Die Taube mit dem Öl-Zweig ist ein Zeichen für Frieden.
Auch im Jahr 2025 gibt es viele Kriege.
Trotzdem steht die Taube für gute Dinge:
Für Frieden.
Für Liebe.
Für Hoffnung.
Für Versöhnung.
Und für ein wichtiges Wort: Abrüstung.
Das bedeutet: Weniger Waffen in der Welt.
Sticker: © Autor:in unbekannt (*)
Foto: Trierer Umschau / Trier (April 2025)

LEICHTE SPRACHE - KIRCHE & FRIEDEN

Welt-Frieden: Was Kirchen tun sollen – Ein Blick von Michael von der Schulenburg aus dem Europa-Parlament

Krieg und Frieden:

Was sagen Kirche und Politik?

Papst Leo der 14.
Und Papst Franziskus davor:
Beide sprechen sich klar für Frieden aus.
Sie sagen das öffentlich.
Wir haben darüber berichtet.
Hier findest du den Bericht:
https://www.trierer-umschau.de/2025-11-14-ab/

Aber:
In Deutschland reden Kirchen auch über Wehrdienst.
Und über Aufrüstung.
Die katholischen Bischöfe sagen in einer Erklärung:
Militärische Verteidigung ist erlaubt.
Aber nur unter bestimmten Bedingungen.
Zum Beispiel:
Sie muss dem Frieden dienen.

Auch die Evangelische Kirche spricht darüber.
Sie sagt:
Es gibt echte Gefahren.
Deshalb braucht es auch militärische Antworten.
Zum Beispiel Verteidigung und Abschreckung.

Doch nicht alle sind damit einverstanden.

 

Michael von der Schulenburg schreibt einen offenen Brief

Michael von der Schulenburg war früher bei den Vereinten Nationen.
Er hat lange für den Frieden gearbeitet.
Heute ist er Politiker im Europa-Parlament.

Er hat einen offenen Brief geschrieben.
An Pax Christi – die katholische Friedens-Bewegung.
Aber auch an alle Menschen.

In seinem Brief sagt er:
Die Kirche muss wieder für den Frieden arbeiten.
Mitfühlend.
Klar.
Und im Gespräch mit anderen.

Denn:
Auf der Welt gibt es gerade viele Kriege.
Zum Beispiel:
In der Ukraine.
In Israel und Gaza.
Im Libanon, in Syrien, im Iran, im Jemen und in Katar.

Diese Kriege sind gefährlich.
Zum ersten Mal seit dem Zweiten Weltkrieg geht es auch um Atomwaffen.
Noch werden sie nur zur Abschreckung erwähnt.
Aber:
Was passiert, wenn sie wirklich eingesetzt werden?

Wo bleibt die Kirche?

Michael von der Schulenburg fragt:
Warum schweigen viele Kirchen?
Er war in Messen in Deutschland, Österreich und anderen Ländern.
Aber:
Keine Fürbitte für die Kinder in Gaza.
Keine Erwähnung der Kriege.
Kein Wort über das Leid.

Dabei sagt der Papst:
Wir sollen friedlich Lösungen suchen.
Michael war im Sommer 2022 im Vatikan.
Mit anderen Friedens-Experten.
Sie haben über einen Friedensplan für die Ukraine gesprochen.
Aber:
Als er in seiner Gemeinde darüber reden wollte, lehnte man das ab.
Warum hat die Kirche Angst, über Krieg zu reden?

Kritik an den deutschen Bischöfen

Besonders hart kritisiert er eine Erklärung der Deutschen Bischöfe.
Darin geht es um den Wehrdienst.
Die Erklärung ist wie ein juristischer Text geschrieben.
Aber sie klingt nicht nach Frieden.
Sondern nach Rechtfertigung für Krieg.

Die Bischöfe übernehmen die Argumente der Regierung.
Sie sagen:
Russland ist eine Bedrohung.
Deutschland muss sich verteidigen.

