Will die deutsche Regierung den Klimaschutz voranbringen? Die hohen Einnahmen aus dem CO₂-Emissionshandel sind kein gutes Zeichen für eine klimaneutrale Zukunft! -- Illustration: KI-generiert / Trierer Umschau

AGORA ENERGIEWENDE

CO₂-Milliarden und verlorenes Tempo – warum der Klimaschutz in Deutschland stockt . – Aktuelle Zahlen der Agora Energiewende

Deutschland und der Klimaschutz – der Start ins Jahr 2026 liefert Widersprüchlichkeiten, die zwischen Ignoranz, Schönmalerei und politischer Überheblichkeit oder einem politischen Ver- bzw. Aufschieben wanken. Das von der Trierer Umschau in den Raum gestellte Bild, dass wir alle – und damit unsere gesamte Erde – in einem Kochtopf sitzen, dessen Temperatur immer mehr zunimmt, bleibt trotz des inzwischen schon zu den Akten gelegten Weltklimagipfels 2025 im brasilianischen Belém weiterhin bestehen.

Fakt ist: Deutschland nimmt so viel Geld aus dem Emissionshandel ein wie nie zuvor (vgl. dazu die Pressemeldung des Umweltbundesamtes weiter unten). Milliarden aus dem europäischen Emissionshandel und dem nationalen CO₂-Preis für Wärme und Verkehr fließen in den Klima- und Transformationsfonds. Auf den ersten Blick scheint das ein Erfolg zu sein: Wer viel CO₂ ausstößt, zahlt – und der Staat investiert in Klimaschutz. Doch ein genauerer Blick zeigt ein anderes Bild. Trotz dieser Rekordeinnahmen verliert der Klimaschutz in Deutschland spürbar an Tempo.

Die aktuellen Zahlen von Agora Energiewende (wir haben dazu die vollständige Pressemeldung weiter unten übernommen) zeigen, dass die Treibhausgasemissionen 2025 nur noch geringfügig gesunken sind. Der Rückgang fiel deutlich schwächer aus als im Vorjahr. Erstmals wird sichtbar, dass der schleppende Umstieg auf klimafreundliche Technologien in Gebäuden und im Verkehr die Gesamtbilanz belastet. Während Wind- und Solarenergie weiter vorankommen, bleiben ausgerechnet die Bereiche zurück, die den Alltag der Menschen unmittelbar betreffen.

Hohe Einnahmen aus dem Emissionshandel sind dabei kein Beweis für erfolgreichen Klimaschutz. Sie entstehen vor allem dort, wo weiterhin viel Öl, Gas und Kraftstoff verbraucht werden – nur eben zu höheren Preisen. Besonders im Gebäudebereich und im Verkehr zeigt sich dieses Dilemma. Steigende CO₂-Preise erhöhen zwar die Staatseinnahmen, führen aber nicht automatisch zu neuen Wärmepumpen, besserer Gebäudedämmung oder mehr Elektromobilität. Der notwendige Umbau ist teuer, kompliziert und für viele Haushalte und Betriebe mit Unsicherheiten verbunden.

Hinzu kommt, dass ein Teil der Emissionsminderungen 2025 weniger mit erfolgreicher Transformation als mit wirtschaftlicher Schwäche zu tun hat. Produktionsrückgänge in energieintensiven Industrien senken zwar kurzfristig den CO₂-Ausstoß, sind aber kein nachhaltiger Fortschritt. Sobald sich die Konjunktur erholt, drohen die Emissionen wieder zu steigen, wenn die Modernisierung der Industrie nicht zügig vorankommt.

Besonders problematisch ist, dass die Einnahmen aus dem CO₂-Preis allein die entscheidenden Bremsklötze nicht lösen. Der Umbau von Heizungen, Verkehrssystemen und Industrie braucht verlässliche politische Rahmenbedingungen, bezahlbaren Strom, funktionierende Förderprogramme, ausreichend Fachkräfte und einen schnellen Netzausbau. Wo diese Voraussetzungen fehlen oder ständig neu verhandelt werden, verpufft die Lenkungswirkung des CO₂-Preises.

Auch europäisch wird das Problem sichtbar. Zwar hält Deutschland seine nationalen Jahresziele derzeit ein, doch bei den EU-Vorgaben für Gebäude und Verkehr droht eine deutliche Verfehlung. Das bedeutet: Statt Emissionen dauerhaft zu senken, könnte Deutschland gezwungen sein, in den kommenden Jahren zusätzliche Emissionszertifikate in Milliardenhöhe zu kaufen – Geld, das dann für echten Klimaschutz vor Ort fehlt.

