LEICHTE SPRACHE - SOLAR STROM
Wirtschafts·ministerin Reiche plant neue Gas·kraftwerke. – Dabei wird schon jetzt viel Solar·strom einfach abgeschaltet.- Die Organisation Campact sagt: Das ist ein Rück·schritt bei der Energie·wende.
Konrad Adenauer war ein bekannter Politiker.
Er hat einmal gesagt:
Ich habe meine Meinung.
Bitte sagen Sie mir keine anderen Fakten.
Heute passt dieser Satz gut zur Politik der Ministerin Katherina Reiche.
Sie ist die neue Bundes·ministerin für Wirtschaft und Energie.
Sie sagt: Deutschland braucht 30 neue Gas·kraftwerke.
Aber: Deutschland will bis zum Jahr 2035 fast kein schädliches CO₂ mehr ausstoßen.
Ein Bericht vom früheren Wirtschafts·ministerium sagt:
Deutschland braucht sehr viel Strom aus Wind und Sonne.
Bis zum Jahr 2030 braucht Deutschland doppelt so viel grünen Strom wie heute.
Darum muss der Ausbau von Wind·kraft und Sonnen·strom sehr schnell gehen.
Früher war Robert Habeck Minister für Wirtschaft und Klima·schutz.
Er ist von der Partei Die Grünen.
Jetzt ist Katherina Reiche Ministerin für Wirtschaft und Energie.
Sie ist von der CDU.
Das Wort „Klima·schutz“ taucht nicht mehr in ihrem Ministerium auf.
Das zeigt: Es geht jetzt mehr um Energie – und weniger um Umwelt.
Ministerin Reiche denkt darüber nach:
Sollen Menschen weniger Geld bekommen, wenn sie eine Solar·anlage bauen?
Sie will auch die Zahlungen kürzen, die man bekommt,
wenn der eigene Sonnen·strom abgeschaltet wird.
Viele sagen jetzt:
Das Ziel für 2035 wird von der Politik ausgebremst.
Die „Trierer Umschau“ ruft zur Unterstützung auf.
Sie sagt: Wir müssen gemeinsam mit der Organisation Campact die Energie·wende verteidigen.
Campact ruft auf:
„Ministerin stoppen – Energie·wende verteidigen“
Hier geht es zum Text dazu: https://aktion.campact.de/klima/energiewende-retten-lobby-ministerin-reiche-stoppen/teilnehmen
Das Statistische Bundesamt hat im März 2025 gesagt:
Im Jahr 2024 kam 59,4 % des Stroms in Deutschland aus erneuerbaren Energien.
Der Strom aus Sonnen·licht ist stark gewachsen:
Er war im Jahr 2024 so hoch wie noch nie.
13,8 % vom gesamten Strom kam aus Solar·anlagen.
Das ist ein Rekord.
Aber:
Trotzdem ist Strom aus Sonnen·licht ein Risiko für Geld·geber geworden.
Denn: Immer mehr Solar·strom wird abgeschaltet.
Und zwar nicht, weil etwas kaputt ist.
Sondern weil das Strom·netz voll ist.
Die Firma „German Energies“ hat das genau untersucht.
Sie hat viele Zahlen und Fakten gesammelt.
Die Firma zeigt:
Große Solar·anlagen werden immer öfter abgeschaltet.
Das bedeutet: Der Strom wird produziert – aber nicht genutzt.
Viele Betreiber denken:
Wenn viel Sonne scheint, gibt es viel Strom.
Und viel Strom bringt viel Geld.
Aber so einfach ist es leider nicht mehr.
Für große Dach·anlagen mit viel Leistung (ab 100 Kilowatt) ist das ein Problem.
Wenn man keine Fach·firma hat, kann man viel Geld verlieren.
In Deutschland ist das Strom·netz sehr sicher.
2024 hatten Menschen im Durchschnitt nur etwa 12 Minuten pro Jahr keinen Strom.
Das ist sehr wenig.
Deutschland hat damit eines der sichersten Strom·netze in Europa.
Aber:
Es gibt ein anderes Problem.
Das Strom·netz ist oft zu voll.
Dann muss Strom abgeschaltet werden.
Das nennt man auch: Netz·eingriffe oder Abregelungen.
Im Jahr 2022 war das Netz nur an 160 Stunden ohne Eingriffe.
Das bedeutet:
In 98 % der Zeit mussten die Netz·betreiber etwas tun,
damit das Strom·netz nicht überlastet wird.
Mit dem Ausbau von Wind·kraft und Solar·strom wird das Problem größer.
