LEICHTE SPRACHE - NATUREREIGNIS BEGLEITER
Natur-Ereignis-Begleiter. – Wir kaufen unseren Weihnachtsbaum – aber nur mit gutem Siegel! Infos von der TU Berlin und von ROBIN WOOD. – Das ist der achte Text.
Ich bin Natur-ERLEBNIS-Begleiter.
Gerade jetzt möchte ich über ein wichtiges Thema sprechen.
Viele Menschen stellen sich zu Weihnachten einen Baum ins Wohnzimmer.
Das gehört für viele zur Tradition.
Aber:
Ein Weihnachtsbaum ist oft ein persönlicher Wunsch.
Und gleichzeitig eine sehr egoistische Nutzung der Natur.
Fast alle Bäume – etwa 90 von 100 – haben keine Wurzeln mehr.
Sie wurden extra für Weihnachten gefällt.
Jetzt ein Blick auf die Zahlen:
In Deutschland werden rund 30 Millionen Weihnachtsbäume gekauft.
Viele dieser Bäume stehen später bei Familien mit Kindern.
Das sind aktuell etwa 11,8 Millionen Familien.
Auch in Haushalten von Alleinerziehenden – etwa 2,8 Millionen – wird ein Baum aufgestellt.
Die übrigen etwa 10 Millionen Bäume werden auf andere Haushalte verteilt.
Insgesamt gibt es in Deutschland 41 Millionen Haushalte mit Hauptwohnsitz.
Warum ist der Weihnachtsbaum ein Problem?
Die Bäume wachsen meistens in großen Plantagen.
Dort gibt es nur eine Baum-Art.
Das nennt man: Monokultur.
Damit die Bäume schön aussehen, werden sie mit Gift behandelt.
Zum Beispiel mit:
👉 Herbiziden wie Glyphosat
👉 Fungiziden (gegen Pilze)
👉 Insektiziden (gegen Insekten)
Diese Gifte machen den Boden krank.
Sie verschmutzen das Wasser.
Und sie schaden vielen kleinen Tieren.
Solche Plantagen brauchen sehr viel Wasser.
Das ist in Zeiten des Klimawandels ein Problem.
Es gibt noch ein weiteres Risiko:
Auf den Bäumen kann sich Schimmel bilden.
Das passiert oft in Monokulturen.
Der Schimmel kann bei empfindlichen Menschen Allergien auslösen.
Trotzdem kaufen viele Menschen ihren Baum am 3. Adventswochenende.
Das ist der Höhepunkt der Weihnachtsbaum-Verkäufe.
Der beliebteste Baum ist die Nordmanntanne.
Die Technische Universität Berlin hat dazu geforscht.
Professor Norbert Kühn hat darüber gesprochen.
Er sagt: Wir sollten bewusster entscheiden, was wir kaufen.
Ein wichtiger Hinweis für Menschen, die wenig Zeit haben:
👉 Wenn Sie schnell einen Baum brauchen, lesen Sie die Informationen von ROBIN WOOD.
Dort finden Sie gute Tipps und Verkaufsstellen für Bio-Weihnachtsbäume.
Oder:
👉 Machen Sie am Samstag, dem 13. Dezember 2025, einen Ausflug zum Forstamt Trier in Trier-Quint.
Dort können Sie sich zwischen 10 und 14 Uhr selbst einen Weihnachtsbaum sägen.
Die Infos dazu finden Sie auf der Internetseite vom Forstamt Trier:
https://www.wald.rlp.de/forstamt-trier/angebote/weihnachtsbaum-und-wildverkauf/weihnachtsbaum-und-schmuckreisig
Für Menschen mit mehr Zeit:
Es gibt eine interessante Nachricht.
Sie kommt von der Technischen Universität Berlin.
Wir zeigen einen Teil davon.
In dem Text spricht eine Autorin mit einem Professor.
Die Autorin heißt Barbara Halstenberg.
Der Professor heißt Norbert Kühn.
Er kennt sich gut mit Pflanzen aus.
Das ganze Interview kann man im Internet lesen.
Hier ist der Link:
👉 https://www.tu.berlin/news/interviews/vom-festtagssymbol-zum-zukunftsbaum
Herr Kühn, bald ist Weihnachten.
Wie geht es der Nordmanntanne?
Das ist ja der beliebteste Weihnachtsbaum.
Norbert Kühn antwortet:
Die Nordmanntanne kommt aus dem Kaukasus.
Dort ist es kühl und feucht.
Deshalb mag der Baum solche Bedingungen.
