LEICHTE SPRACHE - WELTKLIMAKONFERENZ
Die Indigenen im Amazonas sagen: Wir wollen mit·entscheiden! – Auch bei der nächsten Welt·klima·konferenz. – Text 1 von 2 von Pedro Pozas Terrados
Nach der Welt·klima·konferenz 2025
Die Welt·klima·konferenz 2025 ist vorbei.
Auch bei uns wird jetzt aufgeräumt.
Während der Konferenz haben viele auf große Versprechen geschaut.
Aber jetzt sehen wir: Viele wichtige Dinge wurden nicht besprochen.
Es gibt noch viele offene Fragen.
Manche sagen sogar: offene Wunden.
Die Welt·gemeinschaft wollte zeigen: Wir arbeiten zusammen.
Aber es sieht eher so aus: Es geht nicht wirklich voran.
Ob wir optimistisch oder pessimistisch sind – das kann jeder selbst entscheiden.
Aber klar ist: Es reicht nicht, was getan wurde.
Was passiert, wenn nichts passiert?
Wir haben einen Artikel vom Wuppertal Institut gelesen.
Darin steht die bittere Wahrheit über die COP30.
Hier ist der Link:
https://www.trierer-umschau.de/2025-11-29-eb/
Dan Guido Viale sagt:
Der Krieg wurde auf der Konferenz nicht besprochen.
Obwohl Krieg dem Klima schadet.
Das ist ein großes Problem.
Mehr dazu hier:
https://www.trierer-umschau.de/2025-11-29-db/
Und nun berichtet Pedro Pozas Terrados:
Die Indigenen im Amazonas wurden auf der Konferenz ausgeschlossen.
Das ist schlimm.
Denn sie schützen den Regen·wald seit vielen Jahrhunderten.
Ohne sie gibt es keinen Schutz für den Wald.
COP30: Zum Schweigen gebrachte Stimmen
von Pedro Pozas Terrados
Die COP30 war in Belém in Brasilien.
Viele sagen: Diese Konferenz wird nicht wegen ihrer Ergebnisse in Erinnerung bleiben.
Sondern weil Menschen zum Schweigen gebracht wurden.
Die Menschen, die eigentlich wichtig gewesen wären:
Die indigenen Völker im Amazonas.
Während Regierungen und Politiker in großen Hallen diskutierten,
wurden die Menschen draußen ausgeschlossen.
Diese Menschen leben seit vielen Jahren im Regen·wald.
Sie schützen ihn.
Und jetzt will die Welt diesen Regen·wald retten.
Aber ohne die Menschen, die dort leben?
In der „Blauen Zone“ fanden die wichtigen Gespräche statt.
Nur Minister, Botschafter und Fachleute durften hinein.
Die Indigenen durften nicht rein.
Obwohl es um ihr Land und ihre Zukunft ging.
Die Blaue Zone war wie eine Festung.
Für die Indigenen war sie verschlossen.
Viele Indigene wollten rein.
Zum Beispiel: Munduruku, Yanomami, Kayapó, Xavante, Tikuna, Karipuna, Tembé und Tupinambá.
Aber Sicherheitsleute der UNO haben sie aufgehalten.
Es gab Schubsereien, Streit, Verletzte.
Ein Wachmann wurde verletzt.
Aber wer denkt an die lange Geschichte der Gewalt gegen die Indigenen?
Sie werden seit Jahrhunderten ausgeraubt und vertrieben.
Helen Cristine ist eine junge Frau aus dem Amazonas.
Sie sagte:
„Wir wollten zeigen, wer hierher gehört.“
Aber ihre Worte wurden ignoriert.
Niemand hat sie auf der Bühne zitiert.
Niemand hat ihr zugehört.
Nur die Menschen draußen sahen sie.
Jugendliche aus dem Regen·wald – ausgeschlossen von denen, die sagen, sie schützen sie.
Ein Anführer der Kayapó, Mekrägnoti, rief laut:
„Sie sprechen über das Klima, aber lassen uns nicht zu Wort kommen.
Ohne uns stirbt der Amazonas.
