Schütze die Natur.
Es gibt nur eine Erde.
Sticker: © Autor*in unbekannt (*) – Foto: Trierer Umschau / Trier (April 2025

LEICHTE SPRACHE - FOSSILE BRENNSTOFFE

Die Zeit von Öl, Gas und Kohle muss jetzt vorbei sein. – Amnesty International sagt: Die Öl- und Gas-Industrie ist eine Gefahr für 2 Milliarden Menschen.

Worauf steuert die Weltklima-Konferenz zu?
198 Länder treffen sich in Brasilien.
Sie sprechen in der Stadt Belém.
Die Konferenz heißt COP30.

Sie verhandeln schon sehr lange.
Denn sie können sich nicht auf einen Text einigen.

Im Abschluss-Text fehlt etwas sehr Wichtiges.
Mehr als 30 reiche Länder sagen nicht deutlich:
Wir steigen bald aus Öl, Gas und Kohle aus.

Der Präsident von Brasilien heißt Lula da Silva.
Er sagt:
Wir wollen niemanden zwingen.
Wir wollen kein festes Datum setzen.

Aber: Die Erde ist in Gefahr.
Die Wälder verschwinden.
Die Zukunft ist in Gefahr.
Und die Erde wird heiß wie ein Kochtopf.

Wir haben nur diese eine Erde.
Wir können nicht einfach wegfliegen.

Im Jahr 2016 haben alle Länder der Vereinten Nationen gesagt:
Wir machen beim Klima-Abkommen von Paris mit.
Alle haben klar und deutlich unterschrieben.

In dem Vertrag steht:
Die Erde soll sich nicht zu stark erwärmen.

In Artikel 4 steht:
Die Länder sollen so schnell wie möglich aufhören,
viel CO2 in die Luft zu pusten.

In Artikel 2 steht:
Die Erde soll sich nicht mehr als 2 Grad erwärmen.
Besser wären nur 1,5 Grad.

Wir von der Trierer Umschau zeigen euch heute eine wichtige Nachricht.
Die Nachricht kommt von Amnesty International.

Vor der langen Nachricht kommt hier eine kurze Zusammenfassung:

• Die Öl- und Gas-Firmen bedrohen das Leben von 2 Milliarden Menschen.
• Das ist ein Viertel der ganzen Menschheit.
• Amnesty International und das Better Planet Laboratory haben das herausgefunden.
• Sie haben viele Daten und Karten gesammelt.
• Es geht um Öl, Gas und Kohle.

Ein neuer Bericht heißt:
„Extraction Extinction“
Das ist Englisch.
Das heißt: Ausbeutung und Auslöschung.

Der Bericht sagt:
Von der Suche bis zur Verarbeitung machen fossile Brennstoffe alles kaputt.
Sie zerstören die Natur.
Und sie verletzen die Menschenrechte.

Viele Menschen wohnen nahe bei Öl-, Gas- und Kohle-Anlagen.
Das ist gefährlich für ihre Gesundheit.

Die Menschen bekommen:
• Krebs
• Herz-Krankheiten
• Probleme bei der Geburt von Babys
• Andere schlimme Krankheiten

Amnesty International hat den Bericht gemacht.
Zusammen mit dem Better Planet Laboratory.

Sie haben weltweit untersucht:
Wie viele Menschen wohnen nah an diesen gefährlichen Anlagen?

Amnesty-Chefin Agnès Callamard sagt:
Die fossile Industrie bringt viele Menschen in große Gefahr.
Und sie verändert das Klima sehr stark.

Früher wusste man nicht:
Wie viele Menschen leben nah an solchen Anlagen?
Jetzt wissen wir es besser.

Die Industrie sorgt für Klimachaos.
Sie schadet der Natur.
Sie schadet den Menschen.

Der Bericht zeigt:
Die Welt muss sofort aufhören mit Öl, Gas und Kohle.
Es braucht jetzt einen klaren Plan für den Ausstieg.

Das Better Planet Laboratory hat viele Daten zusammengeführt.
Sie haben Orte und Zahlen verglichen.

Zum Beispiel:
• Wo wohnen Menschen?
• Wo sind Öl- und Gasanlagen?
• Wo sind wichtige Natur-Gebiete?
• Wo leben indigene Völker?

Die Daten sind nicht vollständig.
Denn viele Länder sammeln keine guten Zahlen.

Zusätzlich hat Amnesty viele Menschen befragt.

Zum Beispiel:
• Fischer in Brasilien
• Indigene Frauen in Kanada
• Menschen in Küsten-Dörfern in Senegal

Sie haben auch mit Forschern und Reporterinnen gesprochen.
Sie haben Karten angeschaut.
Und sie haben andere Berichte verglichen.

Die Gefahr ist riesig:

• 2 Milliarden Menschen leben nahe bei Öl-, Gas- oder Kohle-Anlagen.
• 520 Millionen davon sind Kinder.
• 463 Millionen Menschen wohnen sehr nah dran – weniger als 1 Kilometer.
• Das ist sehr gefährlich für ihre Gesundheit.

Indigene Völker sind besonders betroffen.
16 % aller Anlagen stehen auf ihrem Land.
32 % aller Anlagen stehen in besonders wichtiger Natur.