Für eine sozial und ökologisch glaubwürdige Klimapolitik reicht es daher nicht, auf die steigenden Einnahmen aus dem Emissionshandel zu verweisen. Entscheidend ist, ob es gelingt, diese Mittel so einzusetzen, dass Menschen den Umstieg im Alltag tatsächlich vollziehen können. Klimaschutz scheitert derzeit weniger am fehlenden Geld als an der Geschwindigkeit, der sozialen Absicherung und der politischen Konsequenz bei der Umsetzung.

 

Wir haben versprochen, den Anfang der Pressemeldung des Umweltbundesamtes vom 7. Januar 2026 im Anschluss an unseren Vortext zu veröffentlichen:

“ Emissionshandel: 21 Milliarden Euro fließen in den Klima- und Transformationsfonds
Emissionshandel bewährt sich als Treiber wirtschaftlicher, energieeffizienter Technologien

Die Einnahmen aus dem europäischen und dem nationalen Emissionshandel lagen in Deutschland im Jahr 2025 bei 21,4 Milliarden Euro. Die Erlöse aus diesen beiden zentralen marktwirtschaftlichen Klimaschutzinstrumenten lagen damit deutlich über dem Ergebnis des Vorjahres (18,5 Milliarden Euro). Dies berichtet die Deutsche Emissionshandelsstelle (DEHSt) im Umweltbundesamt (UBA). Die Erlöse fließen vollständig in den Klima- und Transformationsfonds (KTF), der als Finanzierungsinstrument einen zentralen Beitrag zur Erreichung der energie- und klimapolitischen Ziele Deutschlands leistet.

„Der Emissionshandel hat sich zum zentralen sektorübergreifenden Klimaschutzinstrument entwickelt. In Kombination mit weiteren wirkungsvollen Maßnahmen setzt die CO 2 -Bepreisung entscheidende Impulse für den klimaschonenden Umbau unserer Gesellschaft“, sagt ⁠ UBA ⁠-Präsident Dirk Messner. „Dabei spielen die Einnahmen aus dem Emissionshandel eine unerlässliche Rolle: Sie fließen in Programme zum ⁠ Klimaschutz ⁠, wie zum Beispiel in die energetische Gebäudesanierung, in die Dekarbonisierung der Industrie sowie in den Ausbau der erneuerbaren Energien, der Elektromobilität und der Ladeinfrastruktur. Auf diese Weise schafft der Emissionshandel den notwendigen Dreiklang aus ambitioniertem Klimaschutz, Sozialverträglichkeit und Wettbewerbsfähigkeit….“

 

Bevor wir die vollständige Pressemittteilung von Agora Energiewende übernehmen, eine kurze – hier passende Reaktion der Deutschen Umwelthilfe (DUH) zu den Zahlen von Agora Energiewende. Jürgen Resch, einem der Bundesgeschäftsführer*innen der DUH wird darin zitiert:

„Die Zahlen der Agora Energiewende sind ein weiterer Beleg für das vollständige politische Versagen im Verkehrssektor. Seit Jahren werden wirksame, sofort umsetzbare Maßnahmen wie ein Tempolimit oder der Abbau klimaschädlicher Subventionen blockiert und verschleppt. Dieses Nichtstun offenbart die Ignoranz und politische Verantwortungslosigkeit der Bundesregierung gegenüber zukünftigen Generationen, die ein Recht auf ausreichenden Klimaschutz haben, und ist ein klarer Verstoß gegen das Klimaschutzgesetz, da die Bundesregierung sehenden Auges das Verfehlen ihrer eigenen gesetzlichen Verpflichtungen in Kauf nimmt. Mit unserer Klimaklage am Bundesverwaltungsgericht werden wir klare Vorgaben für ein Klimaschutzprogramm erwirken, das konkrete und überprüfbare Maßnahmen zur Erreichung der Klimaziele enthalten muss.“

 

Und damit sind wir bei einem der wichtigsten Texte, welche das Jahr 2026 in Sachen Klimaschutz mit einem Orientierungs-Stempel prägen: die Pressemeldung der Agora Energiewende zu den Zahlen für das Jahr 2025 (die vollständige Analyse können Sie hier abrufen: https://www.agora-energiewende.de/publikationen/die-energiewende-in-deutschland-stand-der-dinge-2025 ):