Und ohne den Amazonas stirbt die Welt.“
Die Konferenz COP soll den Planeten retten.
Aber sie ist zu einem Luxus-Treffen geworden.
Es geht nur noch um schöne Worte und große Shows.
Die wahren Probleme werden nicht gelöst.
Länder, die viel verschmutzen, reden über den Klima·wandel.
Aber sie ändern nichts.
Sie machen keine echten Versprechen.
Sie fliegen dorthin, schlafen in Luxus·hotels und essen auf Empfängen.
Währenddessen leidet der Planet.
Diese COP30 war besonders ironisch.
Denn sie war in Brasilien – im Land mit dem größten Regen·wald der Welt.
Und die Menschen aus dem Wald wurden ausgeschlossen.
Sie wurden überwacht, unterdrückt und zum Schweigen gebracht.
Sie wurden wie Eindringlinge behandelt.
Obwohl sie die Hüter des Waldes sind.
Die Indigenen sagen ganz klar:
Sie werden aus ihren Gebieten vertrieben.
Sie werden von Bergbau·firmen, Holz·händlern und Land·dieben angegriffen.
Sie werden ermordet.
Aber niemand tut etwas.
Auch die UNO nicht.
Die COP bleibt eine Bühne für schöne Reden.
Aber nicht für die Menschen, die betroffen sind.
Die traurige Wahrheit ist:
Die COPs vertreten nicht mehr die Menschen.
Sie vertreten nur noch die Interessen von denen, die die Umwelt zerstören.
Die Klima·krise wird schlimmer.
Die Indigenen sterben.
Die Wälder sterben.
Die Flüsse werden schmutzig.
Die Welt brennt.
Aber die Politiker planen schon die nächste Konferenz.
Den nächsten „Klima-Urlaub“.
In Belém wurde klar:
Ohne die Indigenen gibt es keinen Amazonas.
Ohne den Amazonas gibt es keine Zukunft.
Internationaler Aufruf
Die Indigenen aus dem Amazonas sagen:
Die Welt muss jetzt handeln.
Wer nichts tut, macht mit.
Sie fordern:
Die UNO muss eine Vertretung für Indigene einrichten.
Mit Stimmrecht auf allen COPs.
Nicht als Gäste.
Sondern als echte Entscheider.
Sie fordern:
Die Blaue Zone darf nie wieder für sie geschlossen werden.
Wenn es um den Amazonas geht,
müssen die Menschen vom Amazonas mitreden.
Sie rufen auf:
Alle sollen helfen:
Regierungen, Bewegungen, Universitäten, Forscher,
und die ganze Welt·gemeinschaft.
Sie nennen besonders:
Munduruku, Kayapó, Yanomami, Xavante, Tikuna, Tembé, Qom, Wichi, Peligás, Maouche, Tupinambá
und alle Indigenen der Welt.
Ihr Kampf schützt uns alle.
Sie rufen die Menschen auf der ganzen Welt:
Schaut genau hin.
Dokumentiert jede Gewalt gegen Indigene.
Redet darüber.
Schweigt nicht.
Schützt nicht die Täter.
Sie fordern:
Die COP darf kein politischer Urlaub mehr sein.
Sie muss ein echter Ort für Veränderungen werden.
Mit klaren Regeln und echter Verantwortung.
Die Botschaft aus Belém ist deutlich:
Ohne Gerechtigkeit für Indigene gibt es keine Lösung für die Klima·krise.
Ohne Gerechtigkeit gibt es keine Zukunft.
Ohne Wahrheit gibt es keinen Frieden.
Und diese Wahrheit wurde laut gesagt –
auch wenn viele sie nicht hören wollten.
Standardtext vgl. https://www.trierer-umschau.de/2025-11-29-fa/
Text in Leichter Sprache: mit dem Optimeil-Leichte-Sprache-Assistenten von ChatGPT
Textbegleitung: Christph Maisenbacher – 30. November 2025
Quellen: vgl. Standardtext wie auch die in diesem notierte Links
Foto: lilacruz – Pixaba
