LEICHTE SPRACHE - FRIEDEN
Heute ist der Tag der Deutschen Einheit. – Wir schauen zurück auf den 6. September 2025. – An diesem Tag war eine Demo in Trier. – Die Demo war gegen die neue Wehrpflicht.
Sind wir schon im Spannungsfall?
Das ist die Zeit zwischen Frieden und Krieg.
Viele Medien zeigen fast nur Gewalt.
Viele Politiker wollen Härte zeigen.
Manche Menschen wollen sogar schießen,
wenn jemand eine Grenze nicht beachtet.
Viele denken:
Die NATO wird bald angegriffen.
Wir müssen uns verteidigen.
Wir brauchen Waffen.
Wir brauchen Soldaten.
Es wird viel über Krieg gesprochen.
Aber fast niemand spricht über Frieden.
Es heißt:
Mehr Waffen.
Mehr Soldaten.
Höhere Mauern.
Mehr Geld für Krieg.
Aber:
Kein einziges Wort für Lösungen ohne Gewalt.
Ein Lied von Nena sagt:
„99 Jahre Krieg – niemand hat gewonnen.“
„Ich sehe die Welt in Trümmern.“
„Ich lasse den Luftballon fliegen.“
Wir sagen:
Schweigen? Nein!
Wir sind in Trier.
Nicht in Köln.
Nicht in Berlin.
Am 3. Oktober gab es große Demos in Stuttgart und Berlin.
Mehr als 25.000 Menschen waren dabei.
Sie sagten:
„Krieg dem Kriege“.
Auch Trier bleibt nicht leise.
Donald Trump wird die Trierer Umschau nicht mehr in die USA lassen.
Aber er würde vielleicht sagen:
Gut gemacht, Herr Kiesewetter.
Herr Kiesewetter ist Politiker.
Er war früher ein wichtiger Soldat bei der Bundeswehr.
Er will den Spannungsfall in Deutschland.
Dann könnte man die Wehrpflicht wieder einführen.
Das ist gefährlich.
Auf seiner Internet-Seite haben wir Zitate gelesen:
Zum Beispiel:
„Es ist schlimm, wie ruhig alle über den nächsten Krieg sprechen.“
(Das hat Ernest Hemingway gesagt.
Ernest Hemingway war Schriftsteller.)
Frau Frederiksen ist Chefin der Regierung in Dänemark.
Sie sagt: „Wir sind im Krieg mit Russland.“
Sie meint damit: Es ist ein Krieg mit Lügen und Computer-Angriffen.
Alle klatschen.
Alle wollen mehr Waffen.
Alle machen Angst.
Angst vor einer Gefahr.
Angst vor einem Krieg.
Aber:
Angst macht Menschen stumm.
Deshalb hoffen wir:
Die vielen Demos heute sind ein Zeichen für Frieden.
Über 400 Gruppen haben dazu aufgerufen.
Auch Trier hat demonstriert.
Am 6. September.
Gegen den Krieg.
Gegen die neue Wehrpflicht.
Das Motto war:
Friedensfähig statt kriegstüchtig.
Wir zeigen heute viele Bilder von der Demo.
Und wir veröffentlichen eine Rede.
Sie ist von der Gruppe „Die Plattform Trier“.
Die Rede sagt:
„Früher gab es zwei große Kriege.
Die ganze Welt hat gelitten.
In Verdun war ein schrecklicher Krieg.
Das ist nur 100 km von hier.
Heute wissen wir:
Krieg ist sinnlos.
Er zerstört Menschen, Natur und alles, was wir brauchen.
Früher haben sich viele Menschen gegen Krieg gewehrt.
Zum Beispiel Rosa Luxemburg.
Dafür kam sie ins Gefängnis.
Auch Karl Liebknecht und Erich Mühsam waren gegen Krieg.
Sie wurden eingesperrt.
Nicht alle fanden das schlimm.
Viele dachten: Das ist nötig für den Krieg.
1952 – nur 7 Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg –
haben Jugendliche gegen Waffen protestiert.
Die Polizei hat einen von ihnen erschossen:
Philipp Müller.
Er war gegen Krieg.
So wie wir.
Heute gibt es Straßen und Stiftungen mit den Namen dieser Menschen.
Aber: Ihre Ideen wurden vergessen.
Der Kampf gegen Krieg ist heute wieder wichtig.
Am 31. August 2025 gab es eine Demo in Köln.
Sie war gegen Rüstungs-Firmen.
Die Polizei hat sie angegriffen.
600 Menschen wurden festgesetzt.
150 Menschen wurden verletzt.
Diese Menschen kämpfen für Frieden.
So wie wir.
Ihr Kampf ist unser Kampf.
Wir sagen:
Wir lassen uns nicht verprügeln.
Wir lassen uns nicht in den Krieg schicken.
Wir wollen keine Kriegs-Werbung.
Wir wissen:
Wir stehen auf der Seite des Friedens.
Wir brauchen Zusammenhalt.
Gegen Gewalt vom Staat.
Gegen Gewalt, die es schon gibt.
Das ist erst der Anfang.
Organisiert euch!
Steht zusammen!
Dann sind wir stark.
Hoch die internationale Solidarität!“
Liebe Leser der Trierer Umschau:
Wir danken den Menschen von der Demo.
Wir haben ihnen ein Versprechen gegeben.
Wir wollen zeigen, was sie gemacht haben.
Und wir wollen sie unterstützen.
Das haben wir heute getan.
Hier ist noch ein wichtiges Zitat von der Friedens-Gesellschaft:
„Deutschland gibt 100 Milliarden Euro für Waffen aus.
Und bald auch 500 Milliarden für Krieg und Militär.
Dieses Geld fehlt an anderen Stellen.
Zum Beispiel für junge Menschen.
Für den Klimaschutz.
Für gerechte Politik.“
Fast 40 Prozent vom Geld des Staates geht ans Militär.
Das bedeutet:
Mehr Klimakrise.
Mehr Krieg.
Mehr Geld für Reiche.
Weniger Geld für Schulen, Klima und Menschen.
Statt für eine gute Zukunft
müssen junge Menschen bald wieder zur Armee.
Die Waffen-Firmen freuen sich.
Sie machen Rekord-Gewinne.
Und die Welt geht dabei kaputt.
Krieg wird wichtiger als die Umwelt.“
Wir sagen zum Schluß:
Die Ziele der Vereinten Nationen
für ein gutes Leben auf der Erde
werden vergessen.
Aber:
Die Erde lässt sich nicht belügen.
Sie folgt Natur-Gesetzen.
Und die kann man nicht mit Waffen stoppen.
Standardtext vgl. https://www.trierer-umschau.de/2025-10-03-ba/
Text in Leichter Sprache: mit dem Optimeil-Leichte-Sprache-Assistenten von ChatGPT
Textbegleitung: Christph Maisenbacher – 3. Oktober 2025
Quellen: vgl. Standardtext wie auch die in diesem notierte Links
Fotos: © Plakate und Banner der Demonstrierenden & Trierer Umschau
