LEICHTE SPRACHE - HELMHOLTZ-ZENTRUM FÜR UMWELT-FORSCHUNG
Vor dem großen Klima-Treffen in Brasilien. – Reimund Schwarze fragt: Hat die Natur noch eine Chance?
Die Trierer Umschau hat eine Idee:
Sie will die Rede von António Guterres mit einem Fakten-Bericht verbinden.
Guterres ist Chef von den Vereinten Nationen.
Er hat eine Rede gehalten.
Er warnt darin vor dem Klimawandel.
Die Rede findest du hier: https://www.trierer-umschau.de/2025-11-09-ab
Die Redaktion hat auch eine wichtige Meinung von Reimund Schwarze bekommen.
Er ist Klima-Experte.
Er arbeitet am Helmholtz-Zentrum für Umwelt-Forschung.
Reimund Schwarze schaut sich an:
Wie reden Länder über den Klimaschutz?
Und was passiert wirklich in der Politik und mit dem Geld?
Die Redaktion meint:
Dieser Text ist sehr wichtig.
Denn er zeigt, was bei der Welt-Klima-Konferenz passieren kann.
In der Redaktion hängt seit heute ein Satz von Guterres an der Wand:
„Niemand kann mit der Physik verhandeln.
Aber wir können wählen:
Führen wir? Oder lassen wir uns ins Unglück führen?“
Manche Menschen sagen:
„Es wird nie so heiß gegessen, wie es gekocht wird.“
Aber wir sagen:
Die Erde ist wie ein Kochtopf.
Und wir sitzen schon drin.
Und es wird jedes Jahr heißer.
Hier kannst du sehen, wie stark sich das Klima bei uns verändert:
https://www.trierer-umschau.de/2025-10-19-cb
COP30: Vom Klima-Gipfel über Öl zum Klima-Gipfel für die Natur
Bald gibt es ein großes Treffen in Brasilien.
Es heißt COP30.
Dort sprechen viele Länder über den Klimaschutz.
Dieses Treffen ist sehr wichtig.
Reimund Schwarze ist Klima-Experte.
Er sagt:
Gerade ist die Welt in einer schwierigen Lage.
Es gibt viele politische Probleme und Kriege.
Darum geht es bei der COP30 vor allem um zwei Dinge:
Geld für den Schutz vor dem Klimawandel.
Schutz der Tropen-Wälder.
Das Treffen findet in Belém statt.
Belém ist eine Stadt in Brasilien.
Sie liegt in der Nähe vom Amazonas-Regenwald.
Dieser Regenwald ist sehr groß.
Er ist wie eine grüne Lunge für unsere Erde.
Der Regenwald ist wichtig für die Luft.
Er kann viel CO₂ aufnehmen.
Aber:
Heute gibt der Regenwald sogar mehr CO₂ ab, als er aufnehmen kann.
Das ist sehr gefährlich.
Einige Forscher sagen:
Der Regenwald steht kurz davor, dauerhaft zu kippen.
Dann würde er noch mehr CO₂ abgeben.
Das wäre sehr schlimm für das Klima.
Früher waren die Klima-Treffen oft in Ländern mit viel Öl.
Jetzt soll es mehr um die Natur gehen.
Darum ist es gut, dass die COP30 in Brasilien ist.
Brasilien hat eine neue Regierung.
Der Präsident heißt Lula da Silva.
Und die Umweltministerin heißt Marina Silva.
Beide wollen mehr für das Klima tun.
Geld für den Schutz vor dem Klimawandel
Viele Länder haben große Probleme mit dem Klimawandel.
Zum Beispiel:
Es wird heißer.
Es gibt mehr Überschwemmungen oder Dürren.
Diese Länder brauchen Hilfe.
Sie brauchen Geld, um sich besser zu schützen.
Aber:
Sie bekommen zu wenig Geld.
Schon im Pariser Klima-Vertrag steht:
Alle Länder sollen sich besser an das Klima anpassen können.
Vor allem arme Länder brauchen dafür Hilfe.
Sie sollen:
besser vorbereitet sein,
weniger Schaden durch das Klima haben,
widerstandsfähiger werden.
Dafür wurde ein Ziel festgelegt.
Dieses Ziel heißt: „Globales Anpassungs-Ziel“.
Doch das Ziel wird nicht erfüllt.
Die reichen Länder geben viel zu wenig Geld.
Die UN hat ausgerechnet:
Die armen Länder brauchen jedes Jahr bis zu 365 Milliarden Dollar.