Immer mehr Strom muss abgeregelt werden,
damit das Netz nicht zusammenbricht.
Besonders oft betroffen: Große Solar·anlagen.
Im Jahr 2025 mussten schon in der ersten Hälfte über 1.400 Millionen Kilowattstunden Solar·strom abgeschaltet werden.
Allein im Frühling und Sommer war es sehr viel.
Warum?
Weil es sehr sonnig war – aber wenig Wind.
Der Solar·strom konnte nicht gut verteilt werden.
Darum wurde er in vielen Regionen abgeschaltet.
Am stärksten betroffen ist das Bundes·land Bayern.
Dort gibt es besonders viele Solar·anlagen.
Aber das Strom·netz in Bayern ist an vielen Stellen zu schwach.
Neue Strom·leitungen wurden nicht gebaut.
Darum konnte Bayern im Jahr 2024 fast 1 Tera·watt·stunde Sonnen·strom nicht nutzen.
Das ist sehr viel.
Zum Vergleich: Im Jahr davor waren es etwa 382 Millionen Kilowattstunden.
Die Partei Die Grünen in Bayern sagt:
Die Probleme sind selbst gemacht.
Denn die bayerische Regierung hat den Ausbau vom Netz verschleppt.
Es fehlen Leitungen und Umspann·werke.
Was passiert dann?
Mittags, wenn die Sonne stark scheint, wird zu viel Strom produziert.
Das Netz kann ihn nicht aufnehmen.
Darum wird der Strom abgeregelt – also abgeschaltet.
Auch in anderen Regionen gibt es Probleme:
In Baden-Württemberg, Brandenburg, Sachsen-Anhalt,
Mecklenburg-Vorpommern und manchmal in Niedersachsen.
In Ost·deutschland konnte der Strom oft nicht in den Westen weitergeleitet werden.
Das Netz war zu schwach.
Darum mussten auch dort Solar·anlagen abgeschaltet werden.
Im Norden ist das Problem kleiner,
weil dort weniger Solar·anlagen stehen.
Dafür gibt es dort mehr Wind·kraft.
Trotzdem: In manchen Gemeinden mussten auch im Norden Solar·anlagen abgeschaltet werden,
wenn Sonne und Wind gleichzeitig stark waren.
Am stärksten betroffen bleibt aber Süd·deutschland – besonders Bayern.
Zusammengefasst heißt das:
Wer eine große Solar·anlage in Süd·deutschland hat,
muss mit vielen Abschaltungen rechnen.
Vor allem in Bayern ist das ein großes Problem.
In anderen Teilen von Deutschland gibt es weniger Abschaltungen.
Zum Beispiel in Ost·deutschland oder in Teilen von Rheinland-Pfalz und NRW.
Aber auch dort kann es an sonnigen Tagen zu Abschaltungen kommen.
Das hängt davon ab:
Wie gut ist das Strom·netz in der Region?
Wie viele Solar·anlagen gibt es dort?
Im Süden wird mehr Solar·strom gemacht.
Im Norden wird mehr Wind·strom gemacht.
Darum gibt es im Norden eher Abschaltungen bei Wind.
Im Süden eher bei Solar·strom.
Wenn der Solar·strom weiter ausgebaut wird,
aber das Netz nicht besser wird,
könnte es auch in anderen Regionen bald mehr Abschaltungen geben.
Seit dem Jahr 2023 gibt es immer mehr Abschaltungen bei Solar·strom.
Im Jahr 2023 wurden in ganz Deutschland rund 700 Millionen Kilowatt·stunden Solar·strom abgeschaltet.
Das war etwa 2 bis 3 % vom gesamten Sonnen·strom.
Im Jahr 2024 wurde fast doppelt so viel Solar·strom abgeschaltet:
Etwa 1,4 Milliarden Kilowatt·stunden.
Das ist ein großer Anstieg – fast 100 % mehr als im Vorjahr.
Warum ist das passiert?
Es gab sehr viele neue Solar·anlagen.
Und es gab besonders viel Sonne im Sommer 2024.
Darum wurde sehr viel Strom auf einmal produziert.
Das Netz konnte nicht alles aufnehmen.
In Bayern war der Anstieg besonders groß:
Dort stieg der abgeschaltete Solar·strom von 382 auf 981 Millionen Kilowatt·stunden.
In ganz Deutschland konnten im Jahr 2024 etwa 96,5 % des grünen Stroms genutzt werden.
Aber 3,5 % mussten abgeschaltet werden.
