Die Trierer Umschau veröffentlicht in ihren Sozialen Medien (Facebook, Twitter, Instagram) über die Ergebnisse der Spiele zur Fußball-Europameisterschaft der Frauen 2025 - Foto: Aurelien Ducret – Unsplash
Die Schweiz ist Gastgeberin der UEFA Women's EURO 2025. Karin Keller-Sutter, die Bundespräsidentin des Gastgeberlandes, richtet sich dafür mit einer überraschend klaren Botschaft an die Fußballteams und Fans: "In Switzerland, even if you lose, you win". - Video: Presseportal Videos / ots

UEFA WOMEN'S EURO 2025

Start ist heute in der Schweiz: EM-Frauen-Power begeistert immer mehr und stellt inzwischen die EM-Siege der Männer in den Schatten

Kurz und bündig: in den Jahren der UEFA Women’s EURO, der Fußball-Europameisterschaft der Frauen, die mit dem Jahr 1984 ausgetragen wird (mit 13 Austragungen) siegte die Nationalmannschaft der Frauen insgesamt 8 Mal. So (in den Jahren 1989, 1991, 1995, 1997, 2001, 2005, 2009 und 2013.
In den Jahren der UEFA EURO, der Fußball-Europameisterschaft der Männer, die mit dem Jahr 1960 erstmals ausgetragen wrude (mit 17 Austragungen) siegte die Nationalmannschaft der Männer insgesamt 3 Mal. Das war 1972, 1980 und 1986.

Vor 70 Jahren sprach der DFB das Frauen-Fußball-Verbot aus

Vor genau 70 Jahren verbot der DFB (Deutsche Fußball-Bund) seinen Vereinen Frauenfußball-Abteilungen zu haben. Damit verbunden wurde auch untersagt, Frauen die Vereins-Sportplätze zur Verfügung zu stellen bzw. Schiedsrichtern oder Linienrichtern Fußballspiele von Frauen zu begleiten. Man argumentierte damals, dass Frauenfußball nicht mit der Natur der Frau vereinbar wäre und unterstrich, dass Fußball eine „Kampfsportart“ sei, welche nur von Männern ausgeführt werden konnte.

DFB knickt 1970 ein, weil er sonst einen zweiten Verband hätte akzeptieren müssen.

Das mit der Einsicht in seinen Irrtum hat 15 Jahre gedauert. Inzwischen spielten etwa 60.000 Frauen Fußball und drohten damit einen eigenen Verband zu gründen. Hinter verschlossenen Türen sagt man, dass das der eigentliche Grund war, dass der DFB dem Frauenfußball die Türen öffnete. Mit Vorurteilen in der von Männern dominierten Institution wurde zum ersten EM-Titel 1989 ein Kaffeeservice überreicht.

Der Gender-Pay-Gap ist immens und stand 2022 in einem Verhältnis von 60.000 : 400.000 Euro Siegprämie (vgl. https://www.deutschlandfunk.de/equal-pay-fussball-verbaende-dfb-100.html. ). Doch auch hier ist Aufbruchstimmung. Das zur Verfügung stehende Preisgeld für die UEFA Women’s Euro 2025 beträgt 41 Millionen Euro (156 % mehr als 2022 – vgl. https://de.uefa.com/womenseuro/news/029a-1e17f75a0c69-bc55ff7b421c-1000–rekordpreisgeld-bei-der-uefa-women-s-euro-2025/ ) – Allerdings steht das weit entfernt von den Preisgeld zur UEFA EURO, der Europameisterschaft der Männer im letzen Jahr: da warteten insgesamt 331 Millionen Euro im Topf zum verteilen!

Eine Schweigeminute (deshalb) für die Profi-Kickerinnen… und weiter:

Inzwischen ist Frauenfußball auch für Frauen ein Breitensport geworden. Eine Million Fußball-begeisterte Frauen und Mädchen sind in deutschen Vereinen aktiv.

Von Zuschauer-Rekord zu Zuschauer-Rekord

Zur letzten Fußball-Europameisterschaft der Frauen 2022 (der UEFA Women’s Euro 2022) in England zählte man fast 575.000 Zuschauer in den Stadien. Diese Bestmarke wurde in der Schweiz bereits vor dem Start mit 600.000 verkauften Tickets übertrumpft. 22 der 31 EM-Partien sind ausverkauft und nur noch etwa 70.000 Karten verfügbar.

Die UEFA-Direktorin Nadine Keßler hat gestern formuliert: „Wir zählen bereits 61.000 Fans aus Deutschland, 41.000 aus England, 16.000 aus Frankreich, 15.000 aus den Niederlanden und 5.000 aus den USA.“ (vgl. https://www.sportschau.de/fussball/frauen-em/em-2025-uefas-teures-leuchtturm-projekt,uefafrauenem-ueberblick-turnier-zuschauer-besonderheiten-100.html )

Am heutigen Mittwoch dem 2. Juli 2025 geht es los.

