LEICHTE SPRACHE - FRAUEN & GENDER GAP
Ab dem 17. November 2025 arbeiten Frauen in Europa ohne Lohn. – Sie verdienen 12 Prozent weniger als Männer. – In Deutschland ist es noch schlimmer: Frauen arbeiten 64 Tage ohne Bezahlung.
In der EU verdienen Männer und Frauen unterschiedlich viel.
Man nennt das: Gender Pay Gap.
Das spricht man so aus: Dschender-Päy-Gäpp.
Das bedeutet: Frauen verdienen weniger Geld als Männer.
Obwohl sie die gleiche Arbeit machen.
Im Jahr 2025 beginnt für Frauen in der EU die Arbeit ab dem 17. November symbolisch ohne Bezahlung.
Das bedeutet: Frauen arbeiten 44 Tage im Jahr umsonst.
Oder anders gesagt: Sie verdienen 12 Prozent weniger als Männer.
In Deutschland ist der Unterschied noch größer:
Frauen arbeiten hier ab dem 28. Oktober umsonst.
Das sind 64 Tage im Jahr.
Frauen in Deutschland verdienen 17,6 Prozent weniger als Männer.
Das steht in den Zahlen vom Statistischen Bundesamt.
In anderen Ländern der EU ist die Situation sehr verschieden:
In Lettland ist der Unterschied am größten:
Frauen verdienen dort 19 Prozent weniger.
Das bedeutet: Sie arbeiten ab dem 23. Oktober kostenlos.
In Luxemburg ist es anders.
Dort verdienen Frauen sogar etwas mehr als Männer.
Der Unterschied ist –0,9 Prozent.
Deshalb könnte man sagen:
In Luxemburg arbeiten Männer ab dem 28. Dezember umsonst.
Das ist sehr selten in Europa.
Wenn man sich die Zahlen genau anschaut,
fallen einige Länder besonders auf.
Länder wie Frankreich, die Niederlande, Dänemark, Finnland und Österreich
haben einen größeren Unterschied als der EU-Durchschnitt.
Das heißt: Frauen verdienen dort noch weniger als in anderen Ländern.
Andere Länder überraschen:
Zum Beispiel Rumänien.
Dort ist der Unterschied nur 3,8 Prozent.
Das bedeutet: Frauen arbeiten ab dem 18. Dezember umsonst.
Zum Vergleich: In Deutschland schon ab dem 28. Oktober!
Auch Italien überrascht.
Dort verdienen Frauen nur 2,2 Prozent weniger.
Das bedeutet: Frauen arbeiten ab dem 23. Dezember kostenlos.
Das ist erstaunlich, weil Italien ein Land mit sehr traditionellen Rollenbildern ist.
Auch Belgien schneidet gut ab:
Frauen verdienen dort nur 0,7 Prozent weniger.
Das sind etwa 2,5 Tage.
Frauen arbeiten dort also ab dem 29. Dezember mittags umsonst.
Warum gibt es diesen Text überhaupt?
Die Europäische Union (EU) hat eine Erklärung veröffentlicht.
Darin sprechen zwei wichtige Politikerinnen:
• Roxana Mînzatu aus Rumänien.
Sie ist Vize-Präsidentin der Europäischen Kommission.
Sie kümmert sich um Menschen, gute Arbeit und Bildung.
• Hadja Lahbib aus Belgien.
Sie ist EU-Kommissarin für Gleich-Stellung und Krisen-Hilfe.
Sie war früher Außen-Ministerin von Belgien.
Die Erklärung heißt:
„Erklärung vor dem Europäischen Tag der Lohn-Gleichheit“
Hier ist die Erklärung in Leichter Sprache:
Der Equal Pay Day ist dieses Jahr am 17. November 2025.
Das ist der Tag, ab dem Frauen in der EU symbolisch kostenlos arbeiten.
Also ohne Lohn – im Vergleich zu Männern.
Wir setzen uns weiter für Gleich-Stellung ein.
Alle Menschen sollen gleiche Chancen auf Arbeit und guten Lohn haben.