 

Deutschland verliert Tempo beim Klimaschutz – Wärmepumpen und E-Autos holen nur langsam auf

Deutschlands Treibhausgasemissionen sind 2025 nur leicht um 9 Millionen Tonnen CO₂ beziehungsweise 1,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr gesunken – das entspricht weniger als der Hälfte der Einsparungen aus 2024. Damit schlägt der schleppende Umstieg auf Klimatechnologien in Gebäuden und Verkehr erstmals auf die Gesamtbilanz durch. Aber: die Absätze von Wärmepumpen und E-Autos steigen.

Im Jahr 2025 hat Deutschland 640 Millionen Tonnen CO₂(1) ausgestoßen, das entspricht einer Minderung von 1,5 Prozent oder 9 Millionen Tonnen CO₂ gegenüber dem Vorjahr. Damit liegen die Emissionen um 49 Prozent niedriger als im Referenzjahr 1990. Zwar hält die Bundesrepublik das nationale Jahresemissionsziel für 2025 ein, insgesamt fiel die Minderung jedoch weniger als halb so hoch aus wie noch im Vorjahr. Dies zeigen aktuelle Berechnungen von Agora Energiewende, die der Thinktank mit seiner Bilanz des Energiejahres 2025 vorgelegt hat. Die Emissionsminderung 2025 ergibt sich zum einen aus Produktions-rückgängen in der energieintensiven Industrie, bedingt durch eine andauernde Nachfrageschwäche und die angespannte Lage an den Weltmärkten; und zum anderen aus einer Rekorderzeugung von Solarstrom. Die Energiewirtschaft konnte 2025 jedoch vor allem witterungsbedingt weniger Minderungen als in den Jahren zuvor erreichen.

Im Verkehr und bei Gebäuden sind die Emissionen 2025 laut Agora-Schätzung sogar gestiegen – nach Jahren unzureichender Fortschritte vor allem beim Umstieg auf E-Autos und Wärmepumpen. Bei Gebäuden nahm der Öl- und Erdgasverbrauch zum Heizen aufgrund eines kalten Jahresbeginns zu und ließ die Emissionen in diesem Bereich um 3 Millionen Tonnen CO2 beziehungsweise 3,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr ansteigen. Ein etwas höherer Kraftstoffverbrauch steigerte die Verkehrsemissionen um 2 Millionen Tonnen CO2 beziehungsweise 1,4 Prozent gegenüber 2024. Damit verfehlt die Bundesrepublik nach bisher verfügbaren Daten abermals die im Rahmen der sogenannten Effort Sharing Regulation festgelegten europäischen Klima-schutzvorgaben um rund 30 Millionen Tonnen CO₂. Das bedeutet, dass Deutschland sein EU-Emissionsbudget für Gebäude und Verkehr zu schnell verbraucht und nach derzeitigen Entwicklungen bis 2030 zusätzliche Zertifikate in Höhe von bis zu 34 Milliarden Euro kaufen müsste.

„Wind- und Solarenergie bleiben auch 2025 das Rückgrat der Energiewende in Deutschland. Allerdings kann der Stromsektor – bisher das Zugpferd der Emissionsminderung – die Versäumnisse beim Umstieg auf Klimatechnologien in Verkehr und Gebäuden nicht dauerhaft ausgleichen“, sagt Julia Bläsius, Direktorin von Agora Energiewende Deutschland. „Dabei zeigt der Trend beim Absatz von strombetriebenen Technologien wie E-Autos und Wärmepumpen international nach oben und auch in Deutschland ging es 2025 leicht bergauf. Den Rückenwind sollte die Bunderegierung nutzen: Indem sie die heimische Nachfrage und damit die Industrie stärkt, gelingt Deutschland der Anschluss bei Zukunftstechnologien.“