In deutschen Wäldern wächst die Nordmanntanne fast nie.
Aber es gibt Plantagen.
Zum Beispiel im Sauerland.
Oder im nordwestlichen Tiefland.
Dort regnet es noch genug.
Aber es wird schwieriger.
Denn: Die Nordmanntanne braucht viel Wasser.
Wenn es trocken ist, wächst sie schlecht.
Dann muss man viel tun, damit sie groß wird.
Barbara Halstenberg fragt:
Also passt der Baum nicht gut zum Klimawandel?
Norbert Kühn sagt:
Ja, das stimmt.
Wasser wird in Zukunft noch wichtiger.
Viele Plantagen benutzen auch heute noch Gift.
Zum Beispiel Unkraut-Gift oder Dünger.
Das hilft beim Wachsen.
So bleiben die Bäume schön grün.
Viele Kunden wollen das so.
Für die Umwelt ist das ein Problem.
Aber die Flächen für Weihnachtsbäume sind nicht sehr groß.
Deshalb ist es noch okay.
Weihnachten ist für viele Menschen wichtig.
Und wer einen Baum will, soll ihn auch bekommen.
Aber nur einmal im Jahr.
Barbara Halstenberg fragt:
Warum ist die Nordmanntanne eigentlich so beliebt?
Norbert Kühn sagt:
Das hat sich mit der Zeit so entwickelt.
Nach dem Zweiten Weltkrieg suchte man einen guten Weihnachtsbaum.
Viele Bäume hatten Nachteile:
Die Fichte verliert schnell ihre Nadeln.
Die heimische Tanne ist nicht so dicht.
Die Nordmanntanne ist anders:
Sie bleibt lange grün.
Sie sieht schön gleichmäßig aus.
Sie hat eine harmonische Form.
Dänemark hat den Anbau gefördert.
Von dort kamen viele Bäume nach Deutschland.
Wer einen Weihnachtsbaum kaufen möchte,
kann zwischen vielen Sorten wählen.
Zum Beispiel:
👉 Nordmanntanne
👉 Blaufichte
👉 klassische Fichte oder Rotfichte
👉 Edeltanne
👉 Kiefer
👉 Douglasie
👉 Colorado-Tanne
👉 Korea-Tanne
Mehr Infos zu diesen Baumarten finden Sie hier:
👉 www.meinetanne.de/weihnachtsbaum-arten-im-ueberblick
Wichtig ist nicht nur die Sorte.
Wichtig ist:
Hat der Baum ein gutes Siegel?
Oder ist es nur Schein und Greenwashing?
Auch beim Weihnachtsbaum gibt es Siegel, die täuschen.
Deshalb zeigen wir jetzt zwei wichtige Texte von ROBIN WOOD:
Der erste Text zeigt, wo man gute Weihnachtsbäume kaufen kann.
Der zweite Text warnt vor einem falschen Siegel, das „natürlich“ klingt,
aber kein Bio-Siegel ist.
Das zeigt:
Es gibt viele Probleme in der Natur –
auch beim Weihnachtsbaum.
Pressemeldung 1 von ROBIN WOOD:
„Öko-Weihnachtsbäume: Mit wenigen Klicks zur Verkaufsstelle in der Nähe“
ROBIN WOOD informiert über Bio-Weihnachtsbäume.
Und über gute Siegel beim Baum-Kauf.
Weihnachten unter dem Tannenbaum ist beliebt.
Aber viele Bäume kommen aus Plantagen.
Dort wird Gift gespritzt und gedüngt.
Das ist schlecht für:
👉 den Boden
👉 das Wasser
👉 und viele Tiere, vor allem Insekten.
Aber es geht auch anders.
ROBIN WOOD zeigt auf der Internetseite:
👉 www.robinwood.de/weihnachtsbaum
wo man Bio-Bäume mit gutem Siegel kaufen kann.
Jedes Jahr sucht ROBIN WOOD Verkaufsstellen in ganz Deutschland.
Diese Verkaufsstellen zeigt ROBIN WOOD in einer digitalen Karte.
Mit wenigen Klicks findet man dort Verkaufsstellen in der Nähe.
Dazu gibt es Tipps zum Einkaufen und Infos zu den Siegeln.
In diesem Jahr gab es viele Schäden bei den Bäumen.
Frühjahrsfrost hat ganze Baum-Generationen zerstört.
Auch in Regionen, wo das früher nie passiert ist.
Das liegt am Klimawandel.
Er sorgt für mehr extremes Wetter.
Das betrifft jetzt auch das Weihnachtsfest.
