LEICHTE SPRACHE - WELTKLIMAKONFERENZ
Welt-Klima-Konferenz: – Wollen wir weiter wegschauen? – Oder wollen wir gerecht handeln? – Und wegkommen von Öl, Gas und Kohle?
Welt-Klima-Konferenz
Liebe Leser und Leserinnen,
das Thema Klima ist für uns sehr wichtig.
Darum schreiben wir heute darüber.
Viele Menschen fragen sich:
Wann hören wir endlich auf mit Öl, Kohle und Gas?
Saudi-Arabien will, dass der Abschluss-Text der Konferenz schwächer wird.
Auch der Regenwald im Amazonas wird zu wenig geschützt.
Was ist da los?
Was passiert mit dem Geld für Schäden durch den Klimawandel?
Was ist mit dem Geld für Länder im Süden der Welt?
Und was meint Frau von der Leyen von der EU-Kommission, wenn sie sagt:
„Wir bekämpfen nicht das Öl oder das Gas. Wir bekämpfen nur die Emissionen.“?
Viele Fachleute sagen:
Das Ziel mit 1,5 Grad mehr Wärme ist kaum noch zu schaffen.
Die Zeitung Trierer Umschau ist für Klimaschutz.
Denn bei uns in der Region ist es schon heißer geworden als 1,5 Grad.
Vielleicht haben Sie den folgenden Text gelesen:
https://www.trierer-umschau.de/2025-10-19-cb/
Auf der großen Klima-Konferenz in Belém in Brasilien treffen sich Vertreter von 198 Ländern.
Hat niemand gut zugehört, als der Chef der Vereinten Nationen geredet hat?
Darum zeigen wir heute nochmal seine Rede vom 20. November 2025.
Alle Verhandler bei der Konferenz sollen diese Worte lesen.
Gleichzeitig findet in Südafrika ein anderes Treffen statt:
Das G20-Treffen.
Dort reden wichtige Länder auch über Nachhaltigkeit.
Nachhaltigkeit heißt:
Wir leben so, dass es auch für die nächsten Generationen gut bleibt.
Aber: Wird dort wirklich klar und offen gesprochen?
Wir sind skeptisch.
Darum hier nochmals:
Die wichtigen Worte vom Chef der Vereinten Nationen.
Er sagt, wie unsere gemeinsame Zukunft aussehen muss.
Und was in der Abschlusserklärung vom Welt-Klima-Gipfel stehen soll.
Rede von António Guterres vom 20. November 2025 in Leichter Sprache:
Guten Morgen.
Ich danke Präsident Lula.
Er macht einen sehr guten Job.
Auch die Regierung von Brasilien gibt sich große Mühe,
damit die Konferenz gut läuft.
Ich habe in den letzten Tagen viele Menschen getroffen:
Politiker, Minister, Unterhändler,
Menschen aus indigenen Völkern,
Menschen von Umwelt-Gruppen
und junge Menschen aus der ganzen Welt.
Was klar ist:
Wir haben kaum noch Zeit.
Die ganze Welt schaut auf die Stadt Belém.
Auch Menschen, die schon heute unter dem Klima leiden.
Diese Menschen haben Flut erlebt.
Diese Menschen hatten Ernten, die nicht gewachsen sind.
Diese Menschen haben ihr Zuhause verloren.
Sie sagen:
„Wie lange sollen wir noch warten?“
„Wann gibt es endlich Ergebnisse?“
Die Wissenschaft sagt:
Es ist fast sicher:
In wenigen Jahren wird es heißer als 1,5 Grad.
Was bedeutet das?
• Mehr Hitze.
• Mehr Hunger.
• Mehr Katastrophen.
• Mehr Menschen, die ihre Heimat verlieren.
• Mehr Gefahr, dass die Erde kippt.
Aber:
Wir können es noch schaffen.
Wir können die Temperatur wieder unter 1,5 Grad bringen.
Aber nur, wenn wir jetzt handeln.
Diese Aufgabe beginnt hier – in Belém.
Ich bitte alle Länder:
Arbeitet zusammen.
Findet Lösungen.
Beschützt die Menschen.
Haltet das 1,5-Grad-Ziel am Leben.
Wir brauchen:
• mehr Geld für Länder, die sich an den Klimawandel anpassen müssen.
• echte Pläne, um weniger schädliche Gase auszustoßen.
• verlässliche Hilfe durch Geld.
Dafür braucht es Mut.
Kein Land bekommt alles, was es will.
Aber alle Länder müssen sich einigen.
Erstens: Menschen schützen
Für viele Menschen ist Klimaschutz keine Idee,
sondern eine Frage von Leben oder Tod.
Zum Beispiel:
• Entweder man kann wieder aufbauen, oder alles ist verloren.
• Entweder man kann neu pflanzen, oder man hat nichts zu essen.
• Entweder man kann bleiben, oder man verliert seine Heimat.
Der Bedarf an Hilfe wächst schnell.
Und es wird noch schlimmer, wenn die Erde wärmer wird.
Die reichen Länder haben versprochen:
Sie geben doppelt so viel Geld für Anpassung.
Aber das Geld reicht noch nicht.
Wir brauchen drei Mal so viel Geld bis zum Jahr 2030.
Ein Fonds für Schäden wurde eröffnet.
Aber er ist fast leer.
Das Geld muss da rein. Und es muss leichter zugänglich sein.
Alle, die Geld geben können, sollen mithelfen.
Auch Klimabanken und internationale Entwicklungsbanken.
Es geht ums Überleben.
Es geht um Gerechtigkeit.