Aber 2023 gab es nur 26 Milliarden Dollar.
Das heißt:
Die armen Länder brauchen 12 bis 14 Mal mehr Geld als sie bekommen.
Schon 2021 wurde gesagt:
Es soll bald 40 Milliarden Dollar geben.
Aber das Geld kam nie an.
Die Versprechen wurden nicht eingehalten.
Es gibt einen Plan, wie das besser werden soll.
Der Plan heißt „Baku-Roadmap“.
Darin steht, wie man besser messen kann, ob die Hilfe wirkt.
Aber das ist schwierig.
Denn es gibt über 100 kleine Ziele.
Die sind sehr verschieden und schwer zu messen.
Schon beim letzten Klima-Treffen hat das nicht geklappt.
Auch jetzt klappt es wieder nicht gut.
Reimund Schwarze glaubt:
Bei der COP30 wird es keine großen Erfolge geben.
Die Länder werden wohl nur kleine Schritte machen.
Vielleicht gibt es erst 2028 neue Ergebnisse.
Dann ist das nächste große Treffen – wahrscheinlich in Indien.
Geld für den Schutz der Tropenwälder
Der Schutz der Tropenwälder ist jetzt ein sehr wichtiges Thema.
Denn:
Viele Länder sagen schon lange, dass sie den Regenwald schützen wollen.
Aber oft fehlt das Geld dafür.
Warum ist das so?
Weil Abholzen mehr Geld bringt als der Schutz der Natur.
Es lohnt sich also für viele, den Wald zu zerstören.
Das ist ein Problem.
Brasilien hat nun eine neue Idee.
Das Land hat einen Geld-Topf erfunden.
Er heißt: Tropical Forest Forever Facility (TFFF).
Die Idee ist:
Länder sollen Geld bekommen, wenn sie den Regenwald schützen.
Nicht nur für Versprechen – sondern für echte Erfolge.
Zum Beispiel:
wenn der Wald viel CO₂ aufnimmt,
wenn die Arten-Vielfalt erhalten bleibt.
Dann gibt es Geld.
Und:
Wenn weiter abgeholzt wird, gibt es eine Strafe.
Das Geld soll von vielen kommen:
Von Staaten und Firmen.
Aus armen und reichen Ländern.
Ein Ziel ist:
Wenn reiche Länder 25 Milliarden Dollar geben,
können Banken daraus 125 Milliarden Dollar machen.
Dieses Geld wird dann in Projekte gesteckt, die sich lohnen.
So kann der Wald geschützt werden.
Kritiker sagen:
Das klingt zu schön, um wahr zu sein.
Sie glauben:
Das ist vielleicht nur ein Trick mit dem Finanzmarkt.
Reimund Schwarze sagt:
Die Idee ist trotzdem gut.
Denn:
Die Länder mit Regenwald bekommen einen Anreiz.
Sie machen dann bessere Pläne.
Und das Geld hilft dabei.
Deutschland will auch mitmachen.
Der Umweltminister hat das kurz vor der Konferenz gesagt.
Das ist ein gutes Zeichen.
Vielleicht machen jetzt auch andere Länder mit.
Was ist mit Öl, Gas und Kohle?
Auch bei diesem Klima-Treffen gibt es wieder Streit.
Es geht um Öl, Gas und Kohle.
Diese Stoffe nennt man: fossile Brennstoffe.
Sie schaden dem Klima sehr.
Viele Länder wollen sie weiter benutzen.
Andere Länder wollen damit aufhören.
Darum gibt es immer wieder Diskussionen.
Das wird auch bei der COP30 so sein.
Auch wenn das Thema diesmal „Natur“ ist.
Wer ist Reimund Schwarze?
Reimund Schwarze ist Klima-Experte.
Er arbeitet am Helmholtz-Zentrum für Umwelt-Forschung.
Das ist in Leipzig.
Er ist auch Professor an einer Universität.
Sie heißt Europa-Universität Viadrina.
Sie ist in Frankfurt (Oder).
Er forscht seit 20 Jahren zum Thema Klima.
Er untersucht:
Wie Länder über das Klima verhandeln.
Und wie man die Regeln verbessern kann.
Standardtext vgl. https://www.trierer-umschau.de/2025-11-09-ba/
Text in Leichter Sprache: mit dem Optimeil-Leichte-Sprache-Assistenten von ChatGPT
Textbegleitung: Christph Maisenbacher – 10. November 2025
Quellen: vgl. Standardtext wie auch die in diesem notierte Links
Foto: © Sebastian Wieding / UFZ