Im Jahr 2025 sieht es noch schlimmer aus.
Allein im Frühling wurden schon mehr Solar·strom abgeschaltet als im ganzen Jahr davor.
Wenn es so weitergeht, werden 2025 wohl mehr als 2 Milliarden Kilowatt·stunden Sonnen·strom abgeschaltet.
Wie stark das passiert, hängt auch vom Wetter ab:
Wenn es sehr sonnig ist und das Netz nicht ausgebaut wird,
wird viel Strom einfach weggeschmissen.
Solar·strom ist jetzt genauso wichtig wie Wind·strom.
Beide machen sehr viel Strom –
aber oft mehr, als das Strom·netz aufnehmen kann.
Deshalb gibt es neue Gesetze.
Sie sollen helfen, dass das Strom·netz besser mit Solar·strom umgehen kann.
Zum Beispiel sagt das Gesetz:
Große Solar·anlagen ab 100 Kilowatt müssen steuerbar sein.
Das heißt:
Man muss sie aus der Ferne ab- oder einschalten können.
Neue Anlagen brauchen dafür ein Steuer·gerät.
Das nennt man Smart Meter.
Anlagen zwischen 25 und 100 Kilowatt müssen das ab 2025 auch haben.
Wer kein Steuer·gerät hat, darf nur 60 % vom Strom einspeisen.
Das nennt man: „Spitzenglättung“.
Der Rest vom Strom wird dann nicht genutzt.
Wenn man später das Steuer·gerät einbaut,
darf man wieder 100 % einspeisen.
Alte Anlagen müssen das nicht –
aber sie dürfen freiwillig mitmachen und bekommen dann etwas mehr Geld pro Kilowatt·stunde.
Für große Solar·anlagen ab 100 Kilowatt gibt es noch eine wichtige Regel:
Sie müssen ihren Strom selbst verkaufen.
Das nennt man: Direkt·vermarktung.
Das bedeutet:
Der Strom wird nicht mehr automatisch vom Staat bezahlt.
Sondern die Betreiber suchen sich Firmen, die ihren Strom kaufen.
Der Staat zahlt dann nur noch die Differenz,
wenn der Markt·preis zu niedrig ist.
Ab 2025 gilt die Direkt·vermarktungspflicht schon ab 90 Kilowatt.
Ab 2026 ab 75 Kilowatt.
Und ab 2027 sogar schon ab 25 Kilowatt.
Wenn eine Anlage direkt vermarktet wird,
darf der Netz·betreiber sie bei Netz·problemen herunterregeln.
Das nennt man: Redispatch 2.0.
Dazu muss die Anlage steuerbar sein.
Die Betreiber müssen Daten liefern,
zum Beispiel wie viel Strom sie gerade einspeisen.
Früher durften kleine Anlagen einfach 70 % einspeisen.
Seit 2023 gibt es diese Regel für neue Anlagen nicht mehr.
Jetzt sollen auch kleine Anlagen steuerbar werden.
Ziel ist:
Das Netz soll stabil bleiben.
Und mittags, wenn besonders viel Sonne scheint,
soll nicht zu viel Strom ins Netz kommen.
Es gibt noch eine neue Regel:
Wenn der Strom·preis an der Börse unter 0 Euro fällt,
gibt es für neue Solar·anlagen kein Geld mehr.
Das passiert zum Beispiel an Feiertagen,
wenn viel Sonne scheint,
aber kaum jemand Strom verbraucht.
Diese Regel gilt ab März 2025.
Dann bekommen neue Anlagen in dieser Zeit keine Vergütung.
Das heißt:
Der Betreiber verdient in dieser Zeit gar nichts.
Aber:
Die Zeit wird an die Laufzeit der Förderung drangehängt.
Das soll ein kleiner Ausgleich sein.
Deshalb lohnt es sich, den Strom selbst zu nutzen.
Zum Beispiel mit einem Batterie·speicher.
Dann kann man mittags Strom speichern
und ihn später verbrauchen.
Anlagen ohne Steuer·gerät dürfen ab März 2025 nur noch 60 % einspeisen.
Das soll helfen, das Netz zu entlasten.
Wer freiwillig die neue Technik einbaut,
bekommt etwas mehr Geld pro Kilowatt·stunde – 0,6 Cent extra.
Ziel ist:
Weniger Strom soll abgeregelt werden.
Mehr Strom soll genutzt oder gespeichert werden.
Wenn eine Solar·anlage abgeschaltet wird,
bekommt der Betreiber meistens Geld vom Netz·betreiber.
