E-MOBILITÄT & FORMEL E-WELTMEISTERSCHAFT
Affordable E-Kleinwagen gegen unaffordable Formel-E-Rennwagen heißt: ADAC-Vergleichstest gegen ABB FIA Formel-E-Weltmeisterschaftsstart in São Paulo
Die Trierer Umschau spielt gerne mit Kontrasten. Als Fan der Notwendigkeit günstiger E-Fahrzeuge freuen wir uns, dass der Allgemeine Deutsche Automobil-Club (ADAC) vor gut drei Wochen einen Vergleichstest mit den sechs günstigsten E-Fahrzeugen auf dem Markt realisiert hat.
Und wir freuen uns – nach dem Start der ABB FIA Formel-E-Weltmeisterschaft (vgl. https://www.trierer-umschau.de/2015-12-06-aa/ ) – einen Rückblick auf die Ergebnisse des ersten von insgesamt 17 Rennen, die die 12. Saison ausmachen, hier festzuhalten.
So begegnen sich 17.000 Euro und 835.000 Euro E-Mobilität in einem Text.
Für uns ist das eine Zukunft, die sich jeden Tag mehr in der Gegenwart zeigt. Auch wenn wir noch so sehr dazu neigen, die schöne alte Zeit fortsetzen zu wollen und Verbrenner-Motoren als das Statussymbol für eine erfolgreiche deutsche Autoindustrie hochhalten möchten.
Damit kommen wir zur Pressemeldung des Kraftfahrt-Bundesamts in Flensburg, das vor zehn Tagen meldete: „250.671 Personenkraftwagen (Pkw) wurden im November 2025 neu zugelassen.“ Und:
„Die Neuzulassungszahlen der Elektro-Pkw (BEV) legten im Berichtsmonat mit 55.741 Einheiten um 58,5 Prozent zu. Ihr Anteil betrug 22,2 Prozent und lag damit über dem Anteil der Plug-in Hybride, der mit 32.433 Neuzulassungen 12,9 Prozent ausmachte. Insgesamt wurden einschließlich der Plug-in-Hybride 103.349 Hybride neu zugelassen, der Anteil betrug 41,2 Prozent. Einen Anteil von 24,4 Prozent erreichten die Benziner und damit 21,1 Prozent weniger als im Vergleichsmonat. Die dieselbetriebenen Neuwagen erreichten einen Anteil von 11,8 Prozent (-19,3 %). Die Anzahl der flüssiggasbetriebenen Neuwagen legte mit 1.033 Einheiten um 9,7 Prozent zu, ihr Anteil betrug 0,4 Prozent.“
Wie man daraus ableiten kann: Die Zukunft wird in kleinen Schritten zur Gegenwart. Wenn dann noch Lösungen für Mietshäuser oder Häuser mit Eigentumswohnungen in Sachen Lademöglichkeiten angeboten würden, sähe das sicherlich noch besser aus.
Wir starten also mit der ersten vollständig übernommenen Pressemitteilung des ADAC zu erschwinglichen E-Autos:
„Elektrischer Einstieg zum kleinen Preis
Großer ADAC Vergleichstest mit den sechs günstigsten E-Autos auf dem Markt
Immer mehr Fahrzeuge unter 25.000 Euro verfügbar
Elektroautos gelten gemeinhin als teuer in der Anschaffung. In den vergangenen Jahren hat sich auf dem Markt jedoch einiges getan und der Preisabstand zwischen Elektroauto und Verbrenner ist immer geringer geworden. Das belegen auch die Zahlen aus dem ADAC Autokatalog: Während es vor zwei Jahren gerade einmal drei E-Autos unter 30.000 Euro gab, sind es heute schon sieben Modelle unter 25.000 Euro. Das günstigste – der Dacia Spring – startet inzwischen sogar bei unter 17.000 Euro.
Der ADAC hat im bislang größten Vergleichstest sechs elektrische Klein- und Kleinstwagen gegeneinander antreten lassen: Der Citroën e-C3 You, der Fiat Grande Panda Electric Red, der Hyundai Inster Select, der BYD Dolphin Surf Boost (das einzige Auto im Vergleich, das teurer als 25.000 Euro ist), der Leapmotor T03 sowie der Dacia Spring Electric 65 Expression. Deutsche Hersteller findet man in der Preiskategorie rund um 25.000 Euro übrigens vergeblich – kleine E-Autos wie der VW e-Up! wurden ohne direkten Nachfolger eingestellt. Der Markt wird also weiterhin von Importeuren dominiert, unter denen besonders die chinesischen Hersteller wie BYD und Leapmotor stark auf den Markt drängen.
