Der Weihnachtsmann braucht eine Brille.
Der Weihnachtsmann hat einen langen Bart.
Der Bart ist weiß.
Der Weihnachtsmann trägt rote Kleidung.
An den Rändern ist die Kleidung weiß.
Zum Beispiel am Saum.
Zum Beispiel an den Ärmeln.
Zum Beispiel am Kragen.
Foto: Krakenimages - Unsplash

LEICHTE SPRACHE - 24. DEZEMBER

Soll das RWI – Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung prüfen, wie der Weihnachtsmann entscheidet?

Am 24. Dezember gibt es unseren zweiten Text.

In dem Text geht es um den Weihnachtsmann.

Vier Fach-Leute schauen auf den Weihnachtsmann.
Ein Fach-Mann ist Psychologe.
Ein Fach-Mann ist Statistiker.
Eine Fach-Frau gründet ein Start-up.
Ein Fach-Mann ist Vizepräsident vom RWI.

Das RWI ist ein Institut für Wirtschafts-Forschung.
RWI ist eine Abkürzung.
Früher hieß das Institut:
Rheinisch-Westfälisches Institut für Wirtschaftsforschung.
Das ist der alte Name.
Heute heißt das Institut nur noch RWI

Die vier Personen schreiben für die „Unstatistik des Monats“.

Sie schauen sich den Weihnachtsmann genau an.
Der Weihnachtsmann ist eine erfundene Figur.

Die Autorinnen und Autoren untersuchen ihn mit Wissenschaft.

Sie fragen:
Kann man Gefühle in Zahlen fassen?

Sie vergleichen Bauch-Gefühl mit Logik.
Sie machen Gefühle messbar.
Sie machen Gedanken überprüfbar.

Oder sie merken:
Das geht gar nicht.

Jetzt kommt ein Text aus der Reihe „Unstatistik des Monats“.

Der Text ist ohne Kommentare übernommen.
Der Text kommt vom RWI

Bevor der Text beginnt, erklären wir die Überschrift.

Die Überschrift lautet:
„Wenn der Weihnachtsmann evidenzbasiert entscheiden müsste“.

Das bedeutet:
Der Weihnachtsmann würde nur nach Zahlen entscheiden.
Er würde nur nach Daten und Studien entscheiden.
Das nennt man evidenzbasiert.

Die Überschrift zeigt:
Das wäre sehr ungewöhnlich.
Denn der Weihnachtsmann steht für Gefühle.
Er steht für Vertrauen.
Er steht für Tradition.
Diese Dinge kann man nicht messen.

Der Text fragt deshalb:
Passen Entscheidungen nach Zahlen immer?
Oder sollen manche Dinge menschlich bleiben?

Jetzt folgt der vollständige Text.
Der Text ist eine Presse-Meldung.
Die Presse-Meldung ist vom 17. Dezember 2025.

 

Unstatistik des Monats:
Wenn der Weihnachtsmann nur nach Zahlen entscheiden müsste

Was wäre,
wenn der Weihnachtsmann nur nach Zahlen entscheiden müsste?

Was wäre,
wenn er nur nach Studien und Statistiken entscheidet?

Dann hätte sogar der Weihnachtsmann Probleme.

Denn viele Zahlen widersprechen sich.

Zum Beispiel beim Online-Shopping.

Oder bei Zahlen zu Insekten.

Oder bei Messungen von Stress.

Angenommen,
der Weihnachtsmann würde sich an wissenschaftliche Regeln halten.

Dann müsste er alles genau prüfen.

Er müsste prüfen:
Was schenkt er wem?

Und unter welchen Weihnachtsbaum?

Diese Entscheidungen haben Folgen.

Zum Beispiel für die Umwelt.

Zum Beispiel für die Gesundheit.

Zum Beispiel für das seelische Wohlbefinden.

Der Weihnachtsmann entscheidet auch,
welche Kinder brav sind.

Und welche Kinder nicht brav sind.

Außerdem hat er Einfluss auf die Wirtschaft.

Der Weihnachtsmann hat also viel Verantwortung.

Darum stellt der Text eine Frage:

Darf jemand mit so viel Verantwortung
nach Bauch-Gefühl entscheiden?

Oder muss er sich an feste Regeln halten?

Zum Beispiel an Regeln aus der Wissenschaft.

Ein Gericht in Deutschland sagt:

Wichtige Entscheidungen
müssen auf guten Daten beruhen.

Also auf verlässlichen Zahlen.

Nicht auf Vermutungen.

Nicht auf Zufall.

Nicht nur auf Moral.

Aber genau hier beginnt das Problem.

 

Denn die Zahlen zur Weihnachtszeit
sind oft schlecht gemacht.

Oder sie passen nicht zusammen.

Schon beim Geschenke-Kauf gibt es Probleme.

Eine Umfrage sagt:
Jeder fünfte Mensch kauft online
bei bestimmten Plattformen ein.

Das klingt so,
als wäre der Preis wichtiger als Qualität.

Oder wichtiger als Nachhaltigkeit.

Eine andere Studie sagt aber:

Nur jeder siebte Mensch kauft dort ein.