Aber:
Diese Sicht teilen viele Länder nicht.
Auch nicht viele Christen weltweit.
Warum also folgen deutsche Bischöfe dieser Linie?

Was soll die Kirche tun?

Michael von der Schulenburg fragt:
Ist es die Aufgabe der Kirche, eine Seite im Krieg zu wählen?
Oder sollte sie vermitteln?
Sollte sie nicht beiden Seiten zuhören?
Sollte sie nicht versuchen, zu verstehen?
Und Brücken zu bauen?

Er sagt:
Die Kirche soll sich für Frieden einsetzen.
So wie es Christen in Rom 2022 schon versucht haben.
Damals im Vatikan.
Mit Hilfe einer päpstlichen Friedens-Akademie.

Vier wichtige Gedanken für den Frieden

1. Konflikte sollen friedlich gelöst werden
Alle Länder der Welt haben das in der UN-Charta versprochen.
Auch Deutschland.
Auch in einem Krieg muss man verhandeln.
Die Kirche sollte sagen:
Redet mit Russland.
Sucht Frieden.

2. Es gibt keinen „gerechten Krieg“ mehr
Früher dachten viele:
Manche Kriege sind gerecht.
Heute sagt die UN:
Alle Kriege sind schlecht.
Denn jeder denkt, er hat Recht.
Darum muss man verhandeln.
Nicht streiten.
Nicht Schuld verteilen.

3. „Nie wieder Krieg!“
Ein altes Militär-Sprichwort sagt:
„Wenn du Frieden willst, bereite dich auf Krieg vor.“
Aber das ist falsch.
Das ist ein schlimmes Menschenbild.
Die UN denkt anders:
Menschen können durch Gespräche Frieden schaffen.
Das passt auch besser zum christlichen Glauben.

4. Das Wort ist wichtiger als Waffen
Viele sagen:
Die UN-Charta sind nur Worte.
Aber:
Auch der Glaube beginnt mit dem Wort.
Im Johannes-Evangelium steht:
„Am Anfang war das Wort.“
Worte können Leben schaffen.
Waffen können alles Leben zerstören.
Deshalb:
Setzt euch für das Wort ein –
Nicht für Waffen.

Abschluss

Michael von der Schulenburg sagt:
Frieden ist möglich.
Die Kirche soll daran mitarbeiten.
Mit Mut.
Mit Worten.
Mit Hoffnung.

Und er unterschreibt seinen Brief mit:
Michael von der Schulenburg
Europa-Abgeordneter
Ehemaliger UN-Vize-Generalsekretär
Brüssel, 3. November 2025

 

(*) Manche Menschen kleben Aufkleber im öffentlichen Raum.
Sie wollen damit ihre Meinung zeigen.
Wir finden:
Diese Meinung ist wichtig.
Manchmal steht auf einem Aufkleber, wer ihn gemacht hat.
Dann fragen wir die Person:
Dürfen wir den Aufkleber zeigen?
Und wir schreiben den Namen auf.
Es gibt aber auch Aufkleber, bei denen man das nicht weiß.
Dann hoffen wir:
Die Person meldet sich.
Dann können wir den Namen aufschreiben.
Aber wir müssen auch sagen:
Aufkleber auf fremden Flächen können verboten sein.
Das steht im Straf-Gesetz-Buch.
Im Paragraph 303.
Man kann dafür eine Strafe bekommen.
Aufkleber: © Autor:in unbekannt – Foto: Trierer Umschau / Trier (April 2025)

 

Standardtext vgl. https://www.trierer-umschau.de/2025-11-16-aa/
Text in Leichter Sprache: mit dem Optimeil-Leichte-Sprache-Assistenten von ChatGPT
Textbegleitung: Christph Maisenbacher – 16. November 2025
Quellen: vgl. Standardtext wie auch die in diesem notierte Links
Sticker: © Autor:in unbekannt – Foto: Trierer Umschau / Trier (April 2025)