Unterstützt von der Maisenbacher Medien GmbH – Immobilien (vgl. https://maisenbacher-immobilien.de/ ) hat sich die Trierer Umschau vorgenommen, in unseren sozialen Medien (Faceboo, Twitter und Instagram) die Ergebnisse der Spiele zu dokumentieren und in einer Kurzfassung zu kommentieren. Wir versuchen dies möglichst zeitnah jeweils zu publizieren.

Vor uns liegen 25. Tage UEFA Women’s EURO 2025 mit 16 Teams und insgesamt 31 Spielen. Das Finale findet am 27. Juni in Basel um 18 Uhr statt. Wir sind gespannt, welche Mannschaften dann gegeneinander antreten!

Für den Anpfiff am heutigen 2. Juni stehen sich um 18 Uhr – also vor dem offiziellen Eröffnungsspiel – die Frauen-Nationalmannschaften von Island und Norwegen in der Arena von Thun gegenüber. – Lassen wir die Trainer sprechen (vgl. https://de.uefa.com/womenseuro/news/029b-1e21f83a450e-ff9f89bdd1e6-1000–vorbericht-island-finnland-in-gruppe-a-bei-der-uefa-women-s/ ):

Thorsteinn Halldórsson, Island: „Wir sind bereit und aufgeregt. Natürlich ist die Vorfreude groß, aber ich habe einfach ein gutes Gefühl. Die Intensität im Training war gut, die Spielerinnen sind alle fit und freuen sich darauf, loszulegen. Wir sind hierher gekommen, nachdem wir in Serbien gespielt haben, wo die Hitze noch größer war als hier, und ich denke, das hat uns bei der Vorbereitung geholfen. Ich habe keine Bedenken wegen der Hitze, auch wenn dies keine Bedingungen sind, die wir als Isländer gewohnt sind.“

[Marco] Saloranta, Finnland: „Wenn man sich die Rangliste anschaut, kann man uns als Außenseiter in dieser Gruppe ansehen, und sicherlich wird jedes Spiel schwer werden, angefangen mit Island. Dieses Team hat gezeigt, dass die Spielerinnen umso besser sind, je schwieriger die Aufgabe ist; ich bin zuversichtlich, dass dies auch am Mittwochabend der Fall sein wird. Alles ist bereit für das Eröffnungsspiel, und wir freuen uns sehr auf dieses Spiel. Wir kennen Island gut, sie spielen einen sehr direkten Fußball. Ich erwarte ein enges Spiel, wie es wohl alle Spiele in dieser Gruppe sein werden. Unser einziges Ziel ist es natürlich, mit einem Sieg zu starten.“ “

Die Eröffnungsfeier der UEFA Women’s EURO 2025 startet um 20.45 Uhr im Baseler St Jakob-Park. Es sind angeblich zehn Minuten eingeplant, so dass das Spiel Schweiz gegen Norwegen pünktlich um 21.00 Uhr angepfiffen werden kann.

Auch hier lassen wir die Trainerinnen sprechen (vgl. https://de.uefa.com/womenseuro/news/029b-1e21d7ea98c8-07409ea677c8-1000–vorbericht-schweiz-norwegen-in-gruppe-a-bei-der-uefa-women-s/)

Pia Sundhage, Schweiz: „Wir haben [in unserem Testspiel gegen Tschechien] einige gute Antworten gefunden. Wir haben uns in letzter Zeit schwer getan, Tore zu schießen, und jetzt haben wir es geschafft, also bin ich unabhängig vom Gegner froh darüber. Tore zu schießen bedeutet viel für unser Selbstvertrauen, deshalb war das gut. Wenn man sich all die guten Teams ansieht, gegen die wir spielen werden, ist es so wichtig, unsere Stärken zu finden und gleichzeitig auf ihre Schwächen zu achten. Wir haben einige interessante Spielerinnen – grundsolide –, aber auch einige [unerfahrene] Spielerinnen. Ich hoffe, sie werden uns alle überraschen.“

Gemma Grainger, Norwegen: „Das Eröffnungsspiel gegen die Gastgeberinnen zu bestreiten, ist aus meiner Sicht wirklich aufregend. Es ist eine große Ehre, in dem Stadion zu spielen, in dem das Finale ausgetragen wird. Beide Teams werden natürlich den Druck eines Auftaktspiels spüren. Unser Druck wird darin bestehen, unser Bestes in einem Stadion zu geben, von dem wir wissen, dass es stark von den Schweizer Fans dominiert wird, was eine Herausforderung ist.“

Für jedes Spiel gilt : „In Switherland, even if you lose, you win.“ (In der Schweiz gewinnen Sie immer, auch wenn Sie verlieren).

Der Satz stammt von Karin Keller-Sutter, der Bundespräsidentin des Gastgeberlandes der UEFA Women’s EURO 2025″ (vgl. unser Video-Link oben)

Alle Spiele werden von ARD und ZDF übertragen.

 

Vortext / Kommentar: Christph Maisenbacher – 2. Juli 2025
Quelle (vollständig zitierter Text): *
Link-Zitate: alle Zitate, die wir übernehmen sind im Text mit einem Link versehen
Foto: Aurelien Ducret – Unsplash
Video: Presseportal Videos / ots
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