Und es wird immer schlimmer:
Über 3.500 neue Anlagen sind geplant oder im Bau.
Mindestens 135 Millionen weitere Menschen könnten dann in Gefahr sein.

In China und Indien entstehen besonders viele neue Kohle-Anlagen.

Ginni Braich vom Better Planet Laboratory sagt:
Eigentlich wollen alle Länder aussteigen.
Aber neue Anlagen entstehen genau dort,
wo die Natur sehr empfindlich ist.
Das ist ein Problem.

Wie die Förderung von Öl und Gas Menschen kaputt macht:

Eine Frau aus Kanada sagt:
Wir sind erschöpft – über Generationen.
Wir sterben daran.
Wir sind nicht schuld.
Aber wir leiden am meisten.

Viele Öl- und Gas-Firmen zerstören die Umwelt.
Sie machen Menschen krank.
Sie nehmen ihnen ihre Kultur.
Sie nehmen ihnen ihre Lebensgrundlage.

Ein Fischer aus Brasilien sagt:
Wir wollen kein Geld.
Wir wollen einfach nur fischen.
Das ist unser Recht.
Aber sie nehmen uns dieses Recht weg.

Viele Menschen werden bedroht.
Sie kämpfen für ihre Rechte.
Aber Firmen machen ihnen Angst.

Staaten und Firmen klagen sie an.
Das ist oft Absicht.
Sie wollen, dass die Menschen still sind.

Die Wet’suwet’en aus Kanada sagen:
Wenn wir unser Land verteidigen,
werden wir kriminalisiert.
Sie benutzen Gerichte gegen uns.
Sie machen unsere Dörfer kaputt.
Und sie fragen uns nicht.

Auch Menschen im Senegal sagen:
Wir wissen nicht, was die Firmen wirklich tun.
Wir wissen nicht, was auf uns zukommt.
Wir durften nicht mitreden.

Eine Forscherin von Amnesty heißt Candy Ofime.
Sie sagt:
Diese Geschichten zeigen ein großes Problem.

Menschen haben keine Macht gegen große Firmen.
Sie werden nicht gehört.
Sie können sich nicht wehren.

Staaten dürfen diese Menschen nicht bestrafen.
Staaten müssen sie schützen.

Die Menschen müssen sicher ihre Meinung sagen dürfen.
Sie müssen beim Klimaschutz mitmachen können.

Natur wird zerstört

Viele Projekte machen die Umgebung kaputt.
Es gibt viele verschmutzte Orte.
Dort ist die Natur geschädigt.
Dort leiden viele Menschen.

Die Anlagen machen Dreck.
Sie stoßen viele Gase aus.
Sie zerstören Tiere und Pflanzen.

Obwohl alle Staaten gesagt haben:
Wir machen beim Klimaschutz mit,
passiert viel zu wenig.

Noch immer kommen 80 % der Energie aus Öl, Gas oder Kohle.
Die Industrie hat viel Macht.
Sie redet überall mit.
Sie will nicht, dass sich etwas ändert.

Agnès Callamard sagt:
Die Staaten müssen jetzt handeln.

Sie müssen raus aus Öl, Gas und Kohle.
Das muss schnell gehen.
Das muss gerecht sein.
Die Menschenrechte müssen beachtet werden.

Amnesty fordert einen Vertrag:
Fossile Brennstoffe dürfen sich nicht weiter verbreiten.

Firmen sagen oft:
Die Welt braucht Öl und Gas.

Aber in Wahrheit geht es um Geld und Macht.
Sie zerstören das Klima.
Sie zerstören die Meere.
Sie verletzen die Rechte der Menschen.

Wir müssen uns wehren.
Wir müssen Druck machen auf die Politiker.
Die Menschheit darf nicht verlieren.

 

(*) Manche Menschen kleben Aufkleber im öffentlichen Raum.
Sie wollen damit ihre Meinung zeigen.
Wir finden:
Diese Meinung ist wichtig.
Manchmal steht auf einem Aufkleber, wer ihn gemacht hat.
Dann fragen wir die Person:
Dürfen wir den Aufkleber zeigen?
Und wir schreiben den Namen auf.
Es gibt aber auch Aufkleber, bei denen man das nicht weiß.
Dann hoffen wir:
Die Person meldet sich.
Dann können wir den Namen aufschreiben.
Aber wir müssen auch sagen:
Aufkleber auf fremden Flächen können verboten sein.
Das steht im Straf-Gesetz-Buch.
Im Paragraph 303.
Man kann dafür eine Strafe bekommen.
INFORMATION:
Wir haben den abgebildeten Sticker gesehen.
Der Sticker war auf der Internet·seite „Gruener Antifa Shop“.
Dort war er unter der Rubrik „Aufkleber“ zu finden.

 

Standardtext vgl. https://www.trierer-umschau.de/2025-11-22-aa/
Text in Leichter Sprache: mit dem Optimeil-Leichte-Sprache-Assistenten von ChatGPT
Textbegleitung: Christph Maisenbacher – 22. November 2025
Quellen: vgl. Standardtext wie auch die in diesem notierte Links
Sticker: © Autor*in unbekannt (*) – Foto: Trierer Umschau / Trier (April 2025