Solarstrom wird nach Windkraft zweitwichtigster Stromlieferant

Der Agora-Auswertung zufolge ist der Anteil Erneuerbarer Energien am Bruttostromverbrauch 2025 um rund einen Prozentpunkt auf 55,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Grund für den nur leichten Anstieg ist einerseits ein schwaches Windaufkommen. Diese Einbußen konnte jedoch eine starke Solarstromerzeugung kompensieren – dank eines weiterhin dynamischen Zubaus von Solaranlagen und vielen Sonnenstunden. Solaranlagen lieferten 2025 erstmals mehr Strom als sowohl Steinkohle-, als auch Braunkohle- und Gaskraft-werke. Sie sind damit nach Windstrom zur zweitwichtigsten Stromquelle in Deutschland aufgestiegen. Durch den Zubau von Erneuerbaren-Anlagen sowie die zusätzlich geringere Auslastung von Raffinerien und Kokereien sanken die Emissionen der Energiewirtschaft um 3 Millionen Tonnen CO₂ beziehungsweise 1,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Der Solarausbau blieb mit etwa 17,5 Gigawatt 2025 auf einem hohen Niveau, der Nettoausbau von Windkraft an Land stieg auf 4,5 Gigawatt an. Perspektivisch setzt sich dieser Trend fort: Bei Windanlagen an Land zeichnet sich mit einem Rekord an Genehmigungen in Höhe von 17,9 Gigawatt in den kommenden Jahren ein starker Zubau ab. Bei der Windkraft auf See gibt es hingegen wenig Bewegung: 2025 sind nahezu keine neuen Offshore-Windkraftanlagen in Betrieb genommen worden und nur bei einer von drei Ausschreibungen wurden Gebote eingereicht.

Der Stromverbrauch in Deutschland blieb der Analyse zufolge entgegen dem globalen Aufwärtstrend fast unverändert bei insgesamt 528 Terawattstunden (+0,8 Terawattstunden gegenüber 2024), bei gleichzeitig leicht steigender Erzeugung (+8,2 Terawattstunden). In der Folge sanken die Nettostromimporte – der Saldo aus Exporten und Importen – im Vergleich zum Vorjahr um 7,5 Terawattstunden beziehungsweise 28 Prozent auf einen Anteil von 3,6 Prozent am Stromverbrauch. Der stagnierende Verbrauch geht auch auf eine weiterhin schwache Dynamik bei Wärmepumpen und Elektromobilität zurück. Zwar wurden nach den geringen Absatzzahlen 2024 im vergangenen Jahr mit rund 300.000 Stück erstmals mehr Wärmepumpen als Gas-heizungen verkauft, und der Anteil von E-Pkw an den Neuzulassungen stieg auf knapp ein Fünftel (gut 545.000 Fahrzeuge). Der Anstieg der Neuzulassungen ist vor allem auf die Verschärfung der europäischen CO2-Flottengrenzwerte 2025 zurückzuführen. Jedoch bremsen weiterhin hohe Investitionskosten einen für die Klimaziele hinreichend schnellen Hochlauf strombetriebener Technologien in Industrie, Gebäuden und Verkehr. Bläsius betont: „Attraktive Strompreise, ein verlässlicher CO₂-Preispfad, zielgerichtete Förderung und ein schneller Zugang zu Stromnetzen schlagen die Brücke, sodass Haushalte und Unternehmen erneuerbaren Strom zum Heizen, zum Fahren und in der Industrieproduktion nutzen können.“

Der Börsenstrompreis 2025 lag laut Agora-Analyse mit 8,9 Cent pro Kilowattstunde im Jahresdurchschnitt 1,0 Cent über dem Vorjahreswert. Das ist vor allem darauf zurückzuführen, dass besonders zu Jahresbeginn häufig hohe Gaspreise den Strompreis bestimmten. Insgesamt wirkten hohe Erneuerbaren-Anteile jedoch dämpfend auf den Strompreis. Währenddessen ist der Haushaltsstrompreis im Schnitt um 0,6 Cent je Kilowattstunde gesunken auf 39,6 Cent je Kilowattstunde. Hauptgrund hierfür ist das Auslaufen langfristiger, teurer Beschaffungsverträge der Stromlieferanten aus den Jahren der fossilen Energiekrise.

Anstehende Gesetzesreformen können Wachstumsmärkte stärken

Für das neue Jahr hat die Bundesregierung unter anderem Änderungen beim Gebäudeenergiegesetz (GEG) angekündigt. Zudem muss das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) novelliert werden. „Bei den 2026 anstehenden Gesetzesreformen in den Bereichen Strom und Wärme kommt es darauf an, die Erfolge der Erneuerbaren in der Energiewirtschaft auszubauen und in den Nachfragesektoren an die positiven Entwicklungen des Jahres 2025 anzuknüpfen“, sagt Bläsius. Dazu gehöre neben der stärker marktlichen Finanzierung von Erneuerbaren-Anlagen weiterhin eine staatliche Absicherung für Betreiber über das EEG.