Beide Zahlen passen nicht zusammen.

Solche Unterschiede können normal sein.

Aber nur,
wenn die Studien gleich gemacht sind.

Das sind sie hier nicht.

Die Menschen beantworten die Fragen selbst.

Sie erinnern sich oft schlecht.

Oder sie schätzen falsch.

Darum sind die Ergebnisse unsicher.

Der Weihnachtsmann
kann daraus keine sicheren Schlüsse ziehen.

Beim Thema Nachhaltigkeit
wird es nicht besser.

Eine Studie sagt:

20 von 100 Fisch-Essern
essen an Weihnachten Karpfen.

Der Karpfen gilt als nachhaltig.

Aber diese Zahl stimmt nur teilweise.

Denn sie gilt nur für eine kleine Gruppe.

In Wirklichkeit sind es
nur etwa 7 von 100 Befragten.

Andere Studien zeigen:

Viele Menschen essen vegetarisch oder vegan.

Das wird aber klein gerechnet.

Auch beim Einkaufen gibt es Probleme.

Eine Umfrage sagt:

Fast die Hälfte der Menschen
kauft lieber im Geschäft.

Aber die Befragten
haben sich selbst ausgewählt.

Das verzerrt die Ergebnisse.

Eine andere Studie sagt:

Der echte Weihnachtsbaum
ist der beliebteste.

Er sei nachhaltig
und nicht zu ersetzen.

Aber auch hier gibt es Probleme.

Die Fragen sind einseitig.

Die Antwort-Möglichkeiten lenken die Menschen.

Nicht alle durften mitmachen.

Der Weihnachtsmann kann darum sicher sagen:

Diese Zahlen sind verzerrt.

Dann geht es um Insekten im Weihnachtsbaum.

Eine Studie aus Norwegen sagt:

 

In einem Baum
können bis zu 25.000 Insekten sein.

Das klingt sehr schlimm.

Aber diese Zahl ist ein Extrem-Fall.

Die meisten Bäume haben viel weniger Insekten.

Die Insekten sind nicht gefährlich.

Viele überleben den Transport nicht.

Für eine gute Entscheidung
bräuchte man Durchschnitts-Zahlen.

Und eine Risiko-Bewertung.

Die fehlen aber.

 

Also entscheidet der Weihnachtsmann
doch wieder nach Erfahrung.

Zum Beispiel:

Fichte?
Tanne?
Oder ein Plastik-Baum?

Auch Weihnachts-Stress ist ein Thema.

Viele Medien berichten darüber.

Manche warnen sogar vor Herz-Problemen.

Aber sie zeigen keine Daten.

Eine Umfrage sagt:

Kinder sind emotional überfordert.

Aber befragt wurden nur die Eltern.

Nicht die Kinder selbst.

Außerdem wird nicht erklärt,
was Überforderung genau bedeutet.

Es gibt keine guten Mess-Werkzeuge.

Die Befragung fand
lange vor Weihnachten statt.

Gemessen wurde also Erwartung.

Nicht echter Stress.

Eine andere Umfrage sagt:

Eltern sind gestresster als Menschen ohne Kinder.

Aber genauer betrachtet
gibt es nur zwei Gründe dafür.

Die Zahlen werden addiert.

Das ist eigentlich falsch.

Aber es sieht dramatischer aus.

Der Weihnachtsmann weiß:

Weihnachts-Stress gibt es wirklich.

Er möchte ihn verringern.

Aber er weiß nicht genau:

Woher kommt der Stress?
Wie stark ist er?
Was hilft wirklich?

Gute Studien dazu fehlen.

Auch dieses Jahr.

 

Was braucht der Weihnachtsmann wirklich?

Der Text zeigt:

Der Weihnachtsmann braucht bessere Daten.

Er braucht gute Studien.

Er braucht klare Fragen.

Er braucht verlässliche Messungen.

Gute Daten sind wie gute Geschenke.

Man muss genau überlegen:

Für wen ist es gedacht?

Man muss Zeit investieren.

Oft auch Geld.

Und trotzdem kann es passieren:

Das Geschenk kommt nicht gut an.

Trotzdem schenken wir.

Weil wir anderen eine Freude machen wollen.

So machen es auch die Autorinnen und Autoren.

Sie schreiben jeden Monat
eine Unstatistik.

Sie wollen kritisches Denken schenken.

Damit Menschen besser
mit Zahlen umgehen können.

 

Hintergrund-Informationen

Die „Unstatistik des Monats“
erscheint jeden Monat.

Vier Fach-Leute arbeiten daran.

Sie prüfen neue Zahlen.

Und sie prüfen die Deutung der Zahlen.

Die Texte gibt es im Internet.
Hier ist der Link zu den Texten:
https://www.rwi-essen.de/presse/wissenschaftskommunikation/unstatistik

 

Standardtext vgl. https://www.trierer-umschau.de/2025-12-24-ba/
Text in Leichter Sprache: mit dem Optimeil-Leichte-Sprache-Assistenten von ChatGPT
Textbegleitung: Christph Maisenbacher – 24. Dezember 2025
Quellen: vgl. Standardtext wie auch die in diesem notierte Links
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