António Guterres ist Chef der Vereinten Nationen.
Am 6. November 2025 hat er in Belém gesprochen.
Dort trafen sich viele wichtige Politikerinnen und Politiker.
Er hat gesagt: Die Klima-Krise ist sehr ernst.
Wir müssen jetzt handeln.
Foto: © UN Photo / Manuel Elías

LEICHTE SPRACHE - WELT-KLIMA-KONFERENZ

Mit der Physik kann man nicht verhandeln. – Aber wir können entscheiden: Führen wir in eine gute Zukunft – oder lassen wir uns ins Unglück führen? – António Guterres zur Welt-Klima-Konferenz 2025

Leichte Sprache – Teil 1: Einführung und Einleitung

Die Wissenschaft sagt: Wir müssen handeln.
Die Gesetze sagen das auch.
Die Wirtschaft fordert es.
Und viele Menschen rufen danach.

Das hat António Guterres gesagt.
Er ist Chef der Vereinten Nationen.
Er hat am 6. November 2025 in Belém gesprochen.
Dort trafen sich viele Regierungschefs.
Sie bereiten die große Klima-Konferenz vor.

Der Welt-Klima-Gipfel ist in diesem Jahr besonders wichtig.
Denn wir stehen an einem Wendepunkt.
Es kann jetzt besser werden.
Oder noch schlimmer.

Vielleicht sind wir schon mitten in der Katastrophe.
Dürren, Überschwemmungen, Stürme und Hitzewellen nehmen zu.
Im Sommer 2024 sind in Deutschland 6.000 Menschen an Hitze gestorben.
In Europa waren es 60.000.
Weltweit waren 148 Millionen Menschen betroffen.

Und doch zögern viele Länder.
Aber:
Die Wissenschaft sagt, es ist noch nicht zu spät.
Aber wir müssen jetzt handeln.
Nicht morgen. Nicht nächstes Jahr. Jetzt.

Greenpeace hat auf dem Berliner Funkturm gezeigt:
„ACT NOW!“
Das bedeutet: Handelt jetzt!

Wir geben sehr viel Geld für Waffen aus.
Aber gegen das Klima hilft keine Waffe.
Das Klima kann uns trotzdem besiegen.

Deshalb ist die Rede von António Guterres so wichtig.
Wir haben sie vollständig übersetzt.
Jede Person in Belém sollte diesen Text lesen.
Denn Guterres sagt ganz klar:
„Niemand kann mit der Physik verhandeln.
Aber wir können entscheiden, ob wir führen – oder ins Verderben geführt werden.“

 

Leichte Sprache – Teil 2: Die Rede von António Guterres

Sehr geehrte Damen und Herren,
ich danke Präsident Lula,
dem Präsidenten der COP
und der Regierung von Brasilien.
Danke auch an das brasilianische Volk.
Sie haben uns freundlich in Belém empfangen.

Vielen Dank für Ihre gute Arbeit.
Vielen Dank für Ihren Einsatz für die Zusammenarbeit der Länder.
Gerade jetzt ist das besonders wichtig.
Denn unsere Welt ist in Gefahr.

Präsident Lula hat gesagt:
Diese Konferenz ist die „COP der Wahrheit“.
Ich stimme zu.

Die Wahrheit ist:
Wir haben es nicht geschafft,
die Erderwärmung unter 1,5 Grad zu halten.

Die Wissenschaft sagt:
Schon in den 2030er-Jahren wird die Temperatur über 1,5 Grad steigen.
Das ist nicht mehr zu verhindern.
Aber:
Wir können noch etwas tun.
Wir können die Zeit über 1,5 Grad kurz halten.
Und wir können versuchen, schnell wieder darunter zu kommen.

Denn selbst ein kurzer Anstieg über 1,5 Grad ist gefährlich.
Viele Tier- und Pflanzen-Arten könnten für immer verschwinden.
Viele Orte könnten unbewohnbar werden.
Es kann auch mehr Streit und Krieg geben.

Jede Erhöhung der Temperatur bringt mehr Leid.
Zum Beispiel mehr Hunger, mehr Krankheiten, mehr Flucht.
Besonders für Menschen, die nichts für die Krise können.

Das ist unfair.
Und es ist sehr gefährlich.

Ja, einige Länder haben schon Fortschritte gemacht.
Sie haben neue Klima-Ziele aufgeschrieben.
Aber das reicht nicht.

