TIERQUÄLEREI
Tierquälerei am Trierer Schloss Monaise: Schwan von Pfeilen durchbohrt – Gnadenschuss durch die Polizei – Belohnung ausgelobt
„Die Größe und den moralischen Fortschritt einer Nation kann man daran messen, wie sie ihre Tiere behandeln.“ (Mahatma Gandhi)
Wir brauchen keine Verhandlungen auf internationaler Ebene, wenn wir es gegenüber der Natur – gegenüber Lebewesen – nicht fertigbringen, diesen unseren Respekt und unsere Achtung entgegenzubringen. Wenn wir lachen, während die Lebewesen weinen.
„Die Tiere empfinden wie der Mensch Freude und Schmerz, Glück und Unglück.“ (Charles Darwin)
Unsere Mitmenschlichkeit ist in Frage gestellt, wenn wir es fertigbringen, diejenigen, die uns nichts angetan haben – weil sie Tiere sind, weil sie keine Hilfe per Handy rufen können, weil sie einfach sind, leben, mit uns leben –, zu verletzen, zu bewerfen, zu quälen, zu töten.
„Wer grausam gegen Tiere ist, kann kein guter Mensch sein.“ (Arthur Schopenhauer)
Oder können Sie, liebe Leser:innen der Trierer Umschau, folgende Pressemeldung zu dem beim Trierer Schloss Monaise mit Pfeilen und Bolzen beschossenen Schwan in irgendeiner Weise nachvollziehen? Danke an PETA (*) für deren aufklärende Worte, denn uns bleiben die Worte im Hals stecken:
„Trier: Schwan mit Pfeil und Bolzen lebensgefährlich verletzt – PETA bietet 1.000 Euro Belohnung für Hinweise
Tierquäler gesucht: [Mehreren Medienberichten] zufolge haben Unbekannte einen Schwan in Trier lebensgefährlich verletzt. Am Sonntag wurde das Tier in der Nähe des Schlosses Monaise aufgefunden. In ihm steckten mehrere Pfeile und Bolzen. Die hinzugezogenen Polizeibeamten entschieden, den Schwan vor Ort zu erschießen, um weiteres Leid zu verhindern. Die Wasserschutzpolizei Trier hat Ermittlungen wegen des Verdachts der Jagdwilderei sowie eines Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz aufgenommen und sucht nach Zeugen.
PETA setzt Belohnung aus
Um den Fall aufzuklären, setzt PETA nun eine Belohnung in Höhe von 1.000 Euro für Hinweise aus, die die tatverantwortliche Person oder Personen überführen. Wer etwas beobachtet oder anderweitig mitbekommen hat, wird gebeten, sich bei der Polizei oder telefonisch unter 0711-8605910 oder per E-Mail (info@peta.de) bei der Tierrechtsorganisation zu melden – auch anonym.
„Wir möchten helfen aufzuklären, wer den Schwan so grauenvoll getötet hat“, so Lisa Redegeld, Fachreferentin bei PETA. „Wir verzeichnen täglich etliche Fälle, in denen Tiere brutal misshandelt oder getötet werden und setzen uns dafür ein, dass die Täter überführt und zur Rechenschaft gezogen werden. PETA fordert außerdem harte Strafen für Tierquäler, um eine abschreckende Wirkung zu erzielen. Wer wehrlose Tiere quält, der schreckt möglicherweise auch nicht vor Gewalttaten gegenüber Menschen zurück.“
Tierquälerei ist kein Kavaliersdelikt, sondern eine Straftat nach Paragraf 17 des Tierschutzgesetzes und kann mit einer Geldstrafe oder einer Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren geahndet werden.
Zusammenhang zwischen Gewalttaten an Menschen und Tieren
Fachleute aus der Psychologie und Justiz sind sich mittlerweile einig, dass Vergehen an Tieren vermehrt Aufmerksamkeit verlangen. Aggressionsforscher Christoph Paulus von der Universität des Saarlandes sagt dazu: „Geschätzte 80 bis 90 Prozent aller extremen Gewalttäter haben vorher bereits Tiere gequält.“ [1] Über den Zusammenhang von Tierquälerei und Gewalttaten klärt PETA in der Broschüre „Menschen, die Tiere quälen, belassen es selten dabei“ auf, die als Informationsquelle für Staatsanwaltschaften, die Richterschaft und Polizei sowie Angestellte im sozialen Bereich dient.
PETA setzt regelmäßig Belohnungen in Fällen von misshandelten oder ausgesetzten Tieren aus, um bei der Ermittlung der Täter zu helfen.
PETAs Motto lautet: Tiere sind nicht dazu da, dass wir an ihnen experimentieren, sie essen, sie anziehen, sie uns unterhalten oder wir sie in irgendeiner anderen Form ausbeuten. Die Organisation setzt sich gegen Speziesismus ein – eine Form von Diskriminierung, bei der Tiere aufgrund ihrer Artzugehörigkeit abgewertet werden.
[1] PETA Deutschland e.V. (2018): Menschen, die Tiere quälen, belassen es selten dabei. https://www.peta.de/wp-content/uploads/2020/11/Broschuere-A5-Menschen_die-Tiere-quaelen-2019-04-print24.pdf. „
(*) PETA ist die Abkürzung für People for the Ethical Treatment of Animals, eine internationale Tierrechtsorganisation, die sich weltweit gegen Tierausbeutung, -missbrauch und -quälerei einsetzt. – vgl. https://www.peta.de/
Alle Zitate: vgl. https://www.inspirierende-zitate.de/tierschutz-zitate-sprueche/
Vortext / Kommentar: Christph Maisenbacher – 10. November 2025
Quelle (vollständig zitierter Text): Pressestelle Peta Deutschland e.V.
Link-Zitate: alle Zitate, die wir übernehmen sind im Text mit einem Link versehen
Social-Media-Teaser: ChatGPT
Foto: Zhu Bing – Pixabay
Dieser Text in LEICHTER SPRACHE ist veröffentlicht unter: https://www.trierer-umschau.de/2025-11-10-ab/
