LEICHTE SPRACHE - DEUTSCHEN ZENTRUMS FÜR INTEGRATIVE BIODIVERSITÄTSFORSCHUNG (IDIV) HALLE-JENA-LEIPZIG
Der Wald in Trier leidet unter der Hitze. – Aber manche Bäume wachsen trotzdem gut. – Das klappt besser, wenn die Baum·nachbarn gut zusammen·passen.
Viele Menschen in und um Trier kennen das.
Im Sommer zeigen die Bäume Trocken·schäden.
Am Alleen·ring sieht man viele kranke Bäume.
Immer mehr Nadel·bäume kommen mit der Hitze nicht mehr klar.
Auch der Borken·käfer macht ihnen zu schaffen.
Ich fahre oft an der Fellerbach·tal·brücke vorbei.
Links im Longicher Wald sehe ich dann:
Hohe Nadel·bäume, die nur noch wie Gerippe aussehen.
Das ist fast wie ein Warn·zeichen.
Die ganze Mosel·region ist stark vom Klima·wandel betroffen.
Die Durch·schnitts·temperatur steigt.
Dazu gibt es einen Artikel in der Reihe „Lebendige Mosel·wein·berge“.
Hier ist der Link:
https://www.trierer-umschau.de/2025-10-19-cb/
Für die Forst·wirtschaft ist eines klar:
Keine Wälder mehr mit nur einer Baum·art.
Misch·wald ist besser.
In einem Artikel vom 1. August 2025 steht ein spannender Satz:
„Pro zusätzlicher Baum·art gibt es rund 0,3 Tonnen mehr Holz pro Hektar.“
Das liegt daran, dass das Baum·dach dichter und komplexer wird.
Quelle: https://www.forstpraxis.de/mehr-biomasse-durch-chaos-zufallspflanzung-schlaegt-baum-monokultur-23849
Jetzt kommen wir zur neuen Presse·meldung vom Forschungs·zentrum iDiv.
iDiv steht für: Deutsches Zentrum für integrative Biodiversitäts·forschung.
Dort wird untersucht, wie Bäume mit Trocken·heit umgehen.
Einige Baum·arten wachsen bei Trocken·heit sogar besser als bei Feuchte.
Und: Wenn Bäume unter·schiedlich mit Wasser umgehen, hilft das allen.
Dann wachsen die Bäume besser zusammen.
Was das Forschungs·team noch heraus·gefunden hat, steht im Artikel.
Zum Schluss noch ein Hinweis:
Im letzten Artikel über den Paulus·platz in Trier stand:
„…damit die Bäume über das Erd·reich miteinander kommunizieren können…“
Vielleicht kann man sich diesen Satz jetzt besser vorstellen.
Hier noch der Link zum Artikel:
https://www.trierer-umschau.de/2025-12-08-bb/
Viel·falt macht Wälder stark gegen den Klima·wandel
In Europa gibt es oft lange Trocken·zeiten.
Das schadet den Wäldern.
Wegen des Klima·wandels könnten diese Dürre·zeiten noch öfter kommen.
Aber es gibt eine gute Nachricht:
Mehr Viel·falt hilft den Wäldern.
Eine neue Studie zeigt das.
Sie kommt vom Forschungs·zentrum iDiv und der Universität Leipzig.
Die Forscher sagen:
Wälder mit unter·schiedlichen Baum·arten sind bei Trocken·heit robuster.
Wichtig ist aber nicht nur die Anzahl der Arten.
Wichtiger ist: Wie die Bäume mit Wasser umgehen.
Was haben die Forscher gemacht?
Die Studie fand in Bad Lauchstädt statt.
Dort steht das Baum·versuchsfeld MyDiv.
Die Forscher untersuchten 2.611 Bäume.
Es waren 10 verschiedene europäische Baum·arten.
Sie beobachteten das Wachstum über sechs Jahre – von 2016 bis 2021.
In dieser Zeit war auch eine starke Dürre von 2018 bis 2020.
Sie schauten sich 14 Eigen·schaften der Bäume an.
Diese zeigen, wie Bäume Wasser transportieren, speichern oder sparen.
Denn:
Bäume haben verschiedene Wege, mit Wasser umzugehen.
Zum Beispiel:
Eichen können gut mit Trocken·heit umgehen.
Birken dagegen reagieren empfindlich.
Unterschiedliche Wasser·strategien helfen dem Wald
Das Ergebnis:
Manche Bäume schützen ihr Wasser gut.
Zum Beispiel durch stabile Wasser·leitungen im Stamm.
Oder sie schließen die kleinen Öffnungen in den Blättern schneller.
Solche Bäume wuchsen in Dürre·jahren besser.
In normalen Jahren waren sie aber langsamer im Wachstum.
Die Forscher sagen:
Es gibt keinen Baum, der immer am besten wächst.
Was in normalen Jahren ein Nach·teil ist, kann in Dürre·jahren ein Vorteil sein.
Bäume helfen sich gegenseitig
Noch eine wichtige Erkenntnis:
Bäume wachsen besser, wenn ihre Nachbarn anders mit Wasser umgehen.
Das heißt:
Wenn um mich herum Bäume stehen, die andere Wasser·strategien haben,
dann komme ich in trockenen Jahren besser zurecht.
Es ist also nicht nur wichtig, viele Arten zu haben.
Wichtiger ist: Die Arten sollen unterschiedlich mit Wasser umgehen.
Diese Unterschiede wirken wie eine natürliche Versicherung gegen Dürren.
Die Forscher sagen:
Wenn wir Wälder neu aufbauen,
sollen wir auf viele verschiedene Wasser·strategien achten.
Was bedeutet das für die Wald·wirtschaft?
Die Ergebnisse helfen Förstern und Planern.
Misch·wälder mit verschiedenen Wasser·strategien sind stabiler.
Professor Christian Wirth sagt:
Nicht nur die Anzahl der Arten ist wichtig.
Auch ihre Funktionen sind wichtig – also wie sie mit Wasser umgehen.
Wir wissen aber noch nicht genug über alle Baum·arten.
Darum testet das Forschungs·zentrum iDiv jetzt fast 100 Baum·arten.
Das passiert im Baum·garten ARBOFun.
Ziel ist:
Wir wollen Wälder bauen,
in denen viele Wasser·strategien zusammen·arbeiten.
Dann sind die Wälder bereit für die Zukunft.
Was ist das MyDiv-Experiment?
Seit 2015 läuft das MyDiv-Experiment in Bad Lauchstädt.
Dort wachsen rund 11.200 Bäume.
Die Forscher untersuchen:
Wie arbeiten verschiedene Baum·arten zusammen?
Wie wirkt sich das auf den Boden, Pilze und andere Natur·funktionen aus?
Die Studie wurde von der Deutschen Forschungs·gemeinschaft unterstützt.
Standardtext vgl. https://www.trierer-umschau.de/2025-12-08-ca/
Text in Leichter Sprache: mit dem Optimeil-Leichte-Sprache-Assistenten von ChatGPT
Textbegleitung: Christph Maisenbacher – 8. Dezember 2025
Quellen: vgl. Standardtext wie auch die in diesem notierte Links
Foto 1: Quelle: Lena Sachsenmaier – Copyright: iDiv – Foto 2: Quelle: Claudia Guimarães-Steinicke – Copyright: iDiv
