Der Präsident von Brasilien heißt Lula da Silva.
Er wollte: Die Welt-Klima-Konferenz soll die „Konferenz der Wahrheit“ werden.
Aber das Wuppertal Institut sagt jetzt:
Die Wahrheit ist traurig.
Die Wahrheit über die Konferenz COP30 ist bitter.
Foto: © Wuppertal Institut

LEICHTE SPRACHE - WUPPERTAL INSTITUT

Klimapolitik ist wie ein Fußball-Spiel. – Die mutigen Länder spielen gegen die Länder, die nichts tun wollen.

Wir bleiben bei einem Bild,
das nach dem Lesen vom Text des Wuppertal Instituts entstanden ist:

Klimapolitik ist wie ein Fußball-Spiel.
Es gibt zwei Mannschaften:
Die Länder, die etwas tun wollen.
Und die Länder, die nichts tun wollen.

198 Länder waren bei der Welt-Klima-Konferenz in Belém in Brasilien.
Die Konferenz war am 22. November 2025.
Aber was ist passiert?
Gab es einen Erfolg?
Oder ist alles so geblieben wie vorher?
War es ein Unentschieden?
Gab es wieder keine Bewegung?

Der Chef der Vereinten Nationen heißt António Guterres.
Er hat wichtige und warnende Worte gesagt.
Aber viele Länder haben nicht zugehört.
Nicht am Anfang und auch nicht am Ende der Konferenz.

Das Ziel ist:
Die Erde soll sich nicht mehr als 2 Grad erwärmen.
Aber auch dieses Ziel wurde wieder ein Jahr lang nicht ernst genommen.
Vielleicht wollen die Länder beim nächsten Treffen wieder neu „Fußball spielen“ mit dem Klima.
Wir bleiben bei diesem Bild.

Ein Wissenschaftler heißt Prof. Dr. Reimund Schwarze.
Er arbeitet beim Helmholtz-Zentrum für Umwelt-Forschung.
Er hatte noch Hoffnung.
Aber jetzt zeigt sich:
Unser Bild stimmt.
Die Welt kocht.
Und der Topf wird heißer.
Alle Menschen sind in diesem Topf.

Jetzt schauen wir auf die Presse-Mitteilung vom Wuppertal Institut:

 

Die Welt-Klima-Konferenz COP30 hat nicht genug erreicht.
Das Wuppertal Institut hat eine Analyse dazu geschrieben.

Die Welt-Klima-Konferenz COP30 war in Brasilien.
Sie hat viel weniger geschafft, als sie sollte.
Die Probleme durch den Klima-Wandel werden größer.
Aber es gab keine wichtigen Ergebnisse.
Viele Länder konnten sich nicht einigen.
Vor allem Länder, die viel Öl, Gas und Kohle verkaufen, haben Fortschritte verhindert.

Das Wuppertal Institut hat die Ergebnisse genau untersucht.
Die Forschenden sagen:
Es braucht jetzt eine starke Gruppe von Ländern,
die wirklich etwas tun wollen.
Diese Länder müssen gemeinsam handeln.
Auch außerhalb der normalen Klima-Treffen.

Einige Länder verdienen sehr viel Geld mit Öl, Gas und Kohle.
Zum Beispiel die Länder von OPEC und auch Russland.
Diese Länder haben wieder viele Dinge verhindert.
Das ist bei der COP30-Konferenz passiert.

Ein Fachmann heißt Prof. Dr.-Ing. Manfred Fischedick.
Er ist Chef vom Wuppertal Institut.
Er sagt:
Allen ist klar:
Wir können das 1,5-Grad-Ziel mit den bisherigen Maßnahmen nicht erreichen.
Aber anstatt neue Lösungen zu finden,
hat man den Ausstieg aus Öl, Gas und Kohle nicht einmal erwähnt.