Das nennt man: Entschädigung.
Für neue Anlagen gilt:
Man bekommt 95 % vom Geld, das man sonst bekommen hätte.
Nur 5 % bleiben als Verlust.
Für alte Anlagen (vor 2012) gab es früher sogar 100 %.
Dieses Geld wird über die Strom·kosten bezahlt.
Also: Alle Strom·kunden zahlen am Ende mit.
Im Jahr 2024 wurden rund 554 Millionen Euro an Betreiber gezahlt,
obwohl etwas weniger Strom abgeschaltet wurde als 2023.
Der Grund: Die Preise an der Strom·börse waren niedriger.
Für die Betreiber ist das gut:
Sie verlieren nicht viel Geld.
Ohne diese Entschädigung wäre es schwer,
mit einer großen Solar·anlage genug zu verdienen.
Aber:
Wenn der Strom·preis negativ ist – also unter 0 Euro –,
gibt es keine Entschädigung.
Dann verliert man 100 % des Geldes.
Das passiert vor allem an sonnigen Wochenenden im Frühling.
Ein Tipp:
Man kann den Strom in dieser Zeit besser selbst nutzen.
Zum Beispiel zum E-Auto laden oder Wasser erhitzen.
Wie wird entschieden,
wie viel Geld man bei einer Abschaltung bekommt?
Man misst, wie viel Strom eigentlich erzeugt worden wäre.
Dafür gibt es Mess·geräte.
Oder man nutzt Durchschnitts·werte.
Große Anlagen über 100 Kilowatt haben genaue Messungen alle 15 Minuten.
So kann man ziemlich genau berechnen,
wie viel Strom verloren ging.
Für die Betreiber bedeutet das:
Auch wenn Strom abgeschaltet wird,
bekommen sie fast das ganze Geld.
Aber für das Strom·system entstehen dabei hohe Kosten.
Im Jahr 2024 waren das etwa 554 Millionen Euro.
Diese Kosten treiben die Strom·preise für alle Menschen in Deutschland mit nach oben.
Viele Betreiber von großen Solar·anlagen nutzen auch Steuer·tricks.
Sie können damit weniger Steuern zahlen.
Ein Beispiel ist der Investitions·abzugs·betrag, kurz IAB.
Damit kann man schon vor dem Kauf der Anlage Steuern sparen.
Man darf bis zu 50 % der geplanten Kosten von der Steuer absetzen.
Auch wenn die Anlage später weniger Gewinn macht,
kann das gut sein:
Man kann Verluste mit anderen Gewinnen verrechnen.
So zahlt man insgesamt weniger Steuern.
Zusätzlich darf man im ersten Jahr bis zu 40 % der Anlage abschreiben.
Das heißt: Man rechnet die Kosten schon früh von den Einnahmen ab.
Insgesamt können Betreiber oft bis zu 60 % der Kosten im ersten Jahr absetzen.
Aber:
Das lohnt sich nur, wenn die Anlage trotzdem Gewinn macht.
Hier helfen die Entschädigungs·zahlungen.
Denn sie sichern den Groß·teil der Einnahmen ab.
Kurz gesagt:
Auch mit Abschaltungen bleiben Solar·anlagen für viele Geld·geber weiter interessant.
Im Jahr 2026 wird es wohl noch mehr Solar·strom in Deutschland geben.
Aber das Strom·netz wächst nicht so schnell mit.
Darum bleibt das Problem mit den Abschaltungen bestehen.
Die Firma „German Energies“ hat eine Lösung:
Neue Solar·anlagen bekommen automatisch einen Batterie·speicher dazu.
So kann der Strom gespeichert werden,
wenn das Netz gerade voll ist.
Auch alte Anlagen sollen mit Speichern nachgerüstet werden.
Dann kann der Strom später genutzt werden –
zum Beispiel abends, wenn mehr gebraucht wird.
Das neue Gesetz macht Speicher noch attraktiver:
Man bekommt zwar kein Geld bei sehr niedrigen Strom·preisen,
aber man kann den Strom selbst nutzen oder speichern.
Dadurch werden weniger Anlagen abgeschaltet.
Und mehr Solar·strom wird sinnvoll verwendet.
Andere Anbieter haben noch keine Speicher·lösungen.
Deshalb haben Fach·leute von „German Energies“ untersucht:
Wie wird sich das Thema Abschaltungen bis 2026 entwickeln?
Ein Ergebnis:
Manche Abschaltungen wird es auch in Zukunft weiter geben.
