeln der USA stellt. Uneinigkeit herrscht hingegen in Bezug auf den Iran, wo es zurzeit wieder starke Proteste gegen das dortige islamische Regime gibt. 37 Prozent der Deutschen begrüßen es, wenn die USA im Iran eingreifen, um ein Ende des islamischen Regimes herbeizuführen, genauso viele (37 Prozent) lehnen ein solches Eingreifen ab und 13 Prozent wäre das egal.

Ukraine-Krieg: Absicherung einer Waffenruhe

Wenn es zwischen Russland und der Ukraine zu einer Waffenruhe kommen sollte und diese durch europäische Truppen abgesichert wird, dann sollte sich nach Ansicht von 49 Prozent der Befragten auch Deutschland mit der Bundeswehr auf ukrainischem Gebiet an dieser Absicherung beteiligen. Fast genauso viele (45 Prozent) sprechen sich gegen einen solchen Einsatz aus. Klare Einstellungsunterschiede zeigen sich dabei zwischen West und Ost: Während in Westdeutschland 53 Prozent eine Absicherung einer Waffenruhe auch durch die Bundeswehr in der Ukraine befürworten, sind es in Ostdeutschland lediglich 32 Prozent.

Projektion: Schwarz-Rot weiter ohne Mehrheit

Wenn am nächsten Sonntag wirklich Bundestagswahl wäre, läge die CDU/CSU unverändert bei 26 Prozent, die AfD käme erneut auf 25 Prozent (unverändert). Die SPD würde sich auf 15 Prozent (plus 1) verbessern, die Grünen blieben bei 12 Prozent (unverändert). Die Linke würde sich auf 10 Prozent (minus 1) verschlechtern, alle anderen Parteien – inklusive BSW und FDP – bekämen zusammen 12 Prozent (unverändert), darunter keine Partei, die mindestens drei Prozent erzielen würde. Mit diesem Ergebnis hätte Schwarz-Rot nach wie vor keine parlamentarische Mehrheit.

Top Ten

Bei der Beurteilung von Politikerinnen und Politikern nach Sympathie und Leistung („Was halten Sie von?“) liegt Verteidigungsminister Boris Pistorius auch zu Jahresbeginn auf Platz eins. Er wird auf der Skala von +5 bis -5 mit einem Durchschnittswert von 1,9 (hier und im Folgenden Vergleichswert von Dezember: 1,8) bewertet. Weiterhin mit großem Abstand folgen Johann Wadephul mit 0,7 (0,6), Lars Klingbeil mit 0,4 (0,2) und Bärbel Bas mit 0,0 (minus 0,3). Danach kommen Alexander Dobrindt mit minus 0,3 (minus 0,4), Friedrich Merz mit minus 0,4 (minus 0,6), Markus Söder mit minus 0,5 (minus 0,5) und Katherina Reiche mit minus 0,6 (minus 0,7). Auf Rang neun und zehn bleiben Sahra Wagenknecht mit minus 2,0 (minus 1,8) und Alice Weidel mit minus 2,5 (minus 2,6).

Wirtschaft in Deutschland: Regierung tut zu wenig

Die Unzufriedenheit mit der Wirtschaftspolitik der Bundesregierung ist weiterhin groß: 71 Prozent der Befragten und Mehrheiten in allen Parteianhängergruppen meinen, die Bundesregierung tue zu wenig zur Ankurbelung der Wirtschaft. Für 4 Prozent tut sie diesbezüglich zu viel und für 18 Prozent sind die Maßnahmen so gerade richtig.

Der Europäischen Union wird ökonomisch eine große Bedeutung zugeschrieben. Insgesamt 81 Prozent der Befragten bewerten die EU als sehr wichtig (45 Prozent) oder wichtig (36 Prozent) für die Wirtschaft in Deutschland, für 13 Prozent ist sie dahingehend nicht so und für 4 Prozent überhaupt nicht wichtig.

Möglicher AfD-Ministerpräsident

In diesem Jahr finden fünf Landtagswahlen statt, unter anderem im September in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern. Wenn die AfD dann in einem der ostdeutschen Bundesländer den Ministerpräsidenten stellen würde, fänden das etwas mehr als zwei Drittel (69 Prozent) der Befragten und klare Mehrheiten in den Reihen von CDU/CSU (86 Prozent), SPD (93 Prozent), Grünen (97 Prozent) und Linke (93 Prozent) schlecht. 19 Prozent, darunter 88 Prozent der AfD-Anhänger, fänden einen Ministerpräsidenten der AfD gut und 10 Prozent aller Befragten wäre das egal.

Rechts- und Linksextremismus in Deutschland

57 Prozent der Befragten sehen im Linksextremismus in Deutschland eine Gefahr für unsere Demokratie, 39 Prozent sind gegenteiliger Ansicht, darunter die meisten Grünen- (65 Prozent) und Linke-Anhänger (84 Prozent) sowie die 18- bis 34-Jährigen (58 Prozent). Den Rechtsextremismus schätzen aber noch mehr Befragte als Bedrohung ein: 79 Prozent und klare Mehrheiten in den Anhängerschaften von CDU/CSU (89 Prozent), SPD (91 Prozent), Grünen (100 Prozent) und Linke (95 Prozent) geben an, der Rechtsextremismus sei eine Gefahr für unsere Demokratie. Nur 18 Prozent, darunter rund zwei Drittel (67 Prozent) der AfD-Anhänger, bezweifeln das.

Sorge vor Stromausfall

In Berlin gab es vergangene Woche nach einem Anschlag auf die Energieversorgung einen längeren Stromausfall. Insgesamt 30 Prozent der Deutschen machen sich sehr große (7 Prozent) oder große (23 Prozent) Sorgen, dass es bei ihnen zuhause zu einem ähnlichen Stromausfall wie in Berlin kommen wird, zusammen 69 Prozent sind diesbezüglich weniger (47 Prozent) oder gar nicht (22 Prozent) besorgt.

Die Umfrage zum Politbarometer wurde wie immer von der Mannheimer Forschungsgruppe Wahlen durchgeführt. Die Interviews wurden in der Zeit vom 13. bis zum 15. Januar 2026 bei 1.245 zufällig ausgewählten Wahlberechtigten telefonisch und online erhoben. Dabei wurden sowohl Festnetz- als auch Mobilfunknummern berücksichtigt. Die Befragung ist repräsentativ für die wahlberechtigte Bevölkerung in Deutschland.“

 

Vortext / Kommentar: Christph Maisenbacher – 17. Januar 2026
Quellen: (Teil-Zitat) aus Pressemitteilung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie vom 15. Januar 2026 – (vollständig zitierter Text): ZDF-Kommunikation / Presseportal – Pressemitteilung vom 16. Januar 2026 (ZDF-Politbarometer Januar 2026)
Link-Zitate: alle Zitate, die wir übernehmen sind im Text mit einem Link versehen
Social-Media-Teaser: ChatGPT
Infografik: © ZDF und Forschungsgruppe Wahlen.

Dieser Text in LEICHTER SPRACHE ist veröffentlicht unter: https://www.trierer-umschau.de/2026-01-17-cb/