Seit dem Treffen in Glasgow im Jahr 2021 ist klar:
Die Ursachen vom Klima-Wandel müssen im Mittelpunkt stehen.
Vor allem Öl, Gas und Kohle.
Aber Länder, die diese Rohstoffe verkaufen, blockieren viele Entscheidungen.
Diese Länder haben so viel Macht, dass eine einzige Gegen-Stimme alles stoppen kann.

Früher konnten diese Länder manchmal isoliert werden.
Bei COP30 ging das nicht.
Ein Grund: Die USA sind aus dem Klima-Abkommen ausgestiegen.
Das war ein schlechtes Zeichen für viele Länder.
Auch die EU war zu schwach und zu spät dran mit ihrer Meinung.

Viele arme Länder im Globalen Süden brauchen Geld.
Sie brauchen Geld für saubere Energie.
Und für Schutz vor dem Klima-Wandel.
Aber die reichen Länder helfen nicht genug.
Deshalb konnten sich die Länder nicht als Gruppe gegen die Verhinderer stellen.

Es gab eine sogenannte „COP30 Action Agenda“.
Dabei wurden viele gute Ideen außerhalb der Verhandlungen gesammelt.
Das war ein Versuch, etwas Positives zu machen.
Aber es konnte die vielen Probleme der Konferenz nicht lösen.

Ein weiterer Fachmann heißt Wolfgang Obergassel.
Er arbeitet auch beim Wuppertal Institut.
Er sagt:
Lange Zeit dachte man:
Der Klima-Wandel ist wie ein Spiel, bei dem alle gewinnen wollen.
Aber keiner will selbst zu viel tun.

Früher haben sich die Länder um gerechte Regeln gestritten.
Jedes Land wollte möglichst wenig tun.
Jetzt wird klar:
Der Klima-Wandel ist auch ein Verteilungs-Problem.
Denn wenn man aufhört mit Öl, Gas und Kohle,
verlieren einige Länder und Firmen sehr viel Geld.
Deshalb bremsen sie den Klima-Schutz auf allen Ebenen.

Was jetzt gebraucht wird: Ein klarer Plan

Brasilien hat gesagt:
Im nächsten Jahr will es eigene Pläne machen.
Die Pläne sollen zeigen,
wie man mit Öl, Gas und Kohle aufhört.
Auch die Abholzung von Wäldern soll gestoppt werden.
Kolumbien und die Niederlande wollen dabei helfen.
Sie wollen eine neue Konferenz organisieren.

Wolfgang Obergassel sagt:
Jetzt braucht es wirklich eine Gruppe von Ländern,
die den Klima-Schutz mutig voranbringen.
Auch wenn andere Länder blockieren.
Es braucht klare Pläne mit konkreten Maßnahmen.
Nur so kann sich wirklich etwas ändern.

Er sagt auch:
Die Länder sollen dafür sorgen,
dass die neuen Pläne aus Brasilien
beim nächsten Treffen in der Türkei besprochen werden.

Ein weiterer Experte heißt Dr. Chris Höhne.
Er sagt:
Es gab einen kleinen Erfolg bei COP30.
Man hat über einen gerechten Übergang gesprochen.
Das nennt man „Just Transition Mechanism“.

Das bedeutet:
Der Wechsel zu sauberer Energie soll fair für alle Menschen sein.
Im Sommer 2026 sollen die Länder in Bonn weiter darüber sprechen.

Der Bericht vom Wuppertal Institut heißt:
„Die bittere Wahrheit der COP30 – Die Klima-Konferenz in Belém war nicht gut genug“.

Der Bericht ist auf Englisch.
Man kann ihn kostenlos hier lesen:
https://wupperinst.org/fa/redaktion/downloads/publications/COP30-Report_en.pdf

 

Standardtext vgl. https://www.trierer-umschau.de/2025-11-29-ea/
Text in Leichter Sprache: mit dem Optimeil-Leichte-Sprache-Assistenten von ChatGPT
Textbegleitung: Christph Maisenbacher – 29. November 2025
Quellen: vgl. Standardtext wie auch die in diesem notierte Links
Foto: © Wuppertal Institut