Denn das Netz kann nicht überall schnell genug ausgebaut werden.
Es gibt einen Plan für den Ausbau vom Netz.
Dort steht:
Es ist normal, dass bis zu 3 % vom Strom abgeregelt werden.
Mehr soll es eigentlich nicht sein.
Aber:
Wenn weiter jedes Jahr über 10 Gigawatt neue Solar·leistung dazukommen,
könnte diese Grenze bald überschritten werden.
Ein Beispiel zeigt:
Ein neuer Solar·park ohne Speicher
könnte bis zu 21 % weniger Geld verdienen,
wenn er zu oft abgeschaltet wird.
Das wäre schlecht für Investoren.
Darum ist es wichtig, dass Anlagen gut geplant sind.
Neue große Strom·leitungen,
zum Beispiel von Nord·deutschland nach Süd·deutschland,
werden erst ab 2028 oder 2029 fertig.
Das heißt:
Bis 2026 gibt es kaum neue Wege, um Strom weit zu transportieren.
Auch kleinere Leitungen und Technik im Strom·netz
müssen noch gebaut oder verbessert werden.
Das dauert oft viele Jahre.
Bis dahin ist das Strom·netz in vielen Regionen überlastet.
Abregelungen bleiben also notwendig.
Und sie könnten sogar mehr werden.
Im Jahr 2024 sanken die Kosten für diese Eingriffe leicht.
Das lag daran,
dass öfter Strom aus alten Kraftwerken abgeschaltet wurde
und nicht der grüne Strom.
Aber in Zukunft könnte sich das wieder ändern:
Solar·strom wird immer wichtiger –
und muss dann öfter abgeregelt werden,
wenn das Netz nicht mitwächst.
Es gibt aber auch neue Ideen,
damit weniger Solar·strom abgeschaltet werden muss.
Zum Beispiel:
Wenn zu viel Strom da ist,
sollen große Geräte oder Maschinen den Strom einfach verbrauchen.
Das nennt man: „Nutzen statt Abregeln“.
Seit Oktober 2024 wird das ausprobiert.
Die großen Netz·betreiber testen,
ob man zum Beispiel Wärme·pumpen, Kühl·häuser oder Speicher
gezielt einschalten kann,
wenn zu viel Strom im Netz ist.
So wird der Strom nicht verschwendet,
sondern sinnvoll genutzt.
Ab 2025 oder 2026 soll es dafür feste Regeln geben.
Dann könnten Firmen dafür Geld bekommen,
wenn sie in solchen Momenten mehr Strom verbrauchen.
Ein Beispiel:
Wenn zu viel Sonne scheint,
könnte man den Strom nutzen,
um Wasser zu erhitzen oder grünen Wasserstoff zu erzeugen.
Das ist ein neuer Weg:
Nicht nur abschalten und Geld zahlen –
sondern den Strom aktiv verwenden.
Die Politik will bis 2030 sehr viele neue Solar·anlagen bauen.
Das Ziel: 215 Gigawatt Leistung in ganz Deutschland.
Aber:
Wenn das Strom·netz nicht schnell genug ausgebaut wird,
müssen viele neue Anlagen teilweise abgeschaltet werden.
Deshalb spricht die Politik über neue Lösungen:
Zum Beispiel:
Speicher·förderung:
Es soll Geld geben für große Batterie·speicher.
Diese speichern überschüssigen Strom.
Günstiger Strom·tarif:
In Regionen mit zu viel Strom
sollen Menschen den Strom billiger bekommen.
Neue Regeln für den Netz·anschluss:
Große Anlagen sollen trotzdem angeschlossen werden –
auch wenn sie anfangs nur 70 % einspeisen dürfen.
Aber es gibt auch Diskussionen:
Manche Fach·leute sagen:
Wenn zu oft abgeschaltet wird,
soll die Entschädigung vielleicht weniger werden.
Zum Beispiel nur 90 % statt 95 %.
Damit will man erreichen,
dass Betreiber eher Speicher bauen
und nicht auf Entschädigung warten.
Aber:
Wenn die Regeln zu streng werden,
wird es für Geld·geber zu unsicher.
Dann könnten weniger neue Anlagen gebaut werden.
Standardtext vgl. https://www.trierer-umschau.de/2025-11-13-aa/
Text in Leichter Sprache: mit dem Optimeil-Leichte-Sprache-Assistenten von ChatGPT
Textbegleitung: Christph Maisenbacher – 13. November 2025
Quellen: vgl. Standardtext wie auch die in diesem notierte Links
Foto: © German Energies
