Was macht Religion in unserem Leben?
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Foto: © EKD

LEICHTE SPRACHE - KIRCHE & ATOMWAFFEN

Die Evangelische Kirche sagt teils Ja und teils Nein zu Atomwaffen. – Das passt nicht gut zur Meinung vom Papst.

Am 10. November 2025 um 13.30 Uhr habe ich Radio gehört.
Ich habe Nachrichten vom Deutschlandfunk gehört.

Dort wurde gesagt:
Die Evangelische Kirche in Deutschland hat eine neue Meinung zum Thema Frieden.

Diese Meinung steht in einem Text.
Der Text heißt:
„Welt in Unordnung – Gerechter Friede im Blick“.

In dem Text steht zum Beispiel:
Es soll mehr Geld für Waffen und Militär geben.
Denn das hilft, Menschen zu schützen.

Gleichzeitig sagt die Kirche aber auch:
Man soll nicht zu viel in das Militär investieren.

Ich frage mich bei so einer Meinung:
Was ist mit dem alten Bild vom Frieden in der Bibel?

In der Bibel steht bei Micha 4,1:
„Sie werden ihre Schwerter zu Pflugscharen machen.
Und ihre Spieße zu Sicheln.
Kein Volk wird mehr das Schwert gegen ein anderes heben.
Und niemand wird mehr lernen, Krieg zu führen.“

Das heißt:
Aus Waffen sollen Werkzeuge werden.
Und die Menschen sollen keinen Krieg mehr lernen.

In einer alten Denkschrift der Evangelischen Kirche aus dem Jahr 2007 steht:
„Sicherheit darf nicht nur mit Waffen erreicht werden.
Stattdessen sollen Länder zusammenarbeiten.
Und gemeinsam für den Frieden sorgen.“

Aber in der neuen Denkschrift geht es wieder mehr ums Militär.
Es klingt so:
Frieden gibt es nur mit Waffen.

Mir fehlt eine klare Meinung dagegen.
Die katholische Kirche ist da viel deutlicher.
Sie sagt ganz klar Nein zu Atomwaffen.

In der neuen Denkschrift der EKD steht auf Seite 15 und 16:
Atomwaffen sind gefährlich.
Darum sind sie falsch.
Aber:
Manche Länder glauben, sie brauchen Atomwaffen zum Schutz.
Wenn sie keine haben, könnten sie sich bedroht fühlen.

Das ist ein großes Problem.
Egal, was man macht – man macht etwas falsch.
Die EKD nennt das ein Dilemma.
Sie weiß, dass das falsch ist.

Trotzdem sagt sie:
Wir sollen in der NATO daran arbeiten,
dass Sicherheit auch ohne Atomwaffen möglich ist.

Es gibt aber auch einen guten Satz in der Denkschrift.
Unter Punkt 149 steht:
Atomwaffen dürfen niemals als normal angesehen werden.
Es muss immer Bemühungen geben für weniger Waffen, weniger Gewalt und mehr Vertrauen.

Trotzdem sagt das Aktionsbündnis „atomwaffenfrei.jetzt“:
Die EKD ist zu unklar.

Hier ist, was das Aktionsbündnis sagt:

Wir sind enttäuscht von der EKD.
Die neue Friedens-Meinung klingt wie eine Zustimmung zu Atomwaffen.
Das ist ein Rückschritt.
Früher war die EKD viel kritischer.

Jetzt wirkt es so, als wären Atomwaffen vielleicht doch erlaubt.
Das ist gefährlich.

Ein Sprecher vom Bündnis sagt:
Die Zeit der Ausreden ist vorbei.
Papst Franziskus hat schon 2019 gesagt:
Der Besitz von Atomwaffen ist unmoralisch.

Die Länder mit Atomwaffen haben versprochen, abzurüsten.
Aber sie machen das nicht.
Darum ist auch die Geduld der Kirche am Ende.

Wir erwarten von der evangelischen Kirche:
Sie soll Nein zu Atomwaffen sagen.
Ganz klar.
Und sie soll Schritte fordern für eine Welt ohne Atomwaffen.

Auch viele kirchliche Gruppen kämpfen seit Jahren gegen Atomwaffen.
Zum Beispiel in Büchel.

Dort lagern US-Atombomben.
Die Bundeswehr bekommt neue Kampfflugzeuge.
Dafür wird sehr viel Geld ausgegeben.

Aber die neue Meinung der EKD hilft den Friedensgruppen nicht.
Sie macht es ihnen schwerer.

Hildegard Slabik-Münter von einer Friedensgruppe sagt:
Die EKD fällt uns in den Rücken.

Das Aktionsbündnis hofft:
Die Gemeinden der evangelischen Kirche sagen Nein.
So wie der Friedensbeauftragte der EKD, Friedrich Kramer.

Er sagte:
„Ich bin der Meinung, wir sollten bei einem klaren Nein bleiben.
Ohne jedes Ja.“

Das Aktionsbündnis stimmt ihm zu.

Auch der neue Papst, Leo XIV., hat sich klar geäußert.
Bei einer Veranstaltung mit vielen Religionsführern im Kolosseum in Rom sagte er:

„Die Welt braucht Frieden.
Wir brauchen eine Zeit der Versöhnung.
Nicht mehr Macht und Krieg.

Die Kriege bringen Leid, Tod und Zerstörung.
Es reicht!

Wir dürfen den Krieg nicht als normal ansehen.
Wir dürfen uns nicht daran gewöhnen.“

 

Standardtext vgl. https://www.trierer-umschau.de/2025-11-14-aa/
Text in Leichter Sprache: mit dem Optimeil-Leichte-Sprache-Assistenten von ChatGPT
Textbegleitung: Christph Maisenbacher – 14. November 2025
Quellen: vgl. Standardtext wie auch die in diesem notierte Links
Foto: © EKD