LEICHTE SPRACHE - KLIMA & KRIEG
Wenn über Krieg gesprochen wird, verliert der Klimaschutz. – Guido Viale spricht über das, worüber 50.000 Menschen auf der Klimakonferenz geschwiegen haben.
Deutschland hat im Jahr 2024 sehr viel Geld für Waffen ausgegeben.
Es waren 88,5 Milliarden US-Dollar.
Für den Umweltschutz sind von 2024 bis 2027 rund 211,8 Milliarden Euro geplant.
Das sind etwa 70,6 Milliarden Euro pro Jahr.
Aber: Das Geld für den Umweltschutz geht an viele verschiedene Projekte.
Nicht alles davon schützt direkt das Klima.
Wir hoffen, dass am Ende trotzdem weniger CO₂ entsteht.
Wenn man Waffen und Klimaschutz vergleicht, sieht man:
Waffen bekommen mehr Geld.
Und Waffen schaden dem Klima.
Denn: Waffen werden gebaut, getestet und eingesetzt.
Dabei wird viel CO₂ freigesetzt.
Das ist schlecht für die Erde.
Militär braucht Öl und Gas
Manchmal sagen Leute: Militär bringt Fortschritt.
Zum Beispiel neue Technik.
Aber das Militär ist stark abhängig von Öl und Gas.
Das nennt man: fossile Brennstoffe.
Die Trierer Umschau fragt:
Was wäre, wenn wir diese Abhängigkeit erkennen?
Könnte das Militär dadurch klimafreundlicher werden?
Oder wird alles schlimmer?
In einem langen Text von Ole Adolphsen steht:
Militär will in Zukunft mehr erneuerbare Energie nutzen.
Zum Beispiel Strom aus Sonne oder Wind.
Das hat einen Grund:
Im Irak und in Afghanistan gab es viele Angriffe auf Tank-Lastwagen.
Diese brachten Treibstoff zu den Soldaten.
Dabei sind über 3.000 Menschen gestorben.
Ein Liter Benzin konnte dort bis zu 263 Dollar kosten.
Guido Viale über die Klimakonferenz
Guido Viale hat über die Welt-Klimakonferenz COP30 in Belém (Brasilien) geschrieben.
50.000 Menschen aus 198 Ländern waren dort.
Aber niemand sprach über Krieg.
Viale sagt:
Der Krieg war wie ein Elefant im Raum.
Alle wussten davon.
Aber keiner wollte darüber reden.
Warum nicht?
– Manche glauben nicht, dass die Klimakrise echt ist.
– Andere denken: Das Thema ist zu schwer.
– Viele hatten Angst, dass die Konferenz scheitert, wenn man über Krieg redet.
– Über 5.000 Lobbyisten der Öl- und Gas-Firmen waren auch da.
Aber:
Wir müssen über Krieg sprechen.
Denn Kriege kosten viel Geld, Technik und Menschenleben.
All das fehlt dann für den Schutz des Klimas.
Kriege helfen dem Klimaschutz nicht
Beispiel:
Die Europäische Union will weniger Gas aus Russland kaufen.
Aber sie sucht jetzt wieder nach Öl und Gas in anderen Ländern.
So wird der Umstieg auf grüne Energie gestoppt.
Auch durch Waffen, Panzer und Flugzeuge entsteht viel CO₂.
Jede Bombe ist schlecht fürs Klima.
Denn bei jeder Explosion entsteht CO₂.
Wenn Häuser und Straßen zerstört werden, muss man alles neu bauen.
Das verbraucht viele Rohstoffe und Energie.
Auch Tiere, Pflanzen, Böden und Gewässer werden kaputt gemacht.
Früher konnten Böden CO₂ speichern.
Nach einem Krieg geben sie CO₂ ab.
Waffen-Technik schadet der Umwelt
Neue Waffen können auch der Umwelt schaden.
Zum Beispiel:
– Chemikalien gegen Insekten
– Flugzeuge, die etwas versprühen
– Technik, die Regen oder Hagel auslöst
Bald könnte es Geo-Engineering geben.
Das heißt: Menschen greifen mit Technik ins Klima ein.
Das ist gefährlich.
Nur wenige Menschen entscheiden dann, was mit dem Klima passiert.
Oft sind es Armeen oder Firmen.
Freundliche Lösungen für die Umwelt haben es schwer.
Krieg macht Menschen obdachlos
Kriege machen viele Menschen zu Flüchtlingen.
Sie müssen ihr Zuhause verlassen.
Auch die Natur wird dabei zerstört.
Der Kampf für das Klima will das Gegenteil:
Menschen sollen dort leben können, wo sie sind.
In einer gesunden Umgebung.
Kriege verändern auch den Alltag der Menschen.
Es gibt mehr Kontrolle, weniger Freiheit.
Alles wird vom Krieg beeinflusst:
Medien, Kultur, Schulen, Arbeit, Polizei.
Waffen werden wichtiger als das Klima.
Viele merken gar nicht, wie sich ihre Gedanken verändern.
Der Krieg wird normal.
Der Schutz der Erde wird unwichtig.
Der Unterschied zum Umweltschutz
Krieg verlangt Gehorsam.
Man muss tun, was befohlen wird.
Klimaschutz braucht das Gegenteil:
Ideen, Mut und Zusammenarbeit.
Alle Menschen müssen mitmachen.
Kriege machen auch Korruption möglich.
Waffen sind teuer.
Niemand weiß genau, wer wie viel Geld bekommt.
Viele bereichern sich heimlich.
Sterben müssen andere.
Beim Klimaschutz ist das anders:
Hier kämpfen viele offen für unsere Zukunft.
Sie setzen sich für die Erde ein.
Guido Viale sagt:
Wir müssen den Krieg benennen.
Denn ohne Frieden gibt es keinen Klimaschutz.
Der Papst hat dazu eine Schrift geschrieben.
Sie heißt Laudato Si’.
Darin geht es um die Erde und wie wir sie schützen können.
Die indigenen Völker kennen diesen Text gut.
Er wurde auch durch ihre Gedanken geschrieben.
(*) Die Zahl wurde mit Informationen aus diesen Quellen berechnet.
https://exxpress.at/politik/krieg-ist-nicht-klimafreundlich-so-gross-ist-der-co2-abdruck-eines-panzers/ und https://www-tariff-com.translate.goog/news-and-insights/how-many-trees-would-offset-my-business/?_x_tr_sl=en&_x_tr_tl=de&_x_tr_hl=de&_x_tr_pto=rq
Standardtext vgl. https://www.trierer-umschau.de/2025-11-29-da/
Text in Leichter Sprache: mit dem Optimeil-Leichte-Sprache-Assistenten von ChatGPT
Textbegleitung: Christph Maisenbacher – 29. November 2025
Quellen: vgl. Standardtext wie auch die in diesem notierte Links
Foto: Dmitry-Bukhantsov – Unsplash
