ABFALL
Zweckverbandes Abfallwirtschaft Region Trier (A.R.T.) zieht um – Im Focus: Abfallvermeidung – Illegale Entsorgung – Nachhaltigkeit und der Start der Abfallsammelfahrzeuge von Mertesdorf aus
Das Abfall-Ziel
Abfallvermeidung ist das oberste Ziel der 17 UN-Ziele für Nachhaltigkeit (https://17ziele.de/). Immer mehr rückt deshalb die Wiederverwendbarkeit bzw. Weiternutzung von Wertstoffen in den Fokus – ob dies die Fabrikation, die Auswahl beim Kauf, das Wie beim Bauen oder das Wie beim Entsorgen betrifft. Das Recycling kann weiter gehen, als nur Flaschen, Papier oder Biomüll zu sammeln.
Der Abfall-Schock
Abfall kann ganz schön auf den Magen gehen – vor allem, wenn die Entsorgung illegal erfolgt: Eine der für uns, die auch mit Immobilien und Immobilienmodernisierung zu tun haben, bis heute unvergessenen Meldungen des Polizeipräsidiums Trier stammte vom 27. August 2025: Eine übergroße Menge an Asbest wurde an der B 327 Zolleiche bei Morbach ohne Zweifel per LKW und Ladekran inmitten der Natur entsorgt (siehe Foto oben).
Der Abfall-Kampf
Seit drei Wochen läuft in der Region Trier unübersehbar die Plakatkampagne gegen illegale Abfallentsorgung des Zweckverbandes Abfallwirtschaft Region Trier (A.R.T.) – vgl. auch https://youtu.be/Nux-BJchYNQ?si=K6k3w0R84OgPw3Q6
In der dazu veröffentlichten Presseinformation heißt es: „Umweltsünder müssen mit Strafen bis zu 50.000 Euro rechnen. Bei besonders schweren Fällen drohen sogar Freiheitsstrafen.“
Klar und deutlich formuliert die Pressesprecherin des Zweckverbandes Abfallwirtschaft Region Trier (A.R.T.): „Abfälle einfach in den Wald oder auf Parkplätze werfen, geht gar nicht.“
Und um es kurz zu machen, denn unser heutiger Pressetext betrifft den Umzug des A.R.T.-Fuhrparks von Trier-Süd nach Mertesdorf:
„Das Abfall ABC auf der Website https://www.art-trier.de/ gibt Informationen, wohin welche Abfälle gehören. Bei weiteren Fragen hilft das Service-Team per Mail (info@art-trier.de) oder Telefon (0651 9491-414). Die Entsorgung der meisten Abfälle ist kostenlos: Beispielsweise können Sperrabfälle viermal im Jahr angemeldet werden und werden dann bequem vom A.R.T. zuhause abgeholt. Elektroaltgeräte sowie Problemabfälle (z. B. Farben oder Reiniger) nehmen die A.R.T. Entsorgungsstandorte ohne zusätzliche Gebühr entgegen.“
Der Trierer Abfall-Umzug
Und damit sind wir bei dem der Nachhaltigkeit gewidmeten Umzug der A.R.T. Abfallsammelfahrzeuge wie auch weiterer LKW und Firmenfahrzeuge von Trier-Süd nach Mertesdorf. Folgende Presseinformation haben wir heute DAZU erhalten:
„Abfallsammelfahrzeuge haben ein neues Zuhause
Mehr als 50 Jahre war Trier-Süd der Standort des A.R.T. Fuhrparks. Dass diese Ära zu Ende geht, war schon länger klar. Ab Montag starten die Sammelfahrzeuge von Mertesdorf zu ihren Touren.
Heute stand der große Umzug an: Mehr als 50 orangene Fahrzeuge der Müllabfuhr sind ein letztes Mal vom Betriebshof in der Löwenbrückener Straße gefahren. Seit 1. September 1973 war dort der A.R.T. beheimatet. Der Umzug war von langer Hand geplant, hat die Stadt Trier als Eigentümerin des Geländes doch alternative Nutzungspläne. Zudem ist dem Zweckverband A.R.T. seit jeher die Optimierung seiner internen Betriebsabläufe ein wichtiges Anliegen. Der Umzug nach Mertesdorf war nun der nächste konsequente Schritt, der vor allem logistische Vorteile hat.
