Impressionen aus der Demonstration "Gegen die "neue Wehrpflicht – Friedensfähig statt kriegstüchtig" vom 6. September 2025 in Trier - Fotos: © Plakate und Banner der Demonstrierenden & Trierer Umschau
Impressionen aus der Demonstration "Gegen die "neue Wehrpflicht – Friedensfähig statt kriegstüchtig" vom 6. September 2025 in Trier - Fotos: © Plakate und Banner der Demonstrierenden & Trierer Umschau
Impressionen aus der Demonstration "Gegen die "neue Wehrpflicht – Friedensfähig statt kriegstüchtig" vom 6. September 2025 in Trier - Fotos: © Plakate und Banner der Demonstrierenden & Trierer Umschau
Impressionen aus der Demonstration "Gegen die "neue Wehrpflicht – Friedensfähig statt kriegstüchtig" vom 6. September 2025 in Trier - Fotos: © Plakate und Banner der Demonstrierenden & Trierer Umschau
Impressionen aus der Demonstration "Gegen die "neue Wehrpflicht – Friedensfähig statt kriegstüchtig" vom 6. September 2025 in Trier - Fotos: © Plakate und Banner der Demonstrierenden & Trierer Umschau
Impressionen aus der Demonstration "Gegen die "neue Wehrpflicht – Friedensfähig statt kriegstüchtig" vom 6. September 2025 in Trier - Fotos: © Plakate und Banner der Demonstrierenden & Trierer Umschau
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FRIEDEN

Trier – Rückblick auf die Demo am 6. September 2025 „Gegen die „neue Wehrpflicht – Friedensfähig statt kriegstüchtig“ am heutigen Tag der Deutschen Einheit

Sind wir im „Spannungsfall“, dieser Situation zwischen Frieden und Krieg?

Es wird in alle Rohre geblasen. Medien sind hungrig nach Grenzverletzungen, Politiker wollen mit der eisernen Faust dem Aggressor begegnen. Am liebsten – so scheint es – würde man jeder Fliege, die eine Grenze nicht beachtet, abschießen. Dabei sitzt der Feind, dieses blinde „Ich-will-sehen, was ich sehen will“-Syndrom, im Kopf der Propagandisten in Richtung „die NATO wird angegriffen“ und „wir müssen uns verteidigen“, „wir müssen unsere Waffen einsetzen“, „wir brauchen jetzt einen Berg an Soldaten“.

Es wird darüber diskutiert, wann, wie, mit welcher Vehemenz wir antworten sollen. Waffen, immer mehr Waffen, Soldaten, immer mehr Soldaten. Mauern, die unüberwindbar sind. Die Ukraine hilft jetzt den NATO-Staaten in Sachen Drohnenabwehr. Geld, noch mehr Geld und noch mehr Kriegslust.

Kein Wort, wirklich kein Wort, um ohne Waffen Lösungen zu suchen.

„99 Jahre Krieg
Ließen keinen Platz für Sieger
Kriegsminister gibt’s nicht mehr
Und auch keine Düsenflieger
Heute zieh‘ ich meine Runden
Seh‘ die Welt in Trümmern liegen
Hab‘ ’n Luftballon gefunden
Denk‘ an dich und lass‘ ihn fliegen“
(https://genius.com/Nena-99-luftballons-lyrics)

Schweigen – NEIN

Wir sind in Trier, nicht in Köln oder anderen Großstädten. Und wir freuen uns, dass für den 3. Oktober in Stuttgart und Berlin Großdemonstrationen unter dem Motto „Krieg dem Kriege“ mit über 25.000 Teilnehmer*innen stattfanden. Doch auch Trier lässt sich nicht den Mund verbieten.

Der amerikanische Präsident Donald Trump wird die Trierer Umschau nicht mehr nach Amerika einreisen lassen… Doch er wird dem Oberst außer Dienst und CDU-Bundestagsmitglied Roderich Kiesewetter (vgl. https://de.wikipedia.org/wiki/Roderich_Kiesewetter) wohl auf die Schulter klopfen, wenn „endlich“ in Deutschland der Spannungsfall ausgerufen wird. Dieses „Mittelding“ zwischen Frieden und Krieg lässt der Administration/Bundeswehr einiges an Freiheiten, die jetzt eingeschränkt sind. Die Wehrpflicht wäre direkt umsetzbar.