Jana Ballenthien ist Wald-Expertin bei ROBIN WOOD.
Sie sagt:
„Bio-Bäume sind viel Arbeit.
Oft kümmern sich kleine Betriebe darum.
Diese Betriebe sind sehr engagiert.
ROBIN WOOD empfiehlt:
Kaufen Sie bei diesen kleinen Unternehmen.
So wird Weihnachten umweltfreundlich und fair.“
Achten Sie beim Baum-Kauf auf gute Siegel.
Zum Beispiel:
✅ Naturland
✅ Bioland
✅ Demeter
✅ Biokreis
✅ EU-Bio-Siegel
✅ FSC (Forest Stewardship Council)
Diese Bäume wachsen ohne Pestizide.
Und ohne künstlichen Dünger.
2024 hat der FSC ein neues Siegel gemacht:
Ein Siegel extra für Weihnachtsbäume.
Manche dieser Bäume wachsen mitten im Wald.
Zum Beispiel in:
👉 Schleswig-Holstein
👉 Rheinland-Pfalz
👉 Hamburg
Aber:
ROBIN WOOD sieht das kritisch.
Denn Baum-Plantagen im Wald sind keine echten Wälder.
Sie haben kein gesundes Waldklima.
Sie helfen nicht beim Aufbau von gutem Boden.
Und es könnten fremde Baumarten gepflanzt werden.
Das kann dem Wald schaden.
Andere Siegel wie PEFC oder Global GAP sind kein Schutz.
Sie bedeuten nicht, dass keine Gifte oder Dünger genutzt wurden.
Diese Siegel gelten für normale Landwirtschaft – nicht für Bio.
In manchen Regionen ist es schwer, einen Bio-Weihnachtsbaum zu finden.
Dann gibt es Alternativen:
🎄 Kein echter Baum – sondern ein schönes Gesteck.
🎄 Ein Holzständer in Baumform – zum Schmücken mit Zweigen.
🎄 Wintergrüne Zweige aus dem eigenen Garten.
🎄 Oder Zweige vom Forstbetrieb in der Nähe.
Plastik-Bäume sind keine gute Lösung.
Oft kommen sie aus Asien.
Sie enthalten oft schädliches Plastik wie PVC.
Und sie belasten die Umwelt, wenn sie bald weggeworfen werden.
Weitere Infos:
📍 Verkaufsstellen-Karte von ROBIN WOOD:
👉 www.robinwood.de/weihnachtsbaum-verkaufsstellen
ℹ️ Infos zu Bio-Weihnachtsbäumen und Siegeln:
👉 www.robinwood.de/weihnachtsbaum
Die Trierer Umschau schreibt dazu:
Zuerst dachten wir:
In Trier und Umgebung gibt es sechs Verkaufsstellen.
Aber:
Bestätigt wurden nur zwei Orte:
1️⃣ Das Forstamt Trier in Trier-Quint
➡️ Dort findet jedes Jahr am Samstag vor dem 3. Advent eine Aktion statt.
➡️ Infos: www.wald.rlp.de/forstamt-trier
2️⃣ Der Falkenhof Koster
📍 Borngasse 4a, 54317 Thomm
➡️ Infos: www.bioland-weihnachtsbaum.de
Und wir sind noch nicht am Ende.
Wir zeigen noch eine zweite wichtige Nachricht.
ROBIN WOOD warnt seit 25 Jahren vor falschen Siegeln.
Ein Beispiel ist das sogenannte „Naturbaumsiegel“.
Dieses Siegel gehört zum „Verband natürlicher Weihnachtsbaum“.
ROBIN WOOD sagt:
Das ist Greenwashing.
Also: Es sieht nach Umweltfreundlichkeit aus.
Aber in Wirklichkeit steckt nichts Gutes dahinter.
Lesen Sie selbst –
und bilden Sie sich Ihre eigene Meinung:
Pressemeldung 2 von ROBIN WOOD:
ROBIN WOOD warnt:
„Greenwashing beim ‚Tag des natürlichen Weihnachtsbaums‘“
Der „Verband natürlicher Weihnachtsbaum“
hat den 8. Dezember 2025 zum „Tag des natürlichen Weihnachtsbaums“ erklärt.
ROBIN WOOD sagt:
Hinter diesem Tag steckt ein Problem.
Denn der Verband macht falsche Versprechen.
Er täuscht die Menschen mit seinem Werbetext.
Der Verband vergleicht:
🎄 Einen echten Baum aus normaler Landwirtschaft
🆚 Einen Plastikbaum
So wirkt es, als wäre jeder gewachsene Baum automatisch umweltfreundlich.
