Eine neue Korallen-Art wurde entdeckt.
Die Koralle heißt: Deltocyathus zoemetallicus.
Sie wächst auf runden Steinen.
Die Steine heißen: Manganknollen.
Diese Steine liegen im Pazifik.
Foto: © Bribiesca-Contreras et al, 2025
Die Koralle Deltocyathus zoemetallicus hat eine harte Schale.
Sie ist die erste harte Koralle, die direkt auf den Manganknollen lebt.
Die Koralle lebt in der Tiefsee.
Dort will der Mensch nach Metallen graben.
Darum ist die Koralle in Gefahr.
Foto: © Bribiesca-Contreras et al, 2025
Die neue Tiefsee-Koralle heißt: Deltocyathus zoemetallicus.
Die Koralle lebt am Boden vom Meer.
Dort will der Mensch nach Metallen graben.
Darum ist der Lebensraum der Koralle in Gefahr.
Foto: © Bribiesca-Contreras et al, 2025

LEICHTE SPRACHE - SENCKENBERG GESELLSCHAFT FÜR NATURFORSCHUNG

Neue Entdeckung: Eine besondere Koralle wurde gefunden. – Sie heißt: Deltocyathus zoemetallicus. Sie lebt auf Manganknollen im Pazifik. – Doch ihr Lebensraum ist in großer Gefahr.

Ein berühmter Satz sagt:
Ich weiß, dass ich nichts weiß.

Das hat der Philosoph Sokrates gesagt.
Er lebte vor langer Zeit in Athen.
Dieser Satz passt gut zur Forschung in der Tiefsee.
Denn wir wissen sehr wenig über das Leben tief unten im Meer.

Aber viele Firmen wollen aus der Tiefsee Metalle holen.
Das kann der Natur sehr schaden.

Die Forscherin Dr. Nadia Santodomingo sagt:

Wir müssen die Welt in der Tiefsee schützen.
Viele Tiere dort kennen wir noch gar nicht.
Sie könnten verschwinden, bevor wir sie entdecken.

Dieser Satz kommt aus einer Pressemitteilung von Senckenberg.
Und er zeigt:
Was Sokrates gesagt hat, stimmt auch heute noch.

Es gibt jetzt eine neue Entdeckung:
Eine neue Korallen-Art wurde gefunden.
Die Koralle wächst nur auf Manganknollen.
Diese Knollen liegen tief unten im Meer.

Dort soll bald nach Metallen gegraben werden.
Wenn das passiert, verschwindet die Koralle.
Und mit ihr viele andere Tiere.
Diese Tiere haben wir noch nicht einmal entdeckt.

Schon im Juli hat die Umwelt-Gruppe Greenpeace gewarnt.
Sie stellte eine riesige Oktopus-Figur vor den Bundestag in Berlin.
Die Figur war 8 Meter lang, 10 Meter breit und 5 Meter hoch.

Damit wollte Greenpeace sagen:
Die Politiker sollen die Tiefsee schützen.
Denn bald könnte es dort Schäden geben,
die man nicht wieder gut machen kann.

Auch Deutschland will Metalle aus der Tiefsee holen.
Deutschland hat eine Erlaubnis dafür bekommen.
Das Gebiet ist 75.000 Quadrat-Kilometer groß.
Es liegt im Pazifik.
Die Zone heißt: Clarion-Clipperton-Zone.
Sie liegt zwischen Mexiko und Hawaii.

Dort wurde die neue Koralle gefunden.
Sie lebt in über 4.000 Metern Tiefe.
Ihr Name ist: Deltocyathus zoemetallicus.
Die Knollen dort enthalten wichtige Metalle.

Zum Beispiel:
• Mangan
• Nickel
• Kobalt

Diese Metalle braucht man für:
• Batterien von Elektroautos
• Technologien für erneuerbare Energie

Die neue Koralle ist sehr klein.
Aber sie ist sehr besonders.
Denn sie lebt direkt auf den Knollen,
die bald abgebaut werden sollen.

Wenn die Knollen weg sind,
ist auch der Lebensraum der Koralle weg.
Dann kann sie nicht mehr wachsen.

Diese Koralle lebt in Dunkelheit.
Sie braucht kein Sonnenlicht.
Sie hat keine Algen-Partner wie andere Korallen.
Sie frisst kleine Teilchen aus dem Wasser.

Forscher haben sie auf Schiffen gesammelt.
Zum Beispiel mit einem Gerät namens Boxcorer.
Dann wurde sie genau untersucht.
Man hat gesehen:
Diese Art gab es noch nie vorher.

Diese Koralle hat ein hartes Skelett aus Kalk.
Die meisten Menschen kennen Korallen nur aus warmen, flachen Meeren.
Aber diese Koralle lebt in der Tiefsee, wo es kalt und dunkel ist.

Dort löst sich der Kalk fast auf.
Aber diese Koralle überlebt trotzdem.
Sie hat besondere Fähigkeiten.

Korallen der Gattung Deltocyathus gibt es in vielen Weltmeeren.
Sie leben normalerweise zwischen 200 und 1.000 Metern Tiefe.
Manche sogar in über 5.000 Metern.
Die meisten liegen locker auf dem Meeresboden.

Aber diese neue Koralle ist anders:
Sie klebt sich fest an die harten Knollen.
Das ist sehr selten bei Tiefsee-Korallen.

Die Knollen wachsen extrem langsam.
Nur ein paar Millimeter in einer Million Jahre.

Wenn man sie abbaut,
kann sich dort nichts mehr neu ansiedeln.

Die Forscherin Bribiesca-Contreras sagt:
Diese Entdeckung zeigt:
Wir wissen sehr wenig über das Leben in der Tiefsee.
Jede neue Art erinnert uns daran:
Der Meeresboden ist ein lebendiges Ökosystem.

Viele Länder und Firmen wollen bald mit dem Tiefsee-Bergbau anfangen.
Aber diese Entdeckung zeigt:
Die Tiefsee ist:
• voller Leben
• verletzlich
• größtenteils noch unbekannt

Zum Schluss sagt Dr. Santodomingo:

Der Schutz dieser Lebensräume
bedeutet nicht nur, eine Koralle zu retten.
Es geht darum, eine ganze Welt zu erhalten.
Eine Welt, die verschwinden könnte,
bevor wir überhaupt wissen, dass sie existiert.

 

Standardtext vgl. https://www.trierer-umschau.de/2025-12-02-aa/
Text in Leichter Sprache: mit dem Optimeil-Leichte-Sprache-Assistenten von ChatGPT
Textbegleitung: Christph Maisenbacher – 2. Dezember 2025
Quellen: vgl. Standardtext wie auch die in diesem notierte Links
Fotos: © Bribiesca-Contreras et al, 2025