Das beste Ergebnis im Vergleichstest fährt der Hyundai Inster (ADAC Gesamtnote 2,3) ein, der neben der höchsten Reichweite von rund 290 Kilometern mit einer umfangreichen Ausstattung und guten Fahreigenschaften punktet. Zudem bietet das Auto, obwohl es nicht einmal vier Meter lang ist, überraschend viel Platz und gute Sicherheitseigenschaften.
Auch der Fiat Grande Panda Electric (Note 2,5) zeigt eine solide Leistung und fällt mit seinen guten Fahreigenschaften sowie seiner intuitiven Bedienung positiv auf. Er ist allerdings etwas schlechter ausgestattet als der Spitzenreiter und erscheint daran gemessen vergleichsweise teuer. Sein „Bruder“ Citroën e-C3 – der Franzose nutzt die gleiche Plattform wie der Fiat – landet mit einer Gesamtnote von 2,6 auf dem dritten Platz, genauso wie der BYD Dolphin Surf. Während der Citroën mit einer kargen Ausstattung überrascht und beispielsweise anstelle eines Bildschirms nur eine Smartphonehalterung aufweist, hat der BYD auffällige Schwächen bei der Ladedauer und die Lenkung ist schlecht abgestimmt.
Auf den letzten beiden Plätzen landen die zwei Kleinstwagen im Vergleich: Der Leapmotor T03 (Note 2,9) hat bei den Fahreigenschaften und Assistenzsystemen größeren Nachbesserungsbedarf. Zudem kurios: Sitzen vier Erwachsene mit je 75 Kilogramm im Auto, dann ist es bereits überladen – die maximale Zuladung von nur 289 Kilogramm ist doch ziemlich dürftig. Auf dem letzten Platz im Vergleich landet der Dacia Spring, der trotz eines groß angekündigten Updates noch immer mit einer überschaubaren Qualität aufwartet: Reichweite, Ladeperformance und die Fahreigenschaften sind vergleichsweise schwach. Zwar ist das Crashtest-Ergebnis von Euro NCAP von 2021 offiziell nicht mehr gültig – allerdings hat der Hersteller an der Karosserie nahezu keine Änderungen vorgenommen, weshalb man weiterhin von einem ungenügenden Sicherheitsniveau des Kleinstwagens ausgehen muss.
Elektrische Kleinwagen haben sich in den vergangenen Jahren enorm verbessert und werden immer alltagstauglicher. Dies zeigt sich auch am Preisniveau, das tendenziell gleichbleibend oder bei vielen Modellen zuletzt sogar rückläufig ist. Die günstigsten Vertreter im Test sind zwei Kleinstwagen, die allerdings nur bedingt zu empfehlen sind. Der niedrigere Preis der Fahrzeuge geht nach den ADAC Testergebnissen mit deutlichen Abstrichen in der Alltagstauglichkeit einher.“
Was folgt, sind die Formel-E-Rennwagen. Hier wird von den Automobilherstellern Geld investiert, um am Ende auch für den Personenverkehr ein Plus zu bewirken. Wir haben uns dennoch als Erstes gefragt, was so ein Formel-E-Rennwagen kostet, und sind erstaunt, dass hier sogar „Kostenlimits“ festgelegt sind. Auf der E-Formel.de-Website haben wir folgende Information erhalten:
„Wie viel kostet ein Formel-E-Auto?
Der Preis eines vollständigen Formel-E-Autos samt Antriebsstrang ist in der Gen3-Ära (seit 2023) auf maximal 835.000 Euro festgesetzt. Dieser unterteilt sich wie folgt: 340.000 Euro für das Chassis, 245.000 Euro für die Batterie von Williams Advanced Engineering, 227.300 Euro für Herstellerteile und 12.700 Euro für das Halo-Sicherheitssystem. Eine Verwaltungsgebühr für die FIA, wie sie während der Gen2-Ära zu entrichten war, gibt es nicht mehr.
Für Kundenteams werden weitere 250.000 Euro für den Kauf eines Antriebsstrangs fällig, also 500.000 pro Team.“
(vgl. https://e-formel.de/wiki/allgemeine-informationen )
Und damit kommen wir auch schon zur ABB FIA Formel-E-Weltmeisterschaft, deren erstes Rennen am 6. Dezember 2025 in São Paulo ausgetragen wurde (vgl. https://www.trierer-umschau.de/2015-12-06-aa/ ). Wir schicken hier sozusagen einen Rückblick für Fans nach:
DENNIS GEWINNT DRAMATISCHEN SAISONAUFTAKT IN SÃO PAULO
• Jake Dennis von Andretti Formula E verwandelte seine Pole-Position beim hektischen 2025 Google Cloud São Paulo E-Prix (Rennen 1) in einen Sieg – sein erster Erfolg seit Diriyah 2024.