Aber das stimmt nicht.
Viele Bäume kommen aus konventionellem Anbau.
Das bedeutet:
👉 Die Bäume wachsen mit Pestiziden (Giften)
👉 Es wird künstlich gedüngt
👉 Es gibt kein echtes Öko-Siegel
Diese Bäume sind nicht umweltfreundlich.
Und sie sind nicht gut für die Natur.
Der Verband nutzt ein eigenes Siegel:
„Naturbaumsiegel“
Es steht angeblich für:
✔ nachhaltigen
✔ umweltfreundlichen
✔ und sozialen Anbau
Aber das Siegel hält nicht, was es verspricht.
So wird kontrolliert:
Nur 5 von 100 Betrieben werden geprüft.
Nur bei diesen 5 gibt es eine Probe auf Pestizide.
95 Prozent der Betriebe bleiben ungeprüft.
Auch die Regeln für das Siegel sind schwach.
Zum Beispiel:
✅ Für jeden verkauften Baum muss nur ein neuer gepflanzt werden.
(Das ist sowieso nötig für das Geschäft.)
✅ Nur 5 Prozent der Fläche brauchen Blühstreifen.
✅ Dazu müssen zwei „Natur-Maßnahmen“ erfüllt werden.
Zum Beispiel:
– ein Steinhaufen mit Stroh
– seltene Tierarten erkennen (aber nicht schützen)
Dann gilt der Betrieb schon als „Naturbaum“-Betrieb.
Jana Ballenthien von ROBIN WOOD sagt:
„Ein Blühstreifen ändert nichts.
Diese Betriebe dürfen weiter Gift und Dünger einsetzen.
Das ist kein Naturschutz.
Schlimmer noch:
Die Maßnahmen locken Tiere an.
Zum Beispiel Vögel oder Insekten.
Aber auf der Fläche wird Gift gespritzt.
So werden die Tiere geschädigt oder sogar getötet.
Das ist keine Hilfe für die Natur –
es ist eine Falle.“
Pestizide können Tiere auf verschiedene Weise schädigen:
☠ durch direkten Kontakt
☠ durch Rückstände im Nektar
☠ oder durch den Boden
Das betrifft Insekten –
aber auch viele andere Tiere:
🐦 Vögel
🦇 Fledermäuse
🦔 Igel
🐟 Fische
Denn Insekten sind die Nahrung für viele Tiere.
Auch die Pflicht, ein anderes Siegel wie Global GAP oder PEFC zu haben, hilft nicht.
Warum?
Weil beide Siegel Pestizide und Dünger erlauben.
Sie kommen aus der normalen Forst- und Landwirtschaft.
Nicht aus dem Öko-Bereich.
ROBIN WOOD warnt deshalb:
Die meisten Weihnachtsbäume in Deutschland kommen aus konventionellem Anbau.
Dabei werden Gift, Dünger und Wachstums-Mittel benutzt.
Wenn Sie einen echten Öko-Baum wollen,
dann achten Sie auf diese Siegel:
✅ Naturland
✅ Bioland
✅ Demeter
✅ Biokreis
✅ EU-Bio-Siegel
✅ FSC
Nur diese Siegel stehen für echten Umweltschutz.
Zum Schluss noch ein Hinweis:
Das Umweltbundesamt hat eine Internetseite mit Tipps.
Dort steht:
„Ökologisch zertifizierte Weihnachtsbäume aus der Region bevorzugen“
Hier ist der Link:
👉 www.umweltbundesamt.de/umwelttipps-fuer-den-alltag/haushalt-wohnen/weihnachtsbaum
Alle Texte zum Thema „Natur·ereignis·begleiter / Lebendige Moselweinberge“ finden Sie hier:
https://www.trierer-umschau.de/netzwerk/naturereignisbegleiter/
Standardtext vgl. https://www.trierer-umschau.de/2025-12-12-aa/
Text in Leichter Sprache: mit dem Optimeil-Leichte-Sprache-Assistenten von ChatGPT
Textbegleitung: Christph Maisenbacher – 12. Dezember 2025
Quellen: vgl. Standardtext wie auch die in diesem notierte Links
Fotos: © Moritz Heck / ROBIN WOOD (Foto 1: Logo: © DLR Mosel)
Die Reihe heißt: Lebendige Moselweinberge.
Die Texte sind für Dauno geschrieben.
Ich möchte ihm damit danken.
Mehr Infos gibt es hier: https://www.trierer-umschau.de/2025-11-03-bb/)