Und für die indigenen Völker geht es auch um den Schutz ihrer Kultur und ihrer Heimat.
Zweitens: Weniger schädliche Gase
Vor 10 Jahren wurde das Pariser Klima-Abkommen gemacht.
Es hat schon ein bisschen geholfen.
Aber: Es reicht noch lange nicht.
Ein neuer Bericht zeigt:
Die Pläne der Länder reichen nicht.
Auch wenn alle Länder machen, was sie versprochen haben –
dann wird es trotzdem mehr als 2 Grad wärmer.
Für viele Menschen wäre das tödlich.
Die Pläne müssen besser werden.
Und wir müssen schneller handeln.
Wir müssen viel weniger schädliche Gase ausstoßen.
Gute Nachricht:
Saubere Energie ist heute billig.
Und es gibt viel davon.
Sie hilft der Wirtschaft.
Und sie schützt die Menschen vor teuren Öl- und Gas-Preisen.
Darum:
Die meisten Länder müssen jetzt ihren Höchstwert erreichen.
Sie müssen in diesem Jahrzehnt die Emissionen halbieren.
Bis zum Jahr 2050 soll kein schädliches Gas mehr dazukommen.
Danach sollen sogar mehr Gase entfernt als ausgestoßen werden.
Wichtig ist:
Jedes Land hat eine andere Verantwortung.
Aber alle Länder – vor allem die großen –
müssen mehr tun.
Die Welt muss jetzt damit anfangen,
wegzukommen von Öl, Gas und Kohle.
So wurde es schon letztes Jahr bei der COP28 beschlossen.
Das ist nötig für den Klimaschutz.
Und es ist auch wichtig für eine stabile Wirtschaft und sichere Energie.
Wir müssen aufhören, Öl und Gas zu bevorzugen.
Wir müssen aufhören, falsche Infos zu verbreiten.
Denn diese Infos wollen den Klimaschutz stoppen.
Aber:
Wir müssen auch den Menschen helfen,
die heute noch mit Öl, Kohle oder Gas arbeiten.
Zum Beispiel mit Weiterbildung oder neuen Jobs.
Ich finde es gut,
dass viele einen „gerechten Übergang“ fordern.
Das heißt: Der Wandel muss für alle fair sein.
Ich fordere alle Länder:
Belém muss zeigen, wie so ein Übergang gehen kann.
Und das Ziel 1,5 Grad darf dabei nicht vergessen werden.
Wir brauchen auch mehr Strom aus sauberer Energie.
Auch für neue Technik wie Künstliche Intelligenz.
Darum:
Wir brauchen eine neue Allianz.
Alle sollen zusammenarbeiten,
damit Strom-Netze besser werden,
Strom gespeichert werden kann
und Strom überall sauber ist.
Auch das ist wichtig:
Wir müssen weniger Methan ausstoßen.
Das geht einfach und kostet nicht viel.
Und zuletzt:
Wir müssen aufhören, Wälder zu zerstören.
Bis 2030 muss die Abholzung gestoppt werden.
Denn die Natur schützt uns.
Sie darf nicht zerstört werden.
Drittens: Geld für den Klimaschutz
Wir können nichts von all dem umsetzen,
wenn wir kein sicheres Geld dafür haben.
Das Geld muss geplant, erreichbar und fest zugesagt sein.
Wir brauchen einen guten Plan,
wie wir das sogenannte Baku-Finanz-Ziel erreichen.
Die reichen Länder sollen helfen:
Ab dem Jahr 2035 soll es jedes Jahr
mindestens 300 Milliarden US-Dollar für den Klimaschutz geben.
Und dann sollen es bis 2035 sogar
1.300 Milliarden US-Dollar pro Jahr werden.
Die Regeln für das Geld müssen einfacher sein.
Vor allem für Länder, die besonders viel Hilfe brauchen.
Auch über die Konferenz hinaus gilt:
Die Kosten für ärmere Länder müssen kleiner werden.
Zum Beispiel durch günstige Kredite
oder neue Finanzideen.
Wir wissen:
Das Geld in den Haushalten ist knapp.
Aber das Finanz-System kann helfen.
Es kann aus kleinem Geld viel mehr machen.
Die großen Entwicklungs-Banken
haben dabei eine wichtige Aufgabe.
Sie müssen mutiger werden,
mehr Geld verleihen können
und schneller private Investoren finden.
Was bisher gefehlt hat,
war der Wille der Politiker, Entscheidungen zu treffen.
Wenn das Finanz-System jetzt nicht hilft,
muss es verändert werden.
Dann bleibt keine andere Wahl.
Zum Schluss: Ein Appell an die Minister
Bevor ich weiterreise nach Südafrika zum G20-Treffen,
möchte ich noch etwas sagen – direkt an die Minister:
Bitte:
Arbeitet ehrlich miteinander.
Findet eine gute Lösung.
1,5 Grad muss euer oberstes Ziel sein.
Das ist eure rote Linie.
Jetzt ist der Moment für Führung.
Habt Mut.
Hört auf die Wissenschaft.
Stellt die Menschen an erste Stelle –
nicht den Profit.
Und vergesst nicht:
Das Ziel ist in Sicht.
Geht diesen letzten Schritt!
Danke.
Standardtext vgl. https://www.trierer-umschau.de/2025-11-22-ba/
Text in Leichter Sprache: mit dem Optimeil-Leichte-Sprache-Assistenten von ChatGPT
Textbegleitung: Christph Maisenbacher – 22. November 2025
Quellen: vgl. Standardtext wie auch die in diesem notierte Links
Foto: © Credit: UN Photo/Manuel Elías
