Das ist die Leitung von der Deutschen Umwelthilfe.
Von links nach rechts:
Jürgen Resch, Barbara Metz und Sascha Müller-Kraenner.
Sie sprechen über die ersten 100 Tage der neuen Regierung.
Foto: © Stefan Wieland / DUH

LEICHTE SPRACHE - KLIMA & POLITIK

Die Deutsche Umwelthilfe sagt: – Drei Mal Klimaschutz nicht gut! – Nach 100 Tagen neue Regierung.

Am 11 August 2025 war eine große Presse-Konferenz der Regierung.
Viele Sachen wurden gesagt.
Aber viele Sachen wurden auch nicht gesagt.

Zum Beispiel:
In Deutschland sollen neue Kraftwerke gebaut werden.
Diese Kraftwerke machen Strom mit Gas.
Aber: Das Gas kommt vielleicht aus den USA.
Und wird durch Fracking gewonnen.
Das ist schlecht für die Umwelt.

Auch bei der Kreislauf-Wirtschaft sieht es nicht gut aus.
Firmen tun mehr als die Regierung.
Die Regierung zeigt nicht viel Einsatz.

Wir stellen immer dieselben Fragen:
Was ist mit den vielen leeren Wohnungen?
In Deutschland stehen 1,9 Millionen Wohnungen leer.
In der Region Vulkaneifel sind es 20 Prozent!

Diese Häuser könnten wieder benutzt werden.
Denn sie sind schon gebaut.
Das ist gut fürs Klima.
Man könnte das alte Baumaterial wiederverwenden.
Aber: Die Regierung fördert lieber neue Bau-Projekte.

Und die E-Mobilität:
Firmen bekommen Geld zurück, wenn sie E-Autos kaufen.
Das freut den Arbeiter wenig.
Ein E-Scooter ist dann das „E-Auto“ für arme Menschen.
Denn der darf nicht auf die Autobahn.
(Nichts gegen E-Scooter!
Wir haben darüber geschrieben in:
https://www.trierer-umschau.de/2025-08-13-bb/)

Zukunft heißt nicht:
Viel Geld ausgeben und stolz darauf sein.

Zukunft – egal welche Partei gerade regiert –
muss Hoffnung geben.
Man muss das Gefühl haben:
Hier entsteht etwas Neues.
Etwas, das hilft.

Aber die Regierung gibt Geld für Waffen und Krieg aus.
Und sagt:
Freiheit gibt es nur mit Waffen.

Das macht traurig.
Denn: Wie sollen Menschen an die Zukunft glauben,
wenn sie immer nur Angst hören?

Ja, Russland macht eine große Militär-Übung.
Und ja, nach so einer Übung hat Russland die Ukraine überfallen.

Deshalb sagen viele Menschen:
Ich kaufe jetzt ein Haus.
Ich kaufe jetzt ein E-Auto.
Aber wir fragen:
Wirklich?
Denn wer Angst hat,
gibt kein Geld aus.
Wer sich fürchtet,
baut kein Haus.
Und kauft auch kein E-Auto.
Das ist wie im Fußball:
Angst spielt auf Abwehr.
Nicht auf Angriff.

Ein Wort an die Regierung:
Liebe Regierung unter Kanzler Friedrich Merz,
Sie sind jetzt 100 Tage im Amt.
Wir sagen es wie beim Fußball:
Drei Mal „rote Karte“ für schlechten Klimaschutz!

Wir zeigen hier die ganze Presse-Mitteilung.
Mit den Meinungen von den drei Chefs der Deutschen Umwelthilfe:
Jürgen Resch, Barbara Metz und Sascha Müller-Kraenner.
(Sie sehen die drei auf dem Foto, von links nach rechts.)

 

Überschrift:
100 Tage neue Regierung:
Deutsche Umwelthilfe sagt:
„100 Tage kein Klimaschutz“

Die Regierung mit CDU, CSU und SPD ist seit dem 14. August 100 Tage im Amt.
Die Deutsche Umwelthilfe ist enttäuscht:
Die Regierung macht viel zu wenig für Umwelt und Klima.

Sascha Müller-Kraenner sagt:

Die Energiewende leidet.
Ministerin Reiche macht einen „Realitäts-Check“.
Sie rechnet den Strom-Bedarf klein.
So hilft sie großen Gas-Firmen.

Geplant sind viel zu viele neue Gas-Kraftwerke.
Und:
Solar-Anlagen auf Dächern werden unattraktiv gemacht.

Viele Menschen wollen bei der Energiewende helfen.
Aber die Regierung macht es schwer.

Die DUH hat die Regierung verklagt.
Und gewonnen!
Die Regierung muss mehr für den Klimaschutz tun.

Es gab schon ein paar kleine Schritte:
● Geld für Naturschutz
● Geld für Klimaschutz

Aber das reicht nicht.

Ein großes Problem ist der Landwirtschafts-Minister Rainer.
Er will eine wichtige Umwelt-Regel streichen.
Das ist gegen EU-Recht.
Jetzt gibt es eine neue Klage vor dem höchsten Gericht.

Die DUH fordert:
Diese Regel muss bleiben.
Nur so sieht man, wer das Wasser mit Nitrat verschmutzt.

Barbara Metz sagt:

Bauministerin Hubertz baut viel.
Aber sie denkt nicht an Umwelt und Klima.

Neue Regeln beim Bauen sind schlecht:
● Kein Platz für Umwelt-Prüfungen
● Natur wird zerstört
● Wasser-Haushalt leidet

Die Ministerin soll:
● Keine Sonder-Regeln machen
● Lieber gute, sichere Regeln für die Städte machen

Die DUH fordert:
Den neuen Bau-Paragrafen §246e streichen!
Stattdessen: Umbau fördern.

Auch das Recycling wird vergessen.
● Alte Geräte werden nicht gut entsorgt
● Batterien können Brände machen
● Zu viele Verpackungen

Umweltminister Schneider muss handeln:
● Weniger Müll
● Weniger Rohstoffe aus dem Ausland
● Mehr Wiederverwendung

Jürgen Resch sagt:

Verkehrsminister Schnieder hat keinen Plan.
● Keine Idee für den Verkehrs-Klima-Schutz
● Die Bahn ist unzuverlässig
● Viele Menschen sterben im Straßenverkehr

Und er tut nichts gegen Autos mit Verbrennungsmotor.

Die DUH sagt:
Wir klagen!
● Tempolimit: 100 auf Autobahnen
● 80 außerorts
● 30 innerorts
● Klima-schädliche Hilfe vom Staat soll weg

Auch bei Pestiziden gibt es Probleme.
Der Landwirtschaftsminister Rainer will:
● Weniger Kontrolle bei Gift-Zulassungen
● Weniger Mitspracherecht für das Umweltamt

Das hilft der Chemie-Industrie.

Die DUH sagt:
Das ist gefährlich.
Wir kämpfen weiter mit Klagen –
für die Gesundheit der Menschen
und für die Umwelt.

 

Standardtext vgl. https://www.trierer-umschau.de/2025-08-13-da/
Text in Leichter Sprache: mit dem Optimeil-Leichte-Sprache-Assistenten von ChatGPT
Textbegleitung: Christph Maisenbacher – 13. August 2025
Quellen: vgl. Standardtext wie auch die in diesem notierte Links
Foto: © Stefan Wieland / DUH