Optimierung der Betriebsabläufe
Bisher haben die Abfallsammelfahrzeuge am Ende der Tour im Entsorgungs- und Verwertungszentrum (EVZ) Mertesdorf verschiedene Abfallarten, z. B. Grün- und Restabfälle, entladen. Von dort ging es dann zurück zum Startpunkt der Tour nach Trier-Süd. Seit heute starten und beenden die Abfallsammelfahrzeuge ihre Tour in Mertesdorf, was ökologische und ökonomische Vorteile bringt.
Für die Abfallsammelfahrzeuge sowie weitere LKW und Firmenfahrzeuge wurde auf dem Gelände des EVZ ein 12.000 m² großer Stellplatz gebaut, der gegenüber dem Gelände in Trier-Süd ein schnelleres Ausfahren am Morgen ermöglicht. Zudem können die Abfallsammelfahrzeuge nun alle unter einem mit einer Photovoltaikanlage bestückten Dach parken. Dennis Wefels, Logistik-Leiter des A.R.T.: „Der Standort in Trier-Süd ist schon lange zu klein geworden und entspricht an vielen Stellen nicht mehr den heutigen Standards. Beispielsweise waren die bisherigen Umkleide- und Sanitärräume ziemlich in die Jahre gekommen. Das neue Betriebsgebäude bietet den Beschäftigten ein modernes und sicheres Arbeitsumfeld.“
Neubau unter Aspekten der Nachhaltigkeit
Im neuen Betriebsgebäude finden sich daneben auf einer Fläche von 4.650 m² Werkstatthallen, Büros und Sozialräume. So ist in Mertesdorf ab sofort der komplette technische Bereich des A.R.T. mit seinen circa 200 Beschäftigten untergebracht. Sitz der Verwaltung bleibt weiterhin das A.R.T. Kundenzentrum in der Metternichstraße in Trier-Nord.
Beim neuen Betriebsgebäude (Bruttokosten: 22,8 Millionen Euro) wurde auf eine zeitgemäße Interpretation des Begriffs Nachhaltigkeit im Kontext des Bauens wertgelegt. Im Mittelpunkt dessen stand die Auswahl langlebiger Materialien sowie niedrige Instandhaltungskosten. Darüber hinaus wurde schon beim Bau mit Weitblick an eine spätere Verwendung der Materialien gedacht, sollte das Gebäude am Ende seiner Nutzungsdauer angelangt sein: Alle verbauten Materialien sind wiederverwendbar beziehungsweise verwertbar.
Öffentliche Führungen
Wer mehr über das Entsorgungs- und Verwertungszentrum Mertesdorf erfahren möchte, kann an einer öffentlichen Führung teilnehmen. Ab Frühjahr bietet der A.R.T. die kostenlosen Führungen wieder regelmäßig an. Unter anderem erhalten die Teilnehmer einen Einblick, was mit den eingesammelten Abfällen aus der Region passiert. Die Termine für die Führungen veröffentlicht der A.R.T. auf seiner Website.“
Vortext / Kommentar: Christph Maisenbacher – 29. November 2025
Quelle (vollständig zitierter Text): Zweckverbandes Abfallwirtschaft Region Trier (A.R.T.) – Jasmin Schwarzenbart (Pressestelle)
Link-Zitate: alle Zitate, die wir übernehmen sind im Text mit einem Link versehen
Social-Media-Teaser: ChatGPT
Foto 1: © Magnus Quiring – A.R.T – Foto 2: © Magnus Quiring – A.R.T – Foto 3: © Polizeipräsidium Trier
Video / Youtube: © A.R.T
Dieser Text in LEICHTER SPRACHE ist veröffentlicht unter: https://www.trierer-umschau.de/2025-11-29-bb/