„Im GEG bleibt die Erneuerbaren-Regel für neue Heizungen zentral, um Haushalten und Herstellern Planungs-sicherheit zu bieten. Kombiniert mit einer reformierten Gebäudeförderung kann die Bundesregierung so mit den gleichen Mitteln nicht nur mehr CO₂ einsparen, sondern auch Hauseigentümerinnen und -eigentümern mit niedrigen Einkommen den Umstieg auf klimaneutrale Heizungen ermöglichen.“

Industrieemissionen sinken vor allem aufgrund schwacher Produktion

Den größten Emissionseinbruch verzeichnete 2025 die deutsche Industrie: Die US-Zollpolitik, globale Über-kapazitäten bei Grundstoffen wie Stahl- oder Chemiegütern und eine schwache Inlandsnachfrage haben die energieintensive Produktion besonders stark getroffen, die von Januar bis November 2025 um 3,2 Prozent zurückgegangen ist. Infolgedessen sank der Treibhausgasausstoß im Industriesektor um 11 Millionen Tonnen CO₂ beziehungsweise 7,2 Prozent. „Die Spannungen an den Weltmärkten verschärfen den Handlungsdruck: Die deutsche Industrie braucht dringend Impulse für Investitionen in die klimaneutrale Modernisierung ihrer Produktion“, sagt Bläsius. „Umso wichtiger ist es, dass sich akute Krisenhilfe, wie etwa der Industriestrompreis, auch langfristig auszahlen kann. Dazu gehört auch die Schaffung grüner Leitmärkte, also einer zuverlässigen Nachfrage nach Grünstahl und emissionsarmem Zement, etwa über Ausgaben des Sondervermögens. Das hilft sowohl der Wettbewerbsfähigkeit als auch dem Klimaschutz.“

Mit den 2025 erzielten Minderungen kann Deutschland zwar die im Klimaschutzgesetz festgelegte Jahres-emissionsmenge von 662 Millionen Tonnen CO₂ einhalten. Allerdings bleibt beim aktuellen Minderungstempo eine Klimaschutzlücke mit Blick auf 2030: Damit die Bundesregierung das Klimaziel einhalten kann, müssen ab 2026 jährlich durchschnittlich 36 Millionen Tonnen CO₂ eingespart werden – also vier Mal so viel wie 2025. „Mit einem wirksamen Klimaschutzprogramm kann die Bundesregierung wieder Tempo für das 2030-Ziel machen“, betont Agora-Direktorin Bläsius.

Die Studie „Die Energiewende in Deutschland: Stand der Dinge 2025“ fasst die wesentlichen Entwicklungen Energiewende und zum Klimaschutz des vergangenen Jahres zusammen und veröffentlicht die erste quali-fizierte Schätzung der Treibhausgasemissionen 2025. Eine Zusammenfassung in zehn Punkten auf Deutsch und Englisch steht ebenso wie die komplette Publikation unter www.agora-energiewende.de zum kostenfreien Download zur Verfügung.

Über Agora Energiewende:

Agora Energiewende erarbeitet unter dem Dach der Agora Think Tanks wissenschaftlich fundierte und politisch umsetzbare Konzepte für einen erfolgreichen Weg zur Klimaneutralität – in Deutschland, Europa und international. Die Denkfabrik agiert unabhängig von wirtschaftlichen und parteipolitischen Interessen und ist ausschließlich dem Klimaschutz verpflichtet.

(1) Zur besseren Lesbarkeit wird auf die exakte Bezeichnung CO2-Äq verzichtet: Gemeint sind alle Treibhausgasemissionen; inklusive Stoffe wie Methan und Lachgas, die als CO2-Äquivalente umgerechnet in die Emissionsbilanz eingerechnet werden.“

 

Vortext / Kommentar / Zwischentexte: Christph Maisenbacher (KI supported) – 17. Januar 2026
Quellen: (Teil-Zitat): Umweltbundesamt (Pressemitteilung vom 7. Januar 2026) – (Tei-Zitat): Pressemitteilung der Deutschen Umwelthilfe (DUH) vom 7. Januar 2025 – (vollständi zitierte Quelle): Pressemitteilung der Agora Energiewende vom 7. Januar 2026 – Janne Görlach (Managerin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit)
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Social-Media-Teaser: ChatGPT
Illustration: KI-generiert / Trierer Umschau
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