Es gibt keinen Grund, warum Frauen weniger verdienen als Männer.
Das Gesetz in der EU sagt:
Gleicher Lohn für gleiche Arbeit – seit dem Jahr 1957.
Aber in der Realität ist das noch nicht so.
Deshalb wollen wir das ändern.
Wir arbeiten mit allen Ländern in der EU zusammen.
Ein wichtiges neues Gesetz heißt Lohn-Transparenz-Richtlinie.
Das bedeutet:
Firmen müssen offenlegen, wie viel Männer und Frauen verdienen.
Die aktuellen Zahlen zeigen:
Frauen verdienen in der EU im Schnitt 12 Prozent weniger.
Es gibt viele Gründe dafür:
• Frauen kümmern sich oft mehr um Kinder und Haushalt.
Diese Arbeit ist meist unbezahlt.
• Frauen arbeiten oft Teilzeit.
Oder in schlecht bezahlten Berufen.
• Viele Berufe, in denen fast nur Frauen arbeiten,
werden nicht fair bezahlt.
• Frauen haben später weniger Rente.
Der Unterschied zur Männer-Rente ist 24,5 Prozent.
Deshalb setzt sich die EU für mehr Hilfe gegen Armut ein.
Niemand soll durch ungerechte Löhne arm werden.
Noch ein großes Problem:
Frauen sind in wichtigen Führungs-Jobs selten vertreten.
Sie entscheiden selten in großen Firmen mit.
Auch das führt zu weniger Lohn.
Die EU hat ein neues Gesetz gemacht:
Es heißt „Richtlinie für mehr Frauen in Führungs-Positionen“.
Es soll dafür sorgen, dass mehr Frauen mitbestimmen dürfen.
Daran arbeiten die EU-Staaten jetzt.
Wichtig ist:
• Gleich-Stellung kommt nicht von selbst.
• Wir müssen weiter dafür kämpfen.
• Die EU hat einen Fahrplan für Frauen-Rechte erstellt.
Damit Gleich-Stellung besser wird.
Unser Ziel ist klar:
Jede Frau hat das Recht auf den gleichen Lohn wie ein Mann.
Hintergrund:
Der Equal Pay Day ist 2025 zwei Tage später als im Jahr davor.
Und sieben Tage später als im Jahr 2020.
Das zeigt:
Es gibt Fortschritt – aber zu langsam.
Wir sind noch weit entfernt von echter Gleich-Stellung.
Fast 9 von 10 Menschen in der EU sagen:
Es ist nicht okay, dass Frauen für die gleiche Arbeit weniger verdienen.
Seit dem Jahr 2020 hat die EU viele Dinge verbessert:
• Die neue Lohn-Transparenz-Richtlinie
(bis 2026 muss sie überall gelten)
• Die Strategie für Gleich-Stellung von 2020–2025
• Die nächste Strategie ist in Planung: 2026–2030
• Die Richtlinie für mehr Frauen in Führungs-Jobs
• Die Richtlinie zur besseren Vereinbarkeit von Beruf und Familie
• Die Pflege-Strategie der EU
(für gute und bezahlbare Pflege-Angebote)
• Die Richtlinie für gerechte Mindestlöhne
All diese Maßnahmen sollen helfen:
Damit Frauen und Männer die gleichen Chancen haben.
Damit alle gerecht bezahlt werden.
Und damit niemand wegen seines Geschlechts benachteiligt wird.
Standardtext vgl. https://www.trierer-umschau.de/2025-11-19-aa/
Text in Leichter Sprache: mit dem Optimeil-Leichte-Sprache-Assistenten von ChatGPT
Textbegleitung: Christph Maisenbacher – 19. November 2025
Quellen: vgl. Standardtext wie auch die in diesem notierte Links
Foto 1: Foto: Mathieu Stern – Unsplash // Foto 2: Roxana Mînzatu – Photographer: Laurie DIEFFEMBACQ – Copyright: © European Union 2025 – Source : EP // Foto 3 : Hadja Lahbib – Photographer: Fred MARVAUX – Copyright: © European Union 2025 – Source : EP