Selbst wenn alle diese Ziele erreichen,
wird sich die Erde um mehr als 2 Grad erwärmen.
Das ist zu viel.

Und die Krise wird schlimmer.
Es gibt immer mehr große Brände.
Es gibt immer mehr Überschwemmungen.
Es gibt immer stärkere Stürme.
Menschen sterben.
Länder verlieren Geld.
Viel Fortschritt geht verloren.

Letztes Jahr waren die Treibhausgase so hoch wie noch nie.
Und auch dieses Jahr steigen sie weiter.
Das hat die Welt-Wetter-Organisation bestätigt.

Klar ist:
Die Grenze von 1,5 Grad ist sehr wichtig.
Wir müssen unter dieser Grenze bleiben.
Die Wissenschaft sagt:
Es ist noch möglich.

Aber nur, wenn wir jetzt handeln.
Schnell und gemeinsam.

Dann können wir:
– den Anstieg gering halten,
– ihn kurz halten
– und die Erde sicherer machen.

 

Leichte Sprache – Teil 3: Was wir tun müssen

Wir müssen den Ausstoß von Treibhausgasen schnell verringern.
Wir müssen in diesem Jahrzehnt sehr viel weniger CO₂ ausstoßen.

Das bedeutet:
– keine neuen Kohlekraftwerke,
– weniger Öl und Gas,
– weniger Methan,
– Schutz von Wäldern und Meeren.
Denn: Wälder und Meere speichern CO₂.

Wir müssen bis zum Jahr 2050 dafür sorgen,
dass wir keine neuen Treibhausgase mehr ausstoßen.
Das nennt man „Netto-Null“.
Danach müssen wir CO₂ sogar wieder aus der Luft entfernen.

Wir müssen unsere Welt auch sicherer machen.
Das bedeutet:
– Geld für den Schutz vor Katastrophen,
– Frühwarnsysteme für alle Menschen – bis zum Jahr 2027.

 

Leichte Sprache – Teil 4: Die gute Nachricht

Die Vereinten Nationen glauben an das 1,5-Grad-Ziel.
Wir geben es nicht auf.

Und es gibt gute Nachrichten:
Wir haben heute bessere Möglichkeiten als je zuvor.

Es gibt eine Revolution der sauberen Energie.
Sonnen- und Windenergie sind heute billig.
Sie wachsen sehr schnell.

Letztes Jahr kam fast der ganze neue Strom aus erneuerbarer Energie.
Das bringt Arbeitsplätze und Entwicklung.
Und es macht Länder unabhängiger.

Menschen bekommen endlich sauberen und bezahlbaren Strom.

Auch das Geld verändert sich:
2024 haben Investoren 2 Billionen Dollar in saubere Energie gesteckt.
Das ist viel mehr als in Öl und Gas.

Saubere Energie hat viele Vorteile:
Sie ist billiger.
Sie funktioniert gut.
Sie schützt Menschen.
Und sie hilft der Wirtschaft.

 

Leichte Sprache – Teil 5: Was fehlt?

Was fehlt, ist Mut bei der Politik.

Immer noch bekommen Öl, Gas und Kohle viel Geld vom Staat.
Das nennt man Subventionen.
Firmen machen viel Gewinn mit der Zerstörung des Klimas.
Sie geben Geld aus,
um den Fortschritt zu stoppen oder Menschen in die Irre zu führen.

Viele Politiker:innen halten zu diesen Firmen.
Das ist falsch.

Andere Länder sind zu arm, um ihre Energie auf sauber umzustellen.
Sie brauchen Hilfe.

Viele Menschen verlieren das Vertrauen in ihre Regierungen.
Sie denken: „Unsere Chefs handeln nicht.“

Deshalb:
Wir müssen schneller handeln.
Und wir müssen gemeinsam handeln.

 

Leichte Sprache – Teil 6: Drei wichtige Aufgaben für die Weltklimakonferenz

Diese Klimakonferenz in Belém ist sehr wichtig.
Sie muss ein neues Jahrzehnt einläuten:
Ein Jahrzehnt der schnellen Veränderungen.
Und ein Jahrzehnt, in dem wir unsere Versprechen umsetzen.

