LEICHTE SPRACHE - NEUJAHR 2026
Sind Sie schon im neuen Jahr 2026? – Ein Nachdenken am 1. Januar
Ich schaue auf mein Handy.
Da steht: Heute ist der 1. Januar 2026.
Das neue Jahr ist da.
Aber:
Bin ich auch schon im neuen Jahr angekommen?
Ich habe gefeiert.
Mit Freunden.
Mit meiner Familie.
Zu zweit.
Allein.
Oder vielleicht gar nicht.
Ich habe anderen Menschen ein gutes neues Jahr gewünscht.
Andere haben mir auch Glück gewünscht.
Viele haben gelacht, getanzt oder gefeiert.
Vielleicht habe ich mitgemacht.
Vielleicht habe ich still in den Himmel geschaut.
Vielleicht habe ich ein wichtiges Gesicht angesehen.
Ein Gesicht, das mir gegenüber war.
Vielleicht war ich allein und habe mit mir selbst gesprochen.
Oder ich habe schon geschlafen.
Und irgendwann:
Alle haben ihr Bett gefunden.
Alle hatten Ruhe.
Aber:
Bin ich jetzt wirklich im neuen Jahr angekommen?
Um Mitternacht habe ich die Hände meiner Frau gehalten.
Wir haben uns angeschaut.
Ich habe gesagt:
Lass uns unsere Wünsche nicht laut sagen.
Lass sie uns nur denken.
Denn früher haben wir unsere Wünsche laut gesagt.
Aber sie sind nie wahr geworden.
Vielleicht klappt es besser, wenn wir schweigen.
Für mich ist der 1. Januar ein Zwischentag.
Ein Tag dazwischen.
Kein richtiger Feiertag.
Kein Arbeitstag.
Ein Tag, der noch nicht ganz dazugehört.
Ich stelle mir mein Leben wie ein Haus vor.
Heute breite ich meine Pläne aus.
So wie man große Baupläne auf einem Tisch ausbreitet.
Ich frage mich:
Will ich dieses Haus wirklich bauen?
Passt es noch zu mir?
Passt es zu meinem Leben?
Oder muss ich etwas ändern?
Man kann sein Leben nicht komplett ändern.
Aber man kann kleine Dinge verändern.
Heute ist ein guter Tag für Selbstkritik.
Ich darf auch verrückte Ideen haben.
Oder sehr mutige Ideen.
Oder ganz einfache, gute Ideen.
Alles darf auf den Tisch.
Nichts ist verboten.
Heute bringe ich Ordnung ins Chaos.
Ich sage: Ja oder Nein.
Ich mache eine Liste.
Eine Liste mit Dingen für die nächsten 364 Tage:
Was will ich tun?
Was will ich lernen?
Was will ich loswerden?
Ich denke an meinen Freund Sven.
Er wurde 60 Jahre alt.
Er hat zwei Arten von Briefen verschickt:
Einen Brief an seine guten Freunde.
Einen Brief an Menschen, mit denen er nichts mehr zu tun haben will.
Manchmal muss man Dinge loslassen.
Auch Menschen.
Das ist schwer.
Aber wichtig.
Sonst wird unser Weg zu schwer.
Wir bücken uns immer mehr.
Und irgendwann können wir keine Flügel mehr anlegen.
Wir bleiben am Boden.
Heute will ich loslassen.
Ich will meine Flügel ausbreiten.
Ich will fliegen.
Nur für einen Moment.
Ich weiß: Morgen ist wieder Alltag.
Aber heute – später – will ich fliegen.
Vielleicht ist der 1. Januar ein Niemandstag.
So wie das Nimmerland von Peter Pan.
Dorthin will ich heute reisen.
Vielleicht treffe ich Tinkerbell.
Oder Superman.
Oder Dracula als Fledermaus.
Ich fliege.
Ohne Angst.
Ohne Sorgen.
Ohne Gedanken.
Erst wenn ich geflogen bin,
darf der 2. Januar kommen.
Standardtext vgl. https://www.trierer-umschau.de/2026-01-01-aa/
Text in Leichter Sprache: mit dem Optimeil-Leichte-Sprache-Assistenten von ChatGPT
Textbegleitung: Christph Maisenbacher – 1. Januar 2026
Zeichnung: © Trierer Umschau / Christoph Maisenbacher