• Der Weltmeister der Saison 9 setzte in Runde 27 den entscheidenden Überholmanöver gegen Nick Cassidy und hielt nach einer späten Roten Flagge in einem Ein-Runden-Sprint den amtierenden Champion Oliver Rowland sowie Cassidy hinter sich.
• Pascal Wehrlein und Nico Müller komplettierten für das Porsche Formula E Team die Top 5 und brachten Dennis an die Spitze der Fahrerwertung.
• Die ABB FIA Formula E Weltmeisterschaft wird mit Runde 2 am 10. Januar 2026 in Mexiko-Stadt fortgesetzt.
Jake Dennis von Andretti Formula E startete von der Pole-Position und sicherte sich den Sieg beim 2025 Google Cloud São Paulo E-Prix (Rennen 1) – allerdings keineswegs von Start bis Ziel in einem ereignisreichen 30-Runden-Rennen.
Der ABB FIA Formula E-Weltmeister der Saison 9 ging von der Pole ins Rennen und kam stark weg, um das Feld anzuführen. Der Brite blieb während des Rennens in Schlagdistanz zur Spitze und spielte zunächst auf Zeit, bevor er in Runde 27 am Citroën-Racing-Fahrzeug von Nick Cassidy vorbeiging, der sich mit einer späten Aufholjagd durch das Feld gearbeitet hatte – das entscheidende Manöver des Rennens.
Ein massiver Unfall des Rookies Pepe Martí (CUPRA KIRO) – der spektakulär über den Jaguar TCS Racing-Boliden von Antonio Félix da Costa flog und glücklicherweise letztlich sicher landete – führte zu einer späten Roten Flagge und einem Ein-Runden-Sprint bis zum Ziel. Dennis konnte den amtierenden Champion Oliver Rowland (Nissan Formula E Team), der von Startplatz 13 ins Rennen gegangen war, sowie Cassidy hinter sich halten und den ersten Saisonsieg einfahren.
Damit feierte Dennis seinen ersten Sieg seit Diriyah 2024 und ist der erste Fahrer, der am Anhembi Sambadrome Circuit von der ersten Startreihe aus gewinnen konnte.
Wehrlein, der zwischenzeitlich das Rennen angeführt hatte und hier in der vergangenen Saison einen ähnlichen Zwischenfall wie Martí erlebte, wurde Vierter, Teamkollege Nico Müller im Porsche Formula E Team Fünfter. Max Günther komplettierte für DS PENSKE die Top 6.
Der Lokalmatador Felipe Drugovich (Andretti Formula E) erlebte ein ereignisreiches Debüt als Stammfahrer in der Meisterschaft: Er überquerte zunächst als Fünfter die Ziellinie, wurde jedoch nachträglich mit Strafen belegt und auf Rang 12 zurückgestuft.
Damit führt Dennis die Fahrerwertung an und Andretti die Teamwertung, während Porsche die Herstellerwertung anführt, wenn es am 10. Januar im neuen Jahr nach Mexiko-Stadt geht.