Guterres nennt drei große Aufgaben:

Erstens: Ein guter Plan für mehr Klimaschutz

Alle Länder müssen sich auf einen ehrlichen und starken Plan einigen.
Dieser Plan muss helfen, das 1,5-Grad-Ziel zu erreichen.
Jedes Land muss Verantwortung übernehmen.

Auch arme Länder müssen helfen.
Aber reiche Länder müssen mehr tun.

Was gehört zum Plan?
– Viel mehr Strom aus Sonne und Wind
– Stromleitungen und Batterien für große Energiemengen
– Keine Abholzung mehr ab 2030
– Weniger Methan
– Klare Pläne zum Ausstieg aus der Kohle – bald!

Guterres sagt klar:
Er ist gegen neue Kohlekraftwerke.
Und gegen neue Öl- und Gas-Projekte.

Letztes Jahr haben sich viele Staaten auf der COP28 in Dubai verpflichtet,
weg von Öl, Gas und Kohle zu gehen.

Jetzt müssen sie handeln – ohne Ausreden, ohne Schönreden.
Und sie müssen armen Ländern helfen, das auch zu schaffen.

Auch der Handel und Investitionen müssen zum Klimaschutz passen.

Zweitens: Geld für arme Länder

Es wurde versprochen:
Entwicklungsländer sollen jedes Jahr 1,3 Billionen US-Dollar für den Klimaschutz bekommen.
Bis 2035 soll dieses Ziel erreicht sein.

Das wurde letztes Jahr auf der COP29 in Baku beschlossen.

Die reichen Länder sollen mit gutem Beispiel vorangehen.
Sie sollen jedes Jahr 300 Milliarden Dollar bereitstellen.

Alle Geldgeber müssen zeigen:
Sie helfen mit, die Versprechen zu erfüllen.

Jetzt ist keine Zeit mehr für lange Verhandlungen.
Jetzt ist Zeit für Taten.

Das heißt auch:
– Geld muss schneller ausgezahlt werden.
– Die Bedingungen müssen fair sein.
– Schulden sollen leichter erlassen werden,
wenn ein Land stark unter der Klimakrise leidet.

Drittens: Klimagerechtigkeit

Am Ende der Konferenz soll ein gerechtes Paket beschlossen werden.
Es soll armen Ländern helfen, sich besser zu schützen.

Das bedeutet:
– Reiche Länder müssen 40 Milliarden Dollar für Schutzmaßnahmen geben.
– Dieses Geld soll bis Ende des Jahres fließen.
– Auch nach 2025 soll es weiter Geld geben – direkt und schnell.

Und:
Gerechtigkeit heißt auch, dass alle Menschen eine Chance haben.

Zum Beispiel:
– Arbeiterinnen und Arbeiter brauchen neue gute Jobs.
– Gemeinschaften müssen gestärkt werden.
– Indigene Völker sollen mitentscheiden.
Sie haben viel Wissen und schützen die Natur.

 

Leichte Sprache – Teil 7: Die Vereinten Nationen helfen – und der letzte Appell

Die Vereinten Nationen helfen mit.

Mit dem Programm „Climate Promise“
haben sie über 100 Entwicklungsländer unterstützt.
Diese Länder haben dadurch ihre Klima-Ziele besser planen können.

Jetzt beginnt die Umsetzung.
Auch dabei hilft das UN-Entwicklungsprogramm (UNDP).
Es unterstützt Länder in vielen Bereichen.

Die Herausforderung ist groß.
Aber der Weg ist klar.

Guterres sagt:
Niemand kann mit der Physik verhandeln.
Die Natur folgt ihren eigenen Gesetzen.
Wir können nur entscheiden, was wir tun.

Wir haben zwei Möglichkeiten:
– Wir führen.
– Oder wir werden ins Unglück geführt.

Deshalb sagt er zum Schluss:

Wählen Sie.
Machen Sie Belém zum Wendepunkt.

Stehen Sie auf der Seite der Wissenschaft.
Stehen Sie für Gerechtigkeit.
Stehen Sie für die kommenden Generationen.

Ich danke Ihnen.

 

Standardtext vgl. https://www.trierer-umschau.de/2025-11-09-aa/
Text in Leichter Sprache: mit dem Optimeil-Leichte-Sprache-Assistenten von ChatGPT
Textbegleitung: Christph Maisenbacher – 9. November 2025
Quellen: vgl. Standardtext wie auch die in diesem notierte Links
Foto: © UN Photo / Manuel Elías