Achtung: Scheuklappen & Blindheit

Auf der X-Seite von Roderich Kiesewetter habe ich als Kommentar zwei passende Zitate gefunden, welche wohl der Ignoranz zum Opfer fallen werden:

„Was einen deprimiert, ist die vollkommene Ruhe, mit der hier alle vom nächsten Krieg reden, als handelte es sich um eine ausgemachte Sache, die man hinnehmen muss.“ (Ernest Hemingway, 1934)

Grüße deshalb an Frau Mette Frederiksen, die dänische Ministerpräsidentin, welche einmal mehr betont, dass Europa in einem „hybriden Krieg“ mit Russland stünde. Und alle applaudieren und wollen militärische Antworten, noch mehr Waffen, Soldaten, noch mehr Angst.

Angst macht mundtot

Deshalb hoffe ich, dass der heutige Aufruf von über 400 Organisationen zur Teilnahme an den Demonstrationen in Stuttgart und Berlin ein Zeichen in Richtung FRIEDEN setzt.

Am 6. September zumindest wurde in Trier GEGEN den Krieg und den Gesetzesentwurf der Bundesregierung in Sachen „Wehrerfassung“ demonstriert. Das Motto hieß „Gegen die ‚neue Wehrpflicht‘! – Friedensfähig statt kriegstüchtig!“

Dazu veröffentlichen wir heute eine Reihe an Bildern (siehe oben) und übernehmen hier gerne den Redetext von „Die Plattform Trier“ (vgl. https://trier.dieplattform.org/), die uns zugesandt hat:

 

„Im letzten Jahrhundert zerstörten zwei Kriege die ganze Welt. Die Grenze des großen Mordens ist nur 100 km von hier in diese Richtung entfernt. Verdun ist für immer verbunden mit der Sinnlosigkeit des Krieges. Heute wissen wir, wie sinnlos das Töten wirklich war, wie Menschen, Natur und Ressourcen in dem Ofen imperialer Ambitionen verheizt wurden. Niemand heute würde sagen, dass diese Kriege gerecht waren oder sogar gerechtfertigt.

1913, am Vorabend des 1. Weltkriegs, organisierte Rosa Luxemburg eine Demonstration gegen den Krieg und wurde dafür für 14 Monate eingesperrt.

Wie viele, die zu dem Zeitpunkt nichts von den Schrecken des kommenden Krieges wussten, hielten diese Strafe wohl für angemessen? Wie viele hielten die Gewalt gegen die Kriegsgegner*innen für notwendig?

Als sich Karl Liebknecht und Erich Mühsam gegen das laufende Morden des Krieges stemmten, wurden sie in Festungshaft gesteckt.

Wie viele hielten das wohl für gerechtfertigt, um diesen ungewinnbaren Krieg zu gewinnen? Um diesen Schrecken zu verlängern?

Nicht einmal 7 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs organisierten Jugendliche die ‚Karawane gegen Wiederaufrüstung‘.

Dort wurde Phillip Müller von der Polizei erschossen. Er war der erste Demonstrant, der in der BRD vom Staat ermordet wurde, und er war Antimilitarist wie wir.

Es ist nicht schwer zu sehen, im historischen Rückblick, wie recht diese Menschen hatten. Heute sind Stiftungen des Bundes nach ihnen benannt und Plaketten an Häusern, um an sie zu erinnern.

Aber ihre Mission wurde vergessen. Denn heute ist der Kampf gegen den Krieg wieder so wichtig wie zu ihren Zeiten.

Wenn sich aber heute Menschen gegen den Krieg auflehnen, wie [am 31. August 2025] in Köln, könnte man meinen, es sei wieder 1913. Als Abschluss des Rheinmetall-entwaffnen-Aktionscamps, bei dem Kriegstreiber und Rüstungskonzerne blockiert wurden, fand eine Antimilitarparade statt. Die Polizei griff diese an, kesselte über 600 Menschen und verletzte 150, teilweise schwer. Diese Menschen sind aus den gleichen Gründen auf die Straße gegangen wie wir. Es sind unsere Mitstreiter*innen. Ihr Kampf ist unser Kampf. Unser Kampf ist derselbe Kampf wie 1913.