Jake Dennis, Nr. 27, Andretti Formula E, sagte:
„Wir hatten eine gute Strategie, ein gutes Auto und genau dann eine gute Track-Position, als wir sie brauchten. Der erste ATTACK MODE war entscheidend, als wir ihn genommen haben, und es sah so aus, als wäre das Rennen unser – wir lagen komfortabel in Führung, kurz bevor die Rote Flagge kam, und dann war ich mir nicht mehr sicher, wie es ausgehen würde. Aber ich bin unglaublich glücklich: Ich habe letzte Saison keinen Sieg geholt, und gleich im ersten Rennen wieder zu gewinnen, ist ein Beweis für unsere Arbeit in der Winterpause. Heute hat der große Chef Geburtstag und morgen mein Ingenieur – ein doppelter Glücksfall, ich muss ihnen jetzt kein Geschenk kaufen! Nach ein paar harten Saisons seit Saison 9 tut dieser Sieg einfach gut.“
Oliver Rowland, Nr. 23, Nissan Formula E Team, sagte:
„Ich bin sehr zufrieden, vor allem nach heute Morgen. Das Qualifying lief nicht optimal, und wir hatten noch eine Strafversetzung um drei Plätze aus London. Zweiter zu werden ist daher ein großartiges Ergebnis. Wir hatten heute etwas Glück mit bestimmten Safety-Car-Phasen und Full-Course-Yellows während des ATTACK MODE der anderen, aber ich freue mich sehr über das Resultat und nehme die Punkte gerne mit. Sie werden extrem wichtig sein – ich glaube, es wird dieses Jahr sehr eng, also zählt jeder Punkt. Es sind 18 mehr als hier im letzten Jahr, also ein besserer Start.“
Nick Cassidy, Nr. 37, Citroën Racing:
„Dieses Ergebnis ist großartig für alle bei Citroën Racing. Die Winterpause war intensiv, und der Tag war nicht einfach, weil das Qualifying nicht nach Plan lief. Umso glücklicher bin ich, dass wir mit einem Podium in die Saison starten – punktemäßig mehr, als wir erwartet hatten. Die Strategie des Teams war hervorragend, die Kommunikation sehr gut, der Plan klar. Wir haben im Rennen im Großen und Ganzen genau das umgesetzt, was wir besprochen hatten. Es ist fantastisch, Citroën in der Formula E zu haben und mit diesem Team so zu starten.“
2025 GOOGLE CLOUD SÃO PAULO E-PRIX MIT LOKALEN STARS
Das Rennen am Samstag wurde vom brasilianischen DJ und Musikproduzenten Mochakk begleitet, der im Fan-Village auftrat und die Teams zudem aus dem exklusiven Formula-E-VIP-Bereich, dem EMOTION CLUB, anfeuerte.
Auch die lokalen Schauspieler Hugo Bonemer, Bruno De Luca und Kaysar Dadour gehörten zu den prominenten Gästen, die die spannenden Rennen live verfolgten.
FORMULA E SETZT AUF NACHHALTIGKEIT BEIM GOOGLE CLOUD SÃO PAULO E-PRIX
• FIA Girls on Track begrüßte 120 Mädchen zum ersten Event der Saison, um Empowerment und Bildung zu fördern. Die Teilnehmerinnen nahmen an Workshops und Gaming-Sessions teil, hörten Karriere-Vorträge und erlebten einen Pit-Lane-Walk.
• Better Futures Fund: In seinem zweiten Jahr erneuert der Better Futures Fund seine Unterstützung für die ASSOCIAÇÃO PIPA, die bereits zum zweiten Mal in Folge ausgewählt wurde. Die in São Paulo ansässige Organisation erhält eine Spende von 25.000 Euro zur Förderung von Bildungsgerechtigkeit, digitaler Teilhabe und Umweltbewusstsein in besonders benachteiligten Gemeinschaften. Das Projekt unterstützt direkt 30 Kinder im Alter von 7–14 Jahren und erreicht mehr als 100 Familienangehörige in Jardim Peri und Brasilândia. “ […]
Aus dem Bereich „Weitere Meisterschafts-News“ wollen wir folgende Passage noch übernehmen:
„Formula E hat zudem seine globale Reichweite ausgebaut, da neue TV-Partner in dieser Saison hinzukommen und die Sichtbarkeit in wichtigen Regionen erhöhen. Neu in Saison 12 sind unter anderem: […]
• BILD (Deutschland) – eines der größten Medienhäuser Deutschlands steigt als neuer Partner ein und bietet Live-Inhalte während der gesamten Saison, zusätzlich zu DF1 und Eurosport.“
Vortext / Kommentar / Zwischen- und Endtexte: Christph Maisenbacher – 14. Dezember 2025
Quelle (vollständig zitierter Text): erster Text-Auszug: Pressemeldung des Kraftfahrt Bundesamts aus Flensburg mit dem Titel „Fahrzeugzulassungen im November 2023“ – zweiter vollständig übernommener Text: ADAC Kommunikation (ots) – dritter vollständig übernommener Text: ABB FIA Formula E World Championship media (übersetzt mit ChatGPT 5.1)
Link-Zitate: alle Zitate, die wir übernehmen sind im Text mit einem Link versehen
Social-Media-Teaser: ChatGPT
Foto 1: Bildrechte: © ADAC / Uwe Rattay – Foto 2: Bildrechte: © ADAC – Foto 3: Beto Issa/LAT Images – © 2025 Getty Images – Foto 4: Simon Galloway/LAT Images – © 2025 Getty Images – Foto 5: Beto Issa/LAT Images – © 2025 Getty Images – Foto 6 : Simon Galloway/LAT Images – © 2025 Getty Images
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Dieser Text in LEICHTER SPRACHE ist veröffentlicht unter: https://www.trierer-umschau.de/2025-12-14-ab/