Wir wollen uns nicht mehr von diesem Staat verprügeln lassen. Wir wollen nicht von diesem Staat verheizt werden, egal ob im Krieg oder in der Produktion. Wir wollen keine Kriegspropaganda, die uns erklären will, dass wir auf der falschen Seite stehen. Wir wissen, dass wir auf der richtigen Seite stehen, auf der Seite des Friedens, auf der Seite der internationalen Solidarität. Wir müssen zusammenstehen, gegen die Gewalt des Staates, die kommen wird, gegen die Gewalt, die heute schon da ist. Das ist erst der Anfang. Organisiert euch, steht zusammen, denn gemeinsam können wir nicht bezwungen werden.

Hoch die internationale Solidarität!“

 

Lieber Leser der Trierer Umschau, wir haben die uns zugesandte Rede nur im Zeilenumbruch etwas verändert. Wenn wir diese erst heute veröffentlichen, so entschuldigen wir uns gleichzeitig bei unseren Lesern für die Unterbrechung. Doch wir hatten bei unseren Aufnahmen den Demonstrantinnen und Demonstranten auch versprochen, dass wir ihre Position teilen, indem wir sie veröffentlichen. In der Folge sind wir schneller in der Dokumentation bzw. auch in der Einladung zu Friedens-Demonstrationen.

Es begleitet uns folgendes Zitat der Deutschen Friedensgesellschaft – Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen Landesverband Rheinland-Pfalz aus dem Ausruf zur Demonstration (vgl. https://www.dfg-vk-rlp.de/aktuell/trier-gegen-wehrpflicht) bei unserer weiteren Pressearbeit:

„Wenn Deutschland nach dem 100-Mrd.-€-Sondervermögen für Panzer und Kampfjets nun einen Teil des 500-Mrd.-Sondervermögens in die ‚Kriegstüchtigkeit‘ der Infrastruktur steckt und nun mit der Aussetzung der Schuldenbremse Aufrüstung ohne Begrenzung in der Höhe und Dauer zulässt, wird in den kommenden Jahren immer deutlicher werden, dass Kriegspolitik auf dem Rücken der jüngeren Generationen gemacht wird. Wenn knapp 40 % des Haushalts in das Militär fließen, dann sind das Investitionen in den Klimakollaps, in die Eskalation von Kriegen und in eine Umverteilung von unten nach oben.

Anstatt dass in eine lebenswerte Zukunft für zukünftige Generationen investiert wird, werden wieder junge Menschen zum Dienst an der Waffe verpflichtet!

Rheinmetall, ThyssenKrupp und die Waffenlobby freuen sich: Es gibt Milliardenaufträge, Rekordprofite und -börsenkurse, während unsere Schulen zerfallen, Sozialleistungen gestrichen werden und das Geld für Klimaschutz und -anpassung fehlt.“

Denn dieses Zitat belegt erneut, dass wir dabei sind, die Zukunft unseres Planeten in Sachen Klimaschutz als zweitrangig anzusehen. Die 17 Ziele der Vereinten Nationen für eine nachhaltige Entwicklung wird man so lange einbalsamiert halten, wie die Kriegspropaganda die Richtung vorgibt. Doch Achtung: unsere Erde verzeiht keine Respektlosigkeit. Denn sie arbeitet nicht mit Propaganda, sondern folgt der unerbittlichen Physik. Und Physik lässt sich mit Waffen nicht aufhalten.

 

Vortext / Kommentar / Nachtext: Christph Maisenbacher – 3. Oktober 2025
Quelle (vollständig zitierter Text): Die Plattform Trier – zugesandt von Ti
Link-Zitate: alle Zitate, die wir übernehmen sind im Text mit einem Link versehen
Social-Media-Teaser: ChatGPT
Fotos: © Plakate und Banner der Demonstrierenden – Trierer Umschau
Dieser Text in LEICHTER SPRACHE ist veröffentlicht unter: https://www.trierer-umschau.de/2